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Lehrer ?

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kOrN
Alt 10.01.2003, 16:59   #26
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mei mutter is au lehrerin
 
 
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Nils
Alt 10.01.2003, 18:21   #27
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das hat dein bruder schon gesagt.
aber trotzdem: mein beileid
 
 
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jubilee
Alt 30.03.2006, 21:37   #28
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Zitat von Fatjojo
Ich hab mich mal gefragt wo die Lehrer überhaupt herkommen

Es gibt doch keinen auf dieser Welt der Lehrer werden will oder ?
naja zumindest kenn ich noch keinen

Sind Lehrer vielleicht Aliens von einem anderen Planeten oder wird man als Lehrer geboren ?
EINMAL Lehrer IMMER Lehrer !

Wo kommen Lehrer her?
Die Frage sollte eher lauten: Wo sind die (echten, guten) Lehrer hingegekommen?

Ich meine, sie werden von ihrem Spaß an der Schule geboren (es gibt solche Menschen, ich kenn selbst einen).
Sie gehen an die Uni, werden dort nicht nur zugemüllt mit Theorien, sondern auch mit Träumen, Visionen, Enthusiasmus erfüllt; ihnen erscheint im Eifelturm der Bildung alles möglich ...
Kommen sie dann von der Uni an die Schule, genießen sie die erste Zeit das Leben in vollen Zügen; endlich dürfen sie ihr Wissen anwenden, das sie während eines so langen Studiums angehäuft haben; endlich sehen sie, wozu all das Studieren nötig war. Es macht ihnen (und den Schülern) Spaß, das Leben zu erkunden.
Dann aber kommen die ersten Stolpersteine: da ist zunächst mal der Seminarlehrer, der Perfektion verlangt, aber nie sagt, was er darunter versteht. Dann kommen der Betreuungslehrer und der Direktor, die eine Beurteilung verfassen, die auf dem allerersten Eindruck basiert. Dieser Eindruck bleibt bis in alle Ewigkeit erhalten - sie greifen immer auf die Schublade zurück, in die sie den Referendar einmal gesteckt haben. Der Betreuungslehrer, der meist mehr als 10 Jahre Berufserfahrung hat, findet in jeder Unterrichtsstunde, in jedem Ex- oder Schulaufgabenentwurf ein Haar in der Suppe. Seine Kritik versüßt er meist mit dem HInweis, man habe einen "freundlichen Umgang" mit den Schülern - ein Kommentar, der durch die vorhergehende, eingehende Analyse aller Schwachpunkte der Unterrichtsstunde weitgehend relativiert wird. Der Referendar muss jedoch höflich bleiben, denn sein Gegenüber sitzt am längeren Hebel.

Manche Betreuungslehrer haben auch noch die unangenehme Angewohnheit, sexuell anzüglich zu werden. Welche Mittel hat da ein Referendar, wenn er keine verständnisvolle Schulleitung auf seiner Seite hat?

Der nächste Stolperstein ist die Tatsache, dass Referendare in regelmäßigem Rhythmus die Schule wechseln. Wenn es sich die Schulleitung mit dem Referendar verscherzt - weil sie ihn ausbeutet und ihm regelmäßig Vertretungsstunden aufbrummt, um die schulinternen Kollegen zu entlasten - dann kann ihr das egal sein: Er geht ja eh bald. Die Sintflut geht ihm voraus. Is also wurscht, wenn der Referendar nervlich dahinkrepiert. Warum is er auch einer geworden?

Herauskommt ein abgearbeiteter, frustrierter, von allen Seiten ständig kritisierter, bis ans äußerste seiner Kapazitäten getriebener "Lehrer", der nach 2 Jahren "Vorbereitungsdienst" so fertig ist, dass ihm letztlich alles egal ist, Hauptsache, er überlebt irgendwie.

