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Bahnstreik

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ShakeTheDisease
Alt 12.10.2007, 19:03   #1
Standard Bahnstreik

Die Lokführer-Gewerkschaft setzt kurzfristig Streiks ein, damit die Bahn nicht schnell mit Notfahrplänen reagieren kann.
Ein Streik sollte doch ein Druckmittel gegen den Unternehmer/Arbeitgeber sein. Aber so ein kurzfristiger Bahnstreik trifft doch nur die Fahrgäste hart, die zu den Tarifverträgen nichts beitragen können.
Dafür habe ich kein Verständnis mehr, zumal 30% eine freche Forderung ist.
Die Bahn würde das Geld über Fahrpreiserhöhung wieder einbringen!
Habt ihr Verständnis für den Bahnstreik?
 
 
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asdf
Alt 12.10.2007, 19:16   #2
Standard

Naja wie man hört, wären das letztendlich 250 Euro mehr je Lokführer und es wird angeführt, dass es in den letzten 10 Jahren keinerlei Erhöhungen gab.
Ich kann das ja schon irgendwie nachvollziehen, auch wenn ich nicht denke, dass Lokführer nun gerade der anspruchsvollste Beruf ist, aber so hoch sind die Gehälter ja ansich nun sowieso nicht.

Dass bei einem Streik die Kunden der betroffenen Firma darunter leiden ist ja nun irgendwie häufig so und Zweck des ganzen. Das fällt auch durchaus auf die Bahn zurück..und so besonders hoch ist deren Ansehen ja nun ohnehin nicht.
Wenn man kein Streikrecht für Lokführer haben wollte, bräuchte man eben Beamte.

Da ich nicht Bahnfahre kann mir persönlich das eh relativ egal sein.
Mehdorn ist wohl kaum ein besonders sympathischer Zeitgenosse und der GDL Vorsitzende scheint das wohl ähnlich zu sehn und verhält sich auch nicht immer sehr diplomatisch.
Allein schon dass die Vermittler eingeschaltet wurden zeigt wie kompliziert die Lage ist. Aber genützt hat das ja auch nichts.

Am besten beide absetzen und wieder neue Leute an die Verhandlungen lassen. *g*
 
 
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Alt 12.10.2007, 19:36   #3
Standard

Naja wie man hört, wären das letztendlich 250 Euro mehr je Lokführer und es wird angeführt, dass es in den letzten 10 Jahren keinerlei Erhöhungen gab.
Das ist sicherlich richtig, aber wer hat denen denn gesagt, dass die 10 Jahre lang die Schnautze halten sollen. Abgesehen davon, wird der Fahrgast diese Erhöhung sowieso tragen (die Bahn muss günstiger, nicht teurer werden). Am schlimmsten ist doch, kaum haben die Gewerkschaften etwas von Aufschwung gehört und schon wollen sie die letzten 10 Jahre kompensieren. Am besten ist, der Mehdorn macht das wie die Engländer seinerzeits bei dem "Müllstreik" , er lässt die Streiken bis die Streikkassen leer sind. Danach ist dann garantiert Ruhe !
 
 
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Reh
Alt 12.10.2007, 19:43   #4
Standard

Es ist ein Druckmittel, dass die Streiks kurzfristig veranstaltet werden. Sonst wäre der Druck nur halb so groß. Die Unzufriedenheit der Kunden fällt am Ende auf die Bahn, denn die Bahn ist es, die in ihrem Haus nicht für Ordnung sorgen kann und die Sache nicht in den Griff bekommt.

Ich finde die Streiks gut. Sie zeigen, dass die Arbeitnehmer sich durchaus wehren können gegen die Maßlosigkeit der Konzerne. Es ist ein Signal an alle Arbeitnehmer, genauso für ihre Rechte zu kämpfen und gleichzeitig ein Signal an die Arbeitgeber, dass langsam die Schmerzgrenze erreicht ist in der arbeitenden Bevölkerung und es nicht weiter geht mit immer höheren Renditen bei gleichbeibenden oder sinkenden Gehältern. Doppelter positiver Effekt in meinen Augen.
 
 
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Alt 12.10.2007, 19:56   #5
Standard

Ich finde die Streiks gut. Sie zeigen, dass die Arbeitnehmer sich durchaus wehren können gegen die Maßlosigkeit der Konzerne.
Hast du dich mal mit dem Zahlenwerk der Bahn beschäftigt ?
Weisst du wie lange die Bahn rote Zahlen geschrieben hat und seit wann schwarze Zahlen geschrieben werden und wie hoch diese sind, welche Sanierungsmaßnahmen bei der Bahn in der kommenden Zeit zwingend erforderlich sind ?
Eine Kuh zu melken ist das Eine, diese zu schlachten ist was Anderes

Geändert von Jumpy (12.10.2007 um 20:10 Uhr).
 
