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Hartz IV

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hackvresse
Alt 10.07.2004, 15:09   #26
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Ich weiss nicht wer aber kürzlich sagte jemand: "In der Politik ist nichts unumkehrbar".
 
 
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outfreyn
Alt 10.07.2004, 15:12   #27
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bist du spiegel-leser? ich glaube mich an sowas zu erinnern...

fällt mir nich ein wer das gebrabbelt hat, anyway, es gibt politische entscheidungen die _unumkehrbar_ sind, die einzigen die ihre flagge in den wind halten können und das auch tun sind unsere wendehälse von politiker, die tun im grunde genommen nix anderes

soll heissen, egal ob das in 4 jahren oder so rückgängig gemacht wird, oder wir inner diktatur leben, uns kann das alles egal sein weil wir eh am arsch sind

greetz
out
 
 
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hackvresse
Alt 10.07.2004, 15:38   #28
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bist du spiegel-leser? ich glaube mich an sowas zu erinnern...
ja bin ich. allerdings kommt dieser ausspruch aus dem Stern. Habs gerade in Ausgabe Nr 25 gefunden.
Klaus Rauscher, Vorstandschef des Energiekonzerns Vattenfall Europa sagte dies in Zusammenhang mit dem Atomausstieg.
 
 
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asdf
Alt 11.07.2004, 07:15   #29
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zitat:
das ist zwangsarbeit und hat in einer liberalen gesellschaft nichts verloren.auch wenn man leistungen empfängt.
-----
Das hat rein gar nichts mit Zwangsarbeit zu tun. Es geht darum, dass in Zeiten der Massenarbeitslosigkeit eine Gegenleistung erbracht werden sollte.
Es ist für die, die auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, absolut eine Art Zwangsarbeit und als solche lehne ich sie auch ab.

Keynes/Smith..
Denk ich auch nicht, dass Keynes hier noch weiterhelfen kann.
Und bei Smith muss man halt schon drauf achten - den sozialen Aspekt unserer Marktwirtschaft nicht aus den Augen zu verlieren.

Und ich möchte doch mal stark behaupten, dass eine massive Lohnnebenkostensenkung schon eine Lösung wäre, zusammen mit ein paar zusätzlichen Unternehmerischen Freiheiten und weniger Bürokratiehemmnissen.
Und nicht massive Lohnsenkungen oder massive Arbeitszeiterhöhungen(is ja irgendwie eh das gleiche)-(dennoch nix gegen die 40Std. Woche - die 35Std. Woche war einfach etwas zu wenig) die für die allseits beschriene schlechte Binnennachfrage absolutes Gift wäre.

Quelle: Irgendeneiner bei Christiansen und meine Erinnerung daran (folglich nich wirklich gute Quelle *g*):
Jedenfalls meinte da einer in der Schweiz wären die Löhne 20 Prozent höher und die Produktionskosten 30 Prozent billiger als in Deutschland.
Zumindest sowas in der Art meinte er > Löhne höher - Produktionskosten niedriger.
Das sollte zeigen, dass man es nich zwangsläufig auf die Löhne ankommt. Die können gerne in den meisten Bereichen so bleiben.
Das Problem an der Sache Nebenkosten senken ist einfach meiner Meinugn nach, dass man damit zwangsläufig auch die Organisation unserer Sozialversicherungen bzw. des sozialen Systems total ändern muss, damit das ganze auch etwas nützt.
Denn mit hier mal 0,2% und dort mal 1% kommt man kaum weiter.

Diese Veränderungen werden erstens selbst wenn sie sinnvoll und richtig wären, dennoch beinahe aus Prinzip auf massiven Widerstand stoßen.
Und sind zweitens wohl in der Planung, Ausarbeitung und Umsetzung wohl nicht gerade sehr einfach - wohl eher das Gegenteil davon.

Aber ich weiß nicht so ganz was (neben/zusmmen mit der tollen stärkeren Eigenverantwortung der Bürger natürlich) irgendwas großartiges bewirken sollte.