Er ist getreten, herumgeschubst, als Maschine behandelt worden, die stets kreative Ideen auszuspucken und immer gerecht zu sein hat. Andernfalls klagen die Eltern und Schüler, zur Not spielen sie auch den Betreuungslehrer gegen ihn aus. Und siehe da - der uns allseits bekannte Lehrer ist geboren: langweilig, faul, resignierend.

Wer will da noch Lehrer werden???
 
 
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soul.
Alt 31.03.2006, 01:10   #29
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1. uraltes thema, aber das ist mir prinzipiell scheissegal.
2. kompletter bullshit!

wem es so ergeht der muss ne echt alleruebelste heulsuse sein. einer oder eine von der sorte, die sich maertyrerhaft ihrem schicksal und den boesen boesen leuten ergeben, die sie bewerten sollen. oder einfach ein schlechter lehrer. sowas solls ja auch geben, irgendwo muss man das auch ein bisschen im blut haben.

ich kenne einige lehrer, nicht nur von meiner schule, da meine beiden eltern auch lehrer sind ausnahmslos ALLE davon, die wirklich nur schlecht zu nennen sind, zu spaet kommen, schueler fertig machen und nichts vermitteln koennen sind ALT!
ich hab das grosse glueck in den letzten beiden jahren meines schuelerdaseins groesstenteils sehr sehr junge lehrer gehabt zu haben. die waren alle motiviert, kompetent und immer ein ansprechpartner fuer mich.
ich hab grossen respekt vor lehrern, auch weil ich den beruf fuer alles andere als einfach halte. allerdings bin ich der meinung, dass jemand den das wirklich fertig macht, ganz einfach im falschen beruf gelandet ist.
 
 
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mizue
Alt 31.03.2006, 10:18   #30
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das denke ich auch, ja. zumindest habe ich mir sagen lassen, dass den sogenannten pädagogen nicht wirklich beigebracht wird, wie man in schwierigen situationen mit den schülern umgeht. (stimmt das?) von einer meiner ehemaligen realschullehrern weiß ich nur, dass zb. die regel "stelle dich nie mit verschränkten armen vor die schüler, sonst kommt das einer abwehrgeste gleich" gilt. wir alle hielten das damals für schwachsinn...

ich habe den dringenden verdacht, dass deine schilderungen eher auf den tatsachen eines konkreten einzelfalls beruhen (was natürlich nicht heißen soll, dass es nur ein-fach vorkommt. gleichzeitig denk ich kaum, dass das die regel sein soll? zumindest nicht, dass alle meine referandere von ihrem betreuungslehrer sexuell bedrängt wurden.)

ich hab eher die erfahrung gemacht, dass die "jungen lehrer" von der schulleitung geschützt werden, was dann auf kosten der schüler geschah, denen der stoff nur dürftig nähergebracht wurde. aber auch das ist natürlich nicht die regel.

ich habe übrigens einen ebensolchen respekt vor lehrern, wie soul. vorrausgesetzt diese nehmen mich als menschen ernst und übermitteln mir ein wissen mit überzeugung und leidenschaft.
 
 
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Ripper08
Alt 31.03.2006, 17:13   #31
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übermitteln mir ein wissen mit überzeugung und leidenschaft.
Naja, du musst aber zugeben, dass das ziemlich hochgestochene Erwartungen an einen Lehrer sind, wenn ich sie eigentlich auch teile. Du musst aber mal bedenken wie sich ein Lehrer fühlt, wenn er die bereits vierte oder fünfte Klasse unterrichtet, deren Schüler all seinen Anstrengungen zuwider auf den Tischen liegen, gähnen, durch die Klasse schreien, völlig unverhohlen auf nem Handy rumtippen und sich lautstark über irgendwelche Banalitäten unterhalten und einfach null Interesse an dem zeigen, was er rüberbringen will. Ich bin im Normalfall absolut nicht so drauf aber allein schon ne Handvoll Schüler, die sich so verhalten, lassen die Laune des Lehrers in den Keller sinken, was ja verständlich ist. Ich denke viele Lehrer ergreifen den Beruf auch aus idealistischen Gründen... gerade mit solchen Überlegungen vonwegen: "ich helfe den Schülern ins Berufsleben; ich bringe ihnen etwas bei, das sie einst brauchen werden; ich möchte ein stückweit erziehen und die Zukunft auf diese Weise mitgestelten" etc. Wenn man mit solchen Vorstellungen an den Beruf rangeht, entsteht sehr warscheinlich Frust, weil das gelinde gesagt recht utopisch ist wenn man sich an seine eigene Schulzeit erinnert...

