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Gen-Food

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Reh
Alt 16.02.2008, 21:31   #26
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Zitat von IceBaer
naja, wenn sich die wildtypen nicht durchsetzen, zeigt das immerhin das die genpfuscherei zu einer verbesserung geführt hat...
Jaja, wieder so eine Verbiegung. Es gibt keine Konkurrenz für die künstlichen Gene der Genpflanzen. Ein "durchsetzen" gibt es nicht. Es gibt eine Vermischung. Und die Vermischung wird von Menschenhand beschleunigt, weil vermehrt Genpflanzen eingesetzt werden.
 
 
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Fränze
Alt 16.02.2008, 21:33   #27
Standard

Zitat von IceBaer
mal ganz ehrlich. Glaubt ihr die böse Gen-Lobby hat nichts wichtigeres zu tun (politiker bequasseln, Medien schmieren, Fehlinformationen verbreiten,... was auch immer ein Lobbyist so macht) als durch irgendwelche internetforen zu stolpern und dort mit 3 oder 4 leuten Vor- und Nachteile der Gentechnik zu diskutieren???
Es wäre nicht das erstemal, dass ein Lobbyist hier als Meinungsmacher auftreten will, allerdings haben die anderen nicht mitdiskutiert, sondern ihr Zeug abgesondert und sich dann nicht mehr germeldet.
Foren sind derzeit sehr berliebt als Verstärker, weil Printmedien immer weniger Bedeutung (und Auflage) haben und man sich eine junge Zielgruppe verspricht. Vielleicht diskutieren nur drei oder vier Leute, aber lesen werden es wohl viel mehr.

Was in Deinem Fall für Lobbyismus spricht, ist die abgekupferte Argumentation. Genau so, in ähnlichsten, geklonten Formulierungen, läßt sich die einschlägige Industrie und lassen sich die für sie arbeitenden Wissenschaftler vernehmen.
 
 
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IceBaer
Alt 16.02.2008, 21:44   #28
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Natürlich gibt es eine Konkurenzsituation.

Wenn eine Maispflanze künstlich mit einem Gen für höhere stärkeproduktion ausgestattet wird, dann unterliegt dieses Gen selbstverständlich dem gleichen Selektionsdruck wie alle anderen Gene auch.

nun gibt es 2 Möglichkeiten:
- Die Pflanzen sind künstlich steril gezüchtet, es gibt keine Nachkommen in der Wildbahn
- Die Pflanzen sind vermehrungsfähig, nachkommen in der Wildbahn sind möglich. Wenn das "viel-Stärke"-Gen sich als nachteilig herausstellt (z.B. im Gegenzug drastisch höhere Anfälligkeit gegen Schädlinge) so werden sich pflanzen durchsetzen, in denen das Gen durch Mutation wieder ausgeschaltet ist. Erweist sich das Gen als vorteilhaft, so setzt es sich durch.
 
 
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Reh
Alt 17.02.2008, 00:16   #29
Standard

Es gibt keine Konkurrenzsituation, weil es keine Auslese gibt. Die Blüten werden bestäubt, die Früchte wachsen, wir ernten sie und nächstes Jahr bringen wir einen Teil davon wieder aus. Gleiches Spiel jedes Jahr. Keinerlei natürliche Auslese. Nur Vermischung.
 
 
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Fränze
Alt 17.02.2008, 18:59   #30
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Auslese gibt es durch Verdrängung, und die kann man steuern. Das ist ja das Gefährliche.
 
 
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Sytrax
Alt 19.02.2008, 17:35   #31
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Herrje >.< ich weiß das passt jetzt nicht wirklich zu diesem eigentlich recht ernsten Thema aber ich muss an diesen Satz von einem Komiker denken:
"Genverändertes Essen? Also ich weiß ja nicht wies euch geht aber ich will das Zeug essen und nicht damit ficken."
 
 
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dragonhart
Alt 19.02.2008, 18:29   #32
Standard Ge(h)n

Also wenn die Gen-"Aktionen"sich durchsetzen ,die Pflanzen und Tierwelt sich verändert und Stärker und resistenter wird-sind wir zuviel(e) und einer muß Ge(h)n -auf wiedersehn!!!
 
 
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IceBaer
Alt 19.02.2008, 21:44   #33
Standard

Zitat von Sytrax
Herrje >.< ich weiß das passt jetzt nicht wirklich zu diesem eigentlich recht ernsten Thema aber ich muss an diesen Satz von einem Komiker denken:
"Genverändertes Essen? Also ich weiß ja nicht wies euch geht aber ich will das Zeug essen und nicht damit ficken."
auch ein Standpunkt...
 