 
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asdf
Alt 12.10.2007, 20:04   #6
Standard

Zitat von Jumpy
Das ist sicherlich richtig, aber wer hat denen denn gesagt, dass die 10 Jahre lang die Schnautze halten sollen. Abgesehen davon, wird der Fahrgast diese Erhöhung sowieso tragen (die Bahn muss günstiger, nicht teurer werden). Am schlimmsten ist doch, kaum haben die Gewerkschaften etwas von Aufschwung gehört und schon wollen sie die letzten 10 Jahre kompensieren.
Natürlich keiner und das kann man denen auch ruhig vorhalten.
Aber genau wie Gewerkschaften bei einem Aufschwung gleich darauf anspringen, kommen die Arbeitgeber bei einer Forderung in einer Zeit der wirtschaftlichen Flaute oder Stagnation gleich damit an, dass in so einer schwierigen Zeit kein Spielraum existiert.
Und theoretisch haben beide Seiten wohl irgendwo Recht.
Dass die streiken und damit nunmal Schaden anrichten liegt in der Natur der Dinge, werf ich ihnen auch nicht vor.
Allerdings find ich von dem was man mitbekommt her, wirkt das ganze von Seiten der GDL hauptsächlich trotzig und nicht konstuktiv. Man hört zwar auch schon, dass es eh keine 31 Prozent werden und irgendwas zwischen 10 und 15 Prozent rauskommen würde, aber das kommt irgendwie weitgehend kein bisschen rüber.
Zumal die Bahn nunmal in der Zwickmühle steckt, dass die abgeschlossenen Tarifverträge mit den beiden anderen Gewerkschaften Geschichte sind, falls die Bahn mit der GDL einen höheren Abschluss erzielt.
So eine wirkliche Lösung seh ich da noch nicht.

Aber vonwegen billiger werden..das ist doch sowieso illusionär. Sicherlich sollte die Bahn wirklich günstiger sein und zwar zumindest aus 2 Gründen. Einerseits ist Mobilität nunmal auch eine soziale Frage, andererseits ist Bahnfahren einfach der ökologischere Weg.
Aber das passierte weder in den letzten 10 Jahren noch wird es irgendwann in den nexten 10 passieren.
Und mit einem Gang an die Börse wird sich das sicherlich nicht ändern.
Natürlich würde Konkurenz zu einem Preiskampf führen. Aber wie sollte das funktionieren, wenn die Bahn die Herrschaft über das Schienennetz hat. Da kann man gleich nochmal 10 Jahre draufpacken, bis sich da vielleicht eine konkurenzfähige Lösung abzeichnen würde, falls denn wirklich größere Konkurenten auch innerhalb Deutschlands entstehen würden.
Ich denke ja immernoch Privatisierung macht nicht unbedingt in jedem Bereich Sinn..
 
 
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Alt 12.10.2007, 22:43   #7
Standard

man munkelt auch dass die bahn die lokführer gerne als buhmänner aushängt. ist doch ganz praktisch. durchweg steht die bahn selbst unschuldig da und die bösen lokführer sind es die das land kaputt streiken. ganz im geheimen sind dann auch schon führerfreie automatische züge so gut wie serienreif. würde man das in ein paar jahren einführen würde sich das volk sicher noch an die egoistischen streikgenossen erinnern und eine art "recht so"-reaktion anstatt der natürlichen empörung demonstrieren.

was die privatisierung angeht können wir uns wirklich auf englische zustände gefasst machen. wenn das schienenetz unter das damoklesschwert der wirtschaftlichkeit gerät dann gibts bald nur noch strecken, die ballungszentren untereinander verbinden. unter infrastruktur versteht man etwas anderes.
 
 
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Reh
Alt 12.10.2007, 23:46   #8
Standard

Die Privatisierung wurde im Bundesrat vorerst abgewendet. Zum Glück, wie ich meine. Mal schauen, wie es nach ein paar Vermittlungsausschüssen aussieht.
 
