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Kann Demokratie funktionieren?

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Lostmind
Alt 20.11.2003, 19:07   #26
Idee

Demokratie als "Herrschaft des Volkes" ist in der Theorie eine feine Sache, doch zur Praxis gehört ein wenig mehr.

Demokratie ist lediglich die Basis auf der viele Staatssysteme aufgebaut sind, mit mehr oder weniger Gehalt, deshalb ist zu prüfen in wiefern die Demokratie im Staatssystem eines Landes ausgeprägt ist. Außerdem sollte man sich an dieser Stelle vor Augen führen, wozu die Demokratie in Griechenland eigentlich entwickelt wurde: die Vormachtstellung der Aristokratie sollte durchbrochen werden und eine Tyrannenherrschaft unmöglich gemacht werden. Dass in der darauf folgenden Zeit Tyrannen bzw. Diktatoren immer wieder die Macht an sich rissen haben, hat nach deren Sturz immer wieder zu Verbesserungen der Demokratie geführt, anfängliche Schutzmechanismen (Scherbengericht) stellten sich schnell wieder als nutzlos bzw. gefährlich heraus usw.

Am Ende ist nichts vollendet und hier kommen wir zum Punkt: der Reformprozess, die Weiterentwicklung von Theorie und praktischer Umsetzung darf nie enden oder unterbrochen werden. Frei nach "let the revolution never die" muss es ein kontinuierliches Weiterentwickeln geben, andernfalls führt das zu zu spät nachgeschobenen "Not-Reformen" (s. heute), die meist ihren Zweck verfehlen bzw. den "Karren" dann auch nicht mehr retten oder Änderungen auf Kosten aller realisieren.

Was wir in der Praxis sehen ist das, was von der Theorie verwirklicht wurde, dabei sollten wir auch wieder differenzieren, dass nicht alles machbare realisiert wurde (andersherum gleichermaßen). Deshalb ist Demokratie eine Interpretationsfrage.

Nehmen wir folgendes Beispiel: ich gehe davon aus, dass alle schon irgendwie über Marx gestolpert sind. Die Herrschaft seines Theorems bezeichnet er als "Diktatur des Proletariats", im Normalfall sollten wir an dieser Stelle schon die Hände zum Abwinken nach vorn reißen - ABER: ich habe diese Umschreibung bewusst in Anführungszeichen geschrieben, da es sich hier um eine Interpretationsfrage handelt, die Marx nicht eindeutig definiert bzw. natürlich nicht erprobt hat. Geschichtliche Beispiele sind Realisierungsversuche, die allerdings an einem Mann gescheitert sind, der das Wort Diktatur wörtlich genommen hat: Stalin, der u.a. auch den Begriff Stalinismus geprägt hat. Aus heutiger Sicht kann man sagen, dass der Stalinismus eine furchtbare Missinterpretation von Marx darstellt oder um es noch plastischer zu machen: Stalin hat mit Marx soviel gemeinsam wie Öl mit gefrorenem Joghurt.
Ergo ist auch die Demokratie diesem Hindernis unterworfen: Interpretation.

Die heutige Herrschaftsform der repräsentativen / indirekten Demokratie ist auch eine Interpretation bei der die propagierte "Herrschaft des Volkes" nach der Wahl endet oder sich schlicht auf diese beschränkt, da alles andere von "oben herab" entschieden wird (ich klammere an dieser Stelle Interessenverbände u.Ä. aus, da sie, wie der Name schon besagt, nur die Vertretung einzelner Interessengruppe darstellen, die mehr oder weniger Einfluss nehmen wollen / können).

Alles was "drum herum" ist, hat nur noch wenig mit der Demokratie im speziellen zutun, enthält bestenfalls demokratische Elemente.

Wenn wir die Frage "Kann Demokratie funktionieren?" stellen, dann sollten wir auf jeden Fall unser Augenmerk auf die politische Entscheidungsfindung richten. Und meiner Meinung nach hinkt diese ganz eindeutig und man sollte sich über den Nutzen des Föderalismus, des Verhältniswahlrechts bzw. dessen Umsetzung ernsthafte Gedanken machen.

So long,
Lostmind
 
 
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mvgreiffen
Alt 05.01.2004, 07:02   #27
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also ich muss sagen dass bayern innerhalb des deutschsprachigen raumes mit seinen herrschern eigentlich meistens sehr gut gefahren ist ... allerding liegt das wohl daran dass man im suden nicht so starrköpfig ist wie im nordisch-preusischen-königreich

-ergo mvgreiffen
 
 
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wolfgaard
Alt 01.06.2006, 07:21   #28
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ich glaube keine regierungsform wird allen gerecht,aber ist es eine lösung den meisten gerecht zuwerden?was ist mit den andersdenkenden ?
demokratie & das wort abstimmung klingen seit den letzten bundestagswahlen eher wie verarsche peinliche "fehker" & gemeinschaftliches ausnehmen. will hoffen das die demokratie dieses klangbild baldigst ändert. nur eins noch ne diktatur ist das letzte was geht ,schicksal eines volkes sollte nicht den launen & bündnissen einer person zum opfer fallen.
 
