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Entscheidet der Wähler wirklich Wahlen? Nicolas, George und Co.

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Umfrageergebnis anzeigen: Entscheidet der Wähler wirklich Wahlen nach seinem Belieben?
Ganz sicher. Er geht ja wählen. 3 30,00%
Es sind schon zweifellos Einflüsse vorhanden, die unsere Entscheidung unfrei machen. 6 60,00%
Der Wähler ist tatsächlich nicht in der Lage, eine unabhängige und freie Entscheidung zu treffen. 1 10,00%
Teilnehmer: 10. Diese Umfrage ist geschlossen

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sailor
Alt 07.05.2007, 14:27   #1
Standard Entscheidet der Wähler wirklich Wahlen? Nicolas, George und Co.

Hallo!

Nun ist ja Sarkozy gewählt worden und Assi hat zu dem Thema schon einen Thread eröffnet. Die Wahlentscheidung liess mich nachdenken.

Deshalb möchte ich mal eine sehr "quere" Behauptung aufstellen, zumindest erscheint sie vielen vielleicht etwas ungewöhnlich:
Eben daß der Wähler eigentlich gar nicht frei Wahlen und erst recht nicht die Politik entscheidet, er denkt nur, daß er das tut.
Es geht also nicht um die Wahl an sich (die Überschrift ist da irreführend), sondern um die freie Entscheidung, also den freien Einfluss auf die Wahl bzw. deren Ergebnis.

Normalerweise geht man ja wählen und die Stimmen werden ausgezählt, die Prozente berechnet,.... U.s.w. eben.

Was ist aber, wenn der Wähler der da wählt, gar nicht Herr seiner eigenen Entscheidung ist? Wenn er gar nicht in der Lage ist, wirklich zu beurteilen, was und wen er da wählen will?
Ich meine, wenn er sich durch Propaganda und Panikmache, einseitige Mediendarstellungen, politisches Showgeschäft, Lügen und dergleichen (siehe Hitler, George Bush etc.) beeinflussen lässt.

Nach der Wahl findet dann sowieso weniger das statt, für das die jeweiligen Politiker einmal gewählt wurden (ich gehe mal von deutschen Gegebenheiten aus)

Ich behaupte: Genau das ist der Fall! Der Wähler ist aufgrund seiner menschlichen Beschränktheit, seiner sehr oberflächlichen und weitgehend optischen Urteilsfähigkeit, seiner massiven Beeinflussbarkeit durch Medien, Stimmungen, Zeitströmungen etc., seines von Emotionen und Eitelkeiten bestimmten Urteilsvermögens, u.s.w. nicht in der Lage, überhaupt eine freie und kluge Entscheidung zu treffen.
Er entscheidet womöglich sogar genau das Gegenteil dessen, was er eigentlich will. Nur weil er sich täuschen liess von Medienshow und ausgefeiltem Schauspieltalent.
Ich denke nicht nur an Frankreich, sondern auch an die USA, an Deutschland,...

Wenn er (der Wähler) dann tatsächlich einen gewählt hat, der etwas verändern kann, dann scheidet der womöglich aufgrund von Intrigen, Mordanschlägen (z.B. Vergiftungen Gregor Juschtschenko, Jegor Gaidar), unerwarteten Krankheiten (z.B.Gehörsturz M. Platzeck) etc. aus.
Die Wahlen werden nicht wirklich durch den Wähler entschieden.

Was denkt ihr dazu?

Geändert von sailor (07.05.2007 um 14:38 Uhr).
 
 
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michaelg
Alt 07.05.2007, 16:05   #2
Standard

Hachja, da sehe ich genötigt mal wieder den beliebten Tucholsky zu bringen: "Wenn Wahlen wirklich etwas bewirken könnten, wären sie längst verboten".

