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Fachkräftemängel - Studiengebühren belasten sozialschwache Familien,arme Studenten

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OrionX
Alt 04.02.2008, 17:58   #51
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das man mit 500 € urlaub machen kann, gleichzeitig miete bezahlen und saufen halte ich mal für arg unwahrscheinlich...
 
 
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Reh
Alt 04.02.2008, 22:07   #52
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Tja. Ich bin ein unwahrscheinlicher Mensch mit unwahrscheinlichen Fähigkeiten.

Und ich lasse hier nicht die Hosen runter, sonst haben wir das Niveau von "Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit" erreicht und in diesem Spiel will ich nicht der Darsteller sein.
Zieht ihr doch eure Hosen aus und zählt mal auf, wofür die 700-1000 Euro im Monat bei euch rausgehen. Dann sage ich euch, wie ich da mehrere hundert Euro einsparen würde.
 
 
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El Sparko
Alt 04.02.2008, 23:19   #53
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dacht ich mir schon. große klappe aber keine hausnummern nennen wollen. ich fürchte mit deinem windargument wirst du hier keinen mehr groß vorführen können. hätte ja schon gereicht wenn du nur irgendwas in der nähe deiner einkommens/wohn/arbeitssituation gepostet hättest. denn du bist derjenige, der sich als erster hier selbst als beispiel für schmarotzertum angeführt hat.
 
 
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Reh
Alt 04.02.2008, 23:32   #54
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Na na. Nur weil ihr zu doof seid Geld zu verwalten, muss ich hier nicht mein Leben vor euch ausbreiten. Miete, Strom, Heizung und alle sonstigen Lebenshaltungskosten habe ich genauso zu tragen wie alle anderen, so viel sei euch verraten.

Ihr glaubt mir nicht, was ich mit 500 Euro anstellen kann. Ist ok. Ich glaube euch auch nicht, dass ihr 700 braucht, um über die Runden zu kommen. Das ist das schöne am Glauben. Jeder das, was er will und keiner kann etwas beweisen, weil Glaube keine Beweise bereit hält, sondern auf blinden Glauben angewiesen ist.
 
 
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El Sparko
Alt 05.02.2008, 01:44   #55
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das ist so lange schön, so lange man in seinem glaubensmodell die freiheit lässt, dass andere umstände zu anderen auffassungen führen werden. das tut es dann nicht mehr wenn anderen leuten das recht zur kritik abspricht bzw. eine alleingültige auffassung vertreten möchte. und ich bin selbst schockiert wie sehr das einem religiösen kampf ähnelt...
 
 
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Ephestia
Alt 05.02.2008, 09:21   #56
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Ich bin gespannt, wie du bei meinen Kosten mit weniger als 500 Euro auskommst und noch Sauftouren und Urlaub finanzieren kannst...
- 300 Warmmiete (saugünstig für meine Stadt und ne 35qm Wohnung, die geb ich nicht ab, die ist ein Traum!)
- 23 Strom
- 60 Versicherung
- 38 Ticket (Eltern/Freunde wohnen in nem anderen Verkehrsbund..)
- ca. 22 Euro Bücher (umgerechnet auf einen Monat, hab dieses Semester 130 Euro ausgegeben)
- ca. 26 Euro Semesterbeitrag (umgerechnet auf einen Monat, waren bei mir etwa 160 Euro und dafür gibt es ja bekanntlich keinen Kredit)
- 12 Handy
- 30 Internet- Telefonflat
Also insgesamt 511 Euro fixe Kosten. Ohne Essen, ohne Klamotten, ohne Putz- und Waschmittel, ohne Kino, saufen, Urlaub, Freizeitgestaltung und was weiß ich. Ich bin gespannt, wie du da locker mit 500 Euro auskommen willst..
 
 
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michaelg
Alt 05.02.2008, 10:54   #57
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Da locker mit 500 Euro auskommen halte ich für nicht machbar.

Man gut es wurde, fern der Glaubensebene, schon festgestellt, dass fünfhundert Euro für den Regelbedarf von Studierenden nicht ausreicht. Insofern können wir Reh als Ausreisser auch vernachlässigen und ihm seine gottgleichen Fähigkeiten im Umgang mit Geld zugestehen.
 
 
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Fränze
Alt 05.02.2008, 12:00   #58
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Mir kommen 500 € auch sehr, sehr wenig vor, und ich bin dafür, dass wir alle nach "Paderborn" ziehen.

Wo ich wohne, bekommt man keine 35 warme qm für 300 €, es sei denn, man zieht sehr an den äußeren Stadtrand, und dann braucht man wieder viel mehr Fahrgeld. Noch weiter raus geht auch nicht, weil dann schon wieder die teuren Touristengebiete beginnen.
 
