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madrid/terrorismus-meinung dt. politiker

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nephthys
Alt 13.03.2004, 15:02   #1
Beitrag madrid/terrorismus-meinung dt. politiker

so, ich wollt euch nur mal den text hier zeigen, lests euch mal durch hab ich eben bei web.de gesehn:
Berlin (dpa) - Die baskische Untergrundorganisation ETA hat in Drohbriefen an deutsche Reiseveranstalter Anschläge auf Urlaubsziele in Spanien angekündigt. TUI-Sprecher Mario Köpers schränkte aber ein: «Wir erhalten wie auch andere Reiseveranstalter solche Briefe seit Jahren.»

Einem «Focus»-Bericht zufolge war bei einem Kölner Reiseveranstalter am 4. Februar ein solcher Warnbrief eingegangen. Zwei Tage später erhielt ein TUI-Reisebüro in Hannover einen weiteren. Köpers sagte, solche Briefe tauchten seit Jahren in der deutschen Tourismusbranche auf. Im aktuellen Fall sei auch dieses Schreiben an das niedersächsische Landeskriminalamt und an das BKA weitergeleitet worden.

Wie der «Focus» schreibt, hält das Bundeskriminalamt (BKA) die Terroranschläge von Madrid möglicherweise für den Beginn einer großen Offensive der ETA. Auf Anfrage wollte sich das BKA dazu am Samstag nicht äußern. In den Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes steht seit Freitag: «Obwohl die spanischen Sicherheitsbehörden in den vergangenen Wochen und Monaten eine Reihe von Fahndungserfolgen erzielten und mehrere Anschläge verhindert wurden, können (...) Terroranschläge auch zukünftig nicht ausgeschlossen werden.»

In Deutschland intensivierte sich nach den Anschlägen von Madrid die Debatte über eine mögliche Bedrohung für das Bundesgebiet. Unions-Fraktionsvize Wolfgang Schäuble (CDU) sagte der «Welt am Sonntag»: «Unser Land ist genauso bedroht wie andere auch.» Ein Anschlag wie in Spanien könne auch in Deutschland passieren. Er vermisse ein Gesamtkonzept zur Gefahrenabwehr. Der Grünen- Rechtsexperte Volker Beck sagte im Deutschlandradio, das Entsetzen über den Terror in Spanien dürfe nicht instrumentalisiert werden.

Schäuble forderte die Bundesregierung auf, dem Terror mit einer Kombination aus zivilen und militärischen Kräften zu begegnen. Dazu erneuerte er die Forderung der Union, einen Einsatz der Bundeswehr im Inland zu ermöglichen und dafür das Grundgesetz zu ändern. Die Bundeswehr solle nicht zu einem verlängerten Arm der Polizei werden, aber: «Es ist widersinnig, wenn der Bundesverteidigungsminister überall auf der Welt den Terrorismus bekämpfen will, aber nicht in Deutschland.»

CSU-Chef Edmund Stoiber forderte in der «Bild am Sonntag», die Möglichkeiten zur Ausweisung gefährlicher Ausländer zu erweitern. Vor dem Hintergrund der Anschläge von Madrid sei es unverzichtbar, in einem Zuwanderungskompromiss auch die wichtigsten Sicherheitsfragen in Bezug auf gefährliche Ausländer zu klären. Politische Extremisten und potenzielle Terroristen müssten bei konkreten Verdachtsmomenten der Sicherheitsbehörden, Verfassungsschutzbehörden oder Nachrichtendienste sofort ausgewiesen werden können. Stoiber: «Wenn es um unsere Sicherheitsinteressen geht, muss der Staat wirksam handeln können, auch ohne vorherige Verurteilung von Verdächtigen.»

Beck wandte sich neuerlich dagegen, die Sicherheitsdebatte mit der Zuwanderungsproblematik zu verknüpfen. Diese Probleme müssten außerhalb des aktuellen Ringens um das Zuwanderungsgesetz gelöst werden. Er sagte, bereits heute könnten Personen abgeschoben werden, die nachweislich mit Terrorismus zu tun hätten. Anders sei es bei reinen Verdachtsfällen.
hmhm was haltet ihr von dem text? könnt ihr die meinungen&äußerungen der politiker nachvollziehen? findet ihr sie richtig?
 
