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18.06.2003, 19:31
# 1 Bush verkauft Hot Dogs US-WAHLKAMPF
Bush serviert Hot Dogs für 2000 Dollar
Das billigste Essen für die höchsten Preise: In den USA hat die heiße Phase des Spendensammelns für den kommenden Präsidentschaftswahlkampf begonnen. Präsident Bush will so viel Geld eintreiben wie noch nie ein Kandidat zuvor.
AP
2000 Dollar für Hot Dogs und gegen die Armut in der Welt: Bush
Hamburg - Zwei Wochen will der amtierende Präsident durch die USA ziehen und so viel Geld einsammeln wie alle neun Kandidaten der Demokraten in den ersten drei Monaten des Jahres zusammen. Insgesamt will er bis zur Wahl im November 2004 die Rekordsumme von 200 Millionen Dollar zusammenbringen.
3,5 Millionen Dollar soll allein die erste Veranstaltung am Dienstagabend im Washingtoner Hilton eingebracht haben. Auf die rund 1200 Gäste wartete ein heißes Menu für 2000 Dollar: Hot Dogs, Burgers und Nachos. "Ihre Unterstützung hilft uns, landesweit einen starken Sieg zu erringen", rief Bush der Menge zu, hauptsächlich Rechtsanwälte und Lobbyisten.
Bush persönlich zu erleben - dafür sind viele offenbar bereit, tief in die Tasche zu greifen. Diejenigen, die mindestens zehn Tickets für die Veranstaltung unter das Volk gebracht hatten, wurden vor Bushs Ansprache gar mit einem Schnappschuss mit dem Präsidenten belohnt.
Die Speisekarte war weniger erlesen als das Publikum. Die Bush-Fans wurden mit Hot Dogs, Hamburgern und Nachos abgespeist. Der Stimmung tat dies keinen Abbruch: "Es ist der beste 2000-Dollar-Hamburger, den ich je hatte", jubelte etwa Robin Angle vom Finanzdienstleister Capital Partnership.
90 Minuten blieb der Präsident im Hotel und pries in einer Ansprache seine Politik, für die er wieder gewählt werden will: ein erfolgreicher Kampf gegen den Terror, Steuersenkungen, Bildungsreform, Handelsgesetze und eine Erhöhung der Sicherheit in den USA. "In jedem Punkt haben wir grundsätzlich gehandelt, wir haben unser Wort gehalten und Fortschritte für das amerikanische Volk erzielt", so Bush.
Dann sprach er an, was er in Zukunft erreichen will: Er versprach für Freiheit zu kämpfen und gegen die Armut in der Welt, die Gefährdung der Sicherheit der USA wolle er eliminieren, das Gesundheitssystem reformieren und die Energiepolitik auf die Tagesordnung setzen.
Kritiker meinten spöttisch, die einzigen, die sich 2000 Dollar für den Abend leisten könnten, seien Bush-Fans, die von der Steuersenkung profitiert haben. Terry McAuliffe, Vorsitzender des Nationalkomitees der Demokraten, nannte Bushs Wirtschaftspolitik "desaströs". Die beiden Einschnitte bei der Steuer sei vor allem den Reichen zugute gekommen. "Der Steuerbescheid wird sich als Zahltag für die Bush-Regierung erweisen, denn die Millionen, die die Superreichen einsparen, werden direkt aus ihren Taschen in die der Republikaner wandern", sagte McAuliffe.
Am Freitag will Bush das Brimborium in einem Hotel nahe Atlanta wiederholen, nächste Woche wird der Präsident auf Fund-Raising-Veranstaltungen in New York, San Francisco und Los Angeles erwartet. Die Woche darauf soll der Rubel in Tampa und Miami rollen. Nach Angaben des Weißen Hauses wird in Dallas, Houston und Detroit für Spenden getrommelt - weitere Termine sollen im August folgen Quelle
wenn das nich so "bedeutend" wäre, wär es einfach nur lächerlich. so isses ma wieder eher traurig  |
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