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Ausstieg vom Atom-Ausstieg?!

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Umfrageergebnis anzeigen: Seid ihr für einen Ausstieg vom Atom-Ausstieg?
Ja (d. h. auch in Zukunft Atomenergie in Deutschland) 21 52,50%
Nein (d. h. gegen Atomenergie in Deutschland) 19 47,50%
Teilnehmer: 40. Diese Umfrage ist geschlossen

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Walli-Man
Alt 09.01.2007, 19:40   #1
Standard Ausstieg vom Atom-Ausstieg?!

Nachdem Russland den Öl-Hahn wegen des Streits mit Weißrussland zugedreht hat fließt kein Öl mehr über die Pipelines zu den norddeutschen Raffinerien.

Politiker diskutieren deshalb wieder über den Ausstieg vom Atom-Ausstieg. CSU-Chef Stoiber forderte den Atom-Ausstieg nochmal zu überdenken.

Was haltet ihr davon?
 
 
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Alt 09.01.2007, 21:00   #2
Standard

solange ausreichend mittel in sicherheit und atommüll-"entsorgung" gesteckt werden, klar! bis die fusionskraft marktreif ist lässt sich das noch vertreten, denke ich, wenn man von aktuellen prognosen ausgeht.

gleichzeitig müssen natürlich regenerative energiequellen stark gefördert werden!
stichwort wind, wasser, sonne, geothermik.
 
 
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Sivar
Alt 09.01.2007, 21:11   #3
Standard

Wieviel Prozent des deutschen Stroms wird denn durch Öl erzeugt? Fast nix. Das bedeutet, dass der Öl-Lieferstopp nur ein Anlass für CSU-Politiker ist, ihr geliebtes Thema Atomkraftwerke wieder in die Köpfe unwissender Bürger zu bringen.

Für mich keine Diskussion wert, bin nach wie vor gegen Atomkraft.

Geändert von Sivar (09.01.2007 um 21:26 Uhr).
 
 
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Krashok
Alt 09.01.2007, 21:17   #4
Standard

gibt es denn irgendwo eine zuverlässige und glaubwürdige aufschlüsselung wieviel energie durch welche form der stromgewinnung erzeugt wird ? denn ich weiss nicht wieviel strom durch erdöl & erdgas im verhältnis zu atomkraft oder regenerativen energiequellen erzeugt wird
 
 
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Sivar
Alt 09.01.2007, 21:34   #5
Standard

Im "Jahrbuch 2006" (bzw einer Pressekonferenz darüber zum Thema Energie) des statistischen Bundesamtes wird Erdöl als Energieträger für Stromerzeugung nichtmal genannt. Die Zahlen sind wie folgt (Prozent der Stromerzeugung mit jeweiligem Rohstoff):

26% - Kernenergie
25% - Braunkohle
22% - Steinkohle
11% - Erdgas
4,4% - Wasserkraft
4,3% - Windkraft
5,2% - sonstige
----
= ~98%, und man muss dabei bedenken, dass die ganzen Prozentzahlen noch gerundet sind. Gibts überhaupt auch nur ein einziges Ölkraftwerk in Deutschland? Ich hab fast den Eindruck, dass nicht.

Quelle
 
 
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Morris
Alt 09.01.2007, 21:42   #6
Standard

Und was ist mit den elf Prozent Erdgas? Kommt da denn nicht auch was aus Russland? Ist doch immerhin ein "Abfallprodukt" der Ölgewinnung.

Aber ich denke auch, dass man einen langfristigen Ausstieg, der doch auch mehr Unabhängigkeit (?) bringen sollte, nicht durch tagespolitische Ereignisse gefährden sollte.
 
 
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Sivar
Alt 09.01.2007, 21:45   #7
Standard

Selbst wenn 50% der deutschen Stromerzeugung mit Öl wäre, wäre die Diskussion über einen Atomausstieg-Ausstieg unsinnig. Glaubt denn ernsthaft jemand, Weissrussland könnte langfristig Russlands Energielieferungen nach Europa verhindern? Vorher gibts noch den 3. Weltkrieg oder ein zweites Tschetschenien.

