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Fachkräftemängel - Studiengebühren belasten sozialschwache Familien,arme Studenten

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astra1x
Alt 28.01.2008, 13:55   #1
Standard Fachkräftemängel - Studiengebühren belasten sozialschwache Familien,arme Studenten

Die Studiengebühren belasten finanziell die sozialschwachen Familien und behinderte Studenten und bedürftige Studenten und die Abschaffung der Studiengebühren - OECD Studie Fachkräftemängel beim deutschen Arbeitsmarkt


ich bin der Meinung,dass die Studiengebühren kontraproduktiv aus vielen verschiedenen Gründen sind.Die Bildung ist der Kernkomponente für ein zukunftsfähiges Land.Die Studiengebühren verringern die Zukunftschancen von Deutschland.Ferner ist die Zahl der Studienanfänger und Hochschulabsolventen deutlich bei von Union-FDP regierten Ländern gesunken.Deutschland muss in Bildung investieren und braucht mehr Hochschulabsolventen,um gut beim globalen Wettbewerb voranzukommen.

Die Studiengebühren führen zu Fachkräftemängel und wenigeren Hochschulabsolventen.Das bremst erheblich die deutsche Wirtschaft und kleine und mittlere Unternehmen,die eine wichtige Rolle bei der Schaffung von Arbeitsplätzen spielen.Wie eine am Dienstag in Berlin veröffentlichte OECD-Studie zeigt,sind die Studiengebühren Gift für deutsche Wirtschaft und kleine und mittlere Unternehmen.

Die Studenten müssen immer mehr arbeiten,um die Studiengebühren die Miete,die Lebenshaltungskosten,die Telefonkosten,den Semesterbeitrag zu finanzieren.Das führt dazu,dass die Studenten die Studienzeit verlängert.

Wegen der Studiengebühren entscheiden die Abiturienten sich immer für die Ausbildung statt des Studiums.

Im Übrigen müssen die sozialschwachen Familien aus Arbeitnehmer und Arbeitslosen für die Studiumsfinanzierung ihrer kinder wegen der Studiengebühren mehr in die Tasche greifen.Damit erschweren Union und FDP die Bildungschancen für Studenten aus Arbeiter- und Arbeitslosenfamilien.Das ist aus sinkenden Zahlen der Studienanfänger an den Universitäten und Fachhochschulen zu erkennen.

Die Studiengebühren erschweren das Studium der Studenten mit Kindern und behinderte bedürftige Studenten.Ferner sind die Studiengebühren für die Studenten,die Bafög erhalten,extra finanzielle Belastung.

Die Studiengebühren verursachen,dass die Studenten hoch sich verschulden müssen und mit dem Berufsleben nach dem Studium unter dem Schuldenlast beginnen.

Ich glaube ,Die staatliche Finanzierung der Hochschulen und Universitäten soll garantieren,dass der Hochschulzugang allen sozialen Schichten offensteht.

Aus diesen geschilderten Gründen schaffen die Studiengebühren keine Lösungen sondern gesellschaftliche Ungerechtigkeiten und neue Probleme.Deswegen sollen die Studiengebühren abgeschafft werden.

http://www.presseportal.de/text/story.htx?nr=1044360

05.09.2007

Statistisches Bundesamt: Die Zahl der Studienanfänger in Deutschland geht zurück

Die Studienanfängerzahlen in Deutschland sind laut
des Statistischen Bundesamtes im letzten Jahr erneut zurückgegangen.
Im Wintersemester 2006/2007 nahmen demnach bundesweit 295 091
Anfänger ihr Studium auf. Im Wintersemester 2005/2006 waren es noch
299 954, im Jahr zuvor 300 959. Dies geht aus der neuesten
Studierendenstatistik hervor, die dem "Tagesspiegel"
(Donnerstagsausgabe) vorliegt. Ob der Rückgang mit der Einführung von
Studiengebühren in mehreren Ländern zusammenhängen könnte, geht aus
den Zahlen nicht eindeutig hervor. So ist in den Gebührenländern
Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg die Zahl der
Studienanfänger tatsächlich gesunken. In Bayern und Hamburg, wo
Studierende ebenfalls zahlen müssen, nahmen allerdings mehr Anfänger
ein Studium auf.
 