 
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Keyser Soze
Alt 24.03.2004, 01:54   #2
Standard

Es wäre schön, wenn endlich mal ein Politiker erkennen würde, dass es nix bringt, die Symptome des Terrors zu bekämpfen, wenn man die Ursachen (Armut in der dritten Welt, globale Ungerechtigkeit etc.) nicht behandelt bzw. sie sogar noch weiter verschlimmert.
Für mich ist das ein Haufen Heuchler. Sie gehören größtenteils einer Religion an, die noch vor einigen hundert Jahren genauso barbarisch war wie es die Osamas von heute sind. Sie weisen Asylbewerber, die einfach nur in Wohlstand leben wollen, aus dem Land, und wundern sich dann hinterher, wenn die Abgeschobenen aufgrund der Verhältnisse in ihrem Heimatland durchdrehen und zu Terroristen mutieren.
Politiker, die jetzt ihr Maul aufreißen und nach mehr Sicherheit schreien, ohne auf die Hintergründe des Terrors einzugehen, zeigen, dass sie von den großen Zusammenhängen nix raffen und damit im Grunde völlig ungeeignet für ihren Job sind. Und das sind leider die meisten, wie es scheint...
 
 
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Krashok
Alt 24.03.2004, 02:18   #3
Standard

Sehr clever .. das is wie wenn du du ein kleines feuer hast und einen brennenden ast zurück in den trockenen wald wirfst, weil dann ja weniger vor deinen füßen brennt. Dumm nur das sich dann hinten im wald noch ein feuer bildet was dann zu einem noch größeren feuer vor deinen füßen führt.

Ich gehe mal stark davon aus das wenn jeder "terrorverdächtige" abgschoben wird wir bald hier eine bomben stimmung haben...
wie Keyser schon sagte ist das Problem einfach mal das Missverhältnis zwischen Armut und Wohlstand, was wir schnellstens in den Griff bekommen sollten, das 100% erst der anfang war und das noch in ganz andere extreme was anschläge angeht ausufern wird.
 
 
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nephthys
Alt 31.03.2004, 20:30   #4
Standard

ja, mich regt der text irgendwie auch auf, ich kann es gar nicht richtig in worte fassen
deshalb wollte ich mal wissen ob ihr den text bzw. die meinung der politiker genauso dreckig findet.
 
 
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Maniac2000
Alt 31.03.2004, 20:39   #5
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So bekommt man die Probleme mit dem Terrorismuss aber nicht in Griff und das sollten unsere Politiker eigentlich auch wissen. Wir haben uns ein kleines Zeitfenster erkauft in dem wir nicht in den Irak maschiert sind aber solche Aktionen bewirken eigentlich nur das Attentäter auch irgendwann bei uns vor der Tür stehen. Früher oder später wird das zwar so oder so passieren aber man muss ja nicht noch unbedingt ein Anlass dafür geben. Es ist zwar richtig das auch Deutschland was gegen den wachsenen Terrorismuss unternehmen muss aber eine Verschärfung der Einwanderungspolitik trifft wahrscheinlich wieder die Falschen. Und vor alledem wer übeprüft das ganze, man kann doch von ausgehen, dass zum Teil auch willkürlich abgeschoben wird.
 
 
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nephthys
Alt 31.03.2004, 21:26   #6
Standard

jo. jetzt sind sie mal aufgewacht, nach nem anschlag. ich finde die sollten sich mal ernsthafte gedanken machen über aktionen gegen den terrorismus. auf diesem wege wird er jedenfalls kaum bekämpft höchstens gefördert. ausserdem ist es ziemlich ungerecht irgendwelche unschuldigen flüchtlinge wegzustecken die ne zuflucht bitter nötig haben. ich rede jetzt nicht von "schmarotzern" die sich hier dann auf die faule haut legen oder so, oder sich total asozial benehmen. ich glaube nicht dass jemand so undankbar wäre, meistens tun die ausländer dem land und der wirtschaft gut und ich finde es nur sozial anderen menschen zu helfen egal von woher. das ist doch einfach nur blöd jemanden abzuschieben nur weil er arabisch oder sonstwie aussieht. und wie will man den terrorismus denn mit soldaten bekämpfen? wurd nicht schon oft genug gezeigt dass gewalt gegen gewalt nichts nützt? ist doch auch nicht sicherer. was bringt es wenn dort soldaten sind und jemand sprengt etwas hoch? können sie auch nichts verhindern. also wenn die jetzt noch mit den soldaten in deutschland anfangen gibts irgendwann nen gewaltigen krieg.
Wenn es um unsere Sicherheitsinteressen geht, muss der Staat wirksam handeln können, auch ohne vorherige Verurteilung von Verdächtigen
wirksam???!
 
