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Life Earth - sinnvoll oder nur Profitgier

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ToMaK
Alt 10.07.2007, 21:03   #1
Ausrufezeichen Life Earth - sinnvoll oder nur Profitgier

Ich weis es kommt jetzt etwas spät, aber hatte bisher keine Zeit hier zu posten.
Jedoch ist das etwas, dass mich zur Zeit etwas beschäftigt.
Am Wochenende war ja Life Earth. Zweck der Veranstaltung war es laut Veranstalter, die Welt wach zu rütteln und zum Stromsparen aufzufordern.
Ich hatte mich gleich angesprochen gefühlt und angefangen Strom zu sparen, in dem ich den Fernseher ausgeschaten hatte .

Na ja, der Grund war der, dass ich einfach keine Zeit hatte, aber hatte kurz rein geschaut. Schon als ich die Bühne sah kam ich ins grübeln...
zum einen wird zum Stromsparen aufgefordert und zum anderen haben die eine riesen Bühne, bei der die Rückseite eine komplette Lichterwand ist und hell beleuchtet ist. Allein was die 7 Bühnen weltweit an Strom verbraucht haben will ich net wissen. Dazu kommen noch die Fernseher der ganzen Zuschauer.

Aber jetzt mal abgesehen davon, wieviel Strom verbraucht wurde., frage ich mich: "Bringt so eine Aktion wirklich was?"

Ich meine, das Thema Umweltschutz ist zur Zeit mehr denn je in den Medien, müssen wir da erst durch ein Benefiz-Konzert auf den Umweltschutz hingewiesen werden???
Zugegeben, in anderen Ländern wie China und so ist der Umweltschutz nicht so weit verbreitet!

Aber jetzt mal abgesehen davon, wurden anscheinend nur 30 cent pro Eintrittskarte in den Umweltschutz investiert.... da stellt sich mir die Frage, wurde dieses sogenannte Benefiz-Konzert wirklich aus sozialem Engagement veranstaltet oder nur aus Geldgier?

Aber nicht nur vom Veranstalter, sondern auch von den Stars.
Laut diesem Artikel war das LIVE( Konzert 2005 für alle Stars mehr als Profitabel, die Verkaufszahlen nach dem Konzert stiegen enorm in die Höhe.

Also meine Frage: "Wird der momentane hype zum Klimaschutz nur ausgenutzt? und selbst wenn es wirklich nur aus sozialem engagement heraus entsatnden ist, war life earth wirklich nützlich??
Hat es euch irgendwie wachgerüttelt?? Wie ist eure Meinung dazu?
 
 
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PowerWapiti
Alt 10.07.2007, 21:10   #2
Standard

das ist doch alles nur verarsche.. so ne Konzertkarte kostet glaube ich 80-90 Euro.. und 30cent (!) wurden an den Umweltschutz ausgegeben..
und die ganzen Stars.. fuhren bestimmt im Maybach zum Flughafen wo sie im Privatjet weiter zu einen ihrer Villen flogen
 
 
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Squdus
Alt 10.07.2007, 21:25   #3
Standard

Ich denke mal dieses "Umweltbewusstsein schärfen" war nur ein netter Nebeneffekt und nie Hauptanliegen, viel eher war es mal wieder der schnöde Mammon. Wenn man es etwas romantisch verklärt sehen möchte könnte man ja sagen das sich der Aufwand bereits gelohnt hat wenn auch nur ein Mensch was dabei gelernt hat. Dann sollte man es aber auch unterlassen zu vergleichen was dieser Bekehrte an CO2 einspart und was die Veranstaltung an extra CO2 in die Luft gepumpt hat.
Rein wirtschaftlich wird es sich aber auf jeden fall gelohnt haben, Geld is da vermutlich nich zu knapp geflossen.

Na ja, im großen und ganzen sind solche Veranstaltung, also welche die zum Umwelt/Klima/Tier/was auch immer Schutz aufrufen ja zu begrüßen. Is halt nur was traurig das Geld da die größere Motivation als soziales arrangment ist. Wirkt dann zwar irgendwie etwas geheuchelt, aber mei. Die Veranstalter bekommen ihr Geld und die Menschen achten vielleicht mehr auf die Erde, hat ja jeder was von.
 
