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Israel droht mit Angriffen auf syrische Stellungen im Libanon.

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asdf
Alt 12.08.2003, 13:47   #1
Standard Israel droht mit Angriffen auf syrische Stellungen im Libanon.

Neue Ekalation im nahen Osten?

Israel droht mit Angriffen auf syrische Stellungen im Libanon

11. August 2003 Es ist ein vertrautes Ritual an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon, das schon fast in Vergessenheit geraten war. Auf die Angriffe der schiitischen Hizbullah-Miliz reagierte am Montag morgen noch einmal die israelische Armee: Die Luftwaffe zerstörte eine Geschützstellung im Südlibanon. Zugleich drangen israelische Militärflugzeuge in den libanesischen Luftraum ein und durchbrachen über Beirut die Schallmauer. Seit Anfang des Jahres war es an der israelischen Nordgrenze ruhig geblieben. Und offenbar wollen beide Seiten, daß dort bald auch wieder Ruhe einkehrt, nachdem am Sonntag ein 16 Jahre alter Israeli bei einem Hizbullah-Angriff ums Leben gekommen war.

Der stellvertretende israelische Verteidigungsminister Boim erläuterte im israelischen Rundfunk, es handele sich um eine "kombinierte militärische und diplomatische Reaktion". Und der stellvertretende Hizbullah-Chef Naim Kassem stellte in einem Interview mit dem arabischen Fernsehsender Al Arabia klar, daß seine Organisation nicht an einer Eskalation und täglichen Kampfhandlungen interessiert sei. Hizbullah werde aber weiter Druck auf Israel ausüben, damit es das Gebiet um die umstrittenen Scheba-Höfe aufgebe und die Verletzung libanesischen Luftraums beende. Das bisherige Vorgehen sei mit der libanesischen und syrischen Regierung abgestimmt gewesen. Der libanesische Ministerpräsident Lahud warf Israel wegen der Flüge, die nach israelischer Darstellung nur Aufklärungszwecken dienten, "Luft-Terror" vor. Solche Aktionen seien "dazu geeignet, die Sicherheit der Region zu gefährden".

Auf diplomatischem Weg versuchte Israel vor allem Syrien dazu zu bewegen, Hizbullah in die Schranken zu weisen. Ohne die Rückendeckung aus Damaskus wären Angriffe wie am Sonntag nicht möglich gewesen, kritisierte Boim. Sollten sie weitergehen, werde Israel nicht davor zurückschrecken, auch syrische Ziele im Libanon anzugreifen; Syrien hat mehrere tausend Soldaten im Libanon stationiert. Über Syrien erhält Hizbullah zudem Unterstützung aus Iran. Die israelische Regierung hält der syrischen Führung überdies vor, weiterhin radikalen Palästinensergruppen Zuflucht zu gewähren. Israel scheint derzeit die syrische Reaktion auf amerikanische Kritik abzuwarten. Amerikanische Diplomaten wurden schon in Damaskus und im Libanon vorstellig. Der Sprecher des Außenministeriums in Washington hatte die Besorgnis der Regierung über "die geplante und provozierte Eskalation" der Hizbullah zum Ausdruck gebracht. Auch UN-Generalsekretär Annan hatte sich in den Konflikt eingeschaltet und alle Beteiligten zur Zurückhaltung aufgerufen.

Israelische Medien vermuteten am Montag, daß sich die Hizbullah-Miliz mit den neuen Angriffen wieder als politische Kraft in Erinnerung bringen wollte, die auch während der Verwirklichung des Nahostfriedensplans nicht übergangen werden kann. Zum einen reagierte Hizbullah auf einen Mordanschlag auf eines ihrer Mitglieder vor einer guten Woche in Beirut; sie machte dafür Israel verantwortlich. Ende Juli hatte zudem Hizbullah-Chef Nasrallah Israel vergeblich dazu aufgefordert, über die Freilassung von 13 Hizbullah-Mitgliedern in israelischen Gefängnissen zu verhandeln. Andernfalls werde Hizbullah weitere Israelis als Geiseln nehmen, so wie sie es schon mit drei israelischen Soldaten und einem Geschäftsmann getan hat; es ist unklar, ob sie noch leben. Israel setzte bisher aber nur mehrere hundert Palästinenser auf freien Fuß.

Text: (hcr.) Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.08.2003, Nr. 185 / Seite 2
Was meint ihr dazu?



Ich denke das Syrien sich schon länger klarer von Extremistischen Organisationen distanziert haben sollte. Schon vor dem letzten Irak Krieg gabs in dem Punkt Kritik und später auch nochmal heftigst durch die USA. Hat aber anscheinend alles nicht viel geholfen. Man sollte sich da vielleicht nochmal von amerikanischer, syrischer und vielleicht isrealischer Seite an einen Tisch setzten und versuchen das irgendwie zu lösen.
Einfach da im Libanon irgendwelche syrischen Soldaten angreifen würde als letztes Mittel wohl nicht gerade zur Stabilität beitragen, auch wenn Syrien eventuell zurückschrecken würde vor Israel und den USA.
 
 
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outfreyn
Alt 12.08.2003, 13:56   #2
Standard

Immer feste drauf. Solange bis da unten kein Gras mehr wächst, die Brunnen zerbombt sind und alle Irren den Weg allen Seins gegangen sind: Das Klo runter.

Die lernen´s doch eh nicht diese pingeligen Fanatiker. Und die Heinis die nicht dem religiösen Wahn verfallen sind sehen nur den eigenen Nutzen oder sind einfach nur dämlich.

Mauer drumm, Deckel drauf und machen lassen.

Übrigens das mit den USA find ich interessant

greetz
out
 
 
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autonomia
Alt 15.08.2003, 18:40   #3
Standard

Ist die Politik die Israel führt nicht selbst eine Politik die Extremisten unterstützt wie zum Beispiel die der Kibuz Siedlungen und die Leute die in seuche Siedlungen ziehen sind selbst extremisten und wenn Israel Stellungen eines anderen Landes angreift ist das eine Völkerrechtsverletzung. Es gab ja auch mal den Versuch im UNO Sicherheitsrat sanktionen gegen Israel wegen solcher vorfälle durchzusetzen die aber am Veto der USA scheiterten.
 
 
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outfreyn
Alt 15.08.2003, 23:42   #4
Standard

Ach das fällt dann wohl auch unter "präventiver Erstschlag".

Natürlich kannst du Israel eine "extremistische" Aussenpolitik vorwerfen. Wenn ich an die Mordbuben vom Mossad denke kann ich ein Grinsen nicht unterdrücken. Das ist oder war staatlich legitimierte Terrorismus.

Die Israelis werden ihr Land mit allem verteidigen das sie haben, wenn es dazu nötig ist in ein fremdes Land einzumarschieren werden sie das ohne grosses Zögern machen. Die sind seit den 50er auf einer Art "einmal und nie-wieder"-Trip.

Ausserdem sind sie Atom-Macht, ich traue denen eher zu "die Bombe" einzusetzen als z.B. Nordkorea.

greetz
out
 
 
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