 
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Maniac2000
Alt 31.03.2004, 21:47   #7
Standard

Das sie sich keine Gedanken machen kann man ja nicht sagen aber was soll man tun? Gegen den Terrorismus an sich kann man nicht vorgehen, ausser man schiebt jemand den schwarzen Peter zu und jagt ihn. Ob es dann den richtigen trifft sei dabei mal hingestellt. Das einzige was man tun kann ist alles versuchen Anschläge zu verhindern und dabei die entsprechende Wege zu zerschlagen.

Mittlerweile kann man sich den Terrorismus als große "Firma" vorstellen die in alle Teile der Welt seine "Niederlassungen" hat. Man kann nur versuchen die einzelnen "Niederlassungen" zu infiltrieren und anschließend von innen heraus zu zerstören. Aber da gibt es ja den "Wachdienst"...

Und genau das wird passieren, es werden Ausländer abgeschoben auf Grund ihrer Nationalität obwohl sie unter umständen harmlos sind und einfach nur ein besseres Leben suchen.

Soldaten in Deutschland würden in der Tat nicht "viel" ändern aber man muss auch sagen das es in anderen Ländern mittlerweile gang und gebe ist das an Schlüsselpositionen bewaffnete Millitärposten errichtet werden. Es müssten allerdings um sie wirkungsvoll einsetzen zu können schärfere Kontrollen durchgeführt werden. Und wer wird dann kontrolliert? Alle Ausländer oder wirklich alle?
 
 
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nephthys
Alt 31.03.2004, 22:06   #8
Standard

terrorismusbekämpfung oder -verhinderung ist echt nen schwieriges thema. ich glaube um sowas zu verhindern muss man erst mit hintergrundfragen beginnen z.b. was treibt diese leute dazu soetwas zu tun? was fordern sie bzw. wollen sie damit bezwecken? wenn sich 2 länder terrorisieren wie bei dem nahostkonflikt sollten andere länder durchgreifen und für beide einen fairen kompromiss finden. und wenn die leute wirklich nur aus hass, naivität und "religion" anschläge ausüben sollte man sich auch fragen wie das kommt. ich glaube es liegt einfach an ihrem lebensstandard. da fehlt ne gewisse bildung und aufklärung und solange da nichts gemacht wird, geht es immer so weiter.

wir weichen zwar vom thema ab aber ich finde dieses thema genauso wichtig/wichtiger um darüber zu diskutieren.
 
 
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Maniac2000
Alt 31.03.2004, 22:25   #9
Standard

Stimmt wir weichen langsam gehörig ab, obwohl das indirekt aber auch dazu gehört. Zumal wir jetzt ein Thema haben, bei dem man sehr weit ausholen kann...

Da bin ich zum Beispiel anderer Meinung, wenn sich 2 oder mehr Länder bekriegen, sollte kein Land mit Sanktionen oder Streitkräften sich einmischen. Man sollte eher Vermittler in das oder die Länder schicken und auf friedlichem Wege versuchen, die Konflikte zu lösen sonst passiert genauso sowas wie im Irak (aber das ist dann schon wieder ein anderes Thema).

Das Problem besteht zum Teil auch in den weltlichen Ansichten, der Koran z.B. eines modernsten Werke seiner Zeit, ist mittlerweile total überholt und müsste angepasst werden. Aber ein Großteil des Islams sieht den Koran als heilig an und will auch nichts daran verändern. Schlußfolgernd müssen die westlichen Länder als "Böse" betrachtet werden und sie versuchen auf ihre Art uns zu bekämpfen. Es wird der Jugend schon eingetrichtert das der Westen böse ist und wir tun auch alles dafür das Bild zu bestätigen.

Aber wer soll denn aufklären? Jemand aus dem Westen hören die Leute nicht zu und der "junge" Koran der schon einiges anders machen möchte wird nicht ernst genommen.

Mal davon abgesehen besteht der Terrorismus ja nicht nur aus den arabischen Ländern sondern viele Länder haben eigene Terroristen sitzen. Und die praktizieren meisten durch ihre politische Überzeugung. Sie kämpfen für Freiheit und das man sie in Ruhe lässt. Leider mit den falschen Mitteln und auf den falschen Wegen. Terrorismuss lässt sich begrenzt schon bekämpfen und eindämmen, in dem man Kompromisse schließt aber dazu gehören immer zwei...
 
 
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