Ich bin der laienhaften Ansicht, Weissrussland will Russland (und Europa?)um irgendwas erpressen. Entweder sie kriegen es, oder es gibt Krieg.
 
 
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Alt 09.01.2007, 21:52   #8
Standard

Der deutsche Energiemix ist ohne Kernkraft leider ziemlich "im Arsch", bzw. führt zwangsläufig ersteinmal zu Abhänigkeiten.

Sivars Auflistung zeigt ja dass die erneuerbaren Energien nur einen Bruchteil ausmachen. Achja zur Stromerzeugung, dazu ist Öl ja auch nicht da. Das wird oft nicht gesehen, dass einzelne Energiequellen nicht andere ersetzen können.

Einerseits ist mir klar, dass sich Deutschland durch den Ausstieg nicht gerade gut tut, jedenfalls energieökonomisch. Schon sehr fraglich, wie das dann letztendlich aussehen wird, ich bin dann mal über unseren Import gespannt. Irgendwie muss der Bedarf ja gedeckt werden.

Andererseits ist der deutsche Atomausstieg damals wirklich ein Signal für umweltverträgliche Politik gewesen. Und wird es, wenn es dann so weit sein soll, auch erst recht sein. Ich bin ohnehin der Meinung, dass Kernenergie unter diesem Gesichtspunkt, und auch unter anderen, gar keine Existenzberechtigung hat. Da kann mir tausend mal versichern, die deutschen Kraftwerke seien die sichersten der Welt.
 
 
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IsoO
Alt 09.01.2007, 21:55   #9
Standard

ich halte nichts von atomenergie. daher "nööö"
 
 
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Sivar
Alt 09.01.2007, 22:02   #10
Standard

Öl ist sehr wohl zur Stromerzeugung da, bloss nicht in Deutschland. In den USA gibt es jede Menge Ölkraftwerke.

Und ich wage mal zu behaupten, dass man es bis 2050 schaffen könnte, über 50% der Energieproduktion mit verschmutzungsfreien Technologien hinzubekommen. Die volkswirtschaftlichen Schäden durch Luftverschmutzung werden nämlich oft nicht berechnet, wenn es um die Kosten von Energie geht... ausserdem ist eine fast ausschliessliche Abhängigkeit von bestimmten Rohstoffen eine sehr unsichere Sache und kann böse enden.

Technologischer Fortschritt wird seinen Teil dazu beitragen, dass die Strompreise nicht ins astronomische steigen müssen, also würde sich das Konzept vielleicht sogar rechnen. Leider ist all das aber nicht im Interesse der Öl- und Gasriesen, die mit über uns herrschen .
 
 
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Alt 09.01.2007, 22:30   #11
Standard

Ja stimmt schon. Ich meinte es ungefähr so: Öl zur Stromversorgung ist wie Perlen vor die Säue.
 
 
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distressed
Alt 09.01.2007, 22:43   #12
Standard

ich seh das alles recht subjektiv, denn ich bin "in der nähe" von biblis (wers kennt...).
und so sicher ist das alles nicht mehr.
die anlagen von vor 20/30 jahren sind immernoch fast dieselben und atomkraft ist eine gewaltige, sollte diese "frei werden".

ich bin klar für den ausstieg.
 
 
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Tox!cfox
Alt 09.01.2007, 23:05   #13
Standard

