Herr Funke, wohl gemerkt ehemals Chef der HRE, wurde gekickt, aber den wird niemand mehr zur Rechenschaft dafür ziehen. Es gibt halt kein spezielles Gesetz in Deutschland, dass Manager für Schäden haftbar macht.
Sowas gibt es schon. Er ist verpflichtet im Sinne des Unternehmens zu handeln und darf das Geld quasi nicht verschleudern. Wenn man im das nachweist ist er dran. Ich glaube Strafmaß liegt da max. bei 5 Jahren Knast. Ich denke man wird an ihm ein Exempel statuieren wenn die Kriese irgendwann mal vorbei ist und es wirklich nur bei dem beinahe Konkurs der HRE bleibt. Die Masse der Leute wird das einfach fordern, selbst wenn sie kein Geld direkt durch Funke verloren haben. Siehe die Anzeigen gegen HRE und BayernLB, die zur Zeit durch die Staatsanwaltschaften laufen.
Jedoch gibt es in anderen Ländern durchaus derartige Gesetze und die Wirtschaft floriert trotzdem.
Wo denn?
Mal sehen wo das hier alles noch hinführt, aber es müsste noch einiges schlimmer werden bevor es wirklich richtig restriktive Gesetze gibt. Und diese müssten weltweit gültig sein, denn die Finanzwirtschaft operiert nun mal weltweit. Dazu müsste erstmal eine internationale Bankenaufsicht gegründet werden. Das sind dermaßen große Hürden und verschiedene nationale Interessen bzw. Unternehmensinteressen, die da momentan Probleme machen. Deswegen denke ich halt, dass wir echt fast am Arsch sein müssen, bevor man den Kapitalismus wirklich weltweit Einheit gebieten will/kann.
Also wen interessierts wenn Funke mit 47.000EUR Überbrückungsgeld monatlich bekommt, während in London Hedgefondmanager mehrere Millarden (ja: Milliarden) an Jahresgehalt bekamen (wird sich wohl jetzt erstmal erledigt haben).
Bis jetzt hat es die Welt noch nie geschafft, dass ein Vorhaben weltweit durchgezogen wird, da sag ich nur UNO. Da hat sich Bush auch nicht darum gescheert als er 2003 im Irak einmarschiert ist.
Das ist das eigentliche Problem. Wir brauchen eine weltweite Lösung für ein weltweites Problem. Und beim Gedanken daran wird mir ganz schlecht.