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Frankreich und die Macht des Atom´s

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ANSI Lady
Alt 20.01.2006, 02:15   #1
Standard Frankreich und die Macht des Atom´s

Wie man den aktuellen? Nachrichten entnehmen kann scheint Frankreich ja kein Problem damit zu haben das vorhandene Atomwaffenarsenal kurzfristig minimieren zu wollen.

Gedroht wurde zwar keinem Land direkt, die Medien scheinen uns aber in die Richtung stupsen zu wollen wie es die Weltpolitik vorsieht :
Link 1

Weiterhin scheint der ersehnte Weltfrieden auch in diesem Jahr nicht von Erfolg gekrönt zu sein :
Link 2

Was sagt ihr zur momentanen Weltpolitischen Entwicklung ? Mir jagt es die Rückenhaare ins Genick das ein Europäisches Land in den öffentlichen Medien "wem auch immer" mit "unkonventionellen" Waffen droht...

Gruß &&
ANSI
 
 
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outfreyn
Alt 20.01.2006, 02:31   #2
Standard

Wenn du von diesem Wilden-Mann-Spiel Angst kriegst, warte ab bis die Erdöl-Problematik "heiss" wird. Das wirst du nämlich noch erleben

Buddel dir schonmal ein tiefes Loch
 
 
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Alt 20.01.2006, 03:22   #3
Standard

Die Anwendung von Nuklear-waffen ernsthaft in Erwägung zu ziehen (und zwar ernsthaft, nicht lediglich als Drohung) ist im Sinne globaler ökologischer und ethischer Moral keineswegs lediglich bedenklich sondern eine Bankrotterklärung.

Eine solche, wie von Frankreich ausgeübte Drohung ist auch deswegen unlogisch, weil die Anwendung von Atomwaffen nicht nur direkt sondern auch indirekt ein sehr grosses Flächenareal trifft und somit das Verhältnis von Opfern, also vermeintlich gerechterweise getroffener Terroristen zu als sogenannte Kollateralschäden beschönigter Zivilisten absolut unverhältnismässig ist.

Gibt es Schurkenstaaten? Ein Staat definiert sich zwar nicht immer durch, aber impliziert auch immer seine Bevölkerung.

Die Gegenfrage "Was ist denn sonst zu tun?" liesse sich zwar mit der Alternative "gezielte Tötungsangriffe auf Drahtzieher und Ausführer" beantworten, jedoch fehlt dieser Alternative meist die Effektivität den Terrorismus wirklich einzudämmen bzw. zu vernichten.

Es gibt keinen Weg zum Frieden - Frieden ist der Weg.

Dass Gewalt Hass schürt und wiederum Gewalt verursacht ist doch eine Gleichung die nun schon ewig bekannt ist - fast schon Kindergartenniveau.


Nach dem vermeintlich begründetem Notstand inkl. Ausgangssperre während der Pariser Vorstadtunruhen Ende 2005 diskreditiert sich Frankreichs Politik hier endgültig.
 
 
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outfreyn
Alt 20.01.2006, 03:30   #4
Standard

Ich sehe bißchen was anders. Mit der Möglichkeit zu taktischen Nuklearschlägen gibt es kein "großes Flächenareal" mehr.

Fakt ist das jedes Land mit Nuklearwaffen eine Doktrin braucht um diese wenn auch hypothetisch einzusetzen.

Desweiteren geht es in diesem Fall, wenn wir vorraussetzen das explizit Iran Hauptadressat war, eben keine terroristische Vereinigung ist sondern ein Land.

Mit Ethik und Moral hat Krieg nie zu tun, das sind bloß Deckmäntelchen. Sagen wir es mit Neruda

"Der Böse soll nicht den Guten töten und nicht der Gute den Bösen. Ich bin nur ein Dichter, nichts weiter, aber ich sage euch, ohne jeden Zweifel: es gibt keine guten Mörder."
Word!

Ansonsten stimme ich dir zu

Allerdings machen mir schmutzige Bomben und biologische Waffen mehr Sorgen als etwaige Kriege bzw. Militärschläge mit Einsatz von Nuklearwaffen. Ganz einfach weil sie viel realistischer sind.
 
 
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Alt 20.01.2006, 03:42   #5
Standard

Mit grösserem Flächenareal meinte ich die letzte Konsequenz im Falle eines ernsthaften Einsatzes. Die muss man berücksichtigen, trotz aller hypothetischen Drohungen.

Die Notwendigkeit einer Doktrin ist logisch, was sonst bringt einem der reine Besitz von Nuklearwaffen? Worauf ich hinauswollte: Was bewirkt eine solche Doktrin? Ihre generalpräventive Abschreckungswirkung ist doch allen voran im Zusammenhang von Terroristen, insbesondere denen, denen ihr eigenes Leben nicht lieb ist, quasi nichtig.

Selbst wenn ein Land droht, und trotzdem im inneren Kreise bekannt ist, dass es nur bei der Drohung bleibt und nie zu einem Einsatz kommt, so hat diese Drohung doch eine effektive Wirkung.