 
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Reh
Alt 29.01.2008, 12:37   #2
Standard

Die armen Studenten. Jetzt müssen sie ihre Ausgaben fürs Saufen reduzieren.

Sozial Schwache bekommen Bafög, von dem man studieren und auch die Studiengebühren bezahlen kann.

Was ist das eigentlich für eine Mode, im Rahmen von Erstbeiträgen eine politische Meinung unterjubeln zu wollen? Das nimmt zur Zeit fast epidemische Ausmaße an.

Edith:
lol, der Beitrag findet sich in exakt der gleichen Form in zahlreichen anderen Foren. Es gibt tatsächlich Einzelpersonen oder Organisationen, die auf diesem Wege die Meinung der Öffentlichkeit beeinflussen wollen.
Witzig.
 
 
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fantamaus
Alt 29.01.2008, 14:19   #3
Standard

Ich weiss ja nicht, wie hoch die Studiengebühren in Deutschland sind, aber bei mir machen sie nur einen sehr kleinen Teil der Ausgaben aus, die ich während des Semesters habe.

Ich bezahle CHF 700.-/Semester an Studiengebüren (ungefähr 438.- Euro) und das an der teuersten Universität der Schweiz.
Viel teurer als die Studiengebühren sind die Wohnkosten, die Verpflegungskosten und alles, was so anfällt.

Zudem vertrete ich die Meinung, dass es problemlos möglich ist, neben dem Studium zu arbeiten, auch bei arbeitsintensiven Studiengängen. immerhin arbeire ich sogar mit Medizinstudenten zusammen, die durchaus auch Zeit finden, etwas Geld nebenher zu verdienen. Jeder student, der behauptet, er finde keine Zeit, neben dem Studium einige Stunden die Woche zu arbeiten ist schlicht und einfach zu faul.

Ich habe das Glück, dass mich meine Eltern finanziell unterstützen können, sonst wäre es mir nicht möglich an der Uni Zürich zu studieren und müsste dies in Bern tun und noch bei meiner Familie wohnen.

Ich finde es wirklich übertrieben, sich über Studienkosten aufzuregen. Ein Studium ist halt einfach teuer, den Studenten wird nur ein kleiner Teil der Kosten aufgebürdet, der grösste teil übernimmt der Staat. Je weniger der Student selber bezahlt, desto stärker nimmt die Qualität des Studiums ab. und wer nicht bereit ist, während des Studiums den Luxus hintenanzustellen, der ist in meinen Augen für eine solche Ausbildung nicht geeignet.
 
 
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Felicitas
Alt 29.01.2008, 14:53   #4
Standard

ich warte mal ab ob der threadersteller überhaupt noch mal antwortet bevor ich anfange diesen vor polemik und (falschen) behauptungen strotzenden beitrag auseinander zu nehmen.

für ne eintagsfliege mach ich mir nicht die mühe.

@fanta
wir bezahlen zB. 592 euro/semester, ich habe eine freundin in düsseldorf die zahlt 696 euro/semester.

Geändert von Felicitas (29.01.2008 um 15:56 Uhr).
 
 
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Reh
Alt 29.01.2008, 15:33   #5
Standard

Sind das reine Studiengebühren oder hast du Semesterbeiträge einfach dazuaddiert?

Für den Stundenten macht es natürlich keinen großen Unterschied, wie die Steuer heißt, aber rechtlich gibt es einen Unterschied. Und während man für die Studiengebühren einen Sonderkredit aufnehmen kann, geht das für Semesterbeiträge nicht.
 
