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deutsch-amerikanische Freundschaft

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daRaider
Alt 09.09.2002, 15:02   #1
Standard deutsch-amerikanische Freundschaft

Da der Hr. Stoiber es als so schlimm empfand, dass der Hr. Schröder den Amerikaner nicht die volle Rückendeckung gibt und der Hr. Schröder die deutsch-amerikanischen Beziehungen schädigen würde, würde mich mal interessieren was ihr von eienr solchen Beziehung zur USA haltet.
In meinem Umfeld kenn ich kaum USA-Freunde und ich selbst bin auch kein Freund dieser Kriegstreiber. Die USA macht Gesetze und erlässt Urteile mit denen sie die ausländische Wirtschaft im Inland schädigt, sie hält sich nicht an irgendwelche Umweltabkommen, sie bekämpfen andere Länder wegen materiellen oder millitärpolitischen Gründen, diskrimieren Menschen wegen ihrer Hautfarbe oder ihrer Religion und haben immernoch nicht die Todesstrafe abgeschafft.
Für mich können die da drüben ruhig machen was sie wollen. Wir sind Europäer und auf die nicht angewiesen.
Deswegen halte ich die Aussage des Herrn Stoiber auch für ein vermeintliches Eigentor.
Was haltet ihr von der ganzen Sache?

Ich bin mir übrigens ziemlich sicher, dass man in anderen Ländern ähnlich denkt. Die Franzosen sind ja als allgemein amerikafeindlich bekannt aber sogar schon in GB gibt es Widerstände gegen die Blairsche Politik...
 
 
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bball
Alt 09.09.2002, 15:11   #2
Standard

Ich denke, hier muss man klar unterscheiden zwischen der amerikanischen Administration (d.h. Bush und sein Stab) und dem amerikanischen Volk als solchem. Ich für meinem Teil bin dem amerikanischen Volk sehr zugetan, das liegt in meinem Fall aber sicher daran, dass ich viele Freunde / Bekannte in den USA habe, dort recht häufig Urlaub mache oder auch mal beruflich dort bin und sehr viele schöne persönliche Episoden mit dem Land verbinde.
Die Politik, die die Administration Bush momentan betreibt, ist in meinen Augen dagegen absolut zu verurteilen. Es geht nicht an, ohne vernünftige Pläne für ein "danach", das sowieso sehr fragile Gleichgewicht in den arabischen Staaten durch einen Angriffskrieg gegen den Irak zu gefährden. Diese Politik mit dem amerikanischen Volk zu verbinden, halte ich allerdings für zumindest nicht ungefährlich. Auch im eigenen Land (USA) gibt es genug Stimmen GEGEN einen Krieg.
Ich denke übrigens auch nicht, dass durch eine Weigerung, an einem Angriffskrieg teilzunehmen, die sogenannte deutsch-amerikanische Freundschaft leiden würde/wird.
Man mag über Schröder denken, was man will, aber die Konsequenz, die er (bisher) in dieser Frage an den Tag legt, halte ich durchaus für bewundernswert.
 
 
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moechen
Alt 09.09.2002, 15:19   #3
Standard

Ich glaub auch, das die deutsch-amerikanschi Freundschaft damit nich irgendwie beschädigt wird!! Bush ist in meinen augen eh nich der richtige in solchen situationen, er versucht sofort alles um irgendwie einen Krieg anzuzetteln oder so! Mir kommts vor, als ob er vielleicht gern Krieg spielen möchte, damit er mal wieder der Welt beweisen kann, wie stark die USA doch ist u. er alles doch bestens unter Kontrolle hat, naja....ich find es von Hr. Schröder auch sehr beeindruckend, dass er sich dagegen stellt....weiß gar nich was der Stoiber da hat, der hätte den Bush bestimmt gleich im arsch gesessen und alles gemacht, was Bush will...u. das ganz und gar nich ok...
 
 
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daRaider
Alt 09.09.2002, 15:19   #4
Standard

nur um es kurz klarzustellen. ich meinte mit "USA" die "administration" und nicht das amerikanische Volk. Das amerikanische Volk ist mir nur aus dem Fernseher bekannt und ich möchte da nicht von aussen drüber urteilen. Da ich "unser" Volk für auch nicht viel besser halte...
Es geht mir einzig um die amerikanische Politik und da sind wir uns ja einig...
 
 
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Registrierter PPler
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Alt 09.09.2002, 15:37   #5
Standard

fand gut was Joschi gesagt hat zu dem Bush-besuch hier in Germany und den befürchteten "Aufständen". Er meinte, "wir" sollten es nicht mit anti-amerikanischen Reaktionen übertreiben, die Regierung wüsste das es da einige differenzen gäbe und Bush wäre ja genau zu diesem zweck hier - darüber zu reden.