Fas Problem ist, dass man entweder ein absolut autoritärer Lehrer wird, der dafür öfter gehasst wird aber dafür bekommt was er will und seine Schüler auch oft gut vorbereitet oder aber man verliert die Autorität komplett und wird nicht ernstgenommen, was zwar für die Schüler lustig sein kann aber auch bitter wird, wenn sie merken, dass sie für die kommenden Prüfungen nicht ganz optimal vorbereitet sind.


Ich muss mich aber auch dazu bekennen, dass es Fächer und Lehrer gibt, bei denen ich selbst einfach nicht anders kann. Es ist sogar schon vorgekommen, dass ich buchstäblich in den Sekundenschlaf gefallen bin und meine Haltung auf dem Stuhl nicht mehr als 'Sitzen' bezeichnet werden konnte... es ist einfach schwer Interesse zu heucheln, wo nicht das geringste zu finden ist und das trifft bei mir persönlich in Physik, Mathe, Geo (wegen der unglaublichen Unterforderung) und teilweise Religion zu. Die Kunst dabei ist es, dass ich den Lehrer am Anfang des Schuljahres (wo meißt noch ein bisschen Wille vorhanden ist) um den Finger wickle indem ich höflich bin, mitarbeite und diskutiere und auch sonst nicht irgendwie unangenehm auffalle und dann werden bei mir schon mal Sachen wie Kaugummikauen, 'Fehlen' und sonstige Patzer kurzum übersehen, die bei anderen natürlich völlig inakzeptabel sind...

Ich wollte auch einst Lehrer werden aber wenn ich mich da reinversetze dann ist das wohl eher nix für mich... ich weiß ja wie es im Unterricht zugeht und wahlweise am Pult vorne den Kasper machen, um sich ein bisschen Aufmerksamkeit zu erhaschen oder der sadistische Tyrann zu sein ist nicht die Form von Entscheidung, die ich gerne treffe.
 
 
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DerAssie
Alt 31.03.2006, 17:37   #32
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Zitat von coReX-FF
Meine Mutter ist auch Lehrerin!
Von wegen wenig Arbeit Dude.
Meine Mutter hat fast immer Nachmittagsunterricht und wenn nicht
berietet sie den Unterreicht vor oder ist auf Lehrgängen.
WORD meine hat auch immer viel zu viel zu tun, als Beamte auch kein Streikrecht und muß das gekürzte Weinachtsgeld verkraften, immer Sündenbock der Nation für Versager Eltern die es verbockt haben ect.
Hab Ihr schon geratten auf Dauer was anderes zu machen in Richtung Erwachsenenbildung mit Leuten die lernen wollen da Sie auch angewiddert ist von Leuten mit 0 Bock Mentalität (Schülern) umgeben zu sein die ihre Tätigkeit nicht würdigen !!
 
 
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mizue
Alt 31.03.2006, 21:05   #33
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kaugummi kauen ist ein patzer? da darf ich mich ja direkt glücklich schätzen, dass ich da ziemlich frei war in meiner unterrichts-neben-gestaltung. und ich meine, dass das auch irgendwo dazu gehört. ich fühle mich nicht wohl, wenn ich schief angeschaut werde, wenn ich was trinken oder essen will. ich brauche das ja auch für mein wohlbefinden im unterricht, was wiederum bedeutet, dass ich aufmerksamer und interessierter bin.