Ich spreche mich hier mal für die Atomkraft aus.
Ich halte Atomkraftwerke für ne gute Sache, weil sie die wohl sauberste Energiegewinnung darstellt. Jetzt werden viele rumschreien und behaupten, dass die ganzen Abfälle strahlen und halbherzig irgendwo auf der Welt im Sand verbuddelt werden. Da widersprech ich nich, aber hey, wen stört das wirklich? Spannt man den Gedanken um die Atomkraft weiter, kommt man irgendwann in der Zukunft an. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es sehr gute Möglichkeiten gibt, die noch strahlenden Fragmente ins All zu schießen oder sie auf andere Art und Weise zu eliminieren.
Für mich ist und bleibt das einzige Argument die Bedenken gegenüber terroristischen Angriffen. Aber auch da kann Prävention geleistet werden, indem man sichere Anlagen, z.b. unterirdische konstruiert um die drohende Pseudogefahr zu minimieren, bzw. die hysterische Bevölkerung zu beruhigen.
Ein weiterer verdammt wichtiger Aspekt ist die von 1, 2 oder 3 bereits angeführte Weitertreibung der Kernfusion. Wie soll ohne aktive Nutzung von Kernenergie die Forschung eben jenes Zukunftsenergieerzeugers vorangebracht werden? Ich finde es nur langfristig geplant, wenn man sich die Option einer fortschrittlichen Atomenergienutzung offen hält.
 
 
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DerAssie
Alt 09.01.2007, 23:10   #14
Standard

Außer der Kernfusion irgendwann mal gibts keine wirkliche saubere Alternative ohne Endlager Probleme zu Wind, Solar und Wasserkraft.
 
 
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sailor
Alt 09.01.2007, 23:28   #15
Standard

Zitat von michaelg:
Der deutsche Energiemix ist ohne Kernkraft leider ziemlich "im Arsch", bzw. führt zwangsläufig ersteinmal zu Abhänigkeiten.
Sivars Auflistung zeigt ja dass die erneuerbaren Energien nur einen Bruchteil ausmachen.
Man darf dabei allerdings nicht vergessen, daß auch Erdgas (11%)und ein Teil bei "Sonstige" (5,2%) beispielsweise zur Befeuerung von Anlagen verwendet wird, die in Schwimmbädern, Saunen, Sporthallen, Öffentlichen Gebäuden, Firmengebäuden und grösseren Privatkomplexen neben Wärme auch Strom erzeugen. http://de.wikipedia.org/wiki/Blockheizkraftwerk
Die haben dabei einen unvergleichbar höheren Wirkungsgrad und der Strom fällt sozusagen "nebenbei" an. Das gibt es übrigens auch schon für den Heimbereich, z.B. ist mir da ein Modell "Dachs" bekannt.
http://www.senertec.de/deutsch/frame...name=dachs.php
Das geht in den "grünen Strom" (z.B. Greenpeace Energy http://www.greenpeace-energy.de/ ) mit rein und kann im Prinzip zu den umweltfreundlichen Energien gerechnet werden.
Verglichen mit den anderen Formen der Energieerzeugung allemal.

Zitat von michaelg:
Ich bin ohnehin der Meinung, dass Kernenergie unter diesem Gesichtspunkt, und auch unter anderen, gar keine Existenzberechtigung hat. Da kann mir tausend mal versichern, die deutschen Kraftwerke seien die sichersten der Welt.
Ganz genau so sehe ich das auch. Das, was in Tschernobyl passiert ist, ist so übel, die Menschen dort werden noch sehr lange darunter leiden.
Jetzt muß schon wieder dringend ein neuer Sarkopharg um das "strahlende Monster" gebaut werden. Der alte ist nämlich undicht und leckt. Und wenn da Wasser reinläuft, dann läuft das danach auch wieder woanders hin, sickert ins Grundwasser u.s.w.....

Und wenn ich an die Leukämiefälle von Geesthacht denke... war ja in den Medien. Angeblich gab es da natürlich keinen Störfall. Aber seltsam ist das schon, in der Nähe vom Atomkraftwerk so gehäuft...
Es ist ja nicht so, daß es bei uns keine üblen Atomunfälle gegeben hätte.
http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/atomunfaelle/
Ich persönlich halte es für sehr wahrscheinlich, daß da auch schon mal was verheimlicht wurde, daß es also neben dem Bekannten eine Dunkelziffer gibt. Ist doch naheliegend.

