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Deutschland aus / Patriotismus

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weltretter
Alt 07.07.2006, 12:41   #26
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Ja das seh ich ein und wenn du das Land so magst sollst du das auch zeigen dürfen.
 
 
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mizue
Alt 07.07.2006, 13:05   #27
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@german psycho
nun, wenn das für dich so ist... ich persönlich tu mich halt schwer mit der fahne. es geht mir irgendwie am arsch vorbei... ich identifiziere mich einfach nicht in erster linie mit dem land, in dem ich wohne. "ich bin deutsche" ist eher ein faktum, nicht verbunden mit viel gefühlen. nicht negativ und nicht positiv. aus diesem grund wirkt es wohl auch befremdlich auf mich, wenn jemand auf seine fahne besteht. ich mein... wm war ja klar. das hatte für mich nicht besonders viel mit krassem patriotismus zu tun... man ist halt die mannschaft und seine mannschaft will man unterstützen. da hätte man genauso gut auch seine "tsg wildcats"-fahne hissen können. wenn du weißt, was ich meine...

jedem das seine.
 
 
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Alt 07.07.2006, 13:25   #28
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nun folgendes: ich kann an "unserem" land nicht auf den ersten blick positive dinge finden - garnicht auf die vergangenheit bezogen. ich identifieziere mich nicht poltikern die ich nicht gewählt habe und einer usa-hörigen poltitk die bis in die geheimdienste reicht. zum thema "verschleppt werden" der cia darf dich auf offener straße einpacken und nach guantannamo mitnehmen und es wäre deinem "vaterland" egal.

zum begriff "vaterland" deutschland ist eben nicht mein vaterland. trotzdem oder gerade deswegen musste ich mir schon anhören dass es schade ist dass ich nicht patriotisch bin. sowas verbitte ich mir. patriotismus daheim am küchentisch ist euer ding, es ist aber keine tugend und erst recht nicht etwas das einen menschen charakterlich ausmacht.

es ist vielleicht gut wenn ich ne schland flagge haben kann ohne als quasi-nazi zu gelten - ich sehe halt einfach nur auch die negativen seiten des patriotismus und diese sind ohne zweifel da und gerade jetzt mehr als deutlich. wenn ich in anderen threads sowas lese wie "ich mag die engländer nicht" oder "die scheiß italiener"... es mag fussball sein aber die meisten meinen nicht die mannschaften sondern die länder und die vorurteile die sie mit ihnen verbinden. denkt mal drüber nach - für mich sind das unnötige grenzen in den köpfen.
 
 
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dr.gonzo
Alt 07.07.2006, 13:39   #29
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Wieso soll man sich mit dem Land in dem man geboren ist identifizieren können?
Warum nicht? Das Land, die Gesellschaft und die Kultur des Landes in dem man Aufgewachsen ist prägt den eigenen Karakter! Man muß hier nicht mal geboren sein um stolz auf "sein" Land zu sein.
Fahr mal in den Kongo oder andere 3. Weltländer, dann erkennst Du vielleicht den Stellenwert unserer Gesellschaft.
Perfekt ist es nirgendwo. Ich glaube manchmal es geht uns zu gut und die Leute erkennen nicht mehr den Wert ihres Lebenswandels in der Welt

Wenn einem etwas nicht paßt sollte man was dagegen unternehmen.
Da hast Du eine grundlegende Schwäche der Deutschen angesprochen. Wir maulen gerne rum, geben anderen die Schuld aber was aktiv dagegen machen ist nicht drin...


wäre ich weder auf das LAnd noch auf die Mannschaft stolz gewesen.
Hätt einfach nur die Party Stimmung genossen.
Das bedeutet die Bewegründe, der Inhalt und Hintergrund ist egal, hauptsache alle haben Spaß. Na toll ...
Dennoch wolltest Du das die Deutsch Mannschaft gewinnt um dann nicht mal einwenig stolz zu sein?!?!

@El Sparko
ich sehe halt einfach nur auch die negativen seiten des patriotismus
...
die meisten meinen nicht die mannschaften sondern die länder und die vorurteile die sie mit ihnen verbinden. denkt mal drüber nach - für mich sind das unnötige grenzen in den köpfen.
Alles hat zwei Seiten und Du sagst es selbst, es kommt drauf an wie man es sieht.
 