Frage: Wenn dir jemand derart immens droht, ist er denn dein Freund, neutral oder eher dein Feind?

Die Feindabgrenzung geschieht bei terroristischer Motivation meist natürlich eher ideologischer, trotzdem mündet so eine Drohung doch in einem Gedankengang ala: Drohung vom Feind vorhanden, es wird also Riskant -> also Drohung vorher ausschalten.

Ethische Argumente gegen Krieg sind tatsächlich nie wirksam, warum aber sie verwerfen und ignorieren? Militarismus hätte kein Gegengewicht mehr.
 
 
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DerAssie
Alt 20.01.2006, 10:42   #6
Standard

Jetzt hab Ich mehr Angst vor unseren Nachbarn als vor dem Iran und den USA wo ebenfalls Psychopathen regieren
 
 
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Alt 20.01.2006, 12:38   #7
Standard

Die Franzmänner werden die Bömbchen schon nicht auf eins ihrer Nachbarländer werfen

Des weiteren solltest du dich nicht mehr mit deinen Freunden zu Hasspredigten in der Moschee treffen. ^^' Dann hast du auch nicht so ein schlechtes Gewissen.

Abgesehn davon droht ja so ziemlich jeder: Der Nord-Koreaner, der irakische Informationsminister.... warum man da jetzt die Franzosen an den Pranger stelllt, die sind wohl nicht schlimmer als son kommunistischer Filme Sammler-Diktator.
 
 
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Lupus Silvanus
Alt 20.01.2006, 12:50   #8
Standard

Vor allem ist es extrem glaubwürdig wenn man jahrelang mit dem Iran verhandelt damit er hoffentlich keine A-Bomben baut.
Und dann: "Aber wenn uns jemand krumm kommt haun wir voll drauf".
 
 
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Smirny
Alt 20.01.2006, 13:54   #9
Standard

Mann sollte diesem vertrottelten Praesidenten sowieso sofort aus dem Amt nehmen was der franzoesischen oeffentlichen Meinung aber entgegen strebt,leider.
Auf jeden Fall wird es wohl nicht so weit kommen denn wenn 10000de von Buergern anderer europaischen Laendern in Paris nach einem Abwurf demonstrieren werden wird das wohl aehnliche Verheerungen in der Innenstadt hinterlassen wie der Abwurf selbst.
Eine Bankrotterklaerung halte auch ich als hervorragende Beschreibung des aktuellen Zustandes der europaischen Aussenpolitik.
Es waere wuenschenswert dass alle anderen (geschuetzten) Staaten um Frankreich herum diesen fragwuerdigen Praesidenten sagen dass ein atomarer Schutz nicht mehr gebraucht wird.

Ende der Durchsage
 
 
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=ANUBIS=
Alt 20.01.2006, 14:19   #10
Standard

Mich nimmt es jetzt einfach auch wunder wie die "Terroristen" in den nächsten Tagen darauf reagieren werden...
 
 
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Alt 21.01.2006, 14:40   #11
Standard

Ich glaube die Franzosen werden es sich 3 mal überlegen ihre "Armes atomiques" irgendwo hin zu schmeissen. Besonders beim Iran ist der der kleine Haken das Öl. Ich glaube nicht das Frankreich so dumm ist eine so Ölreiche gegend für Millionen von Jahren unbewohnbar zu machen. Von den Lustigen Wölkchen die dann über den Globus ziehen gar nicht zu reden.

Aber was wenn der Iran in ein paar Monaten selber eine Bombe hat? Die denken nicht über die Verseuchung nach, die werfen einfach. Und ich tippe persönlich darauf, das ihr ziel Israel ist. Die Palästinenser die dabei vllt mit drauf gehen werden einfach als Märtyrer abgestempelt und gut ist.

Der Abwurf einer Atom-; oder Wasserstoffbombe (deren einsatz weit wahrscheinlicher ist, weil größere Feuerkraft) schadet nicht nur einem Land, sie schadet der gesamten Weltbevölkerung. Der Nukleare Fallout ist kein Problem was sich in ein paar Jahren lösen lässt.

Doch welche Möglichkeiten bleiben noch?
  • Nicht-Nuklearer Militärschlag
Ein Angriff durch die Staaten der Vereinten Nationen wäre eine dieser Möglichkeiten und würde auch weit weniger Zivile Schäden verursachen als die Nukleare Möglichkeit. Jedoch würden wir dann wieder eine Irak-ähnliche Situation haben.

  • Infiltration
Das Anzetteln eines Volksaufstands im Iran wäre eine weitere Möglichkeit. Jedoch stellt sich dies als schwierig da und wäre evtl in der Verbleibenden Zeit nicht schaffbar.
  • Handelsembargo
Wir schneiden den Iran von allem ab. Ohne Hilfe von aussen wäre der Iran schnell am Boden, jedoch würden wir auch so der Bevölkerung nicht unerheblich schaden. Ausserdem droht der Iran bei einem solchen Embargo mit dem zudrehen des Ölhahns. So wären wir auf Russland angewiesen, die ihre Fördermengen nicht unerheblich erhöhen müssten. Besonders wir Europäer hätten unter den steigenden Preisen wieder mal zu leiden.