 
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Reh
Alt 10.07.2007, 22:01   #4
Standard

Ich bezweifle mittlerweile gänzlich den Nutzen solcher Veranstaltungen.
Das Thema Klimaveränderung ist zwar riesengroß in den Medien, aber es wird dort nur zum Geldscheffeln benutzt und nicht zum wirklichen wachrütteln. Denn die Tragweite der auf uns zukommenden Veränderungen ist glaube ich der Masse trotz des Medienrummels nicht klar geworden. Dazu trägt die Oberflächlichkeit der Medien bei denke ich und deswegen lehne ich sie ab.
Die Quantität der Berichte ist nicht entscheidend und kann sogar kontraproduktiv sein, weil sich die Leute mittlerweile vom Thema belästigt fühlen. Zudem bringen die Medien wöchentlich reißerische Berichte, die von einem Extrem ins andere überschlagen - mal der drohende Weltuntergang, dann die völlige Verharmlosung. Das klärt nicht auf, das verunsichert nur. Und das lässt die Berichterstattung unseriös wirken (was sie auch wirklich ist), so dass man bei dem Thema keinem mehr glauben mag.
 
 
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Krashok
Alt 10.07.2007, 22:49   #5
Standard

ich fand es total affig .. als ob man klimaveränderungen wie licht an und ausschalten kann
 
 
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rippchen
Alt 10.07.2007, 23:00   #6
Standard

ich find es ist auch nur verarsch. okay vielleicht bringt es auch was... aber wenn dann nur sehr geringfügig wenn überhaupt. also ich finde es ist nur geldabzocke^^
 
 
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michaelg
Alt 11.07.2007, 00:31   #7
Standard

Wieso NUR Geldabzocke?

Es geht dabei ja nicht darum, ob man diese Konzertevents besucht.

Um es ganz kurz zu fassen: Keinem der LifeEarth Initiatoren sowie der Beteiligten ging es darum, mit diesem Ereignis das Problem zu lösen, das wäre ohnehin absurd. Hauptintention war etwas ganz wichtiges, ohne dass Problemlösungen, die der Mitwirkung aller (realistisch: möglichst vieler) bedürfen, niemals funktionieren, nämlich die Bewusstwerdung der Problematik (und selbst wenn ich Unrecht habe, und dies nur "netter Nebeneffekt" ist, wie Squdus schreibt, so ist es dennoch ein Effekt!).
Das ist der erste Schritt; hier beispielsweise fehlende Ausführlichkeit über die Komplexität der Zusammenhänge zu kritisieren ist zu einfach gedacht.

Natürlich ist es richtig und wichtig, alle Fragwürdigkeiten, Absurditäten dieser Veranstaltung kritisch zu reflektieren. Ob es beispielsweise logisch und konsequent war, dass Greenpeace seine Beteiligung wegen des Sponsorings durch Daimler beendete, oder die evidenten Paradoxe wie Energieverbrauch oder Müllverursachung der Veranstaltung.

Wer aufgrund all dieser Widrigkeiten die Ablehnung verabsolutiert fördert meines Erachtens nur, die Thematik wieder in die Ignoranz zu rücken, auch wenn viele Ablehner hier durchaus differenzieren.

Die Effektivität hinsichtlich der oben angesprochenen Bewusstwerden sollte nicht verkannt werden. Dies stellt allerdings noch lange nicht den bejubelnswerten Erfolg dar sondern kann nur Grundlage für weitere Handlungsapelle an Politik und Weltbevölkerung sein.

Neben den nationalen Regierungen und Bevölkerungen (also den einzelnen Bürgern - wir alle) ist besonderer Handlungsbedarf in internationalen Organisationen und Regimen gefordert. Wichtig sind bindende und effektive Abkommen, deren Verbindlichkeitswirkung wegen der etablierten und vor allem aufkeimenden Industrienationen auch eines der größten Probleme bei der Lösung des Klimawandelproblems sind.

