die ein oder anderen aussetzer in der pubertät sind ja normal. da hat man sich als eltern eigentlich gar nicht mehr soviel einzumischen, weil du jungen leute ja selbstständig werden wollen... erwachsen, eigenständig, respektabel. das muss geübt und dabei reichlich erfahrungen gesammelt werden, denn erfahrungen bedeuten im besten fall einsehen und lernen, an einer sache wachsen, sich entwickeln.
ich glaub als eltern sollte man sich da eher im hintergrund halten - unauffällig die fäden ziehen, sich nicht aufdrängen und sanft in die richtige richtung lenken, wenn man das gefühl hat das kind weicht vom weg ab. ich glaub fürn teenager ists wichtig, dass er spürt, dass man ihm verantwortung und die fähigkeit dinge auch für sich allein zu entscheiden zuspricht (da lernt er, dass er die konsequenzen fürs eigene tun übernehmen muss). und wenn die tochter halt nunmal alles besser wissen muss, dann soll sie in dem glauben bleiben, solange sie von selbst eines besseren belehrt wird. (irgendwann kommt man doch von allein drauf, dass man eigentlich nur widerspricht um sich in szene zu setzen). ich würd mich da gar nicht groß davon provozieren lassen...
ich kann mich dran erinnern, dass ich und mein bruder uns in der pubertät auch öfters mal diverse rangeleien geleistet haben, obwohl wir uns vorher nie sonderlich schlecht verstanden oder gestritten haben. diese phase ging dann auch schnell wieder vorüber und davon hängen geblieben ist bei uns auch nicht wirklich was. hm... grenzen erfahren? vllt.
dass ihr euch für eine geschwistertherapie entschieden habt, find ich gut. so kann sich keiner benachteiligt oder minderwertiger vorkommen als der andere, weil ihr zusammen einen weg zum frieden

findet. außerdem ists toll, wenn die ganz jungen leut lernen, dass miteinander reden und dabei ehrlich sein wichtig ist. is glaub ich förderlich für jedes selbstbewusstsein und -wertgefühl, besonders in jungen jahren.