 
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Felicitas
Alt 29.01.2008, 15:53   #6
Standard

semesterbeitrag 92 euro, studiengebühren 500 euro. wie sich das bei meiner freundin genau zusammensetzt weiß ich nicht.
 
 
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Tox!cfox
Alt 29.01.2008, 17:19   #7
Standard

Ich bezahl 757,28 € jedes Semester.
Da kann ja jeder locker studieren, vor allem, wenn das BAföG nicht adäquat auf regionale Schwankungen angepasst wird...
Sorry, aber für mich trägt das nicht mehr das Prädikat "angemessen"...
 
 
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Reh
Alt 29.01.2008, 17:40   #8
Standard

Das sind pro Monat insgesamt 100-130 € an Studiengebühren. Darin enthalten ist das Semesterticket, das in manchen Unis wirklich sehr nett ist.

Ich finde, das ist zu verkraften, wenn man bedenkt, dass von diesen 100-130 € gut 80 € mit dem Sonderkredit getilgt werden können.

Also ich freue mich auch nicht über die Gebühren, aber die Aufregung darüber finde ich übertrieben.
 
 
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El Sparko
Alt 29.01.2008, 18:52   #9
Standard

ich find pauschalisierende aussagen im allgemeinen recht unglücklich. ein uni-studium ist kein fh-studium. ein diplom-studium ist kein magister-studium und fürn bachelor in bwl brauchts wohl signifikant weniger arbeit als z.b. fürn diplom in elektrotechnik.

aus meiner warte kann ich sagen, dass mein studium tatsächlich sehr arbeitsintensiv ist und dass die wenigen, die tatsächlich noch nebenbei arbeiten müssen (weil bafög wirklich nicht nach dem tatsächlichen einkommen berechnet wird) dann eben auf ihre zehneinhalb oder mehr semester kommen.

die gebühren spielen dabei sicher keine so große rolle. eine belastung sind sie aber trotzdem. von irgendwelchen eingetretenen verbesserungen könnte ich viel erzählen... das wäre aber wenig objektiv. immerhin gibts eine art fake-mitbestimmung für die ausgaben.

wie auch immer. es bringt uns sicher nicht weiter die studienverhältnisse in unterschiedlichen ländern einfach mal gleichzusetzen (in denen auch die einkommensverhältnisse nicht unbedingt gleich sein müssen) oder gar davon auszugehen, dass jeder mit (gefühlt) zu hoher arbeitslast gleichzeitig einfach zu faul wäre. ich seh auch mal davon ab, dass der threadersteller irgend ein toller bot gewesen sein muss.
 
 
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Felicitas
Alt 29.01.2008, 19:58   #10
Standard

Zitat von Reh
Das sind pro Monat insgesamt 100-130 € an Studiengebühren. Darin enthalten ist das Semesterticket, das in manchen Unis wirklich sehr nett ist.
oh, das ist nicht überall dabei. bei uns gibts zb kein semesterticket. und das wäre praktisch, weil man sich ein leben in erlangen nicht leisten kann, also nach fürth oder nürnberg ausweichen muss und damit auf meine freunde der db angewiesen ist um zur uni zu kommen. auch das sprachenzentrum ist immer noch nicht "kostenlos". die gebühren für sprachkurse wurden zwar veringert, aber man muss als student immer noch dafür bezahlen um seine zertifikate zu machen.
 
 
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michaelg
Alt 29.01.2008, 20:24   #11
Standard

Hmm der Themenstart ist wirklich fragwürdig...

Zitat von Reh
Das sind pro Monat insgesamt 100-130 € an Studiengebühren. Darin enthalten ist das Semesterticket, das in manchen Unis wirklich sehr nett ist.

Ich finde, das ist zu verkraften, wenn man bedenkt, dass von diesen 100-130 € gut 80 € mit dem Sonderkredit getilgt werden können.