Zitat von sailor
Eben daß der Wähler eigentlich gar nicht frei Wahlen und erst recht nicht die Politik entscheidet, er denkt nur, daß er das tut.
Es geht also nicht um die Wahl an sich (die Überschrift ist da irreführend), sondern um die freie Entscheidung, also den freien Einfluss auf die Wahl bzw. deren Ergebnis.
Lass uns von Verhältniswahl ausgehen.
Also in Bezug auf Wahlen überzeugst du mich nicht. Die Gesamtheit der Wähler entscheidet das Ergebnis der Wahl. Was ist das Wahlergebnis? Eine Abbildung der relativen Stimmanteile auf die Sitzverteilung eines Gremiums (lassen wir vereinfachend mal Sperrklauseln oder Überhangmandate weg). Diese Abbildung der Verhältnisse resultiert aus dem Votum der Wählerschaft. Aus nichts anderem.

Zitat von sailor
Was ist aber, wenn der Wähler der da wählt, gar nicht Herr seiner eigenen Entscheidung ist? Wenn er gar nicht in der Lage ist, wirklich zu beurteilen, was und wen er da wählen will?
Ich meine, wenn er sich durch Propaganda und Panikmache, einseitige Mediendarstellungen, politisches Showgeschäft, Lügen und dergleichen (siehe Hitler, George Bush etc.) beeinflussen lässt.
So und hier hast du natürlich recht. Das, was dazu führt, dass einE Wähler Inseine Stimme dem Kandidatem/Kandidatin X und nicht dem/der Kandidaten Kandidatin Y gibt, ist irgendetwas, dass seine Entscheidung unfrei erscheinen lässt.

Und wenn wir das Problem abstrahieren sind wir doch schon ganz rasch wieder bei einem Grundproblem, dem freien Willen. Welchen Anspruch stellst du an eine freie Wahlentscheidung oder Entscheidung überhaupt? Absolute Freiheit? Die kann es nicht geben bei soetwas. Jeder ist in gewissem Maße voreingenommen. In Deutschland sind die Mehrheit der Stammwähler doch sogar traditionell einem Lager zugehörig.
Das Problem ist sehr vielfältig, ich vermute, dir ging es weniger um das nachvollziehbare, was ich nun aufgezählt habe, was man beliebig ergänzen könnte (Beeinflussung durch Sympathie zu Aussehen, Herkunft, Vergangenheit ... eines Kandidaten, gleichermaßen Ablehnung, auch Parteibezogen.).

Nur wie will man das Problem lösen, dass Menschen, die sich von Despoten und Populisten verführen lassen, diesen ihre Stimme geben? Wahlrechtsentzug unter einem gewissen politischem Bildungsgrad/Aufklärungsgrad oder sonstwas sind alles ziemlich faschistoide, undemokratische Ideen, die mehr politischen Mißbrauch gerade noch fördern würden.

Wir sollten zufrieden sein, dass jeder Wähler im Prinzip die freie Wahl hat und in Kauf nehmen, wenn er dann nicht "frei" (i.S. bestenfalls einer rationalen Wahlentscheidung nach Abwägung) wählt.


Viel problematischer finde ich, was du auch ansprichst, dass das Wahlergebnis (das meiner Ansicht nach durchaus der Wähler als Souverän entschieden hat) wenig mit der nachfolgenden politischen Praxis zu tun hat. Wir wählen ja leider nicht unsere Regierung. Ja und dann gibt das i.d.R. Koalitionszwang um zu regieren, dann mehr oder weniger Kompromisse (was nicht schlecht sein muss, da es so konsensualer werden kann).
Auch wenn wir in Deutschland sieben Parteien im Bundestag sitzen haben ist es doch quasi (noch) ein Zweiparteiensystem, was ich auch übel finde.

Nun heisst es ja, unser ganzes System natürlich seine Defizite hat (Diskrepanz Wählerwille -> tatsächliche politische Entscheidungen), aber das ist eben unser System der Entscheidungsfindung. Ich selber würde eher etwas weniger politische Stabilität in Kauf nehmen und dafür etwas mehr Basisdemokratie, z.B. keine Sperrklausel, Volksentscheide auf Bundesebene, Präsidentendirektwahl haben etc... oder gerne auch normales Mißtrauensvotum . Man möge mich geißeln...