nunja. ich denke, wie du schon andeutest, dass unterricht austausch bedeutet, ein geben und nehmen. ich selbst bin zur zeit ziemlich aktiv im unterricht, rede ziemlich viel, weil mich das meiste einfach interessiert und ich auch fragen stelle, die über den reinen stoff hinausgehen. es ist eben interesse da. und ich denk, das ist das, wonach sich die meisten lehrer sehnen.

irgendwo sollte es doch auch ein ansporn für die lehrer sein, den schülern den stoff schmackhaft zu machen oder? ich hatte im letzten semester designgeschichte mit 60 anderen leuten und der frau doktor am rednerpult ists ziemlich schwer gefallen, den unterricht "bunt" bzw. interaktiv zu gestalten. da sind vorne dran ein paar dias und folien gezeigt worden und das wars dann. das thema d-geschichte ist nicht unbedingt mein ding, also war ich meistens in der letzten reihe gehockt und habe versucht nicht einzuschlafen. unhöflich, aber sicher nicht böse gemeint. die gute frau ist nach einem semester übrigens auch wieder gegangen.

hm... interessant.

ich mein, wenn man mit relativ jungen leuten zusammenarbeitet, dann muss einem klar sein, dass man da um einiges mehr an kraft aufwenden muss, als wenn man mit bereits erwachsenen leuten zusammenarbeiten würde. in der oberstufe sind die leute ja meistens recht vernünftig und einsichtig, es kommen eher gute gespräche, als irgendwelche mobbinszenarien zustande. gegenseitiger respekt ist ein wichtiger stichpunkt. hab ich das gefühl, ein lehrer respektiert mich, respektiere ich ihn. tut er das nicht, dann weiß ich, wie die vergangenheit mich gelehrt hat, dass ich für mein "recht" kämpfe, was für den lehrer ungemütlich werden kann, wenn er sich zb. im unterricht einem klärenden gespräch mit offener kritik stellen muss. ich halte das für fair und wichtig. wenn man sachlich bleibt ists sicher für beide seiten gut.

ist leidenschaft nicht wichtig? ich mein... die welt hört ja auch nicht auf sich zu drehen, nur weil man sein referendariat erfolgreich durchlaufen hat, oder? das unterrichten sollte etwas lebendiges sein. würde ich die ganzen jahre dasselbe predigen, wäre mein fach und mein geist irgndwann tot.

ich denke, diese lebendigkeit ist ganz wichtig. das setzt dann wieder dieses echte interesse an einem fach voraus und natürlich das damit einhergehende engagement. für das fach und für die schüler.
 
 
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jubilee
Alt 04.04.2006, 18:23   #34
Standard

Zitat von anti_star
das denke ich auch, ja. zumindest habe ich mir sagen lassen, dass den sogenannten pädagogen nicht wirklich beigebracht wird, wie man in schwierigen situationen mit den schülern umgeht. (stimmt das?) von einer meiner ehemaligen realschullehrern weiß ich nur, dass zb. die regel "stelle dich nie mit verschränkten armen vor die schüler, sonst kommt das einer abwehrgeste gleich" gilt. wir alle hielten das damals für schwachsinn...

ich habe den dringenden verdacht, dass deine schilderungen eher auf den tatsachen eines konkreten einzelfalls beruhen (was natürlich nicht heißen soll, dass es nur ein-fach vorkommt. gleichzeitig denk ich kaum, dass das die regel sein soll? zumindest nicht, dass alle meine referandere von ihrem betreuungslehrer sexuell bedrängt wurden.)

ich hab eher die erfahrung gemacht, dass die "jungen lehrer" von der schulleitung geschützt werden, was dann auf kosten der schüler geschah, denen der stoff nur dürftig nähergebracht wurde. aber auch das ist natürlich nicht die regel.

ich habe übrigens einen ebensolchen respekt vor lehrern, wie soul. vorrausgesetzt diese nehmen mich als menschen ernst und übermitteln mir ein wissen mit überzeugung und leidenschaft.
Interessant.
Für Dich, Soul, hat der Lehrer also zu funktionieren. Wenn nicht, dann hat er sein Dasein verwirkt. Denkst Du so auch über den Menschen überhaupt?