Tja und dann kommt ja noch die Sache mit dem Terror. Es ist öffentlich bekannte Sache, daß ein Atommeiler einem Verkehrsflugzeug nicht standhält, trotz Betonkuppel. Und dann werden da solche Absurditäten wie Nebelwerfer diskutiert. Als ob das im Ernstfall alles so schnell und sicher funktionieren würde. Ich meine so mit Wind, sicherer und rechtzeitiger Identifizierung, GPS im Flugzeug....Man muß sich mal überlegen, was für eine Fläche der Nebelwerfer rechtzeitig beaufschlagen muss...das Atomkraftwerk selbst reicht da nicht, weil der Pilot ja weiß (GPS) wo das steht.
Ich halte das für Augenwischerei, Sicherheitssuggestion, sonst nichts.

Dann kommen dazu die Probleme mit den Transporten (Was das kostet!, von Sicherheit mal ganz abgesehen...) der Lagerung (was das kostet, von Sicherheit ebenfalls mal ganz abgesehen...) der angeblichen "Wiederaufbereitung", die in Wahrheit keine ist: http://www.greenpeace.de/themen/atom...raufarbeitung/
Die verstrahlt uns noch zusätzlich die Meere.

Dazu noch ein Artikel zu "20 Jahre Tschernobyl" ganz unten mit einem Musikvideo (Rapper "Example" mit "What we made") dazu.
http://www.greenpeace.de/themen/atom...es_super_gaus/

Also, wie ich diese "Ausstieg vom Ausstieg" -Argumentation sehe, dürfte klar sein. Ich halte sie für unverantwortlich und betrachte es als Schande, daß überhaupt darüber nachgedacht wird.
Die einzigen die davon ernsthaft profitieren dürften, sind Eon, Yello- Strom (EnBW) und alle diejenigen Energieriesen, die die Kernkraftwerke besitzen und für die es sozusagen eine "Gelddruckmaschine mit staatlicher Förderung" ist. Zu den Gewinnen in 6 Monaten f. 2005:
Gewinne-Energiekonzerne

Wenn ihnen die erste Rechnung für die Polizeieinsätze bei den Atomtransporten, die Rechnung für die Entseuchung des Meeres Nähe Sellafield und La Hague ("Wiederaufbereitung") (ist natürlich ein Scherz, wie soll man das entseuchen? Siehe Artikel) etc. zugesandt wird, dann denken die Herrschaften da auch sehr wahrscheinlich anders.
Tja, und die Rechnung aus dem Raum Tschernobyl und Nordeuropa incl Sowjetunion.....ich glaube das sagt schon alles.
Wenn sich das alle Kraftwerkbetreiber Europas und Russlands teilen würden, dann wären sie pleite und wir könnten den Krempel abbauen... Siehe die Opferzahlen unten auf der Seite: http://www.greenpeace.de/themen/atom...es_super_gaus/
Das ist nur für Russland...
Aber wenn sie pleite sind, müsste den Abbau natürlich auch schon wieder die Allgemeinheit finanzieren. Aber dafür zum letzten mal.

Geändert von sailor (10.01.2007 um 01:27 Uhr).
 
 
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asdf
Alt 10.01.2007, 04:29   #16
Standard

Zitat von Sivar
Im "Jahrbuch 2006" (bzw einer Pressekonferenz darüber zum Thema Energie) des statistischen Bundesamtes wird Erdöl als Energieträger für Stromerzeugung nichtmal genannt. Die Zahlen sind wie folgt (Prozent der Stromerzeugung mit jeweiligem Rohstoff):

26% - Kernenergie
25% - Braunkohle
22% - Steinkohle
11% - Erdgas
4,4% - Wasserkraft
4,3% - Windkraft
5,2% - sonstige
----
Quelle
Wo es schon ne schöne Statistik gibt fang ich doch gleich mal hier an.

Wenn man nicht nur die Stromproduktion, sondern die gesamte Energieproduktion heranzieht..also mit Heizungen, PKW/LKW, Industrielle Produktion etc. pp. rückt die Atomenergie doch um einiges ab von ihrem momentan noch ersten Platz in obiger Statistik.
Da ergeben sich aber durchaus einige Möglichkeiten daraus, wie man den Ausbau an Verzicht auf Atomkraft, durch Förderung alternativer Energiequellen vorantreiben könnte.

