@streetriderbw: Eine typisch impulsive Reaktion. Ich finde, du siehst das nicht global genug. In der Entwicklung dieser fast ausschliesslich jungen gewaltbereiten Menschen ist etwas falsch gelaufen. Indem man sie NUR wegsperrt, bestärkt man sie nur ihrer Denkweise, zu welcher auch das Bedürfnis gehört, gerecht in der Gesellschaft behandelt zu werden. Oft liegen im Hintergrund soziale Umstände, unter denen sie das Vertrauen in die Gesellschaft und ihren eigenen Wert verloren haben.
Natürlich ist keine Strafe keine Lösung, natürlich ist Schadenersatz selbstverständlich, aber ebenso natürlich ist Resozialisierung notwendig. Du kannst solche Leute nämlich nicht ewig wegsperren, ob Gefängnis oder Psychiatrie.
Was diese Leute brauchen ist unter anderem die Stärkung ihres Gemeinschaftsgefühls, nicht Separation. Wer solche Leute nur wegsperrt, läuft seinen Problemen davon. Ebenso wenig Sinn macht es, einen Hund für etwas zu schlagen, was er nicht begreift.
Du sagst, du hasst Leute, die immer nur helfen wollen. Scheinbar hast du nicht das Vertrauen in dich und deine Fähigkeiten, einen eigenen Beitrag zur Verbesserung dieser Welt zu leisten, und überlässt das lieber anderen. Außerdem: Hilfe schließt Strafe nicht aus.
Darüber hinaus sagst du:
warum ausbildungsplatz oder arbeit geben, wenn nicht mal die deutschen einen bekommen!
Eine sehr engstirnige Ansicht. Vielleicht solltest du mal überlegen, warum "Deutsche" heutzutage so große Schwierigkeiten haben, einen Arbeits-/Ausbildungsplatz zu finden, und "Ausländer" dran kommen. Du solltest mal die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass die meisten "Ausländer" engagierter bei der Arbeit sind als viele Deutsche, die in Resignation verfallen sind, weil sie es ja ach so schlecht haben hier. Das kann übrigens auch für resozialisierte Schläger gelten. Und meinst du wirklich, Knast und Psychiatrie bis in alle Ewigkeit würde weniger Geld kosten als jahrelange Versuche zur Resozialisierung?
Sorry, in dieser Hinsicht hörst du dich an wie ein frustrierter Typ, der das System scheisse findet, und für sein eigenes Versagen und sein verlorenes Selbstwertgefühl ein Ventil und Sündenböcke braucht, die als Schuldige von großen Teilen der Gesellschaft allgemein anerkannt sind.