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Kinderkrebsstudie - KiKK

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outfreyn
Alt 22.04.2008, 19:22   #1
Frage Kinderkrebsstudie - KiKK

Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der
Umgebung von Kernkraftwerken (KiKK-Studie)
Vorhaben StSch 4334 vom Bundesamt für Strahlenschutz


Zitat von Bundesamt für Strahlenschutz
Das Risiko für 0-4jährige Kinder an Leukämie zu erkranken nimmt zu, je näher ihr Wohnort an einem Kernkraftwerkstandort liegt. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Deutschen Kinderkrebsregisters in Mainz, die im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) durchgeführt wurde. Im 5-km-Umkreis um die Reaktoren wurde im Untersuchungszeitraum von 1980 bis 2003 festgestellt, dass 37 Kinder neu an Leukämie erkrankt sind. Im statistischen Durchschnitt wären 17 Fälle zu erwarten gewesen. Etwa 20 Neuerkrankungen sind also allein auf das Wohnen in diesem Umkreis zurückzuführen.
Quelle BfS


Zitat von Aus der Zusammenfassung (Seite 12/Xi)
[...]
Schlussfolgerung
Unsere Studie hat bestätigt, dass in Deutschland ein Zusammenhang zwischen der
Nähe der Wohnung zum nächstgelegenen Kernkraftwerk zum Zeitpunkt der Diagnose
und dem Risiko, vor dem 5. Geburtstag an Krebs (bzw. Leukämie) zu erkranken,
beobachtet wird. Diese Studie kann keine Aussage darüber machen, durch welche
biologischen Risikofaktoren diese Beziehung zu erklären ist. Die Exposition gegenüber
ionisierender Strahlung wurde weder gemessen noch modelliert. Obwohl frühere
Ergebnisse mit der aktuellen Studie reproduziert werden konnten, kann aufgrund
des aktuellen strahlenbiologischen und -epidemiologischen Wissens die von deutschen
Kernkraftwerken im Normalbetrieb emittierte ionisierende Strahlung grundsätzlich
nicht als Ursache interpretiert werden. Ob Confounder, Selektion oder Zufall bei
dem beobachteten Abstandstrend eine Rolle spielen, kann mit dieser Studie nicht
abschließend geklärt werden.
Quelle (PDF)

Niemand weiß was zu dem Ergebnis führt, es wird von wenig erforschter Strahlung im Niedrigdosisbereich gesprochen.

Mich interessieren die Antworten von Atomkraftbefürwortern.
 
 
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Abe
Alt 27.04.2008, 19:08   #2
Standard

Ich weiß nicht so recht was ich von den Zahlen halten soll, schließlich kann man nie sagen wie viele erkrankt worden wäre, wenn da kein Kraftwerk gewesen wäre.

Es könnte auch sein, dass genau in dieser Gegend viele wohnen die krebsanfälliger sind.

Die äußeren Einflüsse ein einem Ort sind nun mal einzigartig und es wird immer schwer sein das man richtig vergleichen kann. Vielleicht ist dort ja auch einfach 30km flussaufwärts ein Chemiewerk das vor x Jahren Chemikalien in den Boden abegeben hat und daher das Grundwasser leicht verseucht ist.

So wie ich das sehe, wurde die Studie nur um ein Atomkraftwerk gemacht, damit es aussagekräftiger wäre müssten es schon 10 Kraftwerke sein, die genauer untersucht wurden.
 
 
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Sidolin
Alt 27.04.2008, 19:25   #3
Standard

Ganz genau, eine Statistik bei der nur ein einziges Kraftwerk untersucht wurde sagt ganz genau gar nichts aus. Das kann man sich mathematisch genau so hindrehen wie man es gerade braucht und das so dass es in beiden Fällen absolut Sinn macht.
 
 
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Fränze
Alt 27.04.2008, 21:21   #4
Standard

Meiner Meinung nach (ich bin aber, zugegeben, ein Atomkraftgegner) geht es bei möglicher Gefahr für die Bevölkerung nicht nur um Beweise, sondern auch um Plausibilität. Auch darf nicht danach gefragt werden, ob beweisbar von einem Kernkraftwerk eine Gefahr ausgeht, sondern ob beweisbar keine Gefahr ausgeht. Das gilt für alle Techniken, die noch nicht umfassend erforscht worden sind.
 
