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Castor-Zug trennt Demonstrant beide Beine ab

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rattenjunge
Alt 07.11.2004, 17:23   #1
Standard Castor-Zug trennt Demonstrant beide Beine ab

Castor-Zug trennt Demonstrant beide Beine ab

Bei Protesten gegen den Castor-Transport ist ein Atomkraftgegner im Elsass von dem Zug überrollt worden. Der Mann hatte sich nach Angaben der Feuerwehr bei Avricourt an die Gleise gekettet. Ihm seien beide Beine abgetrennt worden. Die Rettungskräften versuchten, den 23-Jährigen wiederzubeleben.

Zuvor hatten zwei Atomkraftgegner den Castor-Transport in der Nähe von Nancy für zwei Stunden blockiert. Wie ein Sprecher der Demonstranten mitteilte, ketteten sich ein Mann und eine Frau kurz vor Mittag an die Gleise. Der Zug konnte zwei Stunden später weiterfahren, nachdem die Polizei die Demonstranten losgekettet hatte. Insgesamt hatte sich rund ein Dutzend Atomkraftgegner an der Stelle versammelt.

Der Transport mit zwölf Behältern hochradioaktiven Mülls war am Samstagabend in Richtung des deutschen Zwischenlagers Gorleben gestartet. Dort erwarten ihn tausende Demonstranten. Gestern hatten nach Polizeiangaben hatten im Wendland rund 4500 Menschen friedlich protestiert.
quelle: tagesschau.de

oh mann, kann mir irgendeiner erklären wie das passieren konnte? normalerweise werden die gleise doch vorher abgeschritten und ausserdem fährt das ding doch nur mit schrittgeschwindigkeit und ne horde bullen läuft nebenher. oder ist das immer nur kurz vor dem ankunftsort so?
sieht das in frankreich ganz anders aus? rast das ding da unbewacht mit 100 kmh durch die gegend?


dann noch so als diskussionsfrage:
was haltet ihr von der sache? selber schuld der typ? oder findet ihr derartige protestaktionen gerechtfertigt?
 
 
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Bi-Zar
Alt 07.11.2004, 17:26   #2
Standard

Natürlich ist der Kerl selbst schuld.

Ich wär im übrigen dafür, dass man die Leute auf den Gleisen nur dann wegholt wenn ne Gefahr für den Zug besteht.
 
 
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rattenjunge
Alt 07.11.2004, 17:33   #3
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woiss nicht, ich persönlich kann solche aktionen gut nachvollziehen. wobei son kastortransport sicher nich so schlimm ist, dass man das risiko eingehen sollte sich seine beine absäbeln zu lassen
 
 
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Traico
Alt 07.11.2004, 17:40   #4
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er wird nicht mehr protestieren... jedenfalls nimmer aktiv! selbst schuld!
 
 
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Bi-Zar
Alt 07.11.2004, 17:44   #5
Standard

Original geschrieben von Traico
er wird nicht mehr protestieren... jedenfalls nimmer aktiv! selbst schuld!
ICh geh davon aus, dass der Kerl tot ist.

Beide Beine ab bedeutet jede Menge blutverlust, das is ja klar.

Und man hat auch nur "versucht" ihn wiederzubeleben. Davon, dass die Versuche erfolgreich waren steht da ja nix.

Arafat mag ne Menge Scheiße gebaut zu haben, aber wenn der stirbt, dann freuts mich nicht, das geht mihr am Arsch vorbei. Aber wenn jemand sooo dumm ist, dann hat es nciht anders verdient.

Ich schlage ihn für den Darwinaward vor.
 
 
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Traico
Alt 07.11.2004, 18:01   #6
Standard

ajo, wenn er tot ist triffts auch zu, er wird nichtmehr protestieren

bleibe aber dabei dass man echt insane sein muss sowas zu tun, ich mein, klar, is ne gute sache aber dafür zu sterben ändert nix...
 
 
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outfreyn
Alt 07.11.2004, 18:01   #7
Standard

Sunday, November 07, 2004 at 16:49:52 (CET)

+++ Zu Unfall +++ Es war keine Frau, sondern ein 23 jähriger Mann, der mittlerweile seinen Verletzungen erlegen und verstorben ist +++
CASTOR-NIX-DA!
Wendland, Atomstaat Deutschland
is nun mal so, das der staat dafür sorgen muss das keiner seiner bürger ungebührlich verletzt wird, geschweige den tod findet (falls du's vergessen hast todesstrafe gibt es nach wie vor nicht, auch nicht in frankreich)

öhm, davon abgesehen, was hat arafat mit der sache zu tun? abgesehen davon das der innem frz. krankenhaus liegt, mal reinweg gar nichts.

greetz
out
 
 
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an3
Alt 07.11.2004, 20:11   #8
Standard

Der Staat muss aufpassen, ich frag mich auch, wie das passieren konnte. Auf der einen Seite verstehe ich die Demonstranten. Es ist für sie eben einfach eine Gefahr, gegen die sie demonstrieren wollen. Aber man sollte dann doch noch die Wege des Gesetzes insofern akzeptieren, dass die Mehrheit nix gegen Atomkraftwerke hat (oder ist die Mehrheit mittlerweile gekippt?)