Geändert von michaelg (07.05.2007 um 17:07 Uhr).
 
 
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Reh
Alt 07.05.2007, 16:17   #3
Standard

Die Wahlen werden von den Wählern entschieden.
Aber:
1. Die Wahlmöglichkeiten sind eingeschränkt. Nur finanzstarke Parteien haben die Möglichkeit, eine ausreichende Zahl an Wählern zu erreichen. Zur Auswahl stehen also nicht unbedingt die Parteien, die den Menschen am besten gefallen würden, sondern die, die das Vermögen haben, sich zu vermarkten.
2. Wenn der Wähler aufgrund der aufgeführten Gründe (Beschränktheit, Urteils(un)fähigkeit, Medien, Stimmungen, Emotionen usw.) nicht in der Lage ist eine "kluge" Entscheidung zu fällen, dann ist der Wähler eben dumm und selbst schuld. Wäre er klug, würde er sich nicht täuschen lassen.

Meine persönliche Meinung sieht so aus, dass die Wähler effektiv die Wahl zwischen Not und Elend haben. Die wahren Machthaber sind nicht die Politiker, sondern ihre Geldgeber, die Industriellen. Was nützt es, Politiker zu wählen, wenn sie ohnehin nur Mittelsmänner sind?
Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, bedarf es einer hohen Bildung der breiten Masse der Bevölkerung. Denn sie muss erkennen, ob und wie sie manipuliert wird, damit sie sich von dieser Manipulation befreien kann. Danach sieht es derzeit nicht aus, also bleibt vorerst alles beim Alten.
 
 
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michaelg
Alt 07.05.2007, 16:34   #4
Standard

Immerhin haben wir 2005 erlebt, dass beide Volksparteien sehr geschwächt wurden und FDP, Grüne und Linke sich gestärkt oder stabilisiert sahen. Ich hoffe dieser Trend hält 2009 an.

Zitat von Reh
Meine persönliche Meinung sieht so aus, dass die Wähler effektiv die Wahl zwischen Not und Elend haben.
Das sehe ich auch so, Wahl ist für viele mittlerweile nur noch Schadensbegrenzung.

Zitat von Reh
Die wahren Machthaber sind nicht die Politiker, sondern ihre Geldgeber, die Industriellen.
Das ist wieder so ein ganz komplexes eigenes Thema. Immenser Einfluss ist sicher vorhanden, ebenso Macht. Inwiefern man aber grundsätzlich von "wahren Machthabern" sprechen kann wäre zu klären. Problematisch ist dabei ja auch, dass die Politiker dieses Spiel sehr munter mitmachen.
 
 
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Reh
Alt 07.05.2007, 17:51   #5
Standard

Zitat von michaelg
Problematisch ist dabei ja auch, dass die Politiker dieses Spiel sehr munter mitmachen.
Sie machen dieses Spiel nicht aus Jux und Dollerei mit, sondern weil sie keine Wahl haben. Wenn du im politischen Spiel nach oben kommen willst, musst du dich an die Regeln halten. Wenn du es nicht tust, bekommst du keine Unterstützung und ohne Unterstützung bist du aufgeschmissen.
 
 
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michaelg
Alt 07.05.2007, 18:32   #6
Standard

Welche Regeln meinst du? Unterwürfigkeit?

Ich gebe dir nur teilweise recht. Sie haben die Wahl, aber - und hier ist der Teil wo ich dir recht gebe - von denen, die sich nicht an die "Regeln" halten, schaffen es nur wenige.

Absolut Recht geben würde ich dir zum Beispiel in der Verwaltung, da herrscht ja leider eine grotesk anmutende Parteibuchwirtschaft.

