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wie krank ist unsere Gesellschaft

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ShakeTheDisease
Alt 11.02.2008, 17:38   #76
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Das Schlimme ist, weil nur einige wenige krank sind, die ganze Gesellschaft versaut wird.

blue_89 zeigt in #64 ein schönes Beispiel. Das klappt auch im großen Stil. Politiker, Werbung und Filme tragen dazu bei, die Gesellschaft zu versauen, denn sie erreichen die Massen. ZB. Werbung: "Frech kommt weiter.", "Holen sie es sich, bevor es alle anderen haben.", "Ich habe den neuen "Grisham" schon als erster, noch vor all meinen Bekannten.", "Ihre Nachbarn werden neidisch sein." Diese harmlos klingenden Sprüche unterstützen die Ellenbogenmentalität. Es sind Suggestionen, tagtäglich damit bombardiert schleichen sie sich ins Unterbewußtsein und formen unsere Weltanschauung:

Man sieht es an dem Satz der Eltern, die beide jeden Tag 12h arbeiten: "Wir tun das alles für unsere Kinder!" Dabei hätten diese etwas ganz anderes als Playstation nötig. Ich mußte ein Handy-Gespräch einer Geschäftsfrau auf dem Weg zum Flughafen mit anhören, in dem sie ihrer Freundin mitteilte, daß sich ihr Sohn im Kindergarten nicht einfügen kann und die anderen Kinder schlägt, so daß die Betreuer nicht mehr wissen, was sie machen sollen. Woran das wohl liege? Und wir wundern uns, daß die Gesellschaft krank ist. Einen klassischeren Fall gibts gar nicht.

Auch Unsinn wie: "In der DDR mußte jeder ständig in Angst vor Stasi-Folter leben." oder "Das Mittelalter war ja ach so finster, alle mußten hungern und schon mit 30 sterben." Was nicht in unsere Zeit paßt wird schlecht gemacht, aus Bedürfnis nach Überlegenheit. Das erzeugt Intoleranz und Arroganz. Menschen wie Flaame und Troll fühlen das und sind demotiviert.
 
 
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Nemez
Alt 12.03.2008, 20:34   #77
Standard

Zitat von Flaame
Ich finde unsere Geselschaft ist krank.
Ich finde wenn man zufiel in der Geselschaft steht verändert das die Persöhnlickeit und man ist nicht der Mensch der mal einmal war...
Ich hasse die kranke Gesellschaft den sie macht mich krank.
Die ganzen Medien die uns beinflussen egal ob bewusst oder unbewusst...
Das ist ein Teilchen der Geselschaft: http://www.n24.de/news/newsitem_517952.html
 
 
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Moonchild
Alt Gestern, 14:20   #78
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Natürlich ist die Gesellschaft krank.
Aber nicht nur unsere.
Ich behaupte, so ziemlich jede größere Gesellschaft in der Menschheitsgeschichte war von Grund auf krank... deshalb sind sie nämlich allesamt früher oder später gescheitert. Genau, wie auch unsere heutige Gesellschaft scheitern wird, wenn die Menschen nicht endlich mal aufwachen und die wirklich grundliegenden Übel anzugehen, an denen schon die Systeme ihrer Vorfahren zerbrochen sind.

Ich rede von Dingen wie Gier, Nationalismus, Eifersucht, Egoismus, religiösem Wahn, Obrigkeitsgläubigkeit, Herdentiermentalität... im Prinzip alles, was Menschen dazu veranlasst, anderen Menschen gegen deren Willen irgendetwas aufzuzwingen.
Dies sind die wahren Probleme, und bislang ist es noch keiner Gesellschaft überzeugend gelungen, dagegen vorzugehen.
Und warum? Nicht zuletzt deshalb, weil alle Gesellschaften eben genau auf diesen Übeln, die es eigentlich abzuschaffen gilt, basieren..
Ohne Nationalismus gäbe es keine Nationen.
Ohne den menschlichen Herdentrieb und williges Dummvolk, das sich verarschen lässt, gäbe es keine mächtigen Politiker.
Ohne Ellbogenmentalität und Gier gäbe es keinen Kapitalismus.
Der einzige Weg, wie sich das jemals ändern kann, besteht in einem kompletten Umdenken und der Ablehnung ganz vieler Dinge, die den Menschen heutzutage völlig selbstverständlich erscheinen.
Das ist unbequem... deshalb tut es keiner, und man doktert lieber an ein paar wenigen auffälligen Symptomen herum.
Aber das wird letztlich nicht genügen.
 
 
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Fränze
Alt Gestern, 19:34   #79
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Zitat von Moonchild Beitrag anzeigen
Ich rede von Dingen wie Gier, Nationalismus, Eifersucht, Egoismus, religiösem Wahn, Obrigkeitsgläubigkeit, Herdentiermentalität... im Prinzip alles, was Menschen dazu veranlasst, anderen Menschen gegen deren Willen irgendetwas aufzuzwingen.(...)
Der einzige Weg, wie sich das jemals ändern kann, besteht in einem kompletten Umdenken und der Ablehnung ganz vieler Dinge, die den Menschen heutzutage völlig selbstverständlich erscheinen.
Was Du beschreibst, sind fast alles Dinge, die der Kommunismus abschaffen wollte - und er ist überall gescheitert. Man kann Menschen nicht ändern, sie können sich nur selbst ändern und tun es erst dann, wenn sie durch ihr Verhalten Nachteile haben, also auch wieder aus Egoismus.
 
 
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Moonchild
Alt Heute, 01:43   #80
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Ich denke nicht, dass die bisherigen Modelle des Kommunismus ernsthaft versucht haben, den Menschen ihre Autoritätsgläubigkeit und ihre Herdentiermentalität abzugewöhnen.
Auch das Karrieredenken wurde nicht wirklich hinterfragt... man hat halt statt Dollars hinterherzujagen versucht, einen guten Posten in der Partei zu erlangen... und statt unliebsame Menschen wirtschaftlich zu ruinieren, hat man sie einfach an den Staatsschutz denunziert (was von der Obrigkeit ja sogar regelrecht erwünscht war.)
Es ist das selbe dumme Denken gewesen, nur eben in rot. Deshalb mussten auch die Systeme scheitern, die sich "kommunistisch" genannt haben. Wahrer Kommunismus kann nicht durch Zwang, sondern nur durch Respekt vor jedem einzelnen Individuum Erfolg haben... aber dafür muss der Mensch geistig erstmal bereit sein.

Man kann Menschen nicht ändern, sie können sich nur selbst ändern und tun es erst dann, wenn sie durch ihr Verhalten Nachteile haben, also auch wieder aus Egoismus.
Aber fakt ist, dass sie längst mehr Nachteile als Vorteile haben... das Leben der meisten Menschen besteht doch zu mindestens 50 Prozent aus Stress und Ängsten.
Sie sehen es nur nicht, weil sich viel zu viele blenden lassen von den Verlockungen des jeweiligen Systems.
Erst, wenn es nicht mehr anders geht, ändern sie was. Aber dann ist die Karre eben schon längst im Dreck festgefahren.
Die Menschen müssen lernen, vorausschauender zu denken und nicht erst dann gegen ihre Lebensumstände vorzugehen, wenn ihnen schon die Bomben auf den Kopf fallen.
Und ich habe nicht wirklich den Eindruck, dass die heutige Gesellschaft sonderlich darum bemüht ist, Kindern dieses vorausschauende, kritische Denken beizubringen.
 
 
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