 
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AproX
Alt 13.10.2007, 03:24   #9
Standard

Ich tippe auch so auf 10-11 % die als Erhöhung bei rumkommen werden.
Streiks generell sind natürlich immer eine der besten Möglichkeiten der Gewerkschaft, und die Mitarbeiter streiken ja nicht aus Jux und Dollerei, sondern weil es ihnen anscheinend zu beschissen geht mit ihren Löhnen, während sie sich wohl die letzten 10 Jahre noch damit abfinden konnten.
Da lob ich mir doch Zugfahren in China, hab da glaub ich für ne Strecke von über 1000 Kilometern 3 Euro bezahlt ( 4. Klasse oO ), waren die einzigen 3 freien Plätze im Zug nebeneinander, da haste dann keine mies gelaunten Schaffner, dafür ca. 5 Mal so viele Menschen in einem Waggon und auch mal nen Esel, ne Katze oder nen Affen neben, unter und über dir ^^
 
 
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Alt 13.10.2007, 11:27   #10
Standard

also so wie ich das sehe, gibts ja das angebot 10% mehr gehalt zu bekommen, dafür muss man aber auch mehr arbeitssstunden ableisten. und das find ich ja nun nicht wirklich sinnvoll. nicht dass ich jmd wäre, der eine 40stunden woche für unzumutbar hält, dafür komme ich wohl selbst aus einem wirtschaftlichen zweig in dem solche diskussionen überhaupt nicht zu debatte stehen. natürlich sind die 31% utopisch, das wissen die veranwortlichen sicher auch selber. es ist aber eine völlig normale verhandlungstaktik. wenn sie real vllt 15% wollen, dann setzt man erst mal überzogen hoch an, damit sie am ende auf ihre 10-15% kommen und dem verhandlungspartner das gefühl geben trotzdem irgendwie "gewonnen" zu haben. in anderen branchen durchaus normal... und sowieso gehts doch neben der lohnerhöhung um einen eigenen tarifvertrag.

wie auch immer. bei einer strecke von 2x300km ist für mich als einzelne person bahnfahren teurer als mit dem auto fahren. von daher war und ist die bahn für mich keine alternative. das argument "fahrgemeinschaften" sind günstiger als bahnfahren zieht zumindest für mich nicht mehr.

natürlich ist es als regelmäßiger bahnkunde am naheliegensten den lokführern nun allen unmut entgegenzuschleudern, sinnvoll finde ichs nicht. ich hab recht viel verständnis für den streik. und natürlich ist es das sinnvollste so zu streiken dass die kunden der bahn darunter leiden. effektiver gehts fast nicht. gestern hab ich mal irgendwo gehört dass die schäden die der bahn bei einem tag streik entstehen 6-stellig sind wenn ich mich recht erinner. sollten lokführer von güterzügen streiken, wird das aber mal ganz schnell anders aussehen. nicht vorzustellen wenn teile der automobilindustrie nicht mehr just in time geliefert werden weil lokführer streiken.

haben sich die beiden vermittler eigentlich mal irgendwo öffentlich dazu geäußert? irgendwie ist das total an mir vorbeigegangen, allein dass weitergestreikt wird zeigt dass dieser versuch fehlgeschlagen ist, aber details kenn ich nicht.

andere frage: der staat ist doch hauptanteilsbesitzer der bahn, oder? und der staat hält sich aus der ganzen diskussion raus - wie findet ihr das?
 
 
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Reh
Alt 13.10.2007, 12:06   #11
Standard

Zitat von felicitas
andere frage: der staat ist doch hauptanteilsbesitzer der bahn, oder? und der staat hält sich aus der ganzen diskussion raus - wie findet ihr das?
"Der Staat" hält still, weil er die Bahn privatisieren lassen will.
Außerdem ist die Bahn-Führungsetage für die Verhandlungen mit den Gewerkschaften zuständig.
Außerdem würde ich mich als Staatsvertreter jetzt auch nicht einmischen, sondern abwarten, bis sich die Wogen geglättet haben und eine Einigung in Sichtweite ist; dann würde ich als Vermittler einspringen und die Lorbeeren ernten als der entscheidende Vermittler, der endlich zur Lösung des Konfliktes beigetragen hat.
 
 
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Sivar
Alt 13.10.2007, 12:27   #12
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Also der Zeitpunkt als Vermittler einzuspringen wäre doch eigentlich gestern oder so gewesen. Ich vermute, dass sich der Staat diesmal ganz raushalten will. Da schon zwei andere Tarifverträge abgeschlossen sind, finde ich das auch nur konsequent. Entweder der Staat mischt von vornherein überall mit oder nirgendwo, aber nicht bei einer von drei Verhandlungen.

