Zitat von ein Irrer Ich hab das ganze nun mehrfach gelesen und mich immer wieder gefragt, wie du auf die Behauptung kommst, das in einem solchen Prozess nicht auch einmal Vetternwirtschaft betrieben wird. Oder meinst du Korruption macht bei der Justiz halt?
Korruption macht logischerweise in legaler und illegaler Form im Prinzip vor ziemlich wenig halt, wenn sie hierzulande auch in keinster Weise mit dem zu vergleichen ist, was beispielsweise in vielen Afrikanischen oder Lateinamerikanischen Ländern vor sich gehen kann.
Sie zumindest überall latent zu unterstellen ist aber eine andere Sache.
aber allgemein kann man doch sehen, zumindestens an den Urteilen, das die mit Geld in der Regel besser wegkommen.
Das liegt wohl nicht zuletzt am Anwalt aber mit Sicherheit auch am Einfluss der Person. Ich lasse mich da ja gerne belehren, bisher hab ich aber nur den Trend verfolgen können, das hier bzw. überall mit zweierlei Maß gemessen wird.
Aber das ist auch nur meine subjektive Meinung dazu, nachweisen wird man das wohl schwerlich können, aber wenn man Urteile nach den Vergehen beurteilt kommen die Mächtigen irgendwie immer ein bischen besser weg als der normale Bürger.
Eventuell hat es etwas damit zu tun, dass "die Reichen" schon vorher viel besser dastanden als Putzkraft x oder Hausmeister y.
Wenn ein Prozess durchgeführt wird, dient dieser der Aufklärung, Wiedergutmachung und auch immernoch der Bestrafung.
Aber es geht nicht darum, möglichst viele pikante Details von irgendwelchen unsympathischen Personen an die Öffentlichkeit zu bringen oder irgendwen an den Pranger zu stellen.
Und wenn man durch umfassende Geständnisse und wirkliche Hilfe bei der Aufklärung seitens des Angeklagten viel dazu beigetragen wird einen enorm Zeit und Kostenaufwendigen Prozess (für die Staatsanwaltschaft, das Gericht und den Staat, der wir spätesten, wenn es ums Geld geht ja immernoch alle sind..) zu verkürzen oder zu verhindern, sofern dies möglich ist, dann fällt die Strafe nunmal immer milder aus.
Ob es sich dabei um einen Peter Hartz oder um einen Autoschieber Igor Bauer handelt. Und natürlich sind das andere Dimensionen. Abgesehen von der von Sivar beschriebenen Wiedergutmachung, die ja wie gesagt auch Sinn eines Verfahrens/Prozesses ist, werden derartige Summen an Strafzahlungen ja auch nicht an jedermann vergeben. Da geht es natürlich nach der Einkommenslage.
Ich hätte es sicherlich auch lustig gefunden, wenn man irgendwelche Nutten von hier und da und aus Brasilien aussagen hätte lassen und gewisse saubere Anzugtäter auf ihrem Sessel in Grund und Boden versunken wären.
Aber das ist nunmal nicht Sinn und Zweck der Sache und bei näherem Überdenken bringt das auch so wie es lief keinem einzigen im Staate einen Nachteil, ausser den Leuten, die unbedingt jemandem am Pranger und bei Wasser und Brot in einer dunklen Zelle sehen wollen, damit ihre imaginäre Rache vollendet ist. Das hat aber nichts mit rechtsstaatlicher Justiz zu tun.
Genausowenig wie hinterwäldlerische Forderungen einem Vergewaltiger den Schwanz abzuschneiden oder irgendwelche grenzdebilen Rufe nach öffentlicher Hinrichtung eines Mörders.
die genaue Bezeichnung ist Systemverweigerer.
Im Geiste sind wir das doch alle.