Ripper08, danke für Deinen Beitrag,

die Schwierigkeit des Lehrberufs ist in meinen Augen nicht der unmotivierte Schüler und der Stress, den der Lehrer mit den Klassen hat, sondern das System, in dem er drinsteckt, und lästige Kollegen - sofern er solche hat. Wenn man sich als Lehrer allerdings vor Augen hält, dass seine Kollegen ebenso von dem LEistungsdruck des Systems in die Mangel genommen werden wie man selbst, dann lassen sich auch deren Launen besser ertragen, weil man den dann verstehen kann.

Das mit der mangelnden pädagogischen Ausbildung stimmt in gewissem Rahmen. Aber man lernt als Referendar allein schon durchs tägliche Unterrichten und die häufigen Schulwechsel jede Menge dazu, vorausgesetzt, man hat selbst erzieherische Werte, an die man sich halten kann. Ohne solche Ideale verkommt der Unterricht zu einer zwar lustigen, aber luschigen und ineffektiven Spaßstunde für die Schüler, in der sie nix lernen, außer wer mit wem wann und warum. Wer noch Werte hat und die überzeugend rüber bringt, durchsetzt und vorlebt, der mag als "streng" oder "autorität" (Zitat Soul) gelten - aber er bringt den Kids/Teenies was bei. Allerdings macht sich so ein Lehrer nicht unbedingt beliebt bei seinen Kollegen ... Er braucht also eine gewisse Konfliktfähigkeit. Aber die kriegt er sowieso, weil er ja tagtäglich Konflikten ausgesetzt ist.
 
 
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kenshin-himura
Alt 10.05.2006, 15:24   #35
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Ich möchte auch nicht Lehrer werden, und zwar hauptsächlich nicht wegen den Schülern, sondern wegen den ,,Kollegen". Und das sagt ja alles darüber, wie es um die Mehrheit der Lehrer beschaffen ist. Klar gibt es auch gute Lehrer, aber die sind echt in einer verschwindend geringen Minderheit, sie werden von ihren Kollegen klein gehalten weil sie zu menschlich sind und die Schüler als echte Lebewesen respektieren. Das Gejammer der Lehrer ist extrem weinerlich und ohne jede Rechtfertigung, wenn man bedenkt, welchen Grund eigentlich Schüler zum Jammern zu haben angesichts dieses riesigen Fliegenhaufens von sadistischen, diktatorischen und totalitären Lehrern. Ich empfehle mal von Hermann Hesse ,,Unterm Rad" zu lesen, hat an Aktualität NICHTS eingebüßt. Oder Robert Musil's ,,Die Verwirrungen des Zöglings von Törleß". Das ,,Lehrerhasserbuch" von der Autorin Gerinde Unverzagt alias Lotte Kühn hat einen unfairen Titel, und es ist billig auf Kosten einer Berufsgruppe auf diese Weise Geld zu verdienen, aber: Der Inhalt des Buches ist völlig wahr. Und die Autorin sagte auch, sie hätte auch viele Leserbriefe auch von Lehrern bekommen, die sich über ihre Kollegen beschwert hätten. Und es ist eingetreten, was ich völlig erwartet hatte: Da es ja in Deutschland verboten ist, etwas gegen Lehrer zu sagen (dann ist man grundsätzlich ,,pauschalisierend", ,,undifferenzierend" und ,,engstirnig", weil es ist ja nach Meinung der Lehrer unmöglich, dass es in einem Kollektiv fächendeckende negative Verhaltens-Auffälligkeiten geben kann - aber wenn man pauschal über die faulen und bösen Schüler redet, ist das natürlich keineswegs ,,pauschalisierend", sondern Fakt) , hat ein Schulleiter Strafanzeige wegen Volksverhetzung gestellt. Demnächst wird es schon ,,Volksverhetzung" sein, wenn man sagt dass Deutschland ein Problem mit diktatorischen Lehrern hat.