Denke nicht das man eine "Freundschaft" daran definiert das man nie die Stirn bietet. Die jetzige Regierung macht das schon richtig, finds seltsam das die Engländer mitziehen wollen - aber das würde sich bei uns auch schnell ändern sobald der Stoiber die Klinge in der Hand hat. Ohmann, wird das ein arschgekrieche...
 
 
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rattenjunge
Alt 09.09.2002, 17:16   #6
Standard

Bush ist in meinen augen eh nich der richtige in solchen situationen, er versucht sofort alles um irgendwie einen Krieg anzuzetteln oder so! Mir kommts vor, als ob er vielleicht gern Krieg spielen möchte, damit er mal wieder der Welt beweisen kann, wie stark die USA doch ist u. er alles doch bestens unter Kontrolle hat, naja
joa, das klassische "ich bin die weltpolizei"-syndrom .
wobei man bush glaub ich nicht überschätzen sollte. dafür ist die geistige kapazität dieses mannes nicht ausreichend. bush ist im grunde nur eine marionette. so eine figur fürs fernsehen.
also ich muss sagen dass ich zu der momentanen "us-politik" keinerlei freundschaftliche zuneigungen pflege. und diese einstellung ist in der welt weitverbreitet, wie eine studie des amerikanischen außenministeriums bestätigte, die den usa ein weltweites imageproblem bescheinigte. solidariät mit den opfern des 11.9. ist eines, aber die unterstützung von kriegen die eindeutig nicht der friedenssicherung dienen etwas ganz anderes. aber nicht nur in diesem punkt, auch in allen anderen bereichen benimmt sich die us-admininistration unter aller sau. beispiele: umweltpolitik(kyoto); wirtschaft(protectionen für eigenen markt; erhöhte abgaben auf ausländische waren)

auch eine schöne sache sind zum beispiel die gefangenen auf guantanamo, oder diejenigen die seit monaten auf us-kriegsschiffen durchdie gegend gefahren werden. da fragt man sich manchaml ob die amis das wort menschenrechte üebrhaupt schon mal gehört haben. ohne anwalt ohne prozess ohne alles. denen wurde noch ent mal gesagt was ihnen vorgeworfen wird.
 
 
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Morris
Alt 09.09.2002, 18:52   #7
Standard

Klar, unter den Jugendlichen gibts nicht wirklich viele Amerika-Sympatisanten, doch unter einem Großteil der älteren Bevölkerung gibts noch eine große Amerika-Zuneigung ("Befreiung", Marshallplan, Berliner Luftbrücke etc...bla), die man an Ausmaß auch nicht unterschätzen sollte. Die halten denn den Bush vielleicht auch nicht für den richtigen, aber evtl Cheney.
 
 
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Nils
Alt 09.09.2002, 20:45   #8
Standard

Original geschrieben von rattenjunge

.
wobei man bush glaub ich nicht überschätzen sollte. dafür ist die geistige kapazität dieses mannes nicht ausreichend. bush ist im grunde nur eine marionette.
aha, und wie kommst du auf die idee ? oder hast du das einfach mal so angenommen...
 
 
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Eikthyrnir
Alt 09.09.2002, 22:43   #9
Standard

Gerade mit der Beziehung der Jugend zu Amerika ist es ja so eine Sache. Bei Kindern bis zu einem gewissen Alter ist ja alles toll, wenn es nur aus Amerika kommt (oder war das nur einmal eine Zeitlang so? A-Team! Wrestling!), und die Heranwachsenden und jüngeren Erwachsenen haben ein recht gespaltenes Verhältnis zur USA. Die Kultur ist weitgehend übernommen, und kaum jemand will auf Fast Food-Ketten, Coca Cola oder Hollywood noch verzichten. In politischer Hinsicht ist es zurzeit eher in Mode, zur USA in Gegnerschaft zu stehen, da wohl die linksliberale Richtung vorherrscht.
Wo ich herkomme, gibt es eine Menge Amerikaner, von denen ich in der Regel doch ziemlich angetan bin, wenn ich sie privat treffe, d. h. beispielsweise im Wirtshaus - was ich von dem Land USA weiß, wirkt dagegen nicht so unverzichtbar anziehend auf mich, und die USA in der Eigenschaft als Staat mag ich auch nicht sehr.
Es ist richtig, wenn nicht jeder Verbündete der USA ihr bei allem widerspruchslos folgt. Die Haltung Stoibers, der ja immer vom "Druck auf Hussein" spricht, wirkt auf mich irgendwie so, als ob auch er einen militärischen Einsatz gegen den Irak an sich nicht unterstützen wollte, der Irak solle aber davon ausgehen, daß die BRD sich daran beteilige, und sich stärker unter Druck gesetzt fühlen.
 
