Seit ich ein kleines Kind bin, habe ich immer die Phantasie in einer Mafia Mitglied zu sein und dort zur Führungselite aufzusteigen.
Leider ist eine solche Organisation in der Realität nicht so romantisch wie in meinen Träumen.
Also, meine Mafia heißt "Pagua", was soviel heißt wie bezahlen. Es ist eine internationale Organisation, die sich darum bemüht, mit möglichst vielen anderen organisationen zu kooperieren und gemeinsam zu handeln.
Jedoch gibt es keine Auftragsmorde, oder dass die Familie eines Mitglieds für dessen Fehler ausgelöscht wird.
Das ganze kann man sich vorstellen wie ein in drei Abschnitte grob gegliedertes System.
Am Anfang und in extra Behausungen stehen die Küken. Diese bewerben sich entweder freiwillig in unserer Organisation oder werden teilweise auch gegen deren Willen zugeführt und "eingelebt" (man kommt ja heutzutage so schwer an gutes Personal
) . Dann kommen die ganzen Mittleren Ränge, die schon was können, nicht mehr im Haus der Küken wohnen sondern im eigentlichen Kern des Zweiges, wo Mehr- und Einzelbettzimmer, Büros, Trainingsräume, ein kleiner Hundezwinger usw. vorhanden sind. Dadurch, dass sich Mitglieder und andere Räumlichkeiten unter einem Dach befinden, sinkt das Risiko eines feindlichen Übergriffes auf unser Gelände. Dennoch sind bestimmte Organe wie z.B. Hundezucht und Hauptzwinger, öffentliche Verwaltung usw. andersweitig untergebracht und brauchen nicht einmal geheim gehalten zu werden, weil dort keine illegalen Handlungen vollzogen werden. Die Führungsspitze sitzt in diversen Domizilen in ganz Deutschland verstreut, bzw. auch im Ausland.
Zudem gibt es weitere im Ausland gebildete Zweige, die wie schon gesagt eng mit anderen nationalen Organisationen zusammen arbeiten.
Der Aufenthaltsort jedes Mitglieds variiert daher ständig und ist nur durch die sorgfältige Planung der Führungselite nachvollziehbar. Durch ein Schweizer Nummernkonto kann das jeweilige Mitglied nach Wunsch Geldmittel seinen Angehörigen überbringen, ohne diese nachverfolgen zu können. Im Sterbefall wird eine Art Lebensversicherung zzgl. des bisher angesparten Vermögens des Toten an die beim zuständigen Verwalter angegebenen Angehörigen vergeben. Sämtliche Überführungs- und Bestattungskosten werden übernommen.
Die Mitglieder müssen so weit wie möglich Abstand von ihren Angehörigen und Vertrauten halten, um nicht die Sicherheit der Pagua zu gefährden. Allerdings hat er innerhalb der Organisation sich genauestens über deren Befinden zu informieren und darf bei wichtigen familiären Anlässen (Hochzeit, Beerdigung, aber auch Krankenhausbesuche) sozusagen "freinehmen" und seine Lieben besuchen.
Welche Ideen habt ihr noch? Würdet ihr Mitglied werden wollen, wenn ihr euch eure eigene Organisation "zusammenbasteln" könntet? Wie würde die bei euch aussehen?