In dieser Hinsicht verstehe ich die Politik momentan Wirklich nicht so recht. Dieses Thema ist nunmal aktuell doch eigentlich das wichtigste/dringlichste (oder nich?) und man hört viel zu wenig Diskussionen darüber.

Naja Gerd is ja auch ein vielbeschäftigter Mann..


#
mmh sollte ma lieber aufhörn zu schreiben, bevor ein gewisser Medikamenteneinfluß noch deutlicher zu Tage tritt. ;>

In diesem Sinn: Ich Roque und gute Nacht.
 
 
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hackvresse
Alt 11.07.2004, 18:33   #30
Standard

Denk ich auch nicht, dass Keynes hier noch weiterhelfen kann.
Und bei Smith muss man halt schon drauf achten - den sozialen Aspekt unserer Marktwirtschaft nicht aus den Augen zu verlieren.
Das Ding ist doch, dass es niemals in den letzten Jahren mit nachfrageorientierter Politik in Deutschland versucht wurde. Wir sehen doch wo wir mittlerweile aufgrund fehlendes Konsums angekommen sind.
Smith war der Meinung, dass der freie Wettbewerb automatisch zu einer Ausgeglichenheit des sozialen Lebens führe. Nur hat die Geschichte dies doch eindrucksvoll widerlegt Dies scheinen einige Leute nicht zu verstehen.

Sinkende Lohnnebenkosten schlagen sich doch woanders wieder nieder.
Es geht um elementare Probleme die gelöst werden müssen. Wie du richtig sagst wäre auch eine Umstellung des Sozialssystems dazu von Nöten. Dazu mal eine Frage: Wie würdest du dir so einen Umbau im Konkreten vorstellen?
Weniger Bürokratiehemmnisse wären aber wahrhaftig ein Schritt in die richtige Richtung.


Das sollte zeigen, dass man es nich zwangsläufig auf die Löhne ankommt. Die können gerne in den meisten Bereichen so bleiben.
Das Problem an der Sache Nebenkosten senken ist einfach meiner Meinugn nach, dass man damit zwangsläufig auch die Organisation unserer Sozialversicherungen bzw. des sozialen Systems total ändern muss, damit das ganze auch etwas nützt.
Denn mit hier mal 0,2% und dort mal 1% kommt man kaum weiter.
Die Löhne müssen sogar so bleiben oder gar steigen. Es würden alle darunter leiden würden jetzt gar auch noch die Löhne "aktiv" gesenkt..das heisst durch tatsächlich weniger Lohn anstatt durch Mehrarbeit.

In dieser Hinsicht verstehe ich die Politik momentan Wirklich nicht so recht. Dieses Thema ist nunmal aktuell doch eigentlich das wichtigste/dringlichste (oder nich?) und man hört viel zu wenig Diskussionen darüber.
Natürlich ist dies das wichtigste Thema. Nur ist die Taktik der Bundesregierung (oder allgemein Politik) mit dieser Thematik umzugehen etwas unpopulär (zurecht) und es wird dementsprechend gerne vorbei geredet.
 
 
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asdf
Alt 11.07.2004, 23:15   #31
Standard

hacki:
Ich weiß schon welcher Meinung Smith war.

#
Mich würde mal interessieren wie du dir so eine von dir geforderte 'nachfrageorientierte Politik' und deren Auswirkungen genauer vorstellst?
Original geschrieben von hackvresse

Sinkende Lohnnebenkosten schlagen sich doch woanders wieder nieder.
Inwiefern schlagen sie sich woanders wieder nieder und wieso wäre dies dann "schlecht" im Hinblick auf die Gesamtsituation deiner Meinung nach?

mit dieser Thematik umzugehen etwas unpopulär (zurecht) und es wird dementsprechend gerne vorbei geredet.
Ja schon, nur sind wohl momentan recht viele Themen nicht besonders Populär und dieses Thema wird egal wann es aufkommt nicht populär sein. Da könnte doch zumindest die Opposition mit ner positiven Herangehendsweise und scheinbar (muss ja nich wirklich so sein, um sich damit beliebt machen zu können..) guten Ideen zum Thema glänzen.
Aber dauert ja alles noch mit z.B. Bürgerversicherung oder Kopfpauschalte(oder wie hieß das?).
Wie auch immer..