Ausserdem... was soll der Staat denn sagen? Dass die Lokführer gefälligst 20% kriegen sollen? Oder 15%? Ist doch völlig unglaubwürdig, wenn nicht gerade vorher Lohnnebenkosten oder Steuern gesenkt wurden. Da wird einmal gesagt, dass sie sich mal an die eigene Nase fassen sollen und den Beamten 10% mehr zahlen wollen, und die ganze Einmischerei war fürn Arsch. Ausserdem verliert der Staat als Haupteigner auch Gewinne, wenn die Löhne der Lokführer steigen.

Um vermitteln oder kritisieren zu können, muss man selber erstmal als Vorbild dastehen, oder eben wirklich rein garnix mit der Sache zu tun haben, sonst geht das nach hinten los. Kommt natürlich immer drauf an, was die BILD so schreibt...
 
 
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Reh
Alt 13.10.2007, 14:35   #13
Standard

Ich denke übrigens, dass der Staat sich nur öffentlich raushält. Hinter den Kulissen läuft bestimmt so einiges.
Man könnte darüber spekulieren, wie Mehdorn in den Arsch getreten wird von Staatsvertretern, weil er die Gewerkschaft nicht im Zaum halten kann und die Dauerpräsenz der Bahn in den Medien auch die Privatisierung der Bahn viel mehr in die Öffentlichkeit zieht, als es den Befürwortern lieb ist.
Auf der anderen Seite könnte man darüber spekulieren, wie der GDL-Chef in den Arsch getreten (oder bestochen) wird von anderen Interessenvertretern, die gegen die Privatisierung sind und denen der Medienrummel gerade recht kommt.
Hach, wäre das ein Spass, wenn irgendein Reporter die ganzen Interessengemeinschaften, ihre Einflussnahmen usw. recherchieren würde. Stoff für Thriller ist das. ^^
 
 
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Alt 15.10.2007, 19:56   #14
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Da bin ich doch gestern über den Autozug gestolpert und heute hab ich die Meldung gefunden HIER
Schön weiter STREIKEN, schneller kann man sich nicht wegrationalisieren
 
 
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Reh
Alt 15.10.2007, 21:28   #15
Standard

Du stellst einen irreführenden Zusammenhang her. Führerlose Züge werden kommen, völlig unabhängig von den derzeitigen Streiks. Hier an der Uni Paderborn wird schon seit vielen Jahren an einem führerlosen Schienenverkehr geforscht, anderswo genauso.
Die in den letzten Wochen gehäuften Berichte darüber sind kein Zufall, sie signalisieren, dass die GDL lieber nicht so aufmotzen soll, weil sie bald überflüssig wird. Aber überflüssig wird sie so oder so. Es gibt also keinen Grund, jetzt auf seine Rechte zu verzichten. Man wäre sogar blöd, sich die letzten Jahre und Jahrzehnte nicht noch etwas zu versüssen, wenn der Abschied ohnehin nur eine Frage der Zeit ist.
 
 
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Alt 15.10.2007, 22:04   #16
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Du stellst einen irreführenden Zusammenhang her.
der ist so irreführend, das du sofort einen Zusammenhang herstellen konntest
Hoffentlich investiert Mehdorn Kohle in diese Entwicklung, sodas die Gewerkschaften schnell merken wo unverschämte Forderungen hinführen können. Dann werden die Lokführer dankbar sein auch Bahnsteige fegen zu dürfen und das für weniger Geld.
 
 
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Reh
Alt 16.10.2007, 00:22   #17
Standard

Mehdorn investiert mit Sicherheit Kohle dafür, und das nicht erst seit dem Streik. Und weil die Entwicklung führerloser Züge absolut nichts mit dem Streik zu tun hat, wäre es total idiotisch von den Lokführern, ihren Streik von der Entwicklung abhängig zu machen. Auch wenn sich Mehdorn über diese Dummheit freuen würde.
 
 
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Alt 16.10.2007, 10:00   #18
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Züge absolut nichts mit dem Streik zu tun hat, wäre es total idiotisch von den Lokführern, ihren Streik von der Entwicklung abhängig zu machen.
Direkt sicherlich nicht, aber meinst du nicht, dass durch den Streik die Forschung und Entwicklung schneller voran getrieben wird,oder ist man jetzt so "Blauäugig" und meint, dass nach dieser Arbeitnehmer-Erpressung alles wie vorher läuft ? Du wirst sehen wie stettig und kontinuierlich Arbeitsplätze in der Zukunft bei der Bahn wegrationalisiert werden, durch Teilprivatisierung, Outsourcing und Stillegung ! Die Bahn wird ihre Verluste schnell wieder ausgleichen !
 