 
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weltretter
Alt 07.07.2006, 14:05   #30
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Zitat von dr.gonzo

Das bedeutet die Bewegründe, der Inhalt und Hintergrund ist egal, hauptsache alle haben Spaß. Na toll ...
Dennoch wolltest Du das die Deutsch Mannschaft gewinnt um dann nicht mal einwenig stolz zu sein?!?!
Ganz genau, der Hintergrund ist mir egal. Ich find die Funzköppe im Stadion immer noch total daneben, wenn die sich da oberkante-unterlippe-voll über die Fussballtechniken auslassen. Es ist mir auch total egal, ob irgendeine Mannschaft ein Spiel gewinnt oder nicht, ob das Deutschland oder wer anders ist.
Ich fands einfach nur nett, dass man abends in die Stadt gehen konnte und viele fröhliche MEnschen getroffen hat. Aus denselben Gründen gehe ich zu Festivals und vergöttere irgendwelche Bands auch nciht.

Und ich bin in keinster Art und Weise stolz auf die Leistung der Spieler. ja, hey, die haben gut Fussball gespielt, weil es ihr job ist. Töröö
Der Trainer und die selber können stolz sein.

Mir ist das LAtte, dass die raus sind. Wie gesagt, nur schade, dass die Partys enden.
 
 
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IsoO
Alt 07.07.2006, 14:27   #31
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ich habe einige flaggen gekauft un werde mir eine davon wohl auch der tür befestigen, meine ma lässt auch eine der mini-flaggen am halterungsrohr des sonnenschirmständers angebunden weiter flattern
 
 
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German Psycho
Alt 07.07.2006, 15:02   #32
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Zitat von weltretter
Ja das seh ich ein und wenn du das Land so magst sollst du das auch zeigen dürfen.
Dankedanke
auch wenn ich deutschland vllt nicht soo mag.
Ehrlich gesagt find ich da Länder wie England, Frankreich oder die Schweiz besser.
Ich meine Stereotypen oder nicht, es gibt nunmal gewisse Kultur- und auch Geschichtsunterschiede.


Ich bin einfach nur froh, dass ich in einem so "zivilisierten" Land lebe, und nicht in einem z.B Islamistisch geprägtem Land, wo Frauen kein Auto fahren dürfen, Ehrenmorde normal sind und jeder der nich brav in die moschee tapert standrechtlich erschossen wird ( <--übertreibung ^^)
 
 
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IsoO
Alt 07.07.2006, 16:35   #33
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Zitat von German Psycho
Dankedanke
wo Frauen kein Auto fahren dürfen, Ehrenmorde normal sind und jeder der nich brav in die moschee tapert standrechtlich erschossen wird ( <--übertreibung ^^)
naja, an so manchem fleck der erde ist das keinesfalls eine übertreibung
 
 
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Alt 07.07.2006, 17:27   #34
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du kannst vielleicht glücklich sein in der sogenannten ersten welt zu leben - stolz sein kannst du darauf nicht, denn keiner von uns hat ernsthaft was unternommen um hier zu "landen". und ganz ehrlich, wenn man die augen ein bischen aufmacht dann sieht man doch eigentlich woher unser vermeintlicher reichtum kommt. wir leben gut weil die andern schlecht leben. das ist jetzt nichts was jeden individuell betroffen machen muss, wie gesagt man hat sichs nicht ausgesucht wo man lebt, trotzdem aber sollte man darüber nachdenken anstatt zu sagen "ich bin stolz deutscher zu sein denn bei uns lebt man besser!"...

diese ganze sache von wegen demokratie, meinungsfreiheit etc. das ist bei uns tatsächlich ein schatz aber auch nicht ohne weiteres aufgrund unserer "deutschheit" entstanden. demokratie mussten auch "wir" als volk erlernen und ich sehe täglich dass es auch die heutigen deutschen noch nicht so ganz kapiert haben. demokratie kann auch bedeuten akzeptieren anstatt nur zu tollerieren.
 
 
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German Psycho
Alt 07.07.2006, 17:35   #35
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Zitat von El Sparko
du kannst vielleicht glücklich sein in der sogenannten ersten welt zu leben - stolz sein kannst du darauf nicht, denn keiner von uns hat ernsthaft was unternommen um hier zu "landen".
Korrekt, aber ich aktzeptiere und unterstütze das System und führe es fort.

Zitat von El Sparko
diese ganze sache von wegen demokratie, meinungsfreiheit etc. das ist bei uns tatsächlich ein schatz aber auch nicht ohne weiteres aufgrund unserer "deutschheit" entstanden. demokratie mussten auch "wir" als volk erlernen und ich sehe täglich dass es auch die heutigen deutschen noch nicht so ganz kapiert haben.
Klar, aber wir sind halt so entwickelt dass wir es erlernt haben.

Zitat von El Sparko
demokratie kann auch bedeuten akzeptieren anstatt nur zu tollerieren.
In manchen Ländern wäre schon ein wenig tolleranz ein großer Fortschritt.
Ich bin auch davon überzeugt dass die tolleranz/aktzeptanz dort einzug halten wird.
Die Frage ist nur wann.
 