 
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Reh
Alt 11.03.2008, 19:50   #34
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Gleich um 21:00 kommt auf arte: Monsanto, mit Gift und Genen.

"Chemie-Gigant Monsanto wurde 1901 in Missouri gegründet. Sein Herbizid 'Agent Orange' gelangte in Vietnam zu trauriger Berühmtheit. Der brisante Report weist nach, wie der Weltmarktführer für Gen-Mais, -Soja und -Raps Tatsachen verschweigt und Studien fälscht". Zitat aus TV-Spielfilm.
 
 
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Ænema
Alt 12.03.2008, 06:36   #35
Standard

Zitat von Reh
Gleich um 21:00 kommt auf arte: Monsanto, mit Gift und Genen.

"Chemie-Gigant Monsanto wurde 1901 in Missouri gegründet. Sein Herbizid 'Agent Orange' gelangte in Vietnam zu trauriger Berühmtheit. Der brisante Report weist nach, wie der Weltmarktführer für Gen-Mais, -Soja und -Raps Tatsachen verschweigt und Studien fälscht". Zitat aus TV-Spielfilm.
Ich hab mir den Themenabend gestern reingezogen. Es war wirklich erschreckend mit anzusehen was die Firma Monsanto in der ganzen Welt für Maßnahmen ergreift um seine Produkte an den Mann zu bringen. Vorallem wenn man gesehen hat, was das alles für gesellschaftliche Ausmaße annimmt. Die Selbstmordrate von indischen Baumwollbauern hat überdimensionale Formen angenommen, aufgrund von Ausfällen der Ernte und überteuertem Saatgut. Die Leute sind nicht mehr Fähigkeit die Kredite zurückzuzahlen und scheinbar gibt es sonst niemanden mehr der flächendeckend in Indien Saatgut vertreibt. Monsanto verdient kräftig an den "Lizenzgebühren". Naja, von den Machenschaft der Politik und der Führungsetage von Monsanto will ich gar nicht reden. Das scheint wohl eh schon ein weit verzweigtes Netz untereinander zu sein.

Ich persönlich bin wohl nach dieser Reportage eindeutig für ein Anbauverbot von GVOs in Deutschland/Europa und den Einfuhrstopp von Genveränderten Produkten der Firma Monsanto.
 
 
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Fränze
Alt 12.03.2008, 18:39   #36
Standard

Zitat von Ænema
Die Selbstmordrate von indischen Baumwollbauern hat überdimensionale Formen angenommen, aufgrund von Ausfällen der Ernte und überteuertem Saatgut.
Seit die Menschen Ackerbau betreiben, bewahren sie Saatgut aus der eigenen Ernte für den nächsten Anbau auf. Das geht mit dem gentechnisch veränderten Monsanto-Saatgut nicht, es ist "unfruchtbar", was bedeutet, dass die Bauern immer und immer wieder bei Monsanto ihr Saatgut kaufen müssen.
Deshalb ist es ausgeprochen verlogen, wenn unser Bauernverbandspräsident Sonnleitner unverdrossen und wider besseres Wissen behauptet, mit genmanipuliertem Getreide könne man den Hunger in der Welt bekämpfen. Das Gegenteil ist der Fall.
 
 
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Ænema
Alt 12.03.2008, 23:01   #37
Standard

Zitat von Fränze
Deshalb ist es ausgeprochen verlogen, wenn unser Bauernverbandspräsident Sonnleitner unverdrossen und wider besseres Wissen behauptet, mit genmanipuliertem Getreide könne man den Hunger in der Welt bekämpfen. Das Gegenteil ist der Fall.
Das beweist nur, dass Herr Sonnleitner keine Ahnung von der Materie hat und besser den Mund halten sollte. Die EU macht es sich allerdings auch nicht gerade leicht. Man kann alles x-Mal diskutieren und durchkauen, aber an den Tatsachen von unabhängigen Studien über GVOs kann einfach nicht gerüttelt werden. Sollte Frankreich doch ein Verbot von GVOs in ihrem Land durchsetzen oder anstreben, sollte Deutschland eindeutig mitziehen.

Wenn man bedenkt was das bisher alles für Auswirkungen hatte, kann man nur hoffen, dass andere Firmen mit natürlichem Saatgut wieder auf dem Markt preschen werden und die kleinen Leute wieder dahin zurückkehren.
 