Außerdem bringt es ja nichts, einen Castor-Transport zu stoppen. Ich glaube, dass ist das Problem, dass diese Demonstranten nicht verstehen. Es gibt so Ökoleute, die ich verstehen kann, weil die logisch argumentieren können, was sie tun und weshalb sie das tun, aber die Leute, die sich da festketten, die haben da wirklich etwas falsch verstanden.

Der ist im Endeffekt nicht selber schuld, weil er meines Erachtens nach bei dieser Heftigkeit der Demonstration schon nicht mehr im vollen Besitz der geistigen Kräfte sein konnte. Also wird man da wohl irgendeinen Schuldigen für finden der dann dafür bluten muss, dass so einer da seine Beine auf die Gleise legen musste...
 
 
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nathe666
Alt 07.11.2004, 20:13   #9
Standard

also,wenn ich ehrlich bin,hab ich mit dem kerl absolut kein mitleid!!!!!wer sich an gleise kettet muss damit rechnen,dass er stirbt!der hat bestimmt dumm geguck,als er gemerkt hat,dass die ihn wohl nicht bemerkt haben!!!!
 
 
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nephthys
Alt 07.11.2004, 20:20   #10
Standard

na klar ist der demonstrant selbstschuld, aber ich kann ihn sehr gut verstehen. nur sollte man dann auch soweit denken können, dass diese aktion rein garnichts bewirkt. die atomgegner haben mitleid mit ihm, aber diese leute, vor allem die politiker juckts überhaupt nicht ob da irgendwo so ein "depp" stirbt weil er einen zug aufhalten will. das problem der demonstranten und atomgegner ist eben, dass es eigentlich nichts gibt mit dem man das ganze stoppen kann.
wo steht dass die mehrheit für atomkraftwerke, etc. ist?
ich finds nicht gerade behaglich 10km von so nem teil entfernt zu leben. und irgendwo is das unverantwortlich vom staat solche werke inmitten von wohngebieten zu setzen.
 
 
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rattenjunge
Alt 07.11.2004, 20:21   #11
Standard

also ich fänds auch falsch jetzt die französischen ordnungshüter dafür verantwortlich zu machen. schuld ist der kerl natürlich selber.

son blöder kastortransport ist eine solches risiko einfach nich wert.

prinzipiell bin ich allerdings voll auf der seite der demonstranten, auch wenn ich nich direkt neben nem potentiellen endlager oder so wohne.
atomare abfälle sind einfach meiner meinung nach wegen ihrer langen haltbarkeit nicht zu verantworten.
 
 
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Alt 07.11.2004, 20:25   #12
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Irgendwo muss der Strom herkommen und die Abfälle wegtransportiert werden. Neben ein Kohlekarftwerk will auch keiner wohnen, und 30 Windräder auf der Wiese will auch keiner.
 
 
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Sidolin
Alt 07.11.2004, 20:25   #13
Standard

N bisschen Strom auf die Räder und gut is

Naja, ich find, die sollten nicht beim Transport demonstrieren, sondern halt da, wo wirklich was beschlossen wird... Bei dem Zug is doch niemand dabei, der was zu sagen hat...
 
 
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Bi-Zar
Alt 07.11.2004, 20:36   #14
Standard

Die Demonstranten verlängern den Transport enorm und erhöhen damit die Gefahr eines Terroranschlags.
 
 
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rattenjunge
Alt 07.11.2004, 20:47   #15
Standard

@grandy: ich hätte nix gegen 30 windräder.

es ist ja nicht so, dass wir auf die kernkraft angewiesen sind. im grunde ist kernkraft ja noch nichtmals sonderlich preiswert wenn man eine tausendejahre lange lagerung und bewachung des mülls mit einrechnene würde.
es liegt ganz einfach an der kurzsichtigkeit des systems, dass kernenergie so genutzt wird.

Naja, ich find, die sollten nicht beim Transport demonstrieren, sondern halt da, wo wirklich was beschlossen wird... Bei dem Zug is doch niemand dabei, der was zu sagen hat...
das propblem ist, dass du an die die was zu sagen haben nicht drankommst.
durch das blockieren von castortransporten entsteht den unternehmen (bzw. momentan wohl eher dem staat [oder bezahlen die stromversorger die polizeieinsätze? soweit ich weiss nicht oder?])dagegen ein nicht unerheblicher finanzieller schaden.
und das ist natürlich der offensichtlichste angriffspunkt eines unternehmens, insofern kann ich das schon verstehen
 
 
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an3
Alt 07.11.2004, 20:49   #16
Standard

@Merlin: Das bringt nichts, weil sie da von der Presse nicht wirklich wahrgenommen werden. Die, die was zu sagen haben, die tun sich da keinen Finger krümmen, denen ist das egal.

@Bi-Zar: Naja, ich hätte das so gesagt, dass der Schaden, den dieser Atomrestmüll anstellt größer ist, weil er einfach länger "draußen" steht... Deshalb verstehe ich diese übertriebene Art der Demonstration nicht. Die normale Art mit Schildern demonstrieren zu gehen ist voll OK, bloß sollte man eben wie schon geschrieben einfach wissen, was man tut und nicht blindlings auf die Gleise hopsen...
 