 
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Jimbo
Alt 27.04.2008, 23:54   #5
Standard

Wenn man immer beweisen müsste das keine Gefahr von irgendwas ausgeht würden wir wohl immer noch in der Steinzeit leben. Es gibt nunmal wichtige Dinge die gefählrlich sind und ein potenzielles Risiko in sich bergen aber man kann imho nicht einfach alles wieder abschalten!

Wenn wir nu die Atommeiler alle abschaffen weil das Leukämierisiko scheinbar(!) erhöht ist dann bitte auch alle Kohlekraftwerke und sonstige Dinge die belastungen mitbringen.

Da ja hier scheinbar nur ein AKW bzw. die Umgebung untersucht wurde liegt Vermutung nahe das die Statistik hier ein par Ausreißer hat wie es sie immer gibt. Man kann nicht alles einfach in ne Statistik packen und damit dann auch noch argumentieren weil, wie oben Abe schon geschrieben hat, alle Einflüsse und deren Wirkungen überall einzigartig sind.
 
 
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Fränze
Alt 28.04.2008, 11:04   #6
Standard

Zitat von Jimbo
Wenn man immer beweisen müsste das keine Gefahr von irgendwas ausgeht würden wir wohl immer noch in der Steinzeit leben.
Stimmt nicht, denn erst in den letzten 100 Jahren sind Dinge erfunden worden, deren Auswirkungen geographisch und zeitlich nicht begrenzbar und nicht rückholbar sind. Soll heißen: Einmal kaputt, immer kaputt. Das liegt daran, dass diese Dinge unzureichend erforscht und trotzdem eingesetzt wurden.
Zitat von Jimbo
Es gibt nunmal wichtige Dinge die gefählrlich sind und ein potenzielles Risiko in sich bergen aber man kann imho nicht einfach alles wieder abschalten!
Das kann man tatsächlich nicht, selbst wenn man wollte. Die gern angeführte Argumentation, ein Auto sei auch gefährlich (wichtige Dinge)greift nicht, denn wenn ein Autofahrer sein Auto nicht beherrscht und damit jemanden tötet, hat das nicht mal Auswirkungen auf andere Stadtteile und auch nicht auf die Zukunft, außer für die betroffenen Familien.
Zitat von Jimbo
Wenn wir nu die Atommeiler alle abschaffen weil das Leukämierisiko scheinbar(!)
Nicht scheinbar, sondern anscheinend
Zitat von Jimbo
erhöht ist dann bitte auch alle Kohlekraftwerke und sonstige Dinge die belastungen mitbringen.
Das wäre tatsächlich das beste. Allerdings haben wir alle die Entwicklung verschlafen und uns nicht beizeiten um andere Energieformen bemüht und z. B. in die Entwicklung Erneuerbarer Energien nur einen winzigen Bruchteil der Forschungsgelder gesteckt, die in die Kernkraft geflossen sind und über den Euratom-Vertrag noch weiter fließen.

Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass weltweit nur ca. 3% der Gesamtenergie mit Kernkraft erzeugt werden, und das ist doch ein bißchen wenig Ertrag bei derart hohem Risiko.
 
 
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Jimbo
Alt 28.04.2008, 12:01   #7
Standard

Ja es ist zu wenig Ertrag. Ich bin auch für mehr Atomstrom anstatt den Ökofuzzies immer größere Windparks zu geben. Die Teile sind unnötig²³
Was die an Platz, Ressourcen und auch Habitaten verbrauchen ist unglaublich und deshalb nicht tolerierbar. Also lasst uns den Strom abschalten und sterben gehen. Es gibt nunmal nich die perfekte Energielösung.


Aber um mal auf deine Antworten einzugehen...

Natürlich sind die "wichtigen und großen" hauptsächlich in den letzten 100 Jahren gemacht worden. Aber schau dir doch mal bitte das Leben vor 101++ Jahren an.
Es ist klar das es da Krankheiten wie Leukämie oder Aids oder suchdirhiereineaus nicht gab weil diese Menschen einfach gnadenlos ausselektiert wurden. Es mag hart klingen aber wie lange lebt ein Kind das an Leukämie erkrankt und keine Medis bekommt?
Die Krankheiten kommen natürlich durch die neuen Erfindungen aber gleichzeitig werden die Krankheiten+Leute unnatürlich lang am Leben gehalten.
Mag jeder selbst entscheiden ob das so richtig ist oder nicht

Mit deinem Autobeispiel liegst du auch gnadenlos falsch!
Du behauptest das ein Auto bzw. der Fahrer maximal Auswirkungen auf die Zukunft einer Familie haben kann.