Also ich freue mich auch nicht über die Gebühren, aber die Aufregung darüber finde ich übertrieben.
Ungeachtet der Frage, ob die Gebühren verkraftbar, ertragbar oder in irgendeiner weise notdürftig finanzierbar sind (sind sie gewiss), fände ich eine grundsätzliche Bewertung angebrachter.
Lediglich Aufregung was Gebühren angeht finde ich weit untertrieben. Studiengebühren sind eines der größten bundesdeutschen Skandale der jüngsten Vergagenheit und auch ein schönes Paradebeispiel für Regieren gegen das Volk.
Studiengebühren forcieren soziale Ungleichheit im Ansatz, behindern einen freien, fairen Zugang zu Bildung. Und Stimmen aus der verantwortlichen Politik faseln von Chancengesellschaft und Bildungsoffensiven.
Wer Finanzierungsprobleme hat, wird arbeiten und dadurch sein mitunter den Studiumserfolg in Mitleidenschaft ziehen. Oder man kann einen Kredit aufnehmen und damit ein vermeidbares Armutsrisiko schaffen.

Dass man in einigen Ländern noch ohne die Studiengebühren ist kein Trostpflaster.
 
 
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Fränze
Alt 30.01.2008, 19:26   #12
Standard

Wegen des Hinweises auf den Themenstarter, der sich nach seinem Anfangspost nicht mehr meldet, habe ich das jetzt mal gelesen.

Auch wenn die meisten der Meinung sind, dass Studiengebühren verkraftbar und in anderen Ländern üblich sind, denke ich, dass Bildung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sein muss, dass es also Studiengebühren ungeachtet ihrer Höhe nicht geben darf.

Was ich mir aber denken könnte: Je nach Fakultät könnte eine Studiengebühr nach der jeweiligen Regelzeit erhoben werden. Dann sticht auch das Argument "Ich musste ja arbeiten" nicht. Und die günstigen Kredite sollten nicht für Studiengebühren, sondern für den an den Universitäts-Standorten unterschiedlich teuren Lebensunterhalt vergeben werden.

Im Übrigen denke ich, dass der Themenstarter jede mögliche Bildung dringend benötigt - schon deshalb sollte sie gratis sein
 
 
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Reh
Alt 30.01.2008, 23:35   #13
Standard

Es wird gerne behauptet, die armen Leute könnten nicht mehr studieren wegen Studiengebühren. Bei solchen Behauptungen wäre es ganz sinnvoll zu definieren, was arme Leute sind. Ich kenne Studenten, die aus wohlhabenden Familien kommen und vollen Bafög-Regelsatz beziehen. (Fairerweise müsste man hier auch definieren, was wohlhabend ist.) Auf arme Familien muss das wohl umso mehr zutreffen und mit vollem Bafög-Satz kann jeder Student sehr gemütlich und ohne jegliche Notwendigkeit eines Nebenjob leben.

Zur Ungerechtigkeit ein konkretes Beispiel. In NRW ist die Verschuldungshöhe aus Bafög und Studienbeitragsdarlehen auf maximal 10.000 € begrenzt. So viel Schulden häuft unser sozial schwach gestellter Bafög-Empfänger allein durch Bafög an. Das bedeutet, dass er keine Studiengebühren abzahlen muss - für ihn ändert sich mit den Studiengebühren nichts. Die Bank hat das Geld aber schon vorgestreckt und die Bank will das Geld auch wieder haben. Das Geld bekommt die Bank von der Uni wieder. Und damit die Uni die Schulden der sozial Schwachen abzahlen kann, wird von den Einnahmen aus Studiengebühren ein recht großer Prozentsatz dafür aufgespart. Wie sieht also die effektive Endrechnung aus? Die Studenten aus wohlhabenden Familien, die kein Bafög beziehen, bezahlen nicht nur für sich die Studiengebühren, sondern auch für ihre sozial schwachen Kommilitonen. Wenn das nicht sozial gerecht ist. Kommt alle nach NRW studieren.

Ich finde das Gelaber um soziale Ungerechtigkeit daneben. Es ist einfach nicht sachlich, sondern besteht aus reiner Polemik.