Fakt ist doch: Ein Abgeordneter kann - sobald gewählt - nicht mehr abberufen werden. Und hiernach entscheidet doch nicht die Industrie, ob er wiedergewählt wird, sondern der Wähler oder die Partei (--> Liste). Das heißt, er könnte in Kauf nehmen, nach vier Jahren nicht mehr auf der Liste zu sein, oder wenn doch, nicht wiedergewählt zu werden. Hätten diese Menschen nicht immer auch die nächste Wahl vor Augen, so können sie doch viel freier handeln. D.h. wenn ihm der Einzug bei der nächsten Wahl egal wäre, so wäre er tatsächlich - so wie ohnehin vorgesehen - nur noch seinem Gewissen verpflichtet.

Außerdem steht der Abgeordnete doch zwischen zwei Stühlen: Dem Wahlvolk und denen, die du "wahre Machthaber" genannt hast. Diese "wahren Machthaber" können ihm gegen den Wählerwillen kein Mandat garantieren. Der Wähler könnte dies andersherum schon.

Da ist jetzt natürlich die Frage, was du mit "Erfolg im politischem Spiel" meinst. Ich habe mich jetzt hier themennah auf die Rolle der Abgeordneten beschränkt.
 
 
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Reh
Alt 07.05.2007, 20:19   #7
Standard

Es ist ja nicht so, dass in der Politik jeder sein Süppchen kocht. Da ist alles höchst komplex vernetzt. Du brauchst Beziehungen (zu deiner Partei, zur Opposition, zur Wirtschaft, zu den Medien), du brauchst Informanten, du brauchst Geldgeber, du brauchst Leute, die dir intern und extern den Rücken decken, die deine Ideen unterstützen und weitertragen usw. usw. Jeder Politiker befindet sich in einem äußerst komplexen Abhängikeitsverhältnis. Er ist abhängig von sehr vielen anderen und viele andere sind abhängig von ihm. Man kann das vielleicht mit dem Gehirn vergleichen - unzählige Einheiten (Nervenzellen), die miteinander verbunden sind.
So, dieses Netzwerk funktioniert nach bestimmten Regeln. Unterwürfigkeit ist nur eine davon. Genauso gehört Dominanz dazu. Abmachungen gehören dazu. Wenn du einen Handel beschließt, musst du ihn einlösen, sonst könnte es dein letzter gewesen sein. Schmiergeld, Bestechung, Intrigen, Machkämpfe, Bündnisse, all das und noch viel mehr gehört zu diesen Regeln.

Wenn du mitspielen willst, musst du die Regeln befolgen. Sonst wirst du ausgegrenzt. Und was ist eine Nervenzelle allein wert? Relativ wenig. Im Verbund mit anderen erfüllt sie wichtige Funktionen, aber von anderen abgeschnitten hat sie keinen Einfluss mehr.

Es ist ein bisschen platt, von "den Mächtigen über den Politikern" zu sprechen, weil es der Komplexität des gesamten Gebildes, das sich aus Politik und Wirtschaft zusammensetzt, nicht gerecht wird. Es hat aber einen wahren Kern. Denn die Abhängigkeitsverhältnisse, die man in der Politik zwangsweise eingehen muss, kann man nicht abschütteln, um völlig frei sein Ding durchzuziehen. Das ist eine Illusion. Als ob eine Nervenzelle sagen würde: "Ich mache mich selbstständig und übernehme die Führung über den Körper". Das Gehirn wird sie auslachen und vernichten, noch bevor der Körper mitbekommt, dass es diese Zelle je gegeben hat.
 
 
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sailor
Alt 07.05.2007, 23:22   #8
Standard

Zitat von Reh:
Wenn der Wähler aufgrund der aufgeführten Gründe (Beschränktheit, Urteils(un)fähigkeit, Medien, Stimmungen, Emotionen usw.) nicht in der Lage ist eine "kluge" Entscheidung zu fällen, dann ist der Wähler eben dumm und selbst schuld. Wäre er klug, würde er sich nicht täuschen lassen.
Ich wollte darauf hinaus, daß wir alle -wenigstens in wesentlichen Anteilen- diese Eigenschaften der Beeinflussbarkeit und Unfreiheit durch genannte Faktoren aufweisen. Dazu gehört auch etwa Angst, mit der etwa ebenso gearbeitet wird (Terrorfurcht, Arbeitsplatzverlustängste etc.) oder eben wie schon genannt ganz einfach Lügen.
Ich spreche hier nicht von einzelnen Personen oder Schichten. Ja, der Wähler ist...sagen wir beschränkt. Aber es ist ganz und gar nicht beschränkt, zu begreifen, daß wir sehr beschränkt sind. Das kann uns von gewissen Illusionen befreien.
 