Erfurt, Meißen, PISA und Rütli, das Alles sind vor Allem riesige Dokumentationen des totalen jämmerlichen Versagens der Lehrerschaft.

Dass die hier anwesenden Verteter der Lehrerlobby (Lehrersöhne / Lehrertöchter) hier die Lehrer so pauschal in Schutz nehmen, weil sie offensichtlich (zu Recht ?) angepinkelt fühlen, spricht für sich. Wahrscheinlich kriegen sie dann auch noch, wenn sie auf der Schule ihrer Eltern sind, ein Abitur. Aber das ist ja in diesem Lehrerstaat schon normal und da darf man sich nicht drüber aufregen, ansonsten ist man entweder ein Nazi, ein Anarchist, oder ersatzweise auch ein ,,pubertierender Rotzlöffel". Denn Kritik an Lehrern ist immer pubertär, o ja, denn Lehrer haben immer recht. Wie in dem Film ,,Mathilda" die Lehrerin ,,Frl. Knüppelkuh" sagte: ,,In dieser Schule, in diesem Klassenraum, da bin ich Gott."

Die Lehrer haben ihr Recht auf eine faire Behandlung durch die ,,Gesellschaft" bis auf Weiteres eindeutig verwirkt.

Zitat von Fatjojo
Ich hab mich mal gefragt wo die Lehrer überhaupt herkommen

Es gibt doch keinen auf dieser Welt der Lehrer werden will oder ?
naja zumindest kenn ich noch keinen

Sind Lehrer vielleicht Aliens von einem anderen Planeten oder wird man als Lehrer geboren ?
EINMAL Lehrer IMMER Lehrer !
Ich vermute mal nicht, dass sie von einem anderen Planeten kommen, das würde doch auffallen. Man hätte sie dann auch schon auf dem betreffenden anderen Planeten entdeckt, man sucht ja ständig nach außerirdischem Leben.

Folglich bin ich nunmehr ebenfalls bei dieser Frage ziemlich ratlos. Möglicherweise könnte es sein, dass es genetisch ist (in vielen Familien ist das Lehrer-Sein ja eine jahrhundertealte Sippschafts-Tradition), dass die vielleicht statt Adenin in ihren DNA-Strängen Totalitarin als Genom haben oder so, und dadurch einen Knacks im Hirn haben oder so, aber keine Ahnung, die Wissenschaft ist da noch nicht sehr weit. Aber zu dieser freilich sehr philosophischen Frage hier vielleicht mal ein kleiner Aufsatz, den ich vor ein paar Monaten mal geschrieben habe:

-> Gründe, warum Lehrer ihren Beruf wählen:

Achtung, (noch) idealistische Lehrer sollten diesen Beitrag nicht lesen.

Die alte Glaubensfrage... Allen Lehrern dürfte wohl gemein sein, dass eine erhebliche psychische Störung zu ihrer Entscheidung geführt hat. Doch es gibt noch andere Faktoren:

1. Hass

Bei der deutlichen Mehrheit der Lehrer kann man immer noch davon ausgehen, dass sie ein schweres psychisches Trauma in der Kindheit erlebt haben, und sich dafür rächen wollen, und zwar vorrangig gegen Kinder, oft auch speziell gegen Schüler. Vielleicht haben sie gesehen, wie ein Kind einen alten Mann überfallen hat oder wie ihre antiautoritär erzogenenen Schulfreunde auf Kosten ihrer Eltern lebten, oder, oder, oder... Dieser Lehrertyp hat ein stabiles soziales Prestige unter seinen Kollegen oder war vielleicht sogar schon mal Schulleiter, demnach gehören sie zu der bösesten und gemeinsten Kategorie von Lehrern. Sie kommen selbst ihre 20 Meter Schulweg mit dem Auto zur Schule gefahren, nur um zu zeigen, dass sie ein Auto haben, oder auch, welche Marke sie fahren (vorrangig Opel & VW, die Drängler-Marken; nehmt euch übrigens in Acht, falls ihr auch morgens quer über den Lehrerparkplatz laufen müsst - die haben ihren Führerschein scheinbar alle in der Schule gewonnen...). Ansonsten erkennt man sie an Anzügen mit Kravatte, Monokeln, Igel-Haarschnitt, grimmigen Blick, pessimistischem Weltbild, auffällig häufiges Auftreten in Lokalzeitungen, ständiger Glorifizierung der Arbeiter und der Gewerkschaften, SPD-Kugelschreiber, Hass gegen Konzerne, Kommunismus, sind schon eine halbe Stunde vor Unterrichtsbeginn in der Schule.

