Original geschrieben von Groasa
USA lebt schon lange nicht mehr von Einwanderern.
Das war in der Kolonialzeit so. Mittlerweile könnten die auch auf eigenen Beinen stehen.
Sicher hast Du auch mehr als nur Deinen eigenen Bauch für diese These, z.B. Argumente, die über die bloße Behauptung hinausgehen...
Ohne Einwanderer hätten die USA das gleiche Problem der Vergreisung wie wir hier in D oder unsere Nachbarn in Frankreich oder den Niederlanden, von Japan ganz zu schweigen. Keine Gesellschaft kann dauerhaft auf junge Menschen verzichten - das ist keine Frage der Staatsbürgerschaft.
Original geschrieben von Groasa
Womit wir aber wieder beim alten Thema sind. Warum müssen wir es den Amerikanern immer nachmachen.
Das ist ein anderes Spiel - aber ich stimme Dir insoweit zu, als wir nicht alle amerikanischen Ideen kritiklos übernehmen sollten.
Original geschrieben von Groasa
Nach dem Stellenanzeigenteil einer größeren Zeitung kann man nicht gehen. Wieso kommt es dann das 40% oder mehr der abgehenden Studenten keine Anstellung bekommen?
Dafür gibt es sicher mehrere Gründe:
1. Weil sie das studiert haben, wonach ihnen der Sinn stand. Das ist aber nicht immer das gleiche wie das, was gerade an Abschlüssen am Arbeitsmarkt nachgefragt wird.
2. Weil sie zu alt oder zu schlecht sind.
3. Weil ihnen Zusatzqualifikationen fehlen. In vielen Fällen reicht ein abgeschlossenes Studium für die Berufstauglichkeit nicht aus.
Im übrigen ist Arbeitslosigkeit selten ein Indikator für fehlende Nachfrage, sondern nur für ein fehlgeleitetes Angebot (zu teuer/zu schlecht/zu alt/etc.)
Das Qualitätsproblem ist aber bei Akademikern weniger schlimm als im Handwerk. Mach Dir mal die Mühe, einen Handwerksmeister zu fragen, ob er genügend motivierte und auch fähige Lehringe findet...