 
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asdf
Alt 16.10.2007, 11:21   #19
Standard

Und wenn die Bahn AG noch irgendwo Möglichkeiten sieht die Rationalisierung vorranzutreiben und den Profit zu steigern würde man das aufgrund von irgendeiner ominösen Verantwortung oder Nettigkeit den bisherigen Mitarbeitern gegenüber nicht tun, wenn sie nicht gestreikt oder sich gleich mit 4,5 Prozent Lohnerhöhung zufrieden gegeben hätten?
Klingt auch nicht wahrscheinlicher.
 
 
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Reh
Alt 16.10.2007, 12:11   #20
Standard

Zitat von Jumpy
...nach dieser Arbeitnehmer-Erpressung alles wie vorher läuft ?...
Die Arbeitnehmer-Erpressung hat in den letzten Jahrzehnten in der Tat völlig dreiste Ausmaße angenommen. Mit der Drohung von Arbeitsplatzkürzungen wurden und werden die Arbeitnehmer erpresst trotz saftiger Gewinne auf Gehaltserhöhungen zu verzichten oder sogar Gehaltskürzungen und schlechtere Arbeitsbedingungen hinzunehmen. Und du schlägst jetzt eine ganz neue Stufe der Erpressung vor, nämlich die Ankündigung, gleich alle Lokführer überflüssig zu machen. Natürlich läuft nichts mehr wie früher. Wenn die Bahn hinter verschlossenen Türen genau wie du diese neue Stufe der Erpressung anwendet, dann sollten die Lokführer meiner Meinung nach viel mehr streiken.
 
 
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Alt 16.10.2007, 18:58   #21
Standard

Sry, bissl OT:
Es wird Zeit, dass Arbeitnehmer (nicht Alle) lernen, dass mit 35 Std. in der Woche Arbeiten und 30 Tage Urlaub, auf Deutsch gesagt "Eierschaukeln" der Lebensunterhalt nicht gesichert ist. Kein Wunder das unsere Produktivitätskosten nicht marktgerecht sind. In den meisten anderen Ländern hat man halt noch ein Zweit - oder Drittjob um über die Runden zu kommen. Da müssen die Lokführer halt noch mal ne Schicht Taxi am WE einlegen
 
 
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Cassandra
Alt 17.10.2007, 03:27   #22
Standard

Ja aber Zweitjobs ist doch auch kein Zustand. Ich weiß jetzt nicht wieviel die verdienen, aber wenn es zu wenig ist dann sollen die ruhig streiken. Sind ja auch immer angekündigt die Streiks, sodass man sich als Fahrgast orientieren muss. Ich finde Bahnführer (heist das so ) ist schon ein anspruchsvoller Beruf. Sehr monoton, wobei du dich aber doch genau konzentrieren musst. Man ist schließlich für Menschen verantwortlich. Von daher wenn sie zu wenig Geld bekommen sollen sie Streiken
 
 
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Reh
Alt 17.10.2007, 19:39   #23
Standard

Man kann sich auch fragen, wie es dazu kommen kann, dass die Menschen immer bessere Technologien zur Verfügung haben, um sich Arbeit zu sparen und trotzdem immer mehr arbeiten müssen, um den Lebensstandart zu halten. Wohin verduften sich die Vorteile für die Bevölkerung, die aufgrund einer Arbeitsverschiebung auf die Maschinen vorhanden sein müssen?
 
 
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baedr
Alt 17.10.2007, 20:32   #24
Standard

Ganz so ist das ja nicht... wenn man einen etwas größeren Maßstab anlegt, so hat sich die Arbeitszeit in Europa pro Kopf in den letzten Hundert Jahren etwa halbiert, bei einer produktivitäts-steigerung von 600% (auf Grund des Technologischen Fortschritts) Klar schwankt das, aber der Trend geht zu kürzeren Arbeitszeiten.


edit: hab noch "in den letzten hundert jahren" eingefügt... das darf man natürlich nicht weglassen

Geändert von baedr (17.10.2007 um 20:56 Uhr).
 
 
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DasTobbi
Alt 18.10.2007, 00:10   #25
Standard

Ich hab für diese Streik-Scheisse langsam wirklich kein Verständnis mehr. Ich bin auf die Bahn angewiesen um zu meiner Uni zu kommen, und ich schätze mal eine ganze Menge von Berufspendlern auch. Es interessiert mich nen scheissdreck ob die zu wenig Geld bekommen, ich will einfach nur zur Uni verdammt noch eins... -_-
 
 
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