2. Naivität und Idealismus

Die Naivlings-Lehrer denken, dass sie auf Anhieb die ganze Schule verändern können, wenn sie nur interessanten Unterricht machen und nett zu den Schülern sind. Sie denken, dann würden auch die Schüler sie akzeptieren und engagiert am Unterricht mitarbeiten und dies würde sich auch auf andere Lehrer übertragen. Sie schätzen Sek-II-Schüler als erwachsene, reife, zivilisierte Personen ein, mit denen sie sich auf einer Wellenlänge unterhalten können. Die Naivlings-Lehrer haben ihre Entscheidung, Lehrer zu werden, überhaupt nicht überdacht. Sie denken, dass sie mit ihrem ersten Arbeitsjahr genauso vollwertiges Mitglied der Schule sind wie alle anderen Lehrer auch.

Idealismus ist bei den Lehrern die abgeschwächte Form der Naivität. Die Idealisten wollen das besser machen, was ihre eigenen Lehrer falsch gemacht haben. Nur leider sind sie sich über die Leiden des Lehrerberufs überhaupt nicht im Klaren. Das kann zum Beispiel daran liegen, dass sie selbst auch eine selten-gute Schule gegangen sind, wo es keine gemeinen Lehrer gab. Es kann aber auch daran liegen, dass sie die Entscheidung einfach viel zu wenig überdacht haben. Naivlings-Lehrer und Idealismus-Lehrer erkennt man an ihrem zu großen Engagement für Schüler, an ersten Exmatrikulationsbestrebungen der Schulleitung gegen sie, an Schlüsselbändern, die sie oft laut erklingen lassen zum Zeichen ihrer Autorität, weil sie nicht in der Lage sind, selbst für Autorität zu sorgen, an Andeutungen, dass sie die Grünen wählen, am optimistischen Weltbild, oder daran, dass sie teilweise durch die Schule rennen oder ständig Sprünge vollführen, vewirrt oder sonstig geistesabwesend wirken, erscheinen wegen totaler Verplanung ständig zu spät zum Unterricht, selbst lange Strecken mit dem Fahrrad zur Schule fahren, Pfeife rauchen, wuschelige Haare haben, eben wie Studenten sind.

3. absolute Geld- und Faulenz-Geilheit

Natürlich wissen einige junge Leute, dass kein Arbeitslosengeld so üppig ist wie das des Lehrers, und obendrein bekommen sie durch diesen Beruf umsonst ein Dach übern Kopf. Diese Lehrer brauchen oft Monate, um Klausuren zu kontrollieren und legitimieren dies mit armseligen Ausreden. Auch diese Lehrer verkennen völlig die Realität in den Schulen.

4. Verbitterung

Die Schule fordert ihre Opfer nicht ohne Selektion - manche können sich aus ihren Fängen halbwegs herauswinden und trotz Schule ein halbwegs geregeltes und sinnerfülltes Leben führen. Anderen wird die Jugend heimtückisch am hellerlichten Tage gestohlen. Diese wollen die Jugend nachholen und jung bleiben, und wählen daher natürlich den Beruf, wo sie am Meisten von Jugendlichen umgeben sind und daher auch in der Tat länger jung bleiben: den Lehrerberuf.

