Ich hab das schon mal an anderer Stelle zur Diskussion gestellt
(http://www.postpla.net/musik-planet/...gen.30793.html), aber warum hier nicht? Es passt jedenfalls:
http://www.youtube.com/watch?v=zIrrURh8urk
Also, ich meine nicht, daß man irgendwie gewaltvolle Revolution ausrufen sollte oder Gesetze mißachten (so könnte man es verstehen, könnte man....) oder irgendjemanden als "Hämorrhoidenfresse" bezeichnen sollte.
Aber....er hat prinzipiell und grundlegend recht. Dazu muß man nicht zwangsläufig im Ghetto leben, um das zu erkennen. Es ist auch nicht auf bestimmte soziale Schichten beschränkt. Diese Gesellschaft ist definitiv krank. Ich bin mir sicher, es gibt da sicherlich Unterschiede zwischen Krank und Krank und der Intensität. Auch wenn keine ganz gesund ist.....diese hier wird definitiv immer kranker zur Zeit.
Wenn man sich das Video mal genau anhört und hinsieht, dann wird da viel deutlich, mit dem er recht hat.
Wenn ich Teil der Gesellschaft bin, dann heißt das nicht zwangsläufig, daß ich an dem erkrankt sein muß, was die Masse der Menschen befallen hat. Das bedeutet wenn alle meinen, Mao, Stalin oder Hitler sind der tolle Führer, dann muß ich noch lange nicht der gleichen Ansicht sein und ihm genausowenig willenlos folgen. Die Masse hat das aber definitiv getan. Wir sagen jetzt: "Wie konnte man nur!"
Wenn man nicht folgt, bringt das Probleme mit sich, nicht nur in Diktaturen, sondern auch in unserer Gesellschaft, aber....
ich bin dann nicht mit dem gleichen "Virus" infiziert und infiziere nicht auch noch andere. Ich bin der Meinung, daß sich das absolut lohnt.
Wer sich etwa darüber im Klaren ist, welche Horden von Psychologen Grossfirmen heutzutage beschäftigen, um Einfluß auf uns als "Konsumenten" zu nehmen, der sollte sich nicht wundern, wenn er bei näherer Betrachtung feststellt, daß er eine Menge wenig lebensnotwendigen, überschüssigen Krempels in der Wohnung hat.....Sachen die die Welt nicht braucht (oder doppelt hat)....
Bei Betrachtung des Nachbarn, des Cousins oder der Eltern kommt man da meistens nicht zur Einsicht, man wird nur noch in der Ideologie bestärkt, alles sei so richtig und könnte so bleiben....
Bei Konfrontation mit anderen Gesellschaften und teilweise auch Gesellschaftsschichten können einem da sehr die Augen geöffnet werden.
Bei mir geschah dies, als ich in einer türkischen Familie zu Gast war (in der Türkei) und mich mit ihnen auf insgesamt ca. 30 Quadratmetern Wohnfläche und 10 qm Folienvorbau als Küche zum Essen und auch zu sonstigen Gelegenheiten aufgehalten habe. Ein 37cm-Fernseher auf ner einfachen Kommode, ein altes Sofa, Ein niedriger Tisch, Teppiche.... und das war´s auch so ziemlich im Wohnzimmer. Im Winter wurde ein Kanonenofen angeschlossen. Ansonsten war da nur noch ein Schlafzimmer. Dort haben sie zu viert (ohne Bettgestell!) geschlafen. Eltern und Kinder.
Diese Menschen waren glücklich! Sie mussten hart arbeiten auf dem Feld für ihren Lebensunterhalt und sicher gab es auch dort Probleme. Aber: Ihre Einfachheit hat sie nicht gestört, im Gegenteil. In vielerlei Hinsicht macht es das Leben viel sorgloser.
Also mein absoluter Tip an Euch: Seht zu, daß ihr nicht in Hotelburgen und All-Inklusive Urlaub macht, sondern geht zu den Einheimischen und macht alternativ Urlaub. Einfach recherchieren, telefonieren, buchen, Flug besorgen. Wer nicht wegfährt für den gilt das gleiche: Sucht Euch Eure Freunde nicht zwangsläufig aus Eurer Schicht und Eurem Stadtteil, sondern auch aus anderen Schichten, anderen Nationalitäten (soweit halt möglich) Das erweitert massiv den Horizont. Auch wer als Gymnasiast meint, unter Hauptschülern gäbe es nur "dumme" und "beschränkte" Menschen, der irrt sich genauso wie der Hauptschüler der die Gymnasiasten allesamt für abgehoben, arrogant und weltfremd hält. Wer sich damit befasst, wird allein hier feststellen, daß es sehr unterschiedliche Gründe gibt, warum eine Person auf einer bestimmten Schule landet. (unser Bildungssystem läßt grüssen, u.a.....)
Es lohnt sich, Traditionen (auch Feste), Denkweisen, Personen und Verhaltensmuster zunächst durch u.a. eigene Recherche zu hinterfragen, bevor man sie sich dauerhaft zu Eigen macht.
Nur als Beispiel.