Was die Potentiale und Instrumentarien zur Abmilderung oder Verhinderung von Klimakatastrophen angeht, stehen eine Vielzahl von Wegen offen, den Klimawandel als Herausforderung zu begreifen - Die Antwort auf die Frage, inwiefern die Interessen vieler Staaten und Politiker mit der Umsetzung effektiver Maßnahmen vereinbar sind stimmt mich allerdings wiederrum pessimistisch.

Auf gleicher Augenhöhe bleibt daneben das Bewusstsein der Bevölkerung, das eine grundlegende Rolle hat, ein Faktor des Problemlösungsprozesses sowie eine Vorraussetzung für denselben ist. Das Ausmaß des Erfolges von Aktionen wie LifeEarth oder auch ganz banaler Kampagnen bleibt abzuwarten. Die Sensibilisierung von Bürgern wird aber gewiss Parteien und andere Akteure mehr als bisher zwingen, ökologische Interessen zu artikulieren und hoffentlich auch wahrzunehmen.

Menschen, die Zeit und Interesse haben, werden die Argumentationen von Skeptikern und Bagatellisierern prüfen. Probleme, die nicht oder falsch wahrgenommen werden, die verdrängt und verleugnet werden, sind irgendwann nicht mehr lösbar. Daher sollte bei der Bewertung jeglicher Aktionen, deren eigentliches oder vermeintliches Ziel es ist, zur Lösung des Problems beizutragen, Kritik abgewogen werden zur Alternative der (frustrierten) Unterlassung. Denn Unterlassung lässt sein - und bewirkt gar nichts.
 
 
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Reh
Alt 11.07.2007, 12:49   #8
Standard

Solche Appelle sind nicht glaubwürdig. Pro 7 kann mir doch nicht mit dem weltrettenden CO2NTRA kommen und direkt nach der Werbepause stinkreiche Prominente bejubeln, die aus Langeweile ihre Yachten durch das Mittelmeer kutschieren und mit dem Privatjet von einer Party zur nächsten fliegen.
Und wenn mir irgendein Star auf dem Konzert unter die Nase reibt, ich solle was für die Umwelt tun und ich am nächsten Tag bei MTV sehen muss, dass dieser Star einen Palast bewohnt, für dessen Herstellung und Unterhalt Energie aufgewendet wird, wie bei uns einfachen Leuten nur ein ganzes Stadtviertel verbraucht, dann möchte ich diesem Star in den Arsch treten.
Wie soll denn ein Bewusstsein für Klimaschutz entstehen, wenn unsere Vorbilder sich genau entgegengesetzt verhalten?
 
 
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OrionX
Alt 11.07.2007, 13:00   #9
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du, du wirst es nicht glauben, aber in der us-high-society ist bio im moment richtig in und cool. X-Zibit hat zb in seiner show pimp my ride, einem auto ein öko tuning verpasst und das dann Arnold Schwarzenegger vorgeführt (der angekreidet hat das die sitze aus hanf waren und hanf in seinem staat verboten ist *g*)

Also man muss den promis nur was als hip verkaufen, und wenn bio hip ist dann werden die sich dem trend anpassen
 
 
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Reh
Alt 11.07.2007, 14:17   #10
Standard

"In" und "cool" sind Modeerscheinungen. Ich sehe sehr wohl, dass Klimaschutz gerade hip ist, aber es ist eben nur hip. Und genau das ist das Problem. Heute hui, morgen wieder pfui. Modeerscheinung und Umweltbewusstsein sind nicht das gleiche, auch wenn sie aktuell ähnlich aussehen.

Ich möchte mich hier aber nicht als Umweltschützer oder großer Ökofreak darstellen, das bin ich nicht. Ich finde lediglich, dass der riesige Medienrummel nicht zu einem wirklichen Fortschritt in Sachen Umweltschutz beiträgt. An der Oberfläche wird gehyped, aber im Grunde bleibt alles beim Alten.

