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Kapitalismuskritik

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hackvresse
Alt 07.05.2005, 17:37   #26
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ich bin für wählen durch nicht-wählen.
Verändern tust du damit auch nichts.

das kapitalismusdogma: größtmögliche konkurrenz = zwang zu größtmöglichem gewinn = größtmöglicher ausbeutung = größtmögliche rücksichtslosigkeit = größtmöglicher nutzen für den einzelnen (das raubtier mit dem größten gebiss) =(!??) größtmöglicher nutzen für alle ----- aha!? und das ist das globale system auf das wir uns bisher verlassen haben. und das soll logisch sein? intelligent? kann ich nicht so sehen.
Naja ein Teil der Welt hatte sich auch mal auf ein System namens Kommunismus verlassen. Hat wesentlich schlechter funktioniert. Auch wenn der Kapitalismus bei erster Betrachtung gar nicht mal so logisch erscheint, so ist die Marktwirtschaft trotzdem immernoch die effektivste Wirtschaftsform.
Ich bezweifle, dass es den Menschen in Afrika und anderswo besser gehen würde wenn wir ein anderes System hätten.
 
 
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604
Alt 09.05.2005, 14:46   #27
Standard

Original geschrieben von hackvresse
Verändern tust du damit auch nichts.
Schön gesagt. Aber wenigstens tu ich nicht so als ob.

Naja ein Teil der Welt hatte sich auch mal auf ein System namens Kommunismus verlassen. Hat wesentlich schlechter funktioniert. Auch wenn der Kapitalismus bei erster Betrachtung gar nicht mal so logisch erscheint, so ist die Marktwirtschaft trotzdem immernoch die effektivste Wirtschaftsform.
Ich bezweifle, dass es den Menschen in Afrika und anderswo besser gehen würde wenn wir ein anderes System hätten.
Das war kein Kommunismus, das war ein Witz. Kommunismus kann niemals von oben nach unten diktiert werden, weil das eine Diktatur ist und keine kommunistische Demokratie.

Ich bezweifle nicht dass wir in einer besser Welt leben könnten und ich rate das auch niemanden, da man sich sonst gleich die Kugel geben kann, da mit dem rasanten weltweite Anstieg der Armut mit Sicherheit früher oder später Dinge geschehen werden, wogegen der Anschlag auf die Twintowers ein Kavaliersdelikt war (womit ich natürlich nicht sage dass er einer war).
 
 
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hackvresse
Alt 09.05.2005, 15:34   #28
Standard

Das war kein Kommunismus, das war ein Witz. Kommunismus kann niemals von oben nach unten diktiert werden, weil das eine Diktatur ist und keine kommunistische Demokratie.
Das war REAL gelebter Kommunismus..

Ich bezweifle nicht dass wir in einer besser Welt leben könnten und ich rate das auch niemanden, da man sich sonst gleich die Kugel geben kann, da mit dem rasanten weltweite Anstieg der Armut mit Sicherheit früher oder später Dinge geschehen werden, wogegen der Anschlag auf die Twintowers ein Kavaliersdelikt war (womit ich natürlich nicht sage dass er einer war).
Das ist ja auch nicht so richtig. Vielen Menschen der westlichen Welt geht es besser denn je. Bald kommen nur noch einige Länder hinzu (China, Indien) welche auch einen Wohlstandssprung durchleben werden. Natürlich wird dadurch das Geld ein wenig mehr verteilt und es findet ein dementsprechender Abstieg in Deutschland statt. Aber das ist ja eigentlich genau das was auch der Kommunismus erreichen will..
 