 
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Reh
Alt 05.02.2008, 15:44   #59
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Zitat von Ephestia
- 38 Ticket (Eltern/Freunde wohnen in nem anderen Verkehrsbund..)
Wäre für mich Luxus.

Zitat von Ephestia
- 12 Handy
Habe ich auch nicht und halte das für Luxus. Aber ok, mit dieser Meinung stehe ich vermutlich allein da und Handy als Kommunikationsmittel ist kaum noch wegzudenken. Notwendig ist es trotzdem nicht.

Versicherung ist vermutlich Krankenversicherung? Die läuft bei mir noch über die Eltern, aber ab diesem Jahr werden das auch Zusatzkosten. Wenn es nicht die Krankenversicherung ist, dann kann man darauf verzichten.

300 € Miete ist sehr teuer für einen Studenten. Eine Einzelwohnung mag noch so schön sein, ist aber Luxus für einen Studenten. Kosten für Heizung, Internet usw., die in einer WG geteilt werden, musst du ja auch alleine tragen, das kommt zur Miete zusätzlich als Mehrkosten dazu.

Davon ausgegangen, dass die Mietkosten in einer WG auf 250 zu drücken sind, komme ich mit meinen Einsparungen auf 336 € Fixkosten im Monat (- Ticket, - Handy, Internetkosten geteilt) für zweier WG und vermutlich etwas weniger für größere WG + eventuell Versicherung, wenn es die Krankenversicherung ist. Blieben 100-160 € für Futter. Von so viel kann ich leben. Das ist nicht so luxuriös, wie ich es dargestellt habe - Urlaub könnte ich mir von 100 € auch nicht zusammensparen (von 160 vermutlich schon) - bei mir sind die Mietkosten niedriger, deswegen funktioniert das.

Damit muss ich meine vollmundige Behauptung, dass sich von 500 € luxuriös leben lässt, einschränken. Es lässt sich machen, wenn die Mietkosten niedrig gehalten werden können. Einen Teil der Mietkosten kann man selbst beeinflussen, z.B. Strom und Heizung, den Großteil wiederum nicht. Wenn die Miete also Ortsabhängig 50 € höher ist, sind das genau die 50 €, die man sich sonst für Luxusgüter, Urlaub etc aufsparen kann und wenn die Miete gleich 100 € teurer ist, bleibt nur noch ein wirklich sehr bescheidenes Leben. Oder die Wahl des Studienortes - ein Student aus ärmeren Verhältnissen muss nicht nach München ziehen, wo ein Zimmer 300 € kostet, sondern kann genauso andere Städte aussuchen, wo ein Zimmer für 200 € zu haben ist.

Als Student muss man sich entscheiden, welchen Lxus man sich gönnen will. Ob es München als Studienort ist, ein teures Ticket, um regelmäßig Freunde und Verwandte zu besuchen, eine teure Handyrechnung, ein teures Hobby, Urlaub oder sonstwas. Alles zusammen geht nicht. Aber ein oder mehrere Dinge davon, die ich alle für Luxus halte, kann man sich von 500 € leisten.

22 € monatlich für Bücher finde ich z.B. auch sehr luxuriös, die habe ich aus der Rechnung aber nicht rausgenommen.
Ich vermute mal, dass wir unterschiedliche Vorstellungen von Luxus haben und die Debatte deswegen so hitzig geworden ist. Mit meinen spartanischen Ansichten - die ich übrigens für Studenten angebracht halte - bezeichne ich mein Leben als überaus komfortabel. Manch einer würde meinen Lebensstil wohl als bloßes Überleben bezeichnen. So reden wir möglicherweise aneinander vorbei, weil wir von sehr unterschiedlichen Vorstellungen ausgehen.

Geändert von Reh (05.02.2008 um 19:46 Uhr).
 
 
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Ephestia
Alt 05.02.2008, 16:21   #60
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300 Euro ist für meine Wohnung kein Luxus, sondern ein Geschenk. Ich habe von anderen Studenten gehört, die 300 Euro für eine 12er WG zahlen...
12 Euro Handyrechnung halte ich auch nicht für wahnsinnig teuer.
Eine eigene Wohnung ist "Luxus"? Interessant. Nur weil ich keinen Bock hab, mir mit 6 fremden Leuten die Wohnung zu teilen, Küche/Bad, lebe ich im Luxus? Hahahaha...
Die 22 Euro für Bücher sind natürlich nur Fachbücher, die ich alle in diesem Semester anschaffen musste. Da ich leider bibliophil bin, sind meine tatsächlichen Ausgaben für Bücher viel mehr, aber das ist dann mein persönlicher Luxus, den ich in meiner Aufstellung unberücksichtigt gelassen hab.
Vielleicht solltest du dich einfach freuen, dass du verdammt niedrige monatliche Kosten hast, aber leider funktioniert das selbst bei der sparsamsten Lebensweise nicht überall!!
 