5. totale Desorientierung, Desinformierung, Unbildung

Bekanntlich besteht der Staat ja aus unendlichen Dilletanten, die zu blöd sind, der Bevölkerung ein Bild von den möglichen Berufen zu vermitteln. Außerdem ist Deutschland total akademisiert worden, das heißt, wer zum Beispiel auf die Uni geht, der hat sich schon beruflich festgelegt und viele Berufe bleiben ihm für immer verschlossen. Aus dieser Desorientierung heraus könnte sich die Person denken: ,,Na ja, wenn mir nichts einfällt, werd' ich halt Lehrer, da muss ich wenigstens nichts tun und krieg trotzdem Kohle." Wer beruflich also sozusagen den ,,Wald vor lauter Bäumen" nicht sieht, könnte Lehrer werden.

6. Jahrhundertealte Sippschaftstraditionen

Bei vielen Lehrern sind beide Eltern Lehrer, Polizist, Politiker oder Beamte, oft sogar die Großeltern, noch weiter zurück reichende Verwandte, Brüder, Schwestern, etc., etc.... In Zeiten, wo Eltern noch Vorbilder waren, kann das natürlich ausschlaggebend dafür sein, dass ein Lehrer zum Lehrer wird. Wahrscheinlich wird man in solchen Sekten auch schon öfters verstoßen, wenn man nicht den althergebrachten Beruf der Familie erlernt. Der junge Lehrer möchte seinen Vater / seine Mutter oft gerne übertreffen oder das verwirklichen, wozu der Vater / die Mutter zu unfähig war. Er betrachtet dies als eine Art geschichtliche Mission, denn Familie ist für ihn Geschichte.
7. der seltendste Grund: Interesse am Fach

Kaum zu glauben, aber es gibt sie noch, die Lehrer, die als Hobbys die Dinge haben, die sie in der Schule unterrichten, die also ihr Hobby zum Beruf gemacht haben, wie man es eigentlich auch als selbstverständlich wähnen möchte. Es gibt keinen glaubwürdigeren Lehrer, als einen, der sagt, dass er sich für ein Schulfach als Hobby interessiert. Welche Glaubwürdigkeit kann ein Lehrer haben, der andere Motive hatte? Er hat sie verwirkt. Für immer.
 
 
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FrozenSmile
Alt 10.05.2006, 15:27   #36
Standard

Holy Shit! Wer hat denn diese 3 Jahre alte Thread-Leiche ausgegraben?
Naja, auf jeden Fall viel besser als 1.000 verschiedene Threads zu ein und dem selben Thema.


However...


Ich denke vor allem, dass viele Lehrer vergessen haben, dass sie Schüler unterrichten sollen und keine Fächer, wenn ihr versteht, wie ich das mein.
 
 
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creAtive_styler_girl
Alt 10.05.2006, 15:48   #37
Standard

hey,...lehrer is auch nur ein job, den vll auch du bekommen wirst,...
 
 
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kenshin-himura
Alt 10.05.2006, 16:01   #38
Standard

Zitat von FrozenSmile
Holy Shit! Wer hat denn diese 3 Jahre alte Thread-Leiche ausgegraben?
Naja, auf jeden Fall viel besser als 1.000 verschiedene Threads zu ein und dem selben Thema.

However...

Ich denke vor allem, dass viele Lehrer vergessen haben, dass sie Schüler unterrichten sollen und keine Fächer, wenn ihr versteht, wie ich das mein.
Jubilee ist der Übeltäter.

Ich kann dir zustimmen, dass die Lehrer vergessen haben, Schüler zu unterrichten. Bei denn läuft's bei der Argumentation um Hausaufgaben etc. , nach dem Prinzip ,,Rechte sollst du haben wie ein Kleinkind, Pflichten wie ein berufstätiger Erwachsener". Und es wird natürlich sterbendstrocken, eben nicht für Kinder, rübergebracht, dazu das diktatorische, sadistische Verhalten. Aber siehe dazu auch mein voriger Beitrag.
 
 
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