
12.07.2007, 14:53
# 4 Der Vorschlag ist Stückwerk, inkonsequent, was wird dann mit den Beamten gemacht?
Trennung zwischen Gesetzlicher und Privater Vorsorge aufheben halte ich nur insgesamt für sinnvoll.
Die Idee wäre vor langer Zeit vielleicht mal eine Option gewesen. Die gesetzliche Rente entzieht sich doch sowieso mehr und mehr ihrer Legitimation, wenn man sich anschaut was ein Eckrentner nach >3 Beitragsjahrzehnten erhalten wird. Die gesetzliche Rente wird je nach Dramatik der Sichtweise nicht mehr sein als Armutsabmilderung oder Armutsbeschaffung.
Die (durchaus auch sehr bekannte) Flucht aus den gesetzlichen Sicherungssystemen ist nur logisch und konsequent. Ob sie nun bewusst anti-solidarisch oder nur eine Notlösung ist, ist eine andere Frage.
Den privaten Versicherungen würde viel Geld verloren gehen und demnach auch weniger Steuern zahlen.
Jeder Exprivatrentenversicherte hätte nun auch Anspruch auf gesetzliche Rente (mehr Rentenausgaben, die durch die neuen Einzahlungen wohl bestenfalls zum Nullsummenspiel werden).
Und wie verfährt man mit den bisher an die privaten gezahlten Beiträgen?
Ferner halte ich es für Unsinn und unglaubwürdig, wenn zum einen seit Jahren das sich ersteinmal durchsetzende 3-Säulen Modell mit gesetzlicher, dann staatlich bezuschusster Privatrente und kapitatalgedeckter Vorsorge abgefeiert wird, und nun Maßnahmen ins Gespräch kommen, die einen Primat der gesetzlichen Rente vortäuschen. |