Dazu mal eine konkrete Frage: Wie würdest du dir so einen Umbau im Konkreten vorstellen?
Damit bin ich momentan auch überfragt.
 
 
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hackvresse
Alt 11.07.2004, 23:52   #32
Standard

Es heisst Kopfpauschale Übrigends hat einer von den Herren der Union vorgeschlagen auf deren Homepage einen Rechner reinzustellen, damit jeder ausrechnen kann wieviel Geld mehr/weniger er durch die Kopfpauschale am Ende in der Tasche hat.
Ich kann mir schon denken welche Gruppe zu den Gewinnern gehört

Zu Lohnnebenkosten:
Die Ökosteuer war damals u.a. dafür gedacht die Lohnnebenkosten zu senken. Das daraus natürlich nicht viel geworden ist wissen wir mittlerweile.
Nur nehmen wir an es hätte funktioniert: Wir hätten zwar niedrigere Lohnnebenkosten, aber die Kaufkraft die zusätzlich entsteht vom Arbeitnehmer wird an der Tankstelle wieder weggenommen. Das ist keine Entlastung sondern einfach nur stupide Umverteilung.


Mich würde mal interessieren wie du dir so eine von dir geforderte 'nachfrageorientierte Politik' und deren Auswirkungen genauer vorstellst?
Meiner Meinung nach müsste als erstes durchgesetzt werden, dass das Realeinkommen der Menschen wieder zu steigen beginnt, wie in GB zum Beispiel.

Weiterhin muss sichergestellt werden, dass keine neuen großen Belastungen auf die Bürger zukommen (ggf. echte Steuersenkungen). Das darf und kann erst passieren wenn wir mal wieder besseren Zeiten entgegensteuern.
Weiterhin sollte die EZB die Zinsen senken, ähnlich wie es die USA auch taten.
 
 
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hackvresse
Alt 13.07.2004, 00:17   #33
Standard

Ein ganz passender Kommentar der Süddeutschen Zeitung zu Hartz IV:

"Ginge es nach Hartz IV, müsste man Wüstenbewohnern kräftig die Wasserration kürzen. Damit sie vor Not emsig nach einer Quelle suchen. Obwohl alle wissen, dass kein Wasser da ist."
weiter...
 
 
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asdf
Alt 13.07.2004, 14:58   #34
Standard

Original geschrieben von hackvresse

Zu Lohnnebenkosten:
Die Ökosteuer war damals u.a. dafür gedacht die Lohnnebenkosten zu senken. Das daraus natürlich nicht viel geworden ist wissen wir mittlerweile.
Nur nehmen wir an es hätte funktioniert: Wir hätten zwar niedrigere Lohnnebenkosten, aber die Kaufkraft die zusätzlich entsteht vom Arbeitnehmer wird an der Tankstelle wieder weggenommen. Das ist keine Entlastung sondern einfach nur stupide Umverteilung.
Nehmen wir einmal an es gäbe die Ökosteuer nicht, dann würde eventuell ein noch ein bisschen mehr Auto gefahren und die Lohnnebenkosten wären noch höher, was wiederrum nicht sonderlich gut für den Arbeitsmarkt bzw. Wirtschaftsstandort wäre.
Es ist auch nicht das Ziel dieser Steuer 'den Bürger zu entlasten', von daher ist das Beispiel wohl nicht das Beste.
Irgendwie scheinst du bei deinen Ausführungen nicht so recht zu bedenken, was eine wirkliche Senkung der Lohnnebenkosten (also nicht auf Niveau einer Ökosteuer) und bessere Produktionsbedingungen für ein Faktor auf dem Wirtschafts- und damit dem Arbeitsmarkt sein können.
Und da geht es mir bei Leibe nicht darum die Löhne zu senken.
Wenn du die zurecht beklagte hohe Arbeitslosenzahl senken willst, muss in diesem Bereich etwas geschehen.

