Naja das Problem ist wohl wie erwähnt unter Anderem das Terrain. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die mal kurz alles technisch aussehende plattbomben und danach eine Bodenoffensive starten, die eigentlich unmöglich ist da es gottseidank nicht genug Idioten gibt die sich dafür verpflichten lassen. Und vorallem wird in meinen Augen die Regierung, die tatsächlich diese Offensive (es ist in meinen Augen keine Defensive, wie auch? Präspekulatives plattmachen von potentiellen Gefahrenherden oder wie soll man das nennen ?) startet, einbrechen.
Ich halte nicht viel von dem "American Way of Life" aber Amerika ist eigentlich garnicht scharf auf mehr Land, ich glaube das widerspricht ihrer Mentalität grundlegend denn sie betrachten sich als toller flecken Erde der ihnen raummäßig reicht und solange sie in der Gewissheit ihres überschwänglichen Wohlstandes leben können wird sich das wohl auch nicht groß ändern. Aber die ''normalen Bürger'' werden es sicher nicht als legitim ansehen diesen Wohlstand durch die direkte/offene Rohstoffausbeutung anderer Länder zu gewährleisten, das musste man ihnen bisher immer hübsch verpackt zu fressen geben damit sie es schlucken. Und dass China bald ihr Konkurrent sein könnte bedenkt die amerik. Öffentlichkeit wohl auch noch nicht wirklich... es wäre verdammt schwer ihnen erneut die "wir werden von einem bösen Land mit Atomwaffen ernsthaft bedroht" - Paranoiapille zu verabreichen, denn außer ner Handvoll Staub (und Öl aber das sieht die Öffentlichkeit ja nicht in ihrem Interesse) hat man dort ja nichts gefunden.
Es werden sicher viel mehr Proteste laut, falls es wieder zu einem neuen Krieg kommen sollte, vielleicht noch um einiges heftiger als während Nam'. Die amerikanische Bevölkerung wurde für den Irakkrieg in meinen Augen verängstigt durch den 11. September und die damals für sie durch die Medien hochgebauschte Gefahr eines Atomschlages gegen ihr Land aber diese Meinung ist wohl seit einer Weile gekippt da man ihnen nix bieten konnte, ausser dass trotz ihrer überlegenen Waffen ihre ~2500 Soldaten gefallen sind (und obendrauf fast 18000 Verletzte bzw. mehr oder minder verkrüppelte Heimkehrer darunter) sowie eine wackelige 'Demokratie' für dei aber kein Ami sein Blut geben würde.
Der Iran ist Pi mal Daumen drei- bis viermal so groß wie der Irak + unübersichtlich und es dürfte klar sein, dass die Soldaten im Irak auch dort bleiben müssen um weiterhin am Ball zu bleiben, das heißt man müsste vermutlich für eine erfolgreiche Bodenoffensive zusätzlich mindestens das 5-6fache "Humankapital" in den Iran schaffen und auchnoch entsprechende Verluste hinnehmen, worauf der amerikanische Bürger wohl keinen Bock mehr hat (noch ganz zu schweigen von der Utopie dort eine 'Demokratie nach amerikanischen Maßstäben' zu errichten). Ich denke hier wird es noch einen Ringkampf zwischen den Interessen der Regierung und den Interessen des Volkes geben und ich hoffe doch die Regierung wird verlieren.
Mal sehen was die Zukunft bringt, wir dürfen gespannt sein.