Was machen wir mit den ganzen Personen die einen Pass haben und eine Straftat begehen, die lassen wir auch erst mal auf Bewährung rumlaufen.
Es tut mir leid, aber diese Willkür, mit welcher ihr über das Leben, und was anderes ist es nicht, entscheidet erschürrtert mich.
Denn falls jemand mit 3 hier hingekommen ist aus Grund X keinen Pass hat und dann eine Straftat (lassen wir es eine Schlägerei sein) begeht soll direkt abgeschoben werden. In ein Land das er nicht kennt, wo seine Eltern mit sollen, obwohl sie sich vollkommen ordnungsgemäßg verhalten haben?
Glaubt ihr wirklich Abschreckung gegenüber eine Strafe führt zu weniger, oder weniger brutalen Straftaten. Es gab mal eine Statistik, ich hab sie gerade nicht zur Hand. Die bewies das die Länder mit den härtesten Strafen auch die brutalsten Verbrechen haben. Abschreckung funktioniert nicht, vorallem nicht bei Jugendlichen. Aber ihre Existenz aufs Spiel zusetzen ist okay?
Die Suche nach den Schuldigen ist vollkommen okay, und das wir ein grundlegendes Problem mit der Integration und mit unserer Jugend haben ist unbestritten. Aber diese Lösungen sind vollkommen unsinnig. Vielleicht sollten wir uns lieber überlegen, wie eine Gesellschaft aufgebaut werden kann in der:
- Integration
- Menschenrechte
- Gewaltfreiheit (jeglicher Art)
- Funktionierende Jungendbetreung
- Frühwarnsysteme und Hilfe bei Sonderfällen
grenzübergreifen aufgebaut werden kann. Statt immer neue Wege zufinden die Augen zuverschließen und eine Gruppe auszugrenzen und als Schuldige hinzustellen. Denn diese PROBLEME gibt es auch bei unseren Jungendlichen, vorallem jenen die unter der Armutsgrenze leben.
edit:
Das Strafmaß für einen Reichen und einen Armen ist in der Theorie gleich.
In der Praxis ist überhaupt nichts gleich.
Beweise?
Weder das Strafmaß, noch die Chancen zum beruflichen Aufstieg, noch die Chancen aufs Gymnasium zu kommen bei gleich guten Noten usw. In jeder Studie, die die Gleichberechtigung untersucht, beweisen Psychologen und Soziologen, dass es keine Gleichberechtigung in der Realität gibt. Wir bescheißen uns selbst mit dem Glauben an Gleichberechtigung, um unser Gewissen zu beruhigen. Sonst würde uns das Gewissen innerlich zerfressen.
Aber selbst die Theorie ist völlig unbefriedigend. Jemand, der in zwei Tagen 18 wird, wird wie ein Jugendlicher bestraft, ein anderer, der vor zwei Tagen 18 geworden ist, wie ein Erwachsener. Welch Blödsinn. Erwachsensein hat nur eingeschränkt etwas mit dem Alter zu tun und schon gar nicht wird man von einem Tag auf den anderen erwachsen, wie es das Rechtswesen vorsieht. Trotzdem wird recht willkürlich eine Grenze gesetzt und auf der einen Seite wird man ganz anders behandelt als auf der anderen. Diese dämlichen Grenzen akzeptieren wir. Aber die viel einleuchtendere Grenze zwischen Einheimischem und Gast soll ungerechtfertigt sein?
Du hast es wohl nur halb verstanden. Gleichberechtigung bedeutet in einer Demokratie NICHT das alle gleich sind. Jeder Mensch ist verschieden. Allerdings sollen alle Menschen gleichbehandelt werden. Die Demokratie übersieht die Unterschiede der Menschen nicht, sondern erklärt sie als unrelevant.
Teilweise musst du jedoch Unterscheidungen treffen (geistige Reife), dennoch ist es ab 18 noch möglich als Jugendlicher verurteilt zuwerden. Dort wurde die Grenze entsprechend aufgeweicht.
Was ist ein Gast in diesem Land? Jemand der 8 Stunden lang seit 40 Jahren die Klos putzt? Wer ist Gastgeber, der Urbayer der an seinem Stammtisch gegen die Ausländer (Gäste) wettert und vielleicht sogar noch Umzüge mit gleichdenkendem braunen Gesocks macht?