Original geschrieben von hackvresse

Meiner Meinung nach müsste als erstes durchgesetzt werden, dass das Realeinkommen der Menschen wieder zu steigen beginnt, wie in GB zum Beispiel.
Wie war das denn so in Großbritanien mit Keynes?
Abgesehn von Großbritanien, wie willst du denn durchsetzen dass sowas geschieht? Steuersenkungen willst du so früh nocht nicht. Also müßte man die Wirtschaft zwingen in der jetztigen Situation die Löhne zu erhöhen (das wird wohl nix) oder der Staat müßte massiv Geld zuschießen, so oder so.
Jedenfalls würdest man so die Schulden nur noch mehr ins unermeßliche Treiben und eine enorme Inflationsrate in Kauf nehmen ohne, dass eine wirkliche Belebung auf dem Arbeitsmarkt gesichert wäre. Vom Thema Export ganz zu schweigen.
 
 
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hackvresse
Alt 13.07.2004, 17:03   #35
Standard

Nehmen wir einmal an es gäbe die Ökosteuer nicht, dann würde eventuell ein noch ein bisschen mehr Auto gefahren und die Lohnnebenkosten wären noch höher, was wiederrum nicht sonderlich gut für den Arbeitsmarkt bzw. Wirtschaftsstandort wäre.
Nur weil die Lohnnebenkosten nicht gesenkt wurden, kannst du doch nicht davon ausgehen, dass sie bei einem Verzicht auf die Steuer gestiegen wären.



Irgendwie scheinst du bei deinen Ausführungen nicht so recht zu bedenken, was eine wirkliche Senkung der Lohnnebenkosten (also nicht auf Niveau einer Ökosteuer) und bessere Produktionsbedingungen für ein Faktor auf dem Wirtschafts- und damit dem Arbeitsmarkt sein können.
Wie soll das denn finanziert werden? Mir ist schon klar welche Auswirkungen eine Senkung hätte, nur was würdest du bzgl. der finanzierung vorschlagen?

Zu Steuersenkungen:
Du hast mich missverstanden..natürlich will ich das jetzt die Steuern gesenkt werden.
Es sollten echte neue Belastungen erst in besseren Zeiten auf die Bürger zu kommen. Wäre ja auch reichlich sinnlos jetzt auf Steuersenkungen zu verzichten.
Weiterhin bin ich auch da der Meinung, dass der Staat eben Geld zuschießen muss und neue Schulden machen muss. Dafür muss erstmal die Maastrichter 3% Grenze aufgehoben werden.
Das ganze wirkt natürlich zum Teil inflationär. Man kann halt nicht Beschäftigung, Preisstabilität und Konjunktur in ein ausreichendes Gleichgewicht. Man muss immer nach aktuellen Problematiken handeln und dementsprechend Präferenzen verteilen.

Davon abgesehen wird viel zu oft nur von der Gefahr einer Inflation gesprochen, dass wir aber momentan der Gefahr einer Deflation ausgesetzt sind durch Reformen wie Hartz IV..davon redet keiner.
 
 
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asdf
Alt 13.07.2004, 17:24   #36
Standard

Original geschrieben von hackvresse

Nur weil die Lohnnebenkosten nicht gesenkt wurden, kannst du doch nicht davon ausgehen, dass sie bei einem Verzicht auf die Steuer gestiegen wären.
Die Rentenkasse wäre eben ein paar Euro kleiner. Da ergibt sich der Rest.

Original geschrieben von hackvresse

Wie soll das denn finanziert werden?
Darum gings doch schon in Beitrag 29, dass das wohl nur mit einer Neuorganisation des Sozialen System möglich sein wird.

Zu Steuersenkungen etc.; es macht wohl wenig Sinn da großartig weiter über Folgen und so zu diskutiern, du bist eben von dieser Theorie überzeugt.
 