Welche Lösung auch immer gewählt wird, meiner meinung nach ist Atomkrieg der falsche weg, nur muss auch das Regime im Iran weg und der Iran darf ebenso keine Atomwaffen besitzen.

Ausserdem plädiere ich auch für ein generelles Verbot von Atomwaffen, für jeden Staat. Allein der Besitz verleitet zur Benutzung.
 
 
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outfreyn
Alt 21.01.2006, 16:41   #12
Standard

Ist ja alles schön und gut, aber du hast absolut überzogene Vorstellungen von der Wirkung von Atomwaffen.

"Millionen von Jahren" ?
Es leben schon seit Jahrzehnten Menschen in Nagasaki. Moderne Atomsprengköpfe sind unter dem Augenmerk konzipiert eine möglichst große Sprengkraft und eine möglichst geringe radioaktive Belastung aufzuweisen.

In einem ABC-Anzug lässt sich sauschlecht motiviert Krieg führen.

Und seit wann gilt wieder die Doktrin von der "größten Feuerkraft"?
Ich verweise auf den Wandel zu immer präziseren Schlägen mittels moderner Hochleistungstechnologie, Stichwort laser-guided bombs usw.

Weiterhin ist ein Angriff der UN wenn nicht ausgeschlossen, so doch hochgradig unwahrscheinlich. Dank an unsere beiden Veto-Freunde Russland und China.

Und ein Embargo... zieht wegen der Erdölfrage nicht. Da bleibt wohl nur Infiltration wie du es so schön nennst. Da sag ich aber lieber nix mehr zu.
 
 
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Chromprinz
Alt 27.01.2006, 02:28   #13
Standard

[FONT=Century Gothic]
Dieser böse Lümmel Jaques Chirac. Bis zu dem 2+4 Vertrag (1990) und der damit verbundenen vollen Souveränität der Bundesrepublik Deutschland waren Frankreichs Atomwaffen auf Deutschland gerichtet. Die "Force de Frappe" hatte die Aufgabe, bei einer Agression des ehem. Warschauer Pakt Westdeutschland als atomaren Austragungsort zu nutzen, um das frz. Staatsgebiet frei von Agressoren zu halten.

Na da haben wir aber Glück gehabt.

Die Aussage von Monsieur de la Président kürzlich ist eine von Charles de Gaulle geprägte Doktrin, lieber Frankreichs Freunde platt zu bomben als selbst in Gefahr zu geraten. So sind die Franzosen . Und so bleiben die Göttlichen auch. Keinen Krieg gewonnen aber immer laut tröten. Das stärkt die gebeutelte Volksseele.

Da fällt mir ein:
U.S.A. , Großbritannien, Frankreich, Russland und China sind "offizielle" Atomwaffenmächte.
Indien, Pakistan und Nordkorea sind bestätigte Atomwaffenmächte.
Israel nicht bestätigte Atomwaffenmacht (in Deutschland gebaute U-Boote als Trägerwaffe).
Südafrika, Brasilien, Argentinien, Weißrussland, Kasachstan und die Ukraine haben ihr Atomwaffenprogramm "offiziell" eingestellt.
Auf deutschem Boden lagern in der Senne (Ostwestfalen-Lippe/NRW), Rheinland-Pfalz und Bayern noch reichlich amerikanische und britische Atomwaffen taktischer Art. Die Bundeswehr lagert konventionelle Kernwaffen für Panzerhaubitzen (ca. 35km Reichweite) .

Das zu dem Thema Weltfrieden.
[/FONT]
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DerAssie
Alt 27.01.2006, 03:14   #14
Standard

Chirac der Spastie hat damals doch schon im Muraoua Attol Atomwaffen getestet dieser Psycho.
Da währen eigentlich Embargos gegen Frankreich angebracht gewessen wenn man Konsequent sein will und seine Westliche welt nicht immer als Überlegen dastellt gegenüber dem nahen Osten !!
 
 
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Chromprinz
Alt 27.01.2006, 03:40   #15
Standard

[FONT=Comic Sans MS]
Bewahren sie doch die Contenence, Herr Assi !

Frankreich zündete 46 Atombomben oberirdisch, 147 Atombomben unterirdisch im Mururoa-Atoll. Begonnen 1966 unter Charles de Gaulle, forciert durch Pompidou und beendet von Mitterand. Der Olle Chirac war da noch Bürgermeister von Paris !

Es wurden ca. 15.000 dort für das CEP (Centre d´experimentation du Pacifique) als einfache Arbeiter tätigen Polynesier direkt verstrahlt. Se wurden für Bauarbeiten, Dekontaminierungs(entseuchung)arbeiten oder einfach zum Aufräumen gebraucht und über die Strahlung nicht informiert oder aufgeklärt.

Da waren die Russen "humaner": Die haben in ihrem Land ihre eigene Bevölkerung verstrahlt.
[/FONT]
 
 
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