 
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Xeo
Alt 09.05.2005, 16:28   #29
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achja, der kapitalismus - alle hassen ihn, aber was wäre ohne ihn? es ist das einzige system, was wirklich unter menschen funktioniert! warum? weil es hart, erbamungslos und rücksichtlos ist - so wie der mensch...

eigentlich ist die diskussion doch überflüssig - nach der wahl spricht es sowieso keiner mehr an und ne funktionierende lösung hat niemand...

naja, ihr wisst ja: geld regiert die welt!


mfg
 
 
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Brinx
Alt 10.05.2005, 02:54   #30
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Original geschrieben von mizü

meiner meinung nach ist nicht der wert (den es so gesehen eigentlich nicht gibt, weil alles materie ist) schuld, sondern die fehlende wertSCHÄTZUNG der menschen. von allen ecken und enden wird man zubombardiert mit dingen, die angeblich NOCH besser sein wollen, als das was man hat... der eine springt mehr drauf an und ist/wird habgierig, fängt an nach dem besseren zu streben usw., der andere eben weiß, was er hat und ist glücklich damit, während der erste nie glücklich sein wird und wenn dann nur für den moment, in dem er sich sicher ist, das MOMENTAN beste für sich zu haben.
Wertschätzun ensteht durch Wert?
 
 
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604
Alt 13.05.2005, 11:15   #31
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*Das war REAL gelebter Kommunismus..*

Völlig richtig, das war es, aber es war derartig uninspiriert, ja geradezu kontraproduktiv realisiert (=organisiert), dass einfach das passieren mußte, was passiert ist.

Z.B. sollte an ein Organisationsmodell, das auf viele Millionen von
Menschen ausgelegt ist nicht auf eine aus einer verhältnismäßig sehr kleinen zentralisiserten Führungsschicht und einer riesigen, geografisch sehr dichten Gesetz-und-Anweisungen-und-deren-Folgen-Empfängerschicht, (das ist man nämlich, wenn man seine Gesetze nicht selbst Unterschreiben muss bevor man sie zu befolgen hat).

Ich könnte jetzt ausufern, aber ich glaube das wäre ausufernd.

*Das ist ja auch nicht so richtig. Vielen Menschen der westlichen Welt geht es besser denn je.*

Na da können sich die Menschen der nicht-westlichen Welt aber wirklich freuen!?

*Bald kommen nur noch einige Länder hinzu (China, Indien) welche auch einen Wohlstandssprung durchleben werden.*

Oh wie schön, noch ein paar Autos, Flugzeuge, Raketenstarts, Atomtests und Atomkraftwerke mehr. Nur immer weiter so, machen wir uns glücklich(?)!

*achja, der kapitalismus - alle hassen ihn*

Ich würde nicht sagen, dass ich den Kapitalismus hasse, aber ich glaube es gibt sehr viele Menschen, die nicht sehr glücklich über den/mit dem Kapitalismus sind.

*aber was wäre ohne ihn?*

Tja, das würden sicher eine menge Leute gerne wissen, nicht wahr?

*es ist das einzige system, was wirklich unter menschen funktioniert! warum? weil es hart, erbamungslos und rücksichtlos ist - so wie der mensch...*

Ich weiß zwar nicht, was du für Leute kennst, aber der Mensch ist ein bißchen mehr als nur hart, erbarmungslos und rücksichtslos.

*naja, ihr wisst ja: geld regiert die welt!*

Geld regiert alle die, die zu wenig davon zum überleben haben und alle die, die sich von ihm regieren lassen, sonst regiert Geld überhauptnichts.
 
 
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hackvresse
Alt 13.05.2005, 18:54   #32
Standard

Geld regiert alle die, die zu wenig davon zum überleben haben und alle die, die sich von ihm regieren lassen, sonst regiert Geld überhauptnichts.
Na dadurch, dass wenn zuwenig Geld vorhanden ist man von diesem auch regiert wird, untersteht doch irgendwie jeder der "Diktatur" des Geldes. Abgesehen natürlich von denjenigen die allein von den Zinsen ihres Vermögens leben können. Den Zinsen die wir alle erarbeiten..Das sind dann halt die Gewinner einer solchen Gesellschaftsordnung.
 
