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Arbeitszeitverlängerung!!!!!

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Gutschy
Alt 10.02.2004, 10:51   #1
Standard Arbeitszeitverlängerung!!!!!

Ich schau mir gerade sone NDR Talkschow Runde an, nach dem Muster von Werner Höfers Frühshoppen.

Also so ein paar Politiker, Gelehrte und Unternehmer und natürlich kein Bürger, aber egal. Es geht um den Wirtschaftsstandort Deutschland und wie man alles wieder ganz toll machen kann.

Und da gibt es ja das neuest Rezept, Arbteitszeitverlängerung bei gleichzeitigem Lohnverzicht und alles wird gut. Das freut natürlich die Arbeitgeber, klar der Stundenlohn sinkt. Und ist ja auch für alle anderen Beteiligten die einfachste Lösung, der Staat verliert kein bisschen Steuereinahmen bzw. lassen sich die Abzüge sogar noch leicht erhöhen bei trotzdem sinkenden Anteil am Bruttolohn weil ja mehr gearbeitet wird. Ok der deutsche Michl ist ein "bisschen" im Nachteil und das Arbeitslosenproblem wird noch weiter verschärft, weil die Arbeitsmenge steigt ja nicht dadurch weil einige mehr Arbeiten, sondern bleibt gleich.


Aber niemand macht folgende Aussage:
Arbeitzzeitverkürzung beim gleichzeitigen senken der Lohnebenkosten. Angenommen die Arbeitzzeit sinkt auf 31 Stunden, wenn dann noch die Lohnnebenkosten stark gesenkt werden, hätte der Arbeitnehmer genausoviel Netto im Beutel wie vorher. Die Arbeigeber müßten wieder Leute einstellen weil ja die Arbeitsmenge trotz der sinkende Arbeitzzeit gleichgeblieben ist (<--mal für doof erklärt ). Die Arbeitslosenzahl würde sinken, d.h. der Staat weit weniger belastet und der Konsum würde wieder ansteigen, weil ja Geld wieder für mehr Bürger zu verfügung stehen würde. Daraus folgt: Friede, Freude, Eierkuchen für Alle, oder etwa nicht??

Ich finde meinen Vorschlag in keiner Weise genial oder so. Ich finde es einfach nur irritierend das diese Idee nicht so in den Medien diskutiert wird, warum nicht? Freimaurer, Ausserirdische, Illuminaten, Amerika, Elite oder der Geist von Helmut Kohl??(<-- na gut, der noch nich)
 
 
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autonomia
Alt 12.02.2004, 15:34   #2
Standard

Als erstes vergiß Iluminaten oder Freimaurer es ist das Gesetz der 5 das Schuld ist. Aber mal ehrlich es ist so das Vorschläge wie diese für Deutschland einfach zu revolutionär sind. Das was hier vorgeschlagen wird wird von der Regirung abglehnt weil es evt. doch weniger Geld für die BRD bedeuten könnte. Die Gewerkschaften würden evt. noch mitmachen aber die Arbeitgeber würden es verteufeln und sagen das nur eine Erhöhung etwas bringt da so ja doch mehr kosten entstehen könnten. Ein hoch auf diese Nation von Besitzstandswahrern
 
 
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cinimini
Alt 12.02.2004, 21:17   #3
Standard

Aber niemand macht folgende Aussage:
Arbeitzzeitverkürzung beim gleichzeitigen senken der Lohnebenkosten. Angenommen die Arbeitzzeit sinkt auf 31 Stunden, wenn dann noch die Lohnnebenkosten stark gesenkt werden, hätte der Arbeitnehmer genausoviel Netto im Beutel wie vorher. Die Arbeigeber müßten wieder Leute einstellen weil ja die Arbeitsmenge trotz der sinkende Arbeitzzeit gleichgeblieben ist (<--mal für doof erklärt ). Die Arbeitslosenzahl würde sinken, d.h. der Staat weit weniger belastet und der Konsum würde wieder ansteigen, weil ja Geld wieder für mehr Bürger zu verfügung stehen würde. Daraus folgt: Friede, Freude, Eierkuchen für Alle, oder etwa nicht??
Das ist weder neu noch innovativ. Das sind die gleichen dummen Ideen, wegen denen die Gewerkschaften zur Zeit so beliebt sind!