ich hab heut was erlebt, was mich schon etwas nachdenklich gestimmt hat:
um ein bisschen geld zu verdienen (bin noch schüler,gymi jgst.12) arbeite ich normalerweise einmal die woche in einer luftfrachtspedition hier am düsseldorfer flughafen. die verfrachten luftfracht vom ddorfer flughafen per lkw zum flughafen frankfurt.
meine aufgabe da ist es die AWBs (airwaybills), sprich die frachtpapiere, zu checken, in den computer einzugeben und so weiter.
da hatte ich dann heute nen awb, mit fracht, die nach kabul gehen sollte.
ich denke mir: "wer zur hölle will was anch kabul schicken? außer krieg und ner menge ruinen gibts da doch nix..."
ich gugg mir die papiere mal genauer an und tatatata:
US forces: operation enduring freedom
irgendwelche ölfilter und andere technische sachen, die zu einer US-base namens "stronghold freedom"

gehen, die in irgendeiner afganischen stadt liegt, deren namen so unausprechlich war, dass ich ihn vergessen hab...
als ich ein bisschen drüber nachgedacht habe, viel mir auf, dass ich nun quasi ein teil dieser verf****en operation bin. normalerweise kommt mir das kotzen, wenn ich dieses überhebliche "enduring freedom" gelaber nur von weitem höre.
aber nun bin ich quasi ein teil.
schlimmer noch, ich bin einer der direkt finanziell davon profitiert (immerhin mach ich diese arbeit nich umsonst

).
ich fand das schon ne ziemlich interressante erfahrung, besonders im bezug auf diesen thread:
klick
is nich so, dass ich mir jetzt vorwürfe oder irgendwas mache. aber es war einfach lustig, mal am eigenen leib zu erfahren, welche bereiche so ein krieg alle betrifft. da versteht man irgendwie noch eher, was das bedeutet wenn man sagt: " ein krieg kurbelt die wirtschaft an"
naja whatever... sorry das ich euch damit nerve
PS: ja ich weiss, ich hätte den AWB einfach verbrennen sollen. sorry leutz dass cih das nich schnell genug geschnallt hab