 
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Jacky Treehorn
Alt 15.05.2005, 16:12   #33
Standard

Original geschrieben von 604
*Das war REAL gelebter Kommunismus..*

Völlig richtig, das war es, aber es war derartig uninspiriert, ja geradezu kontraproduktiv realisiert (=organisiert), dass einfach das passieren mußte, was passiert ist.

Z.B. sollte an ein Organisationsmodell, das auf viele Millionen von
Menschen ausgelegt ist nicht auf eine aus einer verhältnismäßig sehr kleinen zentralisiserten Führungsschicht und einer riesigen, geografisch sehr dichten Gesetz-und-Anweisungen-und-deren-Folgen-Empfängerschicht, (das ist man nämlich, wenn man seine Gesetze nicht selbst Unterschreiben muss bevor man sie zu befolgen hat).

Ich könnte jetzt ausufern, aber ich glaube das wäre ausufernd.
Schön gesagt. Was ich noch nicht verstanden habe ist, wie Du in einem Gemeinwesen mit vielen Millionen Einwohnern/Mitgliedern die zu regelnden Belange so organisieren willst, daß die Mehrzahl der Mitglieder SELBST an der Verwaltung/Regelung/Gesetzgebung mitwirkt. M.E. sind die meisten Menschen gar nicht interessiert genug an diesen Belangen, um sich einbinden zu lassen. Die Leute werden sich an der Verwaltung der Dinge beteiligen, die sie selbst betreffen/interessieren, d.h. es gibt reine Klientelpolitik.

Außerdem vermisse ich noch den Antrieb - was sollte mich dazu bewegen, etwas für andere zu tun, wenn ich selbst nichts davon habe oder mir womöglich sogar dadurch schade? Gier ist da m.E. zwar ein wenig drastisch als Begriff, aber eine zutreffende Beschreibung für gesunden Egoismus.


*naja, ihr wisst ja: geld regiert die welt!*

Geld regiert alle die, die zu wenig davon zum überleben haben und alle die, die sich von ihm regieren lassen, sonst regiert Geld überhauptnichts. [/b]
Solange man von einer Sache genug hat um zu leben, bemerkt man nicht, wie notwendig sie ist
 
 
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604
Alt 15.05.2005, 23:05   #34
Standard

Original geschrieben von Jacky Treehorn
Schön gesagt. Was ich noch nicht verstanden habe ist, wie Du in einem Gemeinwesen mit vielen Millionen Einwohnern/Mitgliedern die zu regelnden Belange so organisieren willst, daß die Mehrzahl der Mitglieder SELBST an der Verwaltung/Regelung/Gesetzgebung mitwirkt.


Grundsätzlich erfordert eine größere Menge an Menschen, (insbesondere wenn die Zahl der Beteiligten so hoch wird, dass nichtmehr jeder jeden persönlich kennt) einen unverhältnismäßig höheren Grad an Organisation als zB eine kleine, lokal begrenzte Aussteiger-Kommune.

Um den Organisationsaufwand zu minimieren ist es deshalb effektiv, eine hohe Anzahl (relativ) kleiner, benachbarter Kommunen zu mehreren größeren Interessensgemeinschaften zusammenzufassen, welche ihre Belange gemeinsam besprechen und regeln. Natürlich werden die Individuellen und Gemeinschaftlichen Interessen in diesem Fall, ähnlich wie jetzt durch Vertreter diskutiert werden müssen (man kann schlecht Millionen von Menschen persönlich an einen Tisch setzen), dafür liegt es aber Vollständig in der Hand der einzelnen Kommunen, ihre Vertretung zu bestimmen.


Die Leute werden sich an der Verwaltung der Dinge beteiligen, die sie selbst betreffen/interessieren, d.h. es gibt reine Klientelpolitik.


Lustigerweise ist das genau, worauf diese direkte Demokratie aufbaut: Dass man sich um die Dinge kümmert, die einen betreffen.


Außerdem vermisse ich noch den Antrieb - was sollte mich dazu bewegen, etwas für andere zu tun, wenn ich selbst nichts davon habe oder mir womöglich sogar dadurch schade? Gier ist da m.E. zwar ein wenig drastisch als Begriff, aber eine zutreffende Beschreibung für gesunden Egoismus.