Die Auswirkungen des Klimawandels spüren wir wohl noch nicht genug. Der Mensch ist ja ein ziemlich dummes Tier, er kann Zusammenhänge nicht mit Blick auf die Zukunft erkennen und deuten. Erst Jahrzehnte später im Rückblick kommt die Erkenntnis und man sagt sich "Oh ja, da war doch dieses und jenes so offensichtlich, das hätte selbst ein Idiot merken müssen". Forscher lernen, sich von dieser menschlichen Schwäche zu lösen und Zusammenhänge frühzeitig und möglichst objektiv zu erkennen und die Forscher schlagen längst Alarm. Das dringt aber noch nicht in unser Bewusstsein ein, wir müssen erst noch ein paar Jahrzehnte warten, bis wir die Folgen unseres jetzigen Handelns nicht nur von Forschern erzählen lassen (was wissen die Idioten schon), sondern sie schmerzhaft am eigenen Leib erfahren müssen. Dann wird das Umdenken doch noch kommen, viel radikaler als es jetzt notwendig wäre, und dann werden wir zurückblicken und wie so oft in der Geschichte sagen: "Mensch, wären wir damals nicht so blöd gewesen". Die Menschheit ist wie ein Kind - du kannst ihr zehn Mal sagen, dass man nicht die heiße Herdplatte anpacken soll, sie wird es doch tun. Wir lernen immer noch nicht durch Denken (obwohl wir uns für so klug halten), sondern durch Schmerzerfahrungen.
Ach, ich schweife schon wieder ab.
 
 
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Cataclyst
Alt 11.07.2007, 17:17   #11
Standard

Live Earth wäre vor ca 80 bis 100 Jahren gut gewesen, weil man dann Co2 technisch da noch hätte was machen können. Derzeit erleben wir den Co2 Effekt des Co2 das die Menschen 1910 in die Luft gepustet haben. Ich will gar nicht wissen wie es dann in ca.100 Jahren aussieht wenn unsere heutiges Co2 oben ist.

Der ganze Live Earth Zirkus war für mich nur ne reine Geldmacherei!!!

Und ausserdem sollte man vielleicht mal daran denken das unser Klimawandel nur ein ganz normaler Zyklus ist.

Von Menschenhand zwar etwas beschleunigt, aber denoch nicht abwendbar
 
 
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Panacaea
Alt 11.07.2007, 18:02   #12
Standard

Der Grundgedanke ist in Ordnung: das hatten wir ja in einem anderen Thread hier schon, Bewusstsein wecken ist wichtig. Allerdings sehe ich den ganz großen Sinn in dem ganzen Trara nicht. Ich denke die meisten Menschen, die sich die Konzerte angesehen haben, haben das getan, um die Acts zu sehen und nicht mit dem Hintergedanken, die Welt zu retten.

Ich denke, dass der Profit auf jeden Fall eine Rolle gespielt hat. Natürlich verkauft sich so ein Konzert sehr viel besser im Namen der Umwelt, blah blah.
 
 
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Sili
Alt 11.07.2007, 18:49   #13
Standard

Hauptsache wir haben Tonnenweise Co2 produziert um die Bühnenn mit Saft zu versorgen ^^ das wird die Welt schon retten *g*

Sinnvoll an der veranstaltung war mittermeiers wortlaut "selbst ein hund wäre ein besserer Präsident als Bush geworden"
 
 
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meth
Alt 11.07.2007, 18:59   #14
Standard

ich finde man muss diese trara im namen der umwelt konzerte beidseitig betrachten. einerseits, und warscheinlich das hauptobjektiv der stars war geld zu machen, wie ja schon erwähnt wurde, es kann nach hinten losgehen und einen negativen effekt haben, aber dennoch wie auch schon gesagt wurde ist es ein anfang. wenn man ein suchbegriff bei google eingibt und danach sucht, kostet dies soviel energie wie eine sparlampe 1 stunde zu erleuchten. werdet ihr jetzt weniger bei google suchen?
warscheinlich wirds kurzfristig ein effekt haben aber danach werdet ihr ganz normal recherchieren... man muss mehr machen als nur so ein fake aufrüttlungs konzert machen.

Geändert von meth (12.07.2007 um 17:34 Uhr).
 
 
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ToMaK
Alt 11.07.2007, 22:14   #15
Standard

Zitat von meth
..... wenn man ein suchbegriff bei google eingibt und danach sucht, kostet dies soviel energie wie eine sparlampe 1 stunde zu erleuchten......

wo hast du das her??? ist das nicht ein bisschen übertrieben?? kann ich mir nciht vorstellen!!!
 
 
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