Die Fragen sind zwar interessant, aber vorher sollte geklärt sein, ob die Gesellschaft überhaupt seine Grundbedürfnisse finanziert.
Meine Güte, sozial heßt letzenendes i.S. der unverletzlichen Menschenwürde heißt doch gerade nicht: leisten und sich dadurch Gegenleistungen verdienen - sondern im Falle von Not (z.B. Krankheit, kein/zu geringes Einkommen, Alter etc.) trotzdem noch ein menschenwürdiges Leben führen zu können. Das Umlagesystem der Sozialversicherung und manch anderes erweckt zwar diesen Eindruck vom Verdienen der Sozialleistung (und es gibt ja auch Differenzen wer wann welchen Anspruch erwirbt), aber man sollte nicht den Schluss ziehen, es gäbe grundsätzlichen Anspruch nur unter irgendwelchen Bedingungen. Wie brutal wäre das denn?
Irgendwo war in der letzten Woche angesichts dieses leidigen Erhard-Unionsmitgliedschaftsthemas zu lesen, die soziale Marktwirtschaft sei von Erhard viel eher als liberale als als soziale Marktwirtschaft geplant worden, aber das ist ja nun auch Dekaden alt und die nachfolgenden politischen Handlungen haben das glücklicherweise so nicht weiter umgesetzt.
Außerdem: Wovon spricht DerAssie? Als wollte er Luxus-Hartz IV oder ALGII.
Zitat von DerAssie Gegenleistungen in Form von mehr Gesundheitsleistungen, Straßenausbau, gut gepflegte Öffentliche Anlagen und Gebäuden ect.
Das sind doch Dinge, die jeden angehen, egal ob Leistungsempfänger oder Beitragszahler. Gesundheitsleistungen sind in den letzten fünf Jahren massiv gestrichen worden (man erinnere sich an die vorletzte "Reform" ... Praxisgebühr, Zahnersatz, Medikamentenzuzahlungen)! Und was bitte ist denn essentieller für ein würdiges Menschenleben, wenn nicht die Gesundheit? Von öffentlichen Anlagen und Straßen kann sich sicher jeder ein Bild machen.
Zitat von DerAssie Aufschwung ist für Mich nicht das immer weniger Aktionäre, Firmen und Unternehmer immer mehr Rendite machen und parr Hundertausend Hungerlohn Jobs entstehn die nix in die Rentenkasse spüllen, nicht konsumieren und sich das noch oft vom Amt bezuschußen müssen.
Man erinnere sich: Wer bitte erwirtschaftet dann den Erfolg der Unternehmer? Die Arbeitnehmer sind es. Und dieselben werden im schlimmsten Falle dann entlassen oder deren Lohn wird gekürzt oder sie werden ausgelagert... Jedenfalls werden sie niemals an dem, was sie erwirtschaften angemessen beteiligt.
Ich hatte es ja schon irgendwo erwähnt, aber nochmal eine ganz simple und natürlich verdammt einseitige und hingedrehte Gegenüberstellung:
Arbeiter/Verbraucher/"kleiner Mann": -> Gesundheitsreform, Mehrwertssteuererhöhung, immer niedrigere Löhne
Unternehmen: Steuergeschenke
Jaja.. und das alles ist natürlich nur pure wirtschaftliche Notwendigkeit, das will man ja nicht wirklich so, aber langfristig dann gut... klar und mit der Mehrwertsteuer sollte auch mal zu soundsoviel Teilen was ganz soziales finanziert werden...
Zitat von Manni Es kann nicht immer jedem gut gehen. Auch wenn wir das gerne hätten.
Schon klar, aber man könnte es versuchen.
Zitat von Sivar scheinbar ist in Deutschland selbst der unproduktivste Mensch noch ne Menge wert.
Über "ne Menge" könnte man jetzt schon streiten, aber ansonsten: zum Glück ist das (noch) so.