 
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Reh
Alt 08.05.2007, 00:09   #9
Standard

Alle Menschen sind beeinflussbar, natürlich. Eine vollkommene Freiheit gibt es nicht. Wer an diese Freiheit glaubt, lässt sich womöglich von allen am besten manipulieren.
 
 
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DerAssie
Alt 08.05.2007, 09:21   #10
Standard

Wichtig währe vieleicht eine Wahlpflicht damit die ganzen entäuschten Nichtwähler die ja zu großen teilen sozialschwach sind dazu gezwungen werden, so das Alternative Parteien mehr % kriegen.
Weiterhin will Ich neben 1 Ja Stimme auch 1 Nein stimme so und das wird dann abgerechnet, für 1 Ja Stimme CDU und 1 Nein gibts 0 als bsp.
Somit kann Ich auch wählen wenn Ich ganz sicher nicht haben will, das währ mal nice
 
 
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Reh
Alt 08.05.2007, 12:05   #11
Standard

Wahlpflicht wäre eine Einschränkung der Wahlfreiheit.
Ja-Nein Abstimmungen taugen nichts. Stell dir vor, SPD und CDU Wähler neutralisieren sich gegenseitig und in den Bundestag ziehen die NPD und die Grünen ein. Aber nicht weil die Mehrheit der Deutschend sie in der Regierung sehen will, sondern weil die Wähler falsch gepockert haben. Das wäre wirklich "nice"...
 
 
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DerAssie
Alt 08.05.2007, 12:14   #12
Standard

Müste man mal ne Statistische Wahrscheinlichkeitsrechnung drüber aufstellen ob bei Wahlpflicht + Nein Stimmen die kleinen gewinnen werden oder nicht.
 
 
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Reh
Alt 08.05.2007, 12:33   #13
Standard

Allein die realistische Möglichkeit reicht aus, um das Konzept zu verwerfen.
Unser Wahlprinzip beruht darauf, dass der gewählt wird, den die meisten wollen. Das ist ein logisches Prinzip. Wenn zwei die Grünen wollen und einer die CDU, dann sind die Grünen dran.
Du schlägst - sehr kurzfristig gedacht - eine komplette Umkrempelung dieses Wahlsystems vor. Damit willst du erreichen, dass die CDU, die du offensichtlich nicht magst, durch deine Negativstimme ein schlechteres Ergebnis bekommt und nicht in die Regierung einzieht. Du musst bloß bedenken, dass die CDU-Wähler auch eine Negativstimme bekommen und deine Wahl neutralisieren. Und während sich zwei bekriegen, könnte sich ein dritter freuen - den eigentlich kaum einer will. Das ist alles Mumpitz.
 
 
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michaelg
Alt 08.05.2007, 14:01   #14
Standard

Das mit der Kompensierung durch Nein-Stimmen ist natürlich Unsinn. Jede Wahlen (wenn wir vom panaschieren mal absehen) impliziert diese doch schon, Entscheidung für etwas, Entscheidung gegen alles andere.

Das hieße 1 Ja Stimme, N-1 Nein Stimmen. Und würde am Wahlergebnis ja nichts ändern, es sei dann DerAssie dachte daran, 1 mal JA und beliebig oft NEIN. Oh Gott armer Wähler. Ja sei Zustimmung, Nein Ablehnung und gar kein Kreuz wäre egal - weder noch... ? Lassen wir das, ich bin mit dem Verhältniswahlrecht hier im Grunde zufrieden.
 
 
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