Bedenke aber auch den Schadstoffausstoß und die Ressourcenverschwendung.
Auch als nicht öko sieht man das diese Dinge die globale Welt betreffen und nicht nur einen Selbst .
 
 
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outfreyn
Alt 29.04.2008, 19:16   #8
Standard

Zitat von Abe
So wie ich das sehe, wurde die Studie nur um ein Atomkraftwerk gemacht, damit es aussagekräftiger wäre müssten es schon 10 Kraftwerke sein, die genauer untersucht wurden.
Zitat von Sidolin
Ganz genau, eine Statistik bei der nur ein einziges Kraftwerk untersucht wurde sagt ganz genau gar nichts aus. Das kann man sich mathematisch genau so hindrehen wie man es gerade braucht und das so dass es in beiden Fällen absolut Sinn macht.
Es waren 16.

Zitat von Auszug Einleitung Methodik
Es wurde eine Fall-Kontrollstudie durchgeführt. In Teil 1 sind als Fälle alle zwischen
1980 und 2003 mit einer Krebserkrankung diagnostizierten Kinder einbezogen, die
dem Deutschen Kinderkrebsregister gemeldet wurden, zum Zeitpunkt der Diagnose
unter 5 Jahre alt waren und in vorab festgelegten Regionen um 16 deutsche Kernkraftwerke
wohnten (1592 Fälle). Zu jedem Fall wurden aus der gleichen Region
Kontrollen mit gleichem Geschlecht und gleichem Alter im Erkrankungsjahr zufällig
ausgewählt (4735 Kontrollen). Für die Fälle wurde der individuelle Abstand der Wohnung
am Tage der Diagnosestellung zum nächstgelegenen Kernkraftwerk ermittelt,
für die Kontrollen zu einem analogen Stichtag.

Zitat von Jimbo
Wenn wir nu die Atommeiler alle abschaffen weil das Leukämierisiko scheinbar(!) erhöht ist dann bitte auch alle Kohlekraftwerke und sonstige Dinge die belastungen mitbringen.
Jimbo, Fränze, weder scheinbar, noch anscheinend. Es ist ein Fakt.

Wir haben ein Rauchverbot, eine Gesetz das Katalysatoren in Autos vorschreibt - weil wir _wissen_ das die Emissionen schädlich sind. Genauso wie Sondermüll-Entsorgung vorgeschrieben ist.

Jetzt wissen wir, das aus bisher unbekannten Gründen AKWs schädlich sind. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen.

@Jimbo:
Einerseits ist deine Argumentation hinfällig weil es nicht "anscheinend" so ist. Auf der anderen Seite ist es imo sinnlos Verhältnisse die vor 100 Jahren geherrscht haben heranzuziehen und als Beispiel dafür anführen, uns glücklich zu schätzen das es _nicht_ mehr so wie früher ist.

Es wären früher eh alle gestorben, oder was?

Dann denk nach:
Früher wären diese Kinder nicht an Krebs erkrankt. Es gab keine AKWs.

Davon abgesehen leben wir HEUTE. Was für einen Einfluss auf den Genpool das "Mitschleppen" von Menschen hat, die durch "natürliche Auslese" nicht in der Lage wären sich fortzupflanzen, ist imo Off-Topic und verdient ein eigenes Thema.

Zitat von Jimbo
Mag jeder selbst entscheiden ob das so richtig ist oder nicht
Es gibt hier imo kein "richtig" oder "falsch". Das Leben ist 'ne verdammte Grauzone und es geht darum bestmögliche Entscheidungen zu treffen. Falls möglich.
 
 
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Jimbo
Alt 29.04.2008, 22:39   #9
Standard

Ich seh schon Outi braucht mal eins indy fiese

Ich gebs ja zu das die Argumente alle nicht so ganz glücklich sind und meinetwegen auch nicht richtig oder wasweißich.

Aber was soll man denn zu dieser Studie jetzt sagen?
Ja, mhh ok, 20 Fälle durch die Akw - interessiert mich nich weil ich nur 3 Braunkohlekraftwerke neben mir hab.

Oder als Alternative: Ok ich hab ein AKW neben mir und zieh deswegen weg.


Man muss gewisse Dinge nunmal in Kauf nehmen. Ob es nu en "offensichtliches" Leukämierisiko ist oder Windkraftparks - Ich hab auf beides kein Bock.