 
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rattenjunge
Alt 07.11.2004, 20:50   #17
Standard

@bizar: das mit dem terroranschlag ist blödsinn...
gäbs keine demonstrationen, gäb es auch keinen solchen schutz für die castoren. insofern wär das risiko dann sicherlich noch höher...

aber das ist sicher ein sekundäres problem
 
 
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Registrierter PPler
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Alt 07.11.2004, 20:56   #18
Standard

Original geschrieben von rattenjunge
@grandy: ich hätte nix gegen 30 windräder.

es ist ja nicht so, dass wir auf die kernkraft angewiesen sind.
Nicht? Hm, worauf basiert diese Aussage? Ohne diese Kraftwerke könnte nur ein Teil Deutschlands mit Strom versorgt werden. Hab ich zumindestens irgendwo so gelesen... vllt. hast du ja da neuere Infos?

bzgl. Windräder: Die werden ja jetzt schon überall aufgestellt und verschandeln die Landschaft, ohne das die einen Stromsparendes Effekt hätten. Gab da auch mal ein treffendes Titel-Thema im Spiegel glaub ich.
 
 
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moechen
Alt 07.11.2004, 22:27   #19
Standard

Ein paar minuten vorher ist ein Polizist an den Leuten vorbeigefahren und hat sie gewarnt, dass sie platz machen sollen für den zug ... bin zweigeteilter meinung. zum einen ist er selbst schuld, dass er sich da ankettet u. zum anderen ist es auch ne schlimme sache, die vielleicht man auch verhindern hätte können.
 
 
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Hammer Unslieb
Alt 07.11.2004, 22:29   #20
Standard

Zum Thema Zwischenlager: Kaum bekannt ist ja, dass die Dinger mitnichten in ein stillgelegtes Salzbergwerrk gebracht werden. Sie werden kurz davor in einer etwas größeren Scheune deponiert für die nächsten XXX Jahre! Würd ich auch nicht so gerne in meiner Nachbarschaft stehen haben, von daher kann ich die Proteste absolut nachvollziehen.

Schlimmer noch, da das Endlagerproblem bis heute, Jahrzehnte nach dem Bau des ersten AKW, immer noch nicht gelöst ist, ist die gesamte Kernspaltungsenergie absolut verantwortungslos. Wenn man sich mal vor Augen hält wie lange dieser Mist strahlt, wie lange das Endlager geschützt und absolut stabil sein muss... noch keine Regierung dieser Erde, noch kein Staat dieser Erde hat eine solch lange Zeit überstanden. Und die kosten für die nachfolgenden Generationen für Schutz und so weiter werden ernorm sein - ohne dass sie irgendetwas davon hätten.

Aus meiner Sicht war bereits das erste AKW ohne gelöste Endlagerung absolut verantwortungslos.
 
 
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afr00r
Alt 07.11.2004, 22:42   #21
Standard

das is doch jetz wirklich kein scherz oder? wie kann sowas denn passieren? ich mein, klar laufen da bullen nebenher! ham dies ma drauf ankommen lassen? so das sich das jetzt keiner mehr traut oder wie? is echt krank!!!
 
 
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Bi-Zar
Alt 07.11.2004, 22:55   #22
Standard

Original geschrieben von afr0man
das is doch jetz wirklich kein scherz oder? wie kann sowas denn passieren? ich mein, klar laufen da bullen nebenher! ham dies ma drauf ankommen lassen? so das sich das jetzt keiner mehr traut oder wie? is echt krank!!!
Wenn sich keiner mehr traut, dann kommt auch niemand mehr um. Allein das ist doch schonmal ein Erfolg.

Außerdem spart man Geld und wenn der Castortransport nicht mehr so lange dauert wird das Zeitfenster für Anriffe niedriger.
 
 
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afr00r
Alt 07.11.2004, 23:06   #23
Standard

ja das war mein erster gedanke! aber das kann doch wirklich nich whr sein...
 
 
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Bi-Zar
Alt 07.11.2004, 23:40   #24
Standard

Original geschrieben von afr0man
ja das war mein erster gedanke! aber das kann doch wirklich nich whr sein...
Wieso nicht?
 
 
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rattenjunge
Alt 08.11.2004, 01:00   #25
Standard

@grandy: natürlich sind wir momentan auf die kraftwerke angewiesen, insofern dass sie einen teil des stroms hier liefern.

ich meinte damit, dass wir nicht generell auf kernkraftwerke angewiesen wären, sondern das ganze auch über andere energieträger reinholen könnten.

dies würde sich aber höchstens dann rechnen (und das ist ja das einzige was in unserer gesellschaftsform zählt) wenn endlich dafür gesorgt werden würde, das jemand der die umwelt verschmutzt und der gesundheit seiner mitmenschen schadet auch dafür zahlen muss.

das wiederspricht auch nicht den marktwirtschaftlichen prinzipien, im gegenteil.
 
 
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