Aber eigentlich ging es hier ja mal ums Öl und davon sind wir auch wesentlich abhängiger.

Nichtsdestotrotz, wie hier auch schon anklang, ist es absolut lächerlich, diese Öl Streitigkeiten nun quasi als Ausrede zu benutzen, den bereits beschlossenen Atomausstieg abermals anzugreifen. Jaja die gute Union.
Keinerlei rationaler Zusammenhang, aber Propaganda machen für die Atom Lobby.

Es steckt soviel ökologisches und ökonomisches Potential in der Förderung alternativer Energien, dass man langsam aber sicher mal davon Abstand nehmen sollte den großen Atom und Kohle Energie Gesellschaften in den Arsch zu kriechen und die bestehenden Möglichkeiten des technischen und umweltfreundlichen Fortschritts, der leider Gottes oder doch eher zum Glück, nicht nur in der Hand von einigen wenigen ist, da sich das ganze einfach per se mehr verteilt und die Sache nicht mit 10 großen Kraftwerken erledigt ist.


Die Pfeifen sollten sich mal lieber um die Dinge kümmern, die gemacht werden müssen und nicht ständig wieder bei jeder noch so herbeigezogenen Gelegenheit gegen den Atomausstieg hetzen.

(Ich verzichte jetzt mal darauf auchnoch meine ausführliche Meinung zur Atomkraft darzulegen, dass ich dagegen bin wurde ja denke ich ersichtlich und es wurde sowohl hier im Thread von einigen, als auch in älteren u.a. von mir schon genug gesagt, da durchaus gültig ist.)
 
 
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Alt 10.01.2007, 09:21   #17
Standard

Atom ist ja extrem toll und so, sehr viel energie und mittlerweile auch sicher, aber das problem ist die entsorgung bzw die endlagerung. Ich möchte hier nix verbuddeln was noch jahrhunderte lang in der gegend rumstrahlt.
 
 
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Alt 10.01.2007, 10:28   #18
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naja denn, Erdrecourcen halten auch net mehr lang. wo ist den die Alternative bitte ?

Atomkraft/-Energie ist sinnvoll und kostengünstig. die Entsorgung iss doch das Problem. Die sollten mal den Müll aufen Mars schiessen.


bitte diesen thread lesen und in zukunft ein paar punkte, fragezeichen und kommata weniger verwenden. danke!

Geändert von Felicitas (10.01.2007 um 12:22 Uhr).
 
 
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sailor
Alt 10.01.2007, 12:20   #19
Standard

Zitat asdf: dass ich dagegen bin wurde ja denke ich ersichtlich und es wurde sowohl hier im Thread von einigen, als auch in älteren u.a. von mir schon genug gesagt, da durchaus gültig ist.
Ein Verweis wäre nicht schlecht, finde ich. Vielleicht interessiert´s jemanden. Und lange suchen tut keiner gerne.

Zitat asdf: Wenn man nicht nur die Stromproduktion, sondern die gesamte Energieproduktion heranzieht..also mit Heizungen, PKW/LKW, Industrielle Produktion etc. pp. rückt die Atomenergie doch um einiges ab von ihrem momentan noch ersten Platz in obiger Statistik.
Da ergeben sich aber durchaus einige Möglichkeiten daraus, wie man den Ausbau an Verzicht auf Atomkraft, durch Förderung alternativer Energiequellen vorantreiben könnte.
Vor allem könnte man diese Formen von Energiegewinnung, die noch vielfach ungenutzt durch banale Öl- und Gasheizungen etc. in öffentlichen Gebäuden, Privatmietskasernen, Privathäusern überhaupt, überreichlich vorhandene Dachflächen für Photovoltaikanlagen etc. vorhanden sind, schlicht durch entsprechende Förderung (wie schon der Fall und vielleicht noch etwas ausgeklügelter) weiter ausbauen.
Ich meine also Blockheizkraftwerke mit Wirkungsgrad bis 90%
(Das sind Vorteile bis zu 45%!! man vergleiche die Zahlen mit gewöhnlichen Kraftwerken: http://de.wikipedia.org/wiki/Blockhe...werk#Auslegung )
die es wie in #15 erwähnt auch für Privathäuser gibt, Kombination mit Wärmepumpen, sonst. Erdwärme, Dämmung etc. ; Ausbau der Privatdachflächen für Energiegewinnung u.s.w.