So ohne offensichtlichen Sinn hör ich nu auf bevor ich mich über Anti-Atomkraftleute aufreg
 
 
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Radegast
Alt 30.04.2008, 01:41   #10
Standard

Zitat von outfreyn
Es waren 16.
Das hätteste früher sagen müssen...

Zitat von outfreyn
Jimbo, Fränze, weder scheinbar, noch anscheinend. Es ist ein Fakt.
Fakten lassen keinen Spielraum für andere Möglichkeiten, daher würd ich die Behauptung, dass AKW's an einer gesteigerten Chance an Leukämie zu erkranken schuld sind auf keinen Fall als Fakt bezeichnen.

Zitat von outfreyn
Jetzt wissen wir, das aus bisher unbekannten Gründen AKWs schädlich sind. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen.
Wissen wir das?

Zitat von outfreyn
Es wären früher eh alle gestorben, oder was?
Nein, hat ja auch garnichts mitm Thema zu tun...

Zitat von outfreyn
Dann denk nach:
Früher wären diese Kinder nicht an Krebs erkrankt. Es gab keine AKWs.
Klar, Krebs wird ja auch nur von Atomkraftwerken verursacht.




Weiter oben hat jemand geschrieben, dass mit Atomenergie nur 3% der Gesamtenergie der Welt produziert werden, wenn das wirklich stimmen sollte (hab bei google nur sehr widersprüchliche Aussagen zum Thema Atomkraft gefunden), dann wäre es wohl das Beste die Atomkraft abzuschaffen.
Auch wenn ich eigentlich kein Atomkraftgegner bin würde ich sagen, dass die Risiken welche Kernkraftwerke bergen, im vergleich zu dem was sie uns bringen, zu hoch sind.
 
 
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outfreyn
Alt 30.04.2008, 05:14   #11
Standard

Zitat von Radegast
Das hätteste früher sagen müssen...
"Hätteste eher lesen müssen..." Siehe Quellen.

Zitat von Radegast
Fakten lassen keinen Spielraum für andere Möglichkeiten, daher würd ich die Behauptung, dass AKW's an einer gesteigerten Chance an Leukämie zu erkranken schuld sind auf keinen Fall als Fakt bezeichnen.
Es ist Fakt.

Wenn ich in die Sonne sehe und sage, es ist Fakt das die Sonne hell ist, lasse ich deiner Meinung nach auch keinen Spielraum für andere Möglichkeiten?

Mag sein. Wenn ich mit einem Lichtmesser versehene Wetterballons täglich um 12 Uhr mittags über ganz Deutschland verteilt aufsteigen lasse und die Sonnenintensität messe und festhalte, das über einen Zeitraum von 10 Jahren. Wenn ich dann 1000 Menschen individuell einer regelbaren Lichtquelle aussetze und die Lichtintensität messe bei der von den Probanden geäussert wird es sei "hell", daraus einen Mittelwert bestimme und feststelle das die Werte die von den Wetterballons gemessen worden sind über diesem Mittelwert liegen, die Sonne also "hell" ist, dann sagst du mir bestimmt auch, das ich keinen Spielraum für Möglichkeiten lasse. Es kann nach dir kein Fakt sein, das die Sonne hell ist.

Ich hab's Gefühl ich habe dich missverstanden.

Zitat von Radegast
Wissen wir das?
Jo. Beziehungsweise, wüsstest du wenn du die Kurzfassung gelesen oder dich wenigstens ansatzweise informiert hättest. Wozu denkst du habe ich Quellen angegeben?

Natürlich, ich vermute es gibt Maßnahmen mit denen man dem vorbeugen kann. Da bisher aber noch nicht klar ist, was überhaupt schiefläuft, fällt es schwer. Andere Gründe sind imo technische Realisierbarkeit und Kostengründe.

Nein, hat ja auch garnichts mitm Thema zu tun...
Genau das hab ich versucht Jimbo klarzumachen, danke für die Bestärkung.


Klar, Krebs wird ja auch nur von Atomkraftwerken verursacht.
Jo, hab da einen Sachzusammenhang hergestellt der nicht ganz stimmig ist. Sollte nur 'nem Gedanken von Jimbop entgegenwirken. Krebs wird unter anderem auch durch Ruß, Braunkohleteer und Kohlestaub erzeugt. Mit heutiger Technologie is das kaum noch ein Problem.