 
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Reh
Alt 05.02.2008, 17:22   #61
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Zitat von Ephestia
Eine eigene Wohnung ist "Luxus"?
Ganz genau so sehe ich das. Du ziehst es vor, dir die Unannehmlichkeiten einer WG zu ersparen. Ich schlage alternativ die WG vor, die eine Einsparung von 50+ € im Monat bringt. 50 € im Monat sind 600 € im Jahr. Davon kann man zwei mal im Jahr in Urlaub fliegen. Und wenn ich auf die Bonzigkeit fliegen verzichte, kann ich davon öfter wandern gehen als ich Zeit dafür habe, oder über 60 Kisten Bier kaufen, die ich im Jahr gar nicht versaufen könnte, oder 10 Knüller-Fachbücher kaufen, für deren Lesen ich gar nicht genug Zeit hätte, oder Freunde in ganz Deutschland besuchen oder sonstwas.
Aus kleinen Einsparungen, die sich monatlich summieren, kratzt sich auf das Jahr gesehen der Luxus zusammen, der in euren Augen unerreichbar ist.
 
 
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Ephestia
Alt 05.02.2008, 17:37   #62
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Vielleicht hast du meine Aussage falsch verstanden: Ich bekomme auch nicht für 250 Euro ein WG-Zimmer. (Mal abgesehen von 10er Wgs im hinterletzten Viertel, das ist mir eine Einsparung von 50 nicht wert.)
Du definierst scheinbar "Luxus" anders, als der Rest der Welt.
 
 
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Reh
Alt 05.02.2008, 17:52   #63
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Zitat von Ephestia
Du definierst scheinbar "Luxus" anders, als der Rest der Welt.
Nein, ich definiere es anders als die Deutschen, aber ähnlich wie der Rest der Welt. In den meisten Industrieländern sind die Studiengebühren höher als hier, in vielen anderen Ländern wären Studenten froh eine funktionierende Heizung oder eigene Bücher zu haben, in anderen Ländern ist nicht mal die Grundschule gesichert, während wir hier darüber debattieren, ob es für einen Studenten zumutbar ist in einer WG zu wohnen.
Was wir in Deutschland für arm und untragbar halten, wäre für den Großteil der Weltbevölkerung Luxus. Daran orientiere ich mich und deswegen lebe ich in Luxus, während ihr in Armut lebt, obwohl wir doch unter den gleichen Bedingungen leben.
 
 
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Ephestia
Alt 05.02.2008, 18:01   #64
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Oh mein Gott. Jetzt hast du dich wirklich als Gesprächspartner disqualifiziert.
 
 
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Fränze
Alt 05.02.2008, 22:34   #65
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Zitat von Ephestia
Oh mein Gott. Jetzt hast du dich wirklich als Gesprächspartner disqualifiziert.
Warum? Er sagt doch nur, wie es im wirklichen Leben ist - im Leben anderswo.
 
 
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michaelg
Alt 06.02.2008, 18:54   #66
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Thema ist aber die Situation in Deutschland, da ist eine auf globalem Vergleich beruhende Luxusdefinition wenig hilfreich.
 
 
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Reh
Alt 06.02.2008, 19:50   #67
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Sie ist sogar sehr hilfreich. Der Wechsel der Luxusdefinition bzw. der Armutdefinition hat für deutsche Studenten enormes Potential für eine größere Zufriedenheit. Meckern und Motzen hat dagegen nur Potential für eine schlechtere Zufriedenheit. Beide Effekte sind unabhängig vom Einkommen und liegen einzig in der Hand des Studenten selbst.
 
 
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michaelg
Alt 07.02.2008, 11:29   #68
Standard

Das ist sachferner Schönfärbungsrelativismus im Kopf. Man wird nicht dadurch satt, dass andere fast nie essen. Ebensowenig werden die Lebenshaltungskosten für Studierende hierzulande dadurch günstiger. Und das ist das Thema, nicht ob man durch Einstellungsänderungen mental zufriedener werden kann.
Das Zufriedenheitspotential kann sich nicht entfalten, wenn die Mittel gar nicht erst ausreichen.

Es ist sicherlich nicht schlecht, mal perspektivisch wechselnd sein Klagen zu reflektieren, wobei man auch feststellen kann, ob es wirklich angebracht ist. Aber wenn man sowas konsequent weiterführt, wird die Berechtigung von Kritik und Bemängelung daran gebunden, ob die Lage relativ besser als anderswo ist. Ich bezweifle, dass das sinnvoll ist.

Die konkreten Fälle der hiesigen Studierenden zeigen, dass das, was hier als "Gejammer" zu diskreditieren versucht wird, mehr als berechtigt ist.
 
 
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