Zitat von Fränze
Auch wenn die meisten der Meinung sind, dass Studiengebühren verkraftbar und in anderen Ländern üblich sind, denke ich, dass Bildung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sein muss, dass es also Studiengebühren ungeachtet ihrer Höhe nicht geben darf.
So ist es. Bildung sollte zu den primären gesellschaftlichen Zielen gehören und entsprechend gefördert werden. Das ist aber kein Grund für die Kritiker, sich wie die letzten ungebildeten Deppen zu verhalten in ihrer Kritik.
 
 
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Buschmeister
Alt 02.02.2008, 14:42   #14
Standard

Man sollte vielleicht ein genaueres Augenmerk darauf legen, wer Bafög bekommt und wieviel diese Person bezieht. Dass Studenten aus wohlhabenden Familien Höchstsatz beziehen und finanziell schwächere Leute um ihr Bafög kämpfen müssen ist bestimmt jedem schonmal über den Weg gelaufen, oder ins Ohr gekrochen. Solange man die Studiengebühren entsprechend abfangen kann dürfte sie wohl keinem Studenten das Studium kosten. Wer jedoch für seinen eigenen Lebensunterhalt arbeiten gehen muss, kann nicht anders, als sein Studium an anderer Stelle zur Seite schieben, was einfach nicht sein darf.
 
 
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Felicitas
Alt 02.02.2008, 15:06   #15
Standard

Zitat von Buschmeister
Dass Studenten aus wohlhabenden Familien Höchstsatz beziehen und finanziell schwächere Leute um ihr Bafög kämpfen müssen ist bestimmt jedem schonmal über den Weg gelaufen, oder ins Ohr gekrochen.
definiere wohlhabend *g*
beide elternteile einkommen? wie hoch muss das einkommen sein um wohlhabend zu sein? achja, geschwister zählen ja auch mit rein und zwar nicht nur die die selbst noch in der ausbildung sind (pro bafög), sondern auch die die verdienen (kontra bafög).

aus eigener erfahrung kann ich sagen dass studenten aus "wohlhabenden" familien NULL chance auf bafög haben. vom höchstsatz ganz zu schweigen. da müssen die beim ausfüllen des antrags schon ordentlich rumgetrickst haben.

und trotz der "wohlhabenden familie" "muss" ich neben dem studium arbeiten.
 
 
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ZiD
Alt 02.02.2008, 15:17   #16
Standard

Zitat von felicitas
@fanta
wir bezahlen zB. 592 euro/semester, ich habe eine freundin in düsseldorf die zahlt 696 euro/semester.
Ich zahl in Frankfurt 750€/Semester.

Im moment bin ich zwar knapp bei Kasse, aber auch nur weil ich zur Zeit auf erspartem lebe. Sobald ich wieder nen 400€ Job habe sind Studiengebühren auch nicht wirklich ein Problem.

Also generell denk ich sind diese Kosten von jedem zu tragen. Und wenn nicht gibt es entsprechende Studienkredite
 
 
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Felicitas
Alt 02.02.2008, 15:47   #17
Standard

es sind ja nicht nur die studiengebühren. es ist ja auch miete, nebenkosten, lebenserhaltungskosten, fahrkosten, kosten fürs studium (bücher, sonst. materialien) und dazu dann rücklagen für studiengebühren (davon müsste ein FFM'ler doch ein liedchen singen können).

es geht für mich auch nicht darum ob es finanzierbar ist. natürlich das studium für jeden finanzierbar durch bafög, kredite und arbeiten. bafög und kredite beinhalten aber dass man NACH dem studium jahre bis jahrzehnte verschuldet ist. das heisst im klartext: nix mit nettem auto kaufen, nix mit netter wohnung, nix mit reisen. und an der stelle sind studenten aus "wohlhabenden" familien natürlich bevorteilt. ich bin zumindest sehr sehr dankbar dass ich nicht verschuldet das studium beende.
 