 
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DerAssie
Alt 07.07.2006, 21:46   #36
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lEx
Alt 08.07.2006, 00:12   #37
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Meine (Italienische) Flagge bleibt hängen, und wen wir gegen Frankreich verlieren. Ist das auch nicht schlimm die haben, dass veriedent vor allem zidan der leider von uns geht. Aber ich bin und war von Anfang an für Italien
 
 
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Alt 08.07.2006, 14:46   #38
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Na ja, gegen leichten Partiotismus ist wohl nichts zu sagen, so lange er nicht im blinden Patriotismus mündet. Aber dazu müsste man wohl sagen was man unter leichten Patriotismus versteht. Meiner Definition nach ist es das Gefühl sich nicht schämen zu müssen aus einem bestimmten Land zu kommen. Man sollte schon tollerant genug sein, die Leute so zu akzeptieren wie sie sind und woher sie kommen, so aber auch sich selber. Blinder Patriotismus hingegen muss wirklich nicht sein, man sollte den Staat eben nicht dem Volk überordnen.
Klar läuft hier nicht alles so wie es am besten wäre, aber so läuft es wahrscheinlich in keinem Land. Aber wie gesagt, das ist kein Grund sich schämen zu müssen aus Deutschland zu kommen.
Ich denk da jetzt nur mal an einen Urlaub vor vielen Jahren. Da haben wir wirklich lügen müssen was unsere Herkunft betrifft, und dass kann es nun auch nicht sein.

Also, man merke:

Leichter Patriotismus = Das Gefühl sich nicht schämen zu müssen aus einem bestimmten Land zu kommen. Aber Stolz in dem Sinne muss man auch nicht sein.

Blinder Patriotis = Schlecht, muss halt nicht sein.
 
 
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No Control
Alt 08.07.2006, 15:04   #39
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Zitat von Squdus
Aber Stolz in dem Sinne muss man auch nicht sein.
Na ein wenig stolz kann man aber schon sein. Ich meine ich geh hier arbeiten, zahl meine Steuern, kurbel die Wirtschaft an mit dem Gehalt was ich wieder ausgebe und dergleichen. Somit trage ich meinen Teil dazu bei, dass Deutschland weiter zu den finanzstärksten und vlt "lebenswertesten" Ländern der Welt gehört. Auch mit unserem Gesundheitswesen können sich wenige messen, vlt die skandinavischen Länder. Aber nicht nur wer Steuern zahlt trägt dazu bei, auch Leute die sich fort- bzw. weiterbilden, somit unseren Status Quo an Wissen versuchen beizubehalten, Menschen die sich gemeinnützig engagieren, Familien die Kinder in die Welt setzen, und allen vorran Franz Beckenbauer.

Dinge, die sich verbessern lassen, gibt es in jedem Land, aber im großen ganzen bin sehr froh hier zu wohnen - und ja, auch wenig stolz.
 
 
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Alt 08.07.2006, 17:38   #40
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Na ja, ganz unrecht hast Du ja nicht. Aber sieh es mal so. In erster Linie gehst Du nicht für Dein Land arbeiten, sondern für Dich. Du willst ein gutes Leben führen, Dir soll es Materiel gesehen, an nicht's oder so wenig wie eben möglich mangeln. Darum gehst Du arbeiten, deshalb geht vermutlich jeder Mensch auf dieser Welt arbeiten. So Sachen wie die Erfüllung in der Arbeit finden kommen erst hinterher. Aber anfangen tust Du mit dem Wunsch nach Geld.
Würdest Du denn für lau arbeiten, nur um D. zu helfen?
Aber wie gesagt, ganz unrecht hast Du ja auch nicht. Deutschland ist eigentlich nur die Summe aller Menschen die hier leben und das Leben hier so Lebenswert machen. Hmm.... Wenn man es genau betrachtet könnte man eigentlich auch Dankbar sein hier zu sein, denn schließlich hätte man es auch schlechter treffen können. Ich denk dabei jetzt an Länder ohne Demokratie, Meinungsfreiheit dafür aber mit Zensur und dergleichen. In dem Sinne könnte man aber auch Stolz auf die Menschen vor uns sein, auf ihre Taten nach '45. Denn sie haben schließlich das aus Deutschland gemacht was es jetzt ist. Was allerdings auch nicht heißen soll das man die Taten vor '45 vergessen sollten.
 