Man hätte dann -da bin ich mir vollkommen sicher- keine Probleme, auf völlig andere Prozentzahlen zu kommen als momentan, und man könnte die Kernenergie lückenlos ersetzen. Dabei sind die Energieverluste durch Stromtransport (2-5%) ebenfalls geringer. Überlegt mal, was da für ein offenes Potential ist!
In Kombination mit den noch ungenutzten anderen Energieformen, effizienterem Ausbau, neuer Technologie u.s.w. kann ich folgendem

Zitat Jumpy: Erdrecourcen halten auch net mehr lang... wo ist den die Alternative bitte ???
nicht mehr zustimmen.
Daß es Zeit braucht, ist klar. Wichtig ist aber, daß es in Angriff genommen wird. Und das erreicht man am wenigsten durch Diskussion über Wiederbelebung von Atomanlagen. Ich glaube sogar, daß das der Zukunftsmarkt ist, wie es sich ja anhand der Arbeitsmarktzahlen bei diesen Technologien bereits abzeichnet.

Geändert von sailor (10.01.2007 um 12:31 Uhr).
 
 
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Savra
Alt 12.01.2007, 01:44   #20
Standard

Zitat von Jumpy
Atomkraft/-Energie ist sinnvoll und kostengünstig. die Entsorgung iss doch das Problem. Die sollten mal den Müll aufen Mars schiessen.
Woher hast Du das, bitte sehr? Die Betriebskosten eines Atomkraftwerken sind sehr hoch und die Stromherstellung teuer. Transport, Entsorgung, Anreicherung und Aufbereitung ansich sind schon teuer.

Die bekannten wirtschaftlich nutzbaren Uranvorkommen auf dieser Welt sind zudem früher erschöpft als beispielsweise Erdöl und, logischerweise, noch früher als Erdgas. Übrigens gibt es in Deutschland keine wirtschaftlich nutzbaren Uranvorkommen in der Natur, so daß Deutschland komplett von anderen Ländern abhängig ist.

So ganz einfach, wie Du es Dir machst, ist es auch nicht.
 
 
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Alt 12.01.2007, 13:03   #21
Standard

Zitat von Savra
Woher hast Du das, bitte sehr? Die Betriebskosten eines Atomkraftwerken sind sehr hoch und die Stromherstellung teuer. Transport, Entsorgung, Anreicherung und Aufbereitung ansich sind schon teuer.

Die bekannten wirtschaftlich nutzbaren Uranvorkommen auf dieser Welt sind zudem früher erschöpft als beispielsweise Erdöl und, logischerweise, noch früher als Erdgas. Übrigens gibt es in Deutschland keine wirtschaftlich nutzbaren Uranvorkommen in der Natur, so daß Deutschland komplett von anderen Ländern abhängig ist.

So ganz einfach, wie Du es Dir machst, ist es auch nicht.
und woher hast du das nun wieder?
 
 
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DerAssie
Alt 12.01.2007, 16:26   #22
Standard

26% - Kernenergie
25% - Braunkohle
22% - Steinkohle

Das ist natürlich Schwer zu ersetzen diese 73% fast 75%/2/3, aber man sollte es trozdem als Herausforderung sehn auch auf diese fosilen Träger wie Kohle zu verzichten.
Die produzieren auch viel zu viel belastendes.
 
