Jedem seine Meinung aber ich denke nicht, dass man die Politik Israels und die Probleme der Kritik an Israel unbedingt in die Beurteilungs des Mahnmals einbeziehen sollte. Zum einen weil es den Staat Israel erst seit 1948 gibt und zum anderen, weil ihn auch viele orthodoxe Juden heute ablehnen. So wäre es wohl besser, eine Pauschalisierung der Juden, gerade in diesem Fall zu unterlassen.
Der einzige vernünftige Kritikpunkt ist, dass das Mahnmal ausschließlich den Juden gilt, was doch recht einseitig ist, wenn auch sie das Hauptziel im Nationalsozialismus waren.
Du schreibst auch, man müsse zwischen Volk und Religion unterscheiden. Warum tust du dies mit den Moslems nicht? Besser wäre vielleicht von Palästinensern muslimischen Glaubens zu schreiben, denn ihr Handeln scheint mehr nationalistisch als religiös geprägt zu sein, auch wenn die Religion der Mantel ist.
Juden sind kein Stamm oder eine Rasse.
Eine Rasse sind die Juden sicherlich nicht, doch hat man mithilfe genetischer Untersuchungen feststellen können, dass sehr viele männliche Juden eine bestimmte Mutation auf dem X-Chromosom haben, die bei Nichtjuden äußerst selten vorkommt. Bei Frauen ist eine ähnliche Verwandtschaft in den Mitochondrien nachgewiesen. Das liegt vor allem daran, dass das Judentum keine missionarische Religion ist und Juden sich meist untereinander fortgepflanzt haben. So ist durchaus von einem jüdischen Volk zu sprechen, wenn es innerhalb dieses Volkes auch religiöse Meinungsverschiedenheiten gibt.