 
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DerAssie
Alt 02.06.2006, 07:40   #29
Standard

Da hat man ja genau das Problem auf den Punkt gebracht was grad eine Demokratische Sozialismusform erfordern würde, mehr Objektivität und Bildung im Volke auf großer Front.
Leider zeigt Mir die Praxis Tag Täglich das Gegenteil
Wenn Ich sehe womit Quote gemacht wird und wie schnell alle Lynchen wollen wenn mal 1 Extremer Straftäter gezeigt wird, der natürlich immer im Sommerloch von den Private Printmedien hergehollt wird.
Und dann kriegt der Pöbel da draußen auch noch immer schärfere Gesetze unter dem Deckmantel "Sicherheit" schlime Sache.
Irgendwie ist das Problem immer die Masse auf breiter Front die diese Asoziale Elite zuläst über die Sie immer meckert, ein einziges Paradoxum aber Ich wünsch Mir trozdem einen Demokratisierten Sozialismus letzendlich, vieleicht kann sich der Mensch ja noch Stück dafür entwickeln *Hoffnung stirbt zuletzt*
 
 
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wolfgaard
Alt 03.06.2006, 03:44   #30
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Das ist alles richtig,der Mensch an sich ist doch ein recht eigenwilliger egoist,der Eine mehr der Andere weniger.
Wäre es der fall ,das alle sagen ich gönne jedem alles muss aber selbst nicht viel im leben haben bin mit einer durchschnittlichen Grundausstattung
für mich nebst Familie zufrieden,dann solte sich einiges verbessern.
Dem ist nun mal nicht so ,neid , habgier & ausgiebiger Betrug sind die Norm
(fängt bei unserer regierung ja gut an),will sagen die Haushaltsentscheidungen & darüber hinaus die bedrohlich klingende Atacke auf unsere Arbeitslosen (langzeit) ,ist wohl nur noch durch Abfindungsgehälter der Superlative zu toppen.Da sieht man doch gleich "Schlau findet Gesetzeslücken".Nur das in der Politik viele nebst arroganten wieauch intreganten Behörden sehr gut wissen was recht & unrecht ist ;sich ausgiebig mit Teilen der Verfassung bewerfen,nur sich selbst Vorteil zu verschaffen .Damit will ich sagen"Ich glaube ,das man sich in einer Demokratie unserer Art nur belogen & betrogen fühlen kann,wobei dieser umstand in einer Art Aristokratie nicht geschaffen ist.Es kann nicht gewählt werden alles ist fester Dinge.
Eine von Grund auf ehrliche Demokratie kann wohl allen zu gute kommen,
auch Denen die sie nicht mögen.
Ein Paradoxum ,soolte hier nicht ausgelassen werden die Meinungs- & Redefreiheit ist hier nicht die der Demokratie, sie errinnert mich an die gute alte DDR, sich seinen teil denken ist Gold. "Freiheit ist immer die Freiheit des anders denkenden!"
 
 
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Morris
Alt 03.06.2006, 12:26   #31
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Inwiefern ist denn die Meinungsfreiheit hierzulande in einer ähnlichen Situation wie in der DDR?
 
 
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wolfgaard
Alt 03.06.2006, 18:43   #32
Standard

Ganz einfach in der DDR durfte man weder politische Witze noch politischen machenschaften in der öffentlichkeit kundtun.
Das ist beschnittene Meinungs- & Redefreiheit.
Die gibt es heute auch nur die bezieht sich weniger auf unsere Politiker,
sondern auf die des Auslands.
Es fängt ja mit Amerika an (tal der Wölfe Irak,nicht ausgestrahlt).
Sag hierzulande mal ein Wort gegen die Machenschaften der Israelis & deren Politikern (sigmar gabriel,spd) die hierzulande Ihre poitische Richtung
anbringen wollen ;böser Deutscher oder ewig gestriger nennt man diese Leute .Aber im eigenen Land(immer erstmal an die eigene NASE fassen sage ich dazu. Das Thema mit den 6 Millionen will ich erstgarnicht gross
erläutern ,kennt wohl fast jeder!
Warum erlässt ein Mann wie Exkanzler Schröder durch anwälte eine einstweilige verfügung gegen Politziker die das Thema "Schröder macht Münze bei Erdgaskonzern in Russland"(westerwelle).
Da werd ich das Gefühl nicht los ,das hier was der DDR sehr ähnlich ist,
dazu sei gesagt ,das ein Strafmass heute mit dem der DDR nicht zu messen ist(der Osten war härter,konsequenter & dazu Medienlos d.h. über solcherart Festnahmen hat man nicht berichtet das hat man still & heimlich erledigt).
So ich hoffe das beantwortet die Frage.
 
 
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Werhamster
Alt 03.06.2006, 23:19   #33
Standard

Die absolute Meinungsfreiehit ist doch eine illusion. Sie wird es nie geben. Weil irgendjemand wird immer durch eine Äußerung sich verletzt fühlen. Für das zusa´mmenleben ist es schong gut, dass dann Grenzen gezogenwerden. Es ist nur die Frage ob die Grenzen an der richtigen Stelle gezogen werden.
 
 
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wolfgaard
Alt 04.06.2006, 01:36   #34
Standard

So kann man es auf den Punkt bringen.
Dies scheint wohl der makel an der Sache "Mach s Jedem recht & billig" wird wohl nie sein. Tja ist so ne Utopie wie Kommunismus,denn wird s auch nie geben.Daher sozial bleiben nicht nur dem Steuerzahler gegenüber ,auch den Bedürftigen & weniger den Politikern (schliesslich haften diese ja auch nicht bei teuren Fehlentscheidungen).
 
 
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