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Aufweichung von REACH Chemiegesetz Kapital ist halt letzendlich Wichtiger ...........

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DerAssie
Alt 19.11.2005, 22:43   #1
Standard Aufweichung von REACH Chemiegesetz Kapital ist halt letzendlich Wichtiger ...........

als unsere Gesundheit
Zwar besser als gar nix aber Mir gehts nicht weit genug und ist nicht Restriktiv genug.
Und es ist auch sehr Bedenklich was für Leute wir wählen wenn nur knapp über die Hälfte im EU Parlament für eine verwässerte/milde Variante stimmen staat sich um unsere Gesundheit zu sorgen, dann läuft schon einiges Verkehrt und die Chemie Lobbies haben zuviel Einfluß !!

http://www.n-tv.de/603014.html

Kompromiss für die Industrie
EU verändert Chemikalienrecht

Das Europäische Parlament hat die umstrittene EU-Chemikalienverordnung REACH verabschiedet, die Tests und eine Registrierung Zehntausender Stoffe vorsieht. Allerdings wurde Reach in wichtigen Teilen zu Gunsten der Industrie verändert.

In einem mehrstündigen Abstimmungsmarathon legte das Parlament in Straßburg seine Position zu dem Gesetzeswerk vor, das nun noch von den EU-Regierungen im Ministerrat beraten werden soll. Es sieht vor, dass besonders gefährliche Chemikalien nur nach vorheriger Genehmigung benutzt werden dürfen. Unter die Test- und Registrierungspflicht fallen Stoffe in allen Lebensbereichen - vom Auto über Bekleidung bis zum Computer.


Das Parlament folgte mehrheitlich allerdings einem Kompromissvorschlag, der die Testauflagen deutlich senkt und damit Interessen der Industrie entgegenkommt. Vor allem der Mittelstand soll vor zu hohen Kosten und zu viel Bürokratie geschützt werden. Kritiker sehen dadurch den Gesundheits- und Umweltschutz unterlaufen.

Wirtschaftlichkeit vs. Verbraucherschutz

REACH (Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien) verlangt von den Unternehmen, binnen elf Jahren umfassende Datensätze von rund 30 000 Stoffen zu erheben, die vor 1981 auf den Markt kamen. Sie werden zum Teil seit Jahrzehnten verwendet, ohne jemals genau untersucht worden zu sein. Eine noch zu schaffende EU-Behörde soll die Daten prüfen und die Substanzen gegebenenfalls für den Markt zulassen. Gefährliche Stoffe sollen verboten und ersetzt werden, wenn es sichere alternative Substanzen gibt. Damit sollen der Umwelt- und Verbraucherschutz entscheidend gestärkt werden. Die Industrie sieht durch Milliardenkosten ihre globale Wettbewerbsfähigkeit bedroht. Der Kompromissvorschlag im Parlament verringert die Datenanforderungen vor allem für den Mittelstand.

Bereits im Vorfeld warnten Ärzteverbände sowie die Grünen und Linkssozialisten im Europaparlament davor, REACH zu stark zu verwässern. Damit könne der Schutz von Mensch und Umwelt vor giftigen Chemikalien nicht mehr gewährleistet werden, kritisierte etwa der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). 100.000 Chemikalien, die in Alltagsprodukten wie Computern, Fußböden oder Kinderspielzeug enthalten seien, seien noch nie auf ihre Gefährlichkeit für Mensch und Umwelt getestet. Für rund 88.000 Chemikalien würde dies bei einem Kompromiss so bleiben, hieß es damals.
 
 
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