 
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rattenjunge
Alt 09.09.2002, 23:37   #10
Standard

also, ich persönlich hab gar nix gegen die amerikanische bevölkerung bzw. kultur, jedenfalls net mehr als zum beispiel gegen die deutsche.

die momentane amerikanische politik, ist aber nunmal meiner meinung nach unter aller sau, ohne wenn und aber. der "druck auf hussein"-satz, ist meienr meinung nach ziemlich lächerlich, wie alle vertreter der bush-regierung ja nun oft genug betont haben geht es überhaupt nicht mehr um die rückehr von un-waffeninspektoren. eine bessere "druck-situation" als den bevorstehenden angriff der usa zu seinem sturz braucht der saddam glaub ich nicht.

@nils: was den marionetten-satz angeht, werd ich dir da sicherlich keine greifbaren beweise geben können. allerdings bin ich der festen meinung, dass nun mal, gerade hinter der amerikanischen politik diverse interressengruppen stehen, meienr meinung nach haben die ganzen "bush-berater" deutlich mehr einfluss auf die politik als bush selbst.
 
 
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caprisonne
Alt 10.09.2002, 00:10   #11
Standard

hm...zumal ich auch mal ein Jahr in den Usa verbracht habe, wäre es unfair, alle Amerikaner zu verurteilen......schließlich sind ja nicht alle Amerikaner Anhänger von Busch....
was mich aber wirklich aufregt ist, dass die USA sich immer als Weltpolizei aufspielt und sich überall einmischen muss! Dabei sind sie letzendlich noch nur auf ihre eigenen wirtschaftlichen und politischen Vorteile aus!Und dass ist nicht erst seit der Busch Regierung so...auch früher schon wurden andere Länder von den USA ausgenutzt, wie zB. Panama (Stichwort Panamakanal).
Wer nicht der gleichen Meinung ist, wie die USA, wird als Feind angesehen, wie sich am Beispiel Cubas zeigt...als ob dieses kleine, und leider arme Land ein ernstzunehmender Gegner sei! Tatsache ist, dass es Cuba wirtschaftlich nicht gut geht, was sicher nicht allein an der Regierungsform liegt, sondern auch am Handelsboykott der USA, die ja eine wichtige WEirtschaftsmacht ist. UNd wer die USA gegen sich hat, hat in der Welt auch gegenüber vielen anderen Ländern einen schweren Stand!
Bush ist ein unangenehmer Zeitgenosse...er scheint nix von Diplomatie zu verstehen sondern will immer gleich "draufhauen"! Hauptsache seinem Land geht es gut. ich finde sein Verhalten extrem rücksichtlos. UNd außerdem ist es dreist, andere Länder unter Druck zu setzen, ihzn zu unterstützen, damit er seine Ziele durchsetzen kann. Hoffentlich bleibt dieser Mann nicht mehr allzu lange an der Macht! Auch in den USA selber wird er sehr kritisch gesehen...wer weiß....vielleicht wäre er ja nie an die Macht gekommen, wenn die USA ein anderes Wahlsystem hätte...
 
 
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friedens-pfeife
Alt 17.09.2002, 17:14   #12
Standard

heute morgen in einer zeitung im zug:

'washington würde kanzlerwechsel gelassen nehmen' (o.ä.)

also das ist seit langem mein erster post hier mal wieder aber das musst ich loswerden, echt... war das nicht vorn herein klar?

stoib meinte gestern in dieser "live" -rede von wegen "deutschland wäre nicht einmal fähig im irak einzugreifen, weil: es sind keine interventionstruppen vorhanden!"

irre ich mich oder benutzt er dabei nicht einfach ne andere titulierung ?
 
 
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daRaider
Alt 17.09.2002, 23:43   #13
Standard

hu chaoz, schön dass du wieder da bist...

also zu ersterem: ja war klar. wobei ein präsident bush wohl eher einen kanzler schröder vorziehen würde.
irgendwie halten die politisch-gleichdenkenden ja weltweit schon zusammen.

und stoiber hat schon recht, dass die bundeswehr nicht die mittel hat um eienn krieg zu führen aber darum gings ja garnicht. schröder meinte ja auch es gäbe weder logistische hilfe noch finanzielle unterstützung...
naja ich war grade auf ner wahlveranstaltung und da gings übelst zur sache... poste das nachher mal ausführlich. jedenfalls läuft da einiges falsch bei denen...
 
 
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