Weiter oben hat jemand geschrieben, dass mit Atomenergie nur 3% der Gesamtenergie der Welt produziert werden, wenn das wirklich stimmen sollte (hab bei google nur sehr widersprüchliche Aussagen zum Thema Atomkraft gefunden), dann wäre es wohl das Beste die Atomkraft abzuschaffen.
Auch wenn ich eigentlich kein Atomkraftgegner bin würde ich sagen, dass die Risiken welche Kernkraftwerke bergen, im vergleich zu dem was sie uns bringen, zu hoch sind.
Davon abgesehen würden die Uranvorräte schneller schlappmachen je mehr AKWs gebaut würden. Das Uran-Bergbau 'ne größere Schweinerei ist als z.B. Braunkohle mal ausser acht gelassen, können wir weltweit und auch innerhalb Deutschlands rein von der Logistik her (Kosten für Bau, Bauzeit, Leistung, etc.) AKWs vergessen.

Um wieder auf meine Fragestellung zu kommen:

Mich interessieren die Antworten von Atomkraftbefürwortern.
- "Ist ja nich so, kann ja nicht sein."
- "Früher sind die Menschen auch gestorben, na und?"
- "Müssen wir in Kauf nehmen."

Trifft's das halbwegs?



Edit PS @Jimbop: Penner

Geändert von outfreyn (30.04.2008 um 05:31 Uhr).
 
 
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Fränze
Alt 30.04.2008, 10:59   #12
Standard

@Radegast: Ja, es sind ~3 % (allein Windkraft ~2%).
Aber es gibt gegen Atomkraft noch viele weitere Argumente, einige hat outfreyn schon genannt, wie z. B. die rapide Abnahme der Uranvorräte, die heute schon teurer abgebaut werden müssen, weil weniger gut zugänglich. Dass beim Abbau von Uran ganze Landstriche verstrahlt und zu eingezäunten NoGoAreas werden, wissen auch die wenigsten.

Der Bau eines AKW kostet 3-4 Mrd (!) Euro. Sie haben einen Wirkungsgrad von nur ca. 33 %. Schon jetzt müssen im Sommer die AKWs heruntergefahren werden, weil die wärmer werden Flüsse und Seen sie nicht mehr ausreichend kühlen.

Zu den "sicheren" deutschen AKWs: Für das Jahr 2004 listet das Umweltministerium 154 meldepflichtige Störfälle in deutschen AKWs auf.

Dass Kernkraft billig ist, ist ein Märchen: Würden sie risikogerecht versichert werden müssen und die Subventionen wegfallen, würde sich zeigen, dass sie die teuerste Energie überhaupt liefern. Die Subventionen für Erneuerbare Energien sind ein Bruchteil der Subventionen für Kernkraft.
 
 
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Radegast
Alt 01.05.2008, 14:44   #13
Standard

Zitat von Fränze Beitrag anzeigen
@Radegast: Ja, es sind ~3 % (allein Windkraft ~2%).
Aber es gibt gegen Atomkraft noch viele weitere Argumente, einige hat outfreyn schon genannt, wie z. B. die rapide Abnahme der Uranvorräte, die heute schon teurer abgebaut werden müssen, weil weniger gut zugänglich. Dass beim Abbau von Uran ganze Landstriche verstrahlt und zu eingezäunten NoGoAreas werden, wissen auch die wenigsten.

Der Bau eines AKW kostet 3-4 Mrd (!) Euro. Sie haben einen Wirkungsgrad von nur ca. 33 %. Schon jetzt müssen im Sommer die AKWs heruntergefahren werden, weil die wärmer werden Flüsse und Seen sie nicht mehr ausreichend kühlen.

Zu den "sicheren" deutschen AKWs: Für das Jahr 2004 listet das Umweltministerium 154 meldepflichtige Störfälle in deutschen AKWs auf.

Dass Kernkraft billig ist, ist ein Märchen: Würden sie risikogerecht versichert werden müssen und die Subventionen wegfallen, würde sich zeigen, dass sie die teuerste Energie überhaupt liefern. Die Subventionen für Erneuerbare Energien sind ein Bruchteil der Subventionen für Kernkraft.

Hehe AKW's sind ja der letzte Scheiss

Ich glaub ich lass mir n Blockheizkraftwerk ans Haus bauen...
 
 
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OrionX
Alt 01.05.2008, 14:56   #14
Standard

das akws scheisse sind wissen wir schon lange, das kinder davon krebs bekommen auch. Auch die Politik weiss das. Aber was wird stattdessen gebaut? Kohlekraftwerke! zb hier steht ein alter abgeschalteter Atommeiler, und bald soll dieser durch ein Kohlekraftwerk ersetzt werden. Die folgen für das Stadtbild, natur und Landwirtschaft und Tourismus sind nicht auszudenken. Wer will schon im Dreck seinen Urlaub verbringen? Ein Kraftwerk wäre hier nur zum vorteil des Konzerns, ein großer teil der Restwirtschaft würde zu grunde gehen.