 
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Hammer Unslieb
Alt 12.01.2007, 18:07   #23
Standard

Zitat von Jumpy
naja denn, Erdrecourcen halten auch net mehr lang. wo ist den die Alternative bitte ?
Uran wächst auch nicht auf Bäumen! Und existiert auf der Erde auch nicht in unendlichen Mengen (wenn es auch länger als Öl halten wird). Und kann auch nicht einfach so irgendwo aus dem Stein gehauen werden, sondern muss (energie-)aufwändig aufbereitet werden. Und hier in Deutschland haben wir so gut wie garnichts davon - ein großer Teil der weltweiten Uranvorräte liegt.... in Russland! Also was ist nun die Alternative?

Netter Link dazu übrigens: http://de.wikipedia.org/wiki/Uranabbau
 
 
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Sivar
Alt 12.01.2007, 18:25   #24
Standard

Atomkraft/-Energie ist sinnvoll und kostengünstig. die Entsorgung iss doch das Problem. Die sollten mal den Müll aufen Mars schiessen.
Jumpy, dein Gesicht will ich mal sehen, wenn sone Rakete, die bis obenhin mit Atommüll vollgestopft ist, beim Start aufgrund eines technischen Defekts oder so explodiert... ganz davon abgesehen dass es kostentechnischer Wahnsinn wäre, Müll auf den Mars zu schiessen.

Assie hat schon recht damit, dass es kurzfristig unmöglich ist, 73% der Stromerzeugung auf umweltfreundliche Techniken umzustellen. Man sollte zB bedenken, dass Photovoltaik-Zellen im Vergleich zu herkömmlichen Techniken sehr schnell an Effizienz verlieren und zudem relativ früh ausgetauscht werden müssen. Weiterhin kostet die Herstellung solcher Zellen noch viel Energie und ist daher auch (noch) nicht gerade umweltschonend. Wind- und Wasserkraft halte ich für gute Alternativen, ebenso Erdwärme, die aber leider bei weitem nicht überall sinnvoll zur Energiegewinnung einsetzbar ist.

Das nächste Problem ist, dass Wind und Sonne wenig konstant sind. Das bedeutet, dass man viel mehr Anlagen bauen müsste, als man eigentlich bräuchte, wenn alles gut ausgelastet wird, also es sonnig und windig ist. Man hat immer eine gewisse Grundlast, und wenn nachts kein Wind weht und natürlich auch keine Sonne scheint, muss die Energie irgendwo in riesigen Akkus zwischengespeichert werden. Akkus sind aber nicht umsonst Sondermüll und ebenfalls teuer in der Herstellung.

Tatsächlich gibt es heutzutage keine richtig gute Alternative zu fossilen Brennstoffen, aber das sieht in 10-20 Jahren wahrscheinlich schon ganz anders aus. Deswegen bin ich auch nicht für eine sofortige Abkehr um jeden Preis, sondern für eine langsame aber stetige "Umrüstung". Dass heutzutage aber schon in Richtung regenerative Energien viel geforscht und gebaut wird, finde ich sehr positiv, denn irgendwo muss man ansetzen, und alles Gute fängt mal klein an. Ich finde, dass Deutschland im Energiebereich schon auf dem richtigen Weg ist, wenn man mal von der sehr einseitigen Gas-Abhängigkeit von Russland absieht, deren Verstärkung wir wohl unserem Ex-Kanzler zu verdanken haben.
 
 
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Tox!cfox
Alt 12.01.2007, 18:44   #25
Standard

Zitat von Sivar
Man hat immer eine gewisse Grundlast, und wenn nachts kein Wind weht und natürlich auch keine Sonne scheint, muss die Energie irgendwo in riesigen Akkus zwischengespeichert werden. Akkus sind aber nicht umsonst Sondermüll und ebenfalls teuer in der Herstellung.
Es gibt z.B. Pumpspeicherkraftwerke. Wenn wenig Strom benötigt wird, erhöht man die potenzielle Energie eines Wasservolumens indem man es eine Steigung hochpumpt. Wird dann mehr Strom benötigt, wird das Wasser über Turbinen wieder nach unten geleitet und somit Strom erzeugt.
Dabei liegt die Effizienz der Energiewiedergewinnung bei bis zu 80%.
 
 
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