 
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Fränze
Alt 13.03.2008, 10:30   #38
Standard

Zitat von Ænema
Das beweist nur, dass Herr Sonnleitner keine Ahnung von der Materie hat und besser den Mund halten sollte.
Herr Sonnleitner hat bestimmt Ahnung. Die Frage ist aber: Von wem wird er bezahlt? Wie im Krimi: Wer hat den Nutzen?
Zitat von Ænema
Sollte Frankreich doch ein Verbot von GVOs in ihrem Land durchsetzen oder anstreben, sollte Deutschland eindeutig mitziehen.
Und da behauptet unsere glorreiche Regierung - auch sie alles andere als frei und unabhängig von den Konzernen -, wegen des EU-Rechts dürfe man den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen gar nicht verbieten. Frankreich kann´s und gehört eindeutig zur EU.

Ich denke, dass die Wähler es in der Hand haben. Parteien, die nicht eindeutig gegen Gen-Food sind, sollten nicht gewählt werden. So einfach ist das. Dann ist der Nutzen des Wiedergewähltwerdens höher als der von eventuellen Zuwendungen.
 
 
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Ænema
Alt 13.03.2008, 11:11   #39
Standard

Zitat von Ænema
Das beweist nur, dass Herr Sonnleitner keine Ahnung von der Materie hat und besser den Mund halten sollte.
Zitat von Fränze
Herr Sonnleitner hat bestimmt Ahnung. Die Frage ist aber: Von wem wird er bezahlt? Wie im Krimi: Wer hat den Nutzen?
Okay, Herr Sonnleitner ist passionierter Bauer, da wird er zumindest Ahnung von Anbau und Ernte haben. Tja, um das zu Ergründungen sollte man vielleicht mal eine Email an den Bauernverband schicken und nachfragen. :>

Einen interessanten Artikel über die Neuregelung für Gen-Bauern gefunden, aber natürlich meldet sich auch Herr Sonnleitner dazu.

Zitat von Gerd Sonnleitner
Bauernpräsident Gerd Sonnleitner rät dennoch: Hände weg vom Gen-Anbau.
Interessant, wobei er doch im Dezember 2006 in einem Interview noch folgendes gesagt hat:

Was bedeuten die Pläne von Schwarz-Rot für die grüne Gentechnik?

Wir müssen vom Anbau gentechnisch veränderten Saatguts abraten. Und genau das wollte die Bundesregierung. Ich kann doch Landwirten nicht etwas empfehlen, was unabsehbare Risiken birgt. Zudem wollen die Verbraucher die Produkte auch nicht. Warum sollen wir etwas produzieren, was niemand will?

Wichtig ist, dass die Forschung weiter geht. Wir können doch nicht eine weltweit so fortgeschrittene Entwicklung völlig verschlafen! 100 Millionen Hektar werden mit gentechnisch verändertem Saatgut bestellt, und wir wissen nicht mal in der Wissenschaft und durch Feldversuche Bescheid.
Achso. Und wohin geht die Entwicklung? Normales Saatgut wird normales Saatgut bleiben. Da bleibt nur noch die Entwicklung und der Anbau von GVOs. Man sollte sich nur mal mit den bestehenden Anbaugebieten kurz schließen und deren Erfahrungen in eine Regelung miteinfliessen lassen.

Nunja, wenn sich die Anbaufläche in Deutschland vergrößert, dann wird es sicherlich auch hier mit der Zeit immer mehr transgenes Saatgut verbreiten und dann ist ein Verbot sowieso vollkommen überflüssig, weil das nicht einfach rückgängig gemacht werden kann.
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 14.03.2008, 22:02   #40
Standard

Ja, ich glaube das ist es. Man wartet einfach bis Gen-Nahrung verbreitet ist und kann dann sagen, es ist doch schon längst verbreitet und kann nicht mehr rückgänig gemacht werden. Wir spielen hier Versuchskaninchen (und das war ja in der Geschichte nicht das erste Mal).
 
 
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Fränze
Alt 14.03.2008, 22:44   #41
Standard

Übrigens gibt es Bemühungen der Gentechnik-Saatgutkonzerne, die Bauern der angrenzenden Felder zum Verzicht auf Abstandsflächen zu bewegen.

Es muss einem immer klar sein, dass die gentechnische Veränderung von Organismen nie mehr rückgängig gemacht werden kann.
 
 
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