 
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hackvresse
Alt 14.07.2004, 23:47   #37
Standard

dies fand ich in einem anderen Forum..

Hmm, wie war das nochmal vor ein paar Jahrzehnten? Ach, ja, so ungefähr:

1) Es gibt in Deutschland knapp zwei Millionen Arbeitslose, die öffentlichen Kassen sind leer, Staatsschulden türmen sich auf, das Wachstum stagniert, Steuern fließen spärlicher als erhofft.
2) Die Industrie sagt: "Für den jetzigen höchst bedenklichen Zustand sind ... die verfehlten Maßnahmen der Wirtschafts- und Finanzpolitik verantwortlich " und fordert die Senkung der Sozialabgaben
3) 1930 wird eine Zwangsgebühr für Krankenscheine sowie eine Beteiligung an den Arzneimittelkosten eingeführt
4) Dann wird die Arbeitslosenhilfe gesenkt und ihre Bezugsdauer verkürzt
5) die Löhne werden um 8% gesenkt
6) Grund- und Gewerbesteuern werden gesenkt, die Bier- und Tabaksteuer erhöht.
7) Die Zahl der Arbeitslosen steigt auf vier Millionen.
8) die Arbeitslosenunterstützung zehn Prozent gestrichen
9) weitere Lohnsenkungen
10) Arbeitslosen- oder Krisenunterstützung werden von 26 auf 6 Wochen gekürzt, Bedürftigkeitsprüfungen erschwert
11) mangels Nachfrage sinkt die Industrieproduktion
12) das Ergebnis kennen wir

Die Parallelen sind teilweise frappierend.


Wie war das noch? Geschichte wiederholt sich?
 
 
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an3
Alt 15.07.2004, 14:33   #38
Standard

Original geschrieben von hackvresse
dies fand ich in einem anderen Forum..

Hmm, wie war das nochmal vor ein paar Jahrzehnten? Ach, ja, so ungefähr:

(...)

Die Parallelen sind teilweise frappierend.


Wie war das noch? Geschichte wiederholt sich?
Hmm joa, daran hab ich schon vor ein paar Tagen gedacht, auch im Bezug zu einer "neuen" Partei... Das kam damals genauso, deshalb eben die klare Aussage, dass es die jetzigen Parteien richten MÜSSEN, denn wenn eine neue reinkommt, dann eben durch typischen Populismus... und was daraus wurde, wissen wir ja...
 
 
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hackvresse
Alt 15.07.2004, 14:36   #39
Standard

Nur wenn wir auch davon ausgehen, dass sich Geschichte wiederholt dann wäre Hartz IV genau der falsche Weg...
 
 
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hackvresse
Alt 16.07.2004, 12:46   #40
Standard

Nach durchweg negativen Meldungen in den vergangenen Wochen kann die rot-grüne Koalition ein wenig Hoffnung schöpfen. Offenbar halten immer mehr Bürger die Reformen für notwendig.
weiter...


Da sieht man mal, wie man durch ständiges Gerede in den Medien Menschen tatsächlich manipulieren/beeinflussen kann. Nur wenige sehen noch die Unsinnigkeit der Reformen..traurig.
 
 
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seppel18
Alt 16.07.2004, 16:18   #41
Standard

Wenn ich sowas lese:

"Wer eine Arbeit, eine Fortbildung oder Maßnahme ohne wichtigen Grund nicht antritt oder abbricht, wer sich bei einem Vorstellungsgespräch in unangemessener Kleidung bewirbt, wer eine gemeinnützige Arbeit ablehnt, wer sich . »unwirtschaftlich« verhält, wer sein Einkommen oder Vermögen mindert, um die Gewährung von ALG II herbeizuführen, wird für drei Monate mit einer dreißigprozentigen Kürzung bedacht. Wer nach einem Vorstellungsgespräch nicht angenommen wird, muß gegebenenfalls beweisen, daß es nicht sein Verschulden war, daß er nicht angestellt wurde, andernfalls erfolgt eine dreißigprozentige Kürzung für drei Monate. Diese Kürzungen sind addierbar, so daß es theoretisch denkbar ist, etwa nur einen Betrag in Höhe von 34,50 Euro für einen Monat zu erhalten"

"Zumutbar ist es z.B. wenn ein Diplomingenieur zur Hundekotbeseitigung im Park ohne Arbeitsvertrag und ohne Gehalt eingesetzt wird."

kommt mir das Frühstück hoch...

