Ja Assie, gewaltvolle Revolte ist keine Lösung. Hymnen auf unser schönes Deutschland aber auch nicht, auch wenn wir durchaus dankbar sein können, daß es uns hier noch nahezu allen verhältnismässig gut geht.
Das ist jetzt auf Nahrung und Dach über dem Kopf bezogen. Hinter der finanziell überaus gut situierten Fassade ist so einiges im Argen.
Es herrscht zunehmende Ungerechtigkeit, und Selbstbedienung bei den Mächtigen. Sowas wie Trabantenvororte bzw. Ghettos wie in Paris gibt´s auch in Hamburg-Mümmelmannsberg, Offenbach-Lauterborn oder Köln-Meschenich.
Ein Beispiel:
http://www.stern.de/wirtschaft/arbei...rg/575642.html
Auch Hartz 4 ist alles andere als gerecht.
http://www.stern.de/wirtschaft/arbei..._cb&eid=527820 http://www.stern.de/politik/deutschl....html?nv=ct_mt
Oder wer wollte bei unseren Arbeitslosenzahlen -wobei die Dunkelziffer weitaus höher liegt- noch behaupten, sie hätten nur alle keine Lust zum Arbeiten? Es bleiben eben einige auf der Strecke, aus verschiedensten Gründen, mit jedem Jahr der Arbeitslosigkeit verstärkt sich ihre Problematik, Globalisierung und Automatisierung sind selbstverständlich nicht am abnehmen.
Ich bin auch durchaus der Meinung, es macht keinen Sinn, die Menschen zu zwingen, jede Tätigkeit auszuführen. Damit meine ich etwa konkret die Arbeit in einem ausbeuterischen Unternehmen, das etwa Hungerlöhne um 3 Euro zahlt und gleichzeitig ordentlich Gewinne abschöpft. Warum? Wer dafür arbeitet, ermöglicht durch seine Einwilligung erst solche Löhne, die letztlich auch den Staat und damit die Allgemeinheit belasten.
In so einem Fall hat der Chef gefälligst auch einen rostigen Polo (Beispiel) zu fahren und Urlaub gibt´s nicht. Begründet werden kann sowas höchstens kurzfristig mit einer konkreten Notlage -dann aber für alle.
Genauso halte ich es für falsch, jedes noch so ausbeuterische Unternehmen, menschenfeindliche Produktion, Umweltdreckschleudern etc. mit seiner Arbeitskraft zu unterstützen und womöglich gezwungenermaßen dort zu arbeiten. Der aktuelle "Arbeitgebermarkt" (freie Auswahl an Arbeitswilligen) ist ideal, um Mitarbeiter zum Mundhalten zu bewegen, damit etwa Skandale (Gammelfleisch etc.) nicht an die Öffentlichkeit gelangen.
Arbeitslose werden verwaltet, Lösungen hat scheinbar keiner, aber die Menschen werden vielfach in Armut gestürzt. Andere dagegen schieben Überstunden ohne Ende, denn Neue Arbeitnehmer sind ja viel zu teuer...
Die Politik palabert und verbraucht das Geld, zunehmend auch noch die Europa-Regierung. Ich für meinen Teil sehe im zunehmenden Wahlboykott ein klares Signal. Was sollen die ganzen frustrierten Bürger auch sonst tun? Etwa das geringere Übel wählen?