Ich denke nicht, dass die bisherigen Modelle des Kommunismus ernsthaft versucht haben, den Menschen ihre Autoritätsgläubigkeit und ihre Herdentiermentalität abzugewöhnen.
Auch das Karrieredenken wurde nicht wirklich hinterfragt... man hat halt statt Dollars hinterherzujagen versucht, einen guten Posten in der Partei zu erlangen... und statt unliebsame Menschen wirtschaftlich zu ruinieren, hat man sie einfach an den Staatsschutz denunziert (was von der Obrigkeit ja sogar regelrecht erwünscht war.)
Es ist das selbe dumme Denken gewesen, nur eben in rot. Deshalb mussten auch die Systeme scheitern, die sich "kommunistisch" genannt haben. Wahrer Kommunismus kann nicht durch Zwang, sondern nur durch Respekt vor jedem einzelnen Individuum Erfolg haben... aber dafür muss der Mensch geistig erstmal bereit sein.
Man kann Menschen nicht ändern, sie können sich nur selbst ändern und tun es erst dann, wenn sie durch ihr Verhalten Nachteile haben, also auch wieder aus Egoismus.
Aber fakt ist, dass sie längst mehr Nachteile als Vorteile haben... das Leben der meisten Menschen besteht doch zu mindestens 50 Prozent aus Stress und Ängsten.
Sie sehen es nur nicht, weil sich viel zu viele blenden lassen von den Verlockungen des jeweiligen Systems.
Erst, wenn es nicht mehr anders geht, ändern sie was. Aber dann ist die Karre eben schon längst im Dreck festgefahren.
Die Menschen müssen lernen, vorausschauender zu denken und nicht erst dann gegen ihre Lebensumstände vorzugehen, wenn ihnen schon die Bomben auf den Kopf fallen.
Und ich habe nicht wirklich den Eindruck, dass die heutige Gesellschaft sonderlich darum bemüht ist, Kindern dieses vorausschauende, kritische Denken beizubringen.