Ich weiss das es "saubere" kohle gibt, aber selbst die ist noch dreckig genug.

Schalten wir das eine ab kommt die Industrie mit neuem scheiss.
 
 
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Jimbo
Alt 01.05.2008, 15:29   #15
Standard

Was willst du denn als Alternative haben? Riesige Windkraftparks?
Es gibt nunmal leider nicht die non-plus ultra lösung. Vllt in nen par jahren tolle Fusionskraftwerke. Die scheinen ja auch umweltverträglich zu sein

btw. Fränze

Wiki sagt das der Anteil der Stromerzeugung doch etwas höher ist als deine 3%
Ehrlich gesagt kann ich auch nicht glauben das Windenergie fast so viel Strom bringt wie Atomenergie
Der Kernkraftanteil an der weltweiten Stromerzeugung beträgt etwa 16 %. Dabei nehmen Litauen und Frankreich mit fast 80 % Anteil die Spitzenplätze ein. In Westeuropa wird etwa 30 % des elektrischen Stroms mit Hilfe von Kernenergie erzeugt, in Deutschland 28 % und in der Schweiz knapp 40 %.
 
 
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Fränze
Alt 01.05.2008, 21:05   #16
Standard

Zitat von Jimbo Beitrag anzeigen
Was willst du denn als Alternative haben? Riesige Windkraftparks?
Der wichtigste Faktor ist Stromsparen. Allein die Stand-by-Funktion der Geräte verbraucht den Strom von zwei Kernkraftwerken. Für den Restbedarf einen Mix aus Erneuerbaren Energieträgern + Effizienzsteigerung durch Blockheizkraftwerke.
Zitat von Jimbo
btw. Fränze

Wiki sagt das der Anteil der Stromerzeugung doch etwas höher ist als deine 3%
Ehrlich gesagt kann ich auch nicht glauben das Windenergie fast so viel Strom bringt wie Atomenergie
Wiki hat nicht immer Recht, es schreiben auch Lobbyisten ihr Zeug rein. Aber selbst in dem Artikel wir der Unterschied zwischen Strom- und Energieerzeugung gemacht. Stromerzeugung 16 %, Energieerzeugung 6,5 %. Es kommt immer drauf an, wen man fragt, die vielen Artikel, die man googlen kann, haben alle verschiedene Zahlen.

Hier ist noch eine, vom Bundesverband Erneuerbare Energien, der sich auf Zahlen der Internationalen Energieagentur beruft:

[FONT=Times-Bold]"Erneuerbare Energien vor Kernenergie[/FONT]
[FONT=Times-Bold]Weltweit lieferten Erneuerbare fünfmal mehr Energie als Atomkraft[/FONT]
[FONT=Times-Roman]Berlin, 20.05.2005 - Etwa 20 Prozent der weltweit genutzten Energie stammt aus Erneuerbaren Energien. 77 Prozent liefern Öl, Gas und Kohle und nur 3,3 Prozent stammen aus den weltweit 440 Kernreaktoren, so die Zahlen der Internationalen Energieagentur."[/FONT]
 
 
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Xyrox
Alt 03.05.2008, 20:13   #17
Standard

akw`s sind doch ne saubere sache. bis vor 20 jahren hat man zb radaranlagen hier in der schweiz nochmit atombaterien betrieben und hatte nie probleme die haben sicher so 10- 15 jahre ohne wartung gehalten. heute ist das verboten und die meisten wurden durch riesige solaranlagen ersetzt, die jeden tag per hubschrauber von schnee und eis befreit werden müssen.
atombaterie= o strahlung, billige herstellung, kein co2 ausstoss, 0 wartung
Solar= viel co2 ausstoss bei herstellung, teuer, platzintensiv, viel co2 ausstoss durch den hubschrauber.

die einzige alternative währen wohl grosse spiegelanlagen in der wüste, die propylene glycol verdampfen und dan durch eine lavalturbine jagen.

und die sache mit tschernobyl währe nie passiert, wenn der spacken dem operator, der die anweisungen zur abschaltung gegeben hat, sein hs gegeben hätte.

der teufel ist nicht die technik, der teufel sind wir.
 
 
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