 
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Ninamaus
Alt 09.07.2006, 15:03   #41
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Ich finde es traurig, wie sehr Adolf doch noch in aller Munde ist. Er würde sich sicher freuen, dass noch ihm noch soviel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Ich finde, es ist endlich an der Zeit mal zurück zu schrauben und es mal weiter nach hinten schieben. Diese Dramatik von damals war grausam, dass kann keiner leugnen aber die Deutschen die jetzt leben können nix dafür und wollen nicht ständig damit konfrontiert werden. Ich finde es schön, dass die Deutschen sich zu ihrer Flagge bekennen, die reingarnichts mit dem dritten Reich zu tun hat. Deutschland ist ein Land wie jedes andere Land auch und sollte auch etwas pariotisch sein, da es genauso lächerlich wäre sein Land zu verleugnen. Den Deutschen hat es nicht gut getan sich für ihr Land schämen zu müssen. Wichtig ist auch, dass sich die Deutschen klar machen, dass jedes Land Schandflecken, grausame Schandflecken aufweist aber sich davon nicht beirren lässt denn stolz zu sein was es ansonsten erreicht hat. Deutschland sollte sich nicht unterkriegen lassen davon was damals passiert ist. Es zählt, was jetzt ist. Menschen von verschiedenster Kultur leben in unserem Land was wunderbar ist und im großen und ganzen verstehen sie sich auch. Es wird nie wieder etwas derartiges von damals passieren, wir sind international und das ist gut so. Und wir können stolz sein auf Deutschland. Klar ist es jetzt gerade die Wirtschaftskrise die uns zu schaffen macht aber das wird sich auch wieder legen.
 
 
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Alt 09.07.2006, 16:16   #42
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Klar ist es jetzt gerade die Wirtschaftskrise die uns zu schaffen macht aber das wird sich auch
wann hat deiner meinung nach diese krise angefangen und wann wird sie wieder aufhören? und vielleicht kannst du mir auch sagen wie sie sich ausdrückt und damit meine ich nicht "deutschland geht es schlecht, wir müssen sparen" von irgendwelchen politischen kanzeln herunter zu hören.
 
 
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dr.gonzo
Alt 09.07.2006, 19:25   #43
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@squdus

In dem Sinne könnte man aber auch Stolz auf die Menschen vor uns sein, auf ihre Taten nach '45.
Man sollte sich bewußt machen das es auch vor 1933 so was wie Deutschland gab. Wir haben die ersten Sozialversicherungen immerhin schon ende des 19 Jahrhundert eingeführt, noch zur Kaiserzeit.
 
 
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Alt 09.07.2006, 19:34   #44
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Wenn man noch weiter zürück gehen würde, könnte man noch viel mehr großartige Sachen finden. Die Literatur oder Musik z.B., da hat Deutschland auch Leute hervorgebracht die großartiges geleistet haben. Das Genie dieser Leute musste ja auf irgendeine Weise gefördert werden, also muss die Umgebung für sie schon damals gestimmt haben. Ergo muss damals schon ein Klima geherrscht haben welches es solchen Menschen erlaubte ihr Potenzial zu nutzen, und es nicht zu unterdrücken.
Bleibt aber immernoch die Frage inwiefern man darauf Stolz sein kann.
 
 
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Morris
Alt 09.07.2006, 20:04   #45
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Wenn man weiter zurückgeht, muss man aber auch fragen, was denn überhaupt deutsch ist. Was verbindet die Deutschen, wenn man von der Sprache mal absieht?

Das Klima dieser Zeit, welches die großen Deutschen in allen denkbaren Wissenschaften hervorgebracht hat, war auch nicht für alle so günstig. Arbeiter- und Bauernkinder hatten es damals um einiges schwerer als heute, zu akademischer Bildung zu gelangen.
 
 
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dr.gonzo
Alt 10.07.2006, 01:11   #46
Standard

Bleibt aber immernoch die Frage inwiefern man darauf Stolz sein kann.
Stolz ist nur ein Gefühl. Das kommt in etwas so wie wenn man einen Film guckt, der eine dramatisches Ende hat. Sagen wir mal als Beispiel Braveheart: "FREIHEIT" war's glaub ich, da fühlte ich was
Wenn ich Berichte lese oder Dokumentationen sehe, über die positiven Seiten unserer Kultur, fühle ich Stolz ein Teil der Kultur zu sein. (Oder, wie anscheinend bei vielen anderen Deutschen, erstmalig bei der WM...) Das passiert einfach. Ist aber kein permanentes Gefühl.

...so in etwa könnte das sein...
 