Aber am ende ist doch bloß alles Theorie...Ich Wette, wenn man in der Praxis als Langzeitarbeitsloser dahin Latscht, haben die Eh keine Arbeit für einen.

Also nich alles so Ernst nehmen, die Kochen auch bloß mit Wasser...
 
 
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hackvresse
Alt 16.07.2004, 16:29   #42
Standard

wer sich . »unwirtschaftlich« verhält
Das schöne ist, dass man sich das auslegen kann wie man gerade will

Aber am ende ist doch bloß alles Theorie...Ich Wette, wenn man in der Praxis als Langzeitarbeitsloser dahin Latscht, haben die Eh keine Arbeit für einen
Nein wie auch...würde es genug arbeit geben, hätten wir nicht real 8 millionen arbeitslose
 
 
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seppel18
Alt 16.07.2004, 17:10   #43
Standard



Nein wie auch...würde es genug arbeit geben, hätten wir nicht real 8 millionen arbeitslose
Aber wer will schon Freiwillig Hundescheisse von der Straße Kratzen?
 
 
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hackvresse
Alt 16.07.2004, 17:13   #44
Standard

Die Frage sollte wohl eher lauten, wer für solche Arbeiten bezahlt...
 
 
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Alt 06.08.2004, 02:07   #45
Standard Hartz IV - Erster Selbstmord

In Burghausen erhängte sich ein arbeitsloser Mann. Als Motiv für den Selbstmord kommen finanzielle Sorgen in Betracht. Der Mann hatte sich vor einigen Tagen ausrechnen lassen, was er nach Einführung des AG 2 noch bekommen würde.

Bisher erhielt er 600 Euro vom Staat, ab Januar würden es nur noch 331 Euro sein. In seiner Hosentasche fand die Polizei einen Abschiedsbrief, aus dem zu erkennen war, wie verzweifelt er war.

Seine Lebensgefährtin ist sich sicher. Ihr Mann hat sich wegen Hartz IV umgebracht.

Quelle: www.bild.t-online.de

---

Böse Stimmen munkeln bei einer CDU-Regierung 2006 würde die Bild über Massenselbstmorde berichten.
 
 
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moechen
Alt 06.08.2004, 12:59   #46
Standard

Ohne jetzt auf euer Keynes/Smith ding da einzugehen.
Hartz IV soll ja eigentlich zu na vereinfachung führen (was mit sicherheit nicht wirklich klappt)
soviel ich weiß, sollen leute aufn arbeitsamt damit beschäftigt sein, sowie auch leute in den gemeinden/städten. Die Bürger die das alles betreffen wird, sollen aber nur einen Ansprechpartner haben. Wie soll das funktionieren?
Es sind schon viele Leute mit dem ganzen HartzIV projekt beschäftigt. Allerdings kann man noch niemanden sagen was sie wirklich an Geld am 01.01.2005 haben/kriegen werden.
Ein Tag hieß es auch schon wieder, dass Kinder die auf ihren Sparbuch 750 € oder mehr haben, gar keien Unterstützung mehr kriegen sollen. Aber was stimmt davon jetzt alles und was nicht? Wie lange reicht das Geld zum Leben des Kindes aus? und wenn alles aufgebraucht ist, ist wieder die kacke am dampfen....
Niemand weiß so wirklich was das alles geben wird ... Die Leute, die im Sozialamt, Wohngeld etc. arbeiten haben schon ab Oktober ne Urlaubssperre gekriegt. Allerdings weiß dort auch noch niemand wie das alles funktionieren soll ...
Ob das alles überhaupt ne gute Idee ist ... das weiß man wohl erst recht nicht
 
 
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