Ich gehe davon aus, dass sich Menschen in diesem System mit Menschen umgeben, die sie lieben und die ihnen nicht gleichgültig sind. Gesunder(!) Egoismus ist in diesem Fall kein Hindernis. Und antreiben tut sich der Mensch schon selbst. Durch seine Sehnsüchte, Wünsche, Bedürfnisse, Triebe, seinem Enthusiasmus, der Suche nach Sinn und nichtzuletzt seiner Kreativität (Schaffensdrang).
 
 
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baschdi
Alt 16.05.2005, 16:27   #35
Standard

also ich kann der ganzen kapitalismusdebatte an ein paar (wenigen) stellen zustimmen aber es ist doch einfach so: der kapitalismus ist der einzige faktor der die wirtschaft am laufen hält. mal ganz ehrlich ich bezweifle dass hier irgend jemand einfach aus lust und laune arbeiten gehen würde ohne was dafür zu bekommen das gilt für den einfachen arbeiter wie für globale konzerne...wenn kein geld fließt ist die einzige motivation, die wirtschaft aufrecht zu erhalten weg dann macht absolut NIEMAND mehr irgendwas...warum ist die SU wohl zusammengebrochen...naja meine meinung dazu
 
 
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604
Alt 18.05.2005, 15:56   #36
Standard

Original geschrieben von baschdi
also ich kann der ganzen kapitalismusdebatte an ein paar (wenigen) stellen zustimmen aber es ist doch einfach so: der kapitalismus ist der einzige faktor der die wirtschaft am laufen hält. mal ganz ehrlich ich bezweifle dass hier irgend jemand einfach aus lust und laune arbeiten gehen würde ohne was dafür zu bekommen das gilt für den einfachen arbeiter wie für globale konzerne...wenn kein geld fließt ist die einzige motivation, die wirtschaft aufrecht zu erhalten weg dann macht absolut NIEMAND mehr irgendwas...warum ist die SU wohl zusammengebrochen...naja meine meinung dazu
Wieviele von uns hier haben wohl Hobbies, in die sie ständig Zeit und Energie (Geld zB ist soetwas wie eine Pseudo-Energieform) investieren, einfach aus der Freude daran etwas für sich und/oder andere zu (er)schaffen? Kann es sein, dass momentan nur diese Menschen in unserer Gesellschaft eine Chance auf ein gesundes Leben haben, die es geschafft haben (durch Glück, selbstgeschmiedetes oder zufälliges, die Frage stellt sich eigentlich garnicht), ihr "Hobby" so konsequent und "erfolgreich" zu betreiben, dass es sich von einem finanziellen Minus in ein finanzielles Plus verwandelt hat?

Die Menschen sind nicht alle gleich und der Druck unter den sich viele Menschen durch den radikalen Kapitalsmus und seiner direkten Folge aus der Kombination mit den gegebenen (globalen) Umständen, der Arbeitslosigkeit gesetzt fühlen, bewirkt bei manchen eine positive Motivation (positiven "Stress") und bei manchen eine negative Motivation (negativen Stress, eine ablehnende Haltung erzeugend), sprich der Kapitalismus erzeugt automatisch eine umfassende Spaltung in der (Massen-) Gesellschaft.
 
 
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tschiech
Alt 29.07.2005, 19:39   #37
Standard

soll ich euch was sagen?
die ganze diskussion is fürn arsch, weils den alten hässlichen herrn müntefering eh nich intressiert ob kapitalismus oder nich, er wollte damit lediglich von der wahlniederlage in nrw
und im wahlkampf für die bevorstehende bundestagswahl von anderen problemen der SPD ablenken!
ganz einfach.. also tut mir nen gefallen und zerbrecht euch nich den kopf über etwas was vom "erfinder" der debatte nciht ernst genommen wird sondern nur als politischer schachzug dient!
danke
 
 
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