 
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Buschmeister
Alt 02.02.2008, 16:12   #18
Standard

Unterwohlhabend fällt für mich zum Beispiel, dass man in der Familie doch schon mal nett ein Auto kauft und bestimmt auch mal reisen geht. Dass das nicht ohne tricksen geht habe ich nicht gesagt und will ich auch nicht Behaupten. Aber, dass es eben mit trotzdem funktioniert, sollte eigentlich nicht sein. Kenne noch 2 Fälle, die das Ganze verkehrtherum darlegen. Diese jetzt vollständig darzulegen halte ich jedoch nicht für sehr angebracht.
 
 
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Felicitas
Alt 02.02.2008, 16:22   #19
Standard

warum nicht?
 
 
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El Sparko
Alt 02.02.2008, 16:35   #20
Standard

ist doch schwachsinn. sich armrechnen geht beim bafög kaum. die wollen knallhart steuererklärungen und scheiß sehen und selbst dann musst ne ermächtigung geben, dass die jederzeit dein konto kontrollieren können und wenn du da zuviel geld drauf hattest und das vorher "weggeschafft" hast dann darfst du schön den gang durch alle mühlen gehen, damit dir anerkannt wird ob diese ausgabe, die dich arm gemacht hat auch notwendig war. das heist der bescheißer muss einen sehr langen atem haben um bafög bescheißen zu können und selbst dann kanns passieren dass man nachm studium ratzfatz auf sozialbetrug angeklagt wird und schon ists vorbei mit der arbeit im höheren management weil vorbestraft.

heist also: es hilft nix rumzuschreien und zu heulen dass ja die reichen immer am meisten bekommen würden und man deswegen ganz harte kontrollen einführen müsste. die kontrollen sind da. das budget für bafög wird von den ländern zum großen teil nie ausgeschöpft. fertig aus...
 
 
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Reh
Alt 03.02.2008, 12:38   #21
Standard

Zitat von felicitas
natürlich das studium für jeden finanzierbar durch bafög, kredite und arbeiten. bafög und kredite beinhalten aber dass man NACH dem studium jahre bis jahrzehnte verschuldet ist. das heisst im klartext: nix mit nettem auto kaufen, nix mit netter wohnung, nix mit reisen.
Ich persönlich sehe nicht ein, warum ein Studienabgänger, dessen langjährige Ausbildung von Eltern und Staat finanziert wurde, der bis dato nur Leistungen bezogen hat und selbst noch nichts für das Gemeinwohl geleistet hat, direkt ein Luxusleben führen sollte. So etwas will verdient sein.
Weg mit dem Schmarotzertum.
 
 
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Felicitas
Alt 03.02.2008, 12:40   #22
Standard

und ich denke, dass der studienabgänger im normalfall nach dem studium soviel verdient dass der auch mehr abgaben hat als ein facharbeiter.

nachtrag: deine überlegung funktioniert aber auch nur, wenn das was dann an bafög oder krediten und bei letzterem mit den damit verbunden zinsen, dem "gemeinwohl" zugeführt würde. und das sehe ich nun nicht.

Geändert von Felicitas (03.02.2008 um 12:53 Uhr).
 
 
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El Sparko
Alt 03.02.2008, 14:36   #23
Standard

Weg mit dem Schmarotzertum.
manchmal glaub ich du kannst eine these nicht ohne ne übertriebene provokation einzubauen vertreten.

es ist deine meinung, dass verschuldungen im fünfstelligen bereich bei einem arbeitssuchenden (und nichts anderes ist ein studienabgänger) kein problem darstellen. ich sage man kann es einfach nicht pauschalisieren.

viele studenten kommen beispielsweise aus der wirtschaft und haben gesehen, dass sie ohne diplom nicht weiterkommen werden. die leute haben bereits steuern bezahlt und bereits eine ausbildung hinter sich (in der man sich im normalfall auch leicht mal verschuldet).

ich würd mal behaupten der anteil an hochschulabgängern, die direkt in ein luxusleben übergehen wird gerade heute verschwindend gering bleiben. und selbst wenn dann wird dort auch immer eine arbeitsleistung vergütet. die vorstellung es gäbe geld geschenkt nur weil man studiert hätte stammt aus dem verzerrten bild der arbeiterschaft. eben denen leuten denen man heute aus den vorangegangenen gründen ein studium sehr schwer macht.

Geändert von El Sparko (03.02.2008 um 16:22 Uhr).
 
 
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michaelg
Alt 03.02.2008, 15:14   #24
Standard

Mir kommt es komisch vor, dass in einigen Beiträgen hier zuerst die Diskussion über nachteilige soziale Situationen von Studierenden kleingeredet und als Polemik abgetan wird und danach die Debatte wieder in die andere Richtung forciert wird. Zumal es hier nun wirklich nicht um Lebensstandardforderungen aus der Ecke Luxus geht. Und mal ehrlich, das Attribut nett, so dehnbar das auch ist, bedeutet im allg. Sprachgebrauch doch eher den Kompromiß aus "noch erträglich" bis "gerade noch erträglich" und "gefällt mir".



Zitat von Reh
Ich persönlich sehe nicht ein, warum ein Studienabgänger, dessen langjährige Ausbildung von Eltern und Staat finanziert wurde, der bis dato nur Leistungen bezogen hat und selbst noch nichts für das Gemeinwohl geleistet hat, direkt ein Luxusleben führen sollte. So etwas will verdient sein.
Weg mit dem Schmarotzertum.
Wie war das, dir ist Gelaber um soziale Ungerechtigkeit daneben, nicht sachlich genug sondern Polemik? ...
Wozu wird eigentlich auf Pauschalisierungunzweckmäßigkeit hingewiesen.

Ich werde aller Vorraussicht nach dem Studium vor sehr schwierigen Arbeitssuchproblemen stehen. Definitiv werde ich hoch verschuldet sein. Ausschließlicher Leistungsbezieher bin ich mein bisheriges Leben auch kaum gewesen, einige Tausender an Steuern habe ich auch schon gezahlt, und ich rede nicht von Mehrwertsteuer.
_Jetzt_ komme ich notgedrungen klar (und das sogar ohne Studiengebühren!), mal besser und mal schlechter. Aber vor der Situation nach dem Studium (in dem ich mich auch noch extrem um Geschwindigkeit bemühe um weniger verschuldet zu sein) habe ich schon Zukunftsängste. Objektiv war meine Studiumsentscheidung kurz und mittelfristig sehr unvernünftig.

Geändert von michaelg (03.02.2008 um 15:32 Uhr).
 
 
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Reh
Alt 03.02.2008, 16:26   #25
Standard

Zitat von El Sparko
manchmal glaub ich du kannst eine these nicht ohne ne übertriebene provokation einzubauen vertreten.
Ein bisschen Pfeffer in der Suppe kann nicht schaden
Vielleicht mache ich es nur als Antwort auf ebenso provokante Behauptungen, die genau das andere Extrem vertreten. Auf diese Weise looten wir die Extreme aus und das vereinfacht meiner Meinung nach die Beurteilung.

Zitat von El Sparko
es ist deine meinung, dass verschuldungen im fünfstelligen bereich bei einem arbeitssuchenden (und nichts anderes ist ein studienabgänger) kein problem darstellen. ich sage man kann es einfach nicht pauschalisieren.
Es ist gesetzlich geregelt, dass die Schulden erst dann abgezahlt werden müssen, wenn ein entsprechend hohes Einkommen vorhanden ist. Schulden sind immer ein Problem, aber ich behaupte, dass die derzeitige Regelung keinen verantwortungsvollen Menschen in den Ruin treibt und dass die Schulden, von denen wir hier reden, die mit Abstand humansten sind, die man sich aneignen kann, eine Möglichkeit zum kompletten Schuldenerlass inklusive.
 
 
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