 
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DerAssie
Alt 10.07.2006, 19:17   #47
Standard

Wieso sollte Ich Stolz sein auf einen Biologischen Zufall ?? Das ist wie mit dem Geschlecht reiner Zufall.
Außerdem bin Ich nie auf das ganze Kollektive Stolz sondern nur auf Mich oder was Leute in meinem Umfeld erreicht haben.
Nationalismus macht Blind für Mißstände und hat diese Tendenz zur Arroganz wie auch Überheblichkeit sich für was besseres zu halten wie man es grad bei Amerikanern oft sieht.
Dafon mal abgesehn das Deutschland vom System und wegen der "Rück Entwicklung" das gegenteil ist von dem was Ich Mir wünsche.
Ich möcht eigentlich noch mal ein System erleben wo Ich kein Dissident sein muß weil Ich es Grundlegend ablehne und das tuhe Ich hier im Kapitalismus.
 
 
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*mia
Alt 12.07.2006, 12:52   #48
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ich weiss nicht, ob es schon mal erwähnt wurde, aber einige der fahnen kamen doch tatsächlich von der BILD. Nur mal so als "lustiger" zusammenhang am rande.

Ich bin so froh, dass es rum ist. Ein teil der fahnen hängen hier immernoch.

Aber am schlimmsten fand ich die kleinen Mädchen/Kinder, die ich vor ein paar wochen fahnenschwenkend und die straße hinunter marschierend gesehen habe.

War schoen zu sehen, wie viele wohl sehnsüchtig darauf gewartet haben, ihren ""mißverstandenen"" nationalstolz endlich mal unter einem legalen vorwand raushängen zu lassen.
Übel sind die, die sich vorher nicht für den fußball interessiert haben, und jezt mit einer riesen fahne mit hässlicher farbe als kleid rumgelaufen sind.

Mich überkamen gefühle der lächerlichkeit in angesicht dieser Leute.
Vieles wurde hier schon erwähnt, wie kann man auf etwas stolz sein dass man nicht selber geleistet hat.
Sehr gefährliche sache und interessantes phänomen dieser dämliche hype.

ansonsten, habe ich denke ich habe schon im pre- WM-Thread meine Einstellung dazu abgelegt.

Man soll es locker sehen? Die leute haben doch nur ihren spaß? Lass sie doch!!
verdammte ironie.
Dann sollen sie sich wenigstens gedanken darüber machen, über das warum und ob sie tatsächlich dahinter stehen. Um das ganze zu entschärfen. Um sich nicht so leicht lenkbar zu machen.
ich habe nämlich nicht den eindruck, das die meisten das tun. (können oder wollen)

Geändert von *mia (12.07.2006 um 13:00 Uhr).
 
 
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dr.gonzo
Alt 12.07.2006, 15:30   #49
Standard

Übel sind die, die sich vorher nicht für den fußball interessiert haben,
das ist nicht ganz falsch, aber das ist bei jeder WM so.

Dann sollen sie sich wenigstens gedanken darüber machen, über das warum und ob sie tatsächlich dahinter stehen.
Man kann sich auch zuviel Gedanken machen, besonders über Dinge die so einfach sind das manche es einfach nicht verstehen können.
Mein Club, meine Farben, meine Schlachtenlieder (stammt aus der Zeit, als man noch mit nen Knüppel auf einander losging).
Ist im Grunde wie bei einem Bundeligaspiel, nur das jeder Hinz und Kunz die Rieten anwendet und sich fühlt wie an Karneval, So sollte man das auch sehen. Spaß für die Spaßgenerationen, ist nur ein kurzer Hype.
Das ganze Gelaber um das was Fussball und seine Fans (und die kurzlebigen WM-Fans) ausmacht mit Blick auf den Nationalismus ist nicht unbegründet aber das bertrifft idR Leute die das ganze Jahr bei Fussballspielen zu finden sind nicht so sehr die WM Eintagsfliegen.
Auch ist gerade Deutschland da recht harmlos und sensibel. Italien, als Paradebeispiel für Rassismus im Fussball, ist da ganz anders...!

Um sich nicht so leicht lenkbar zu machen.
Ich denke das ist übertieben!
Wer wurde denn wobei wie gelenkt?

Geändert von dr.gonzo (12.07.2006 um 16:36 Uhr).
 
 
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weltretter
Alt 12.07.2006, 15:37   #50
Standard

Was heißt kurz mal Fans.
Die, die ich so kenne, die Fussball schnarchlangweilig finden (mich eingeschlossen), mussten eben irgendwann feststellen wie lustig es während der WM ist, rauszugehen und wie angenehm die Leute sind. Also haben wir auch die WM genossen, aber Fans ist dabei trotzdem nicht der richtige Ausdruck. Ich steh da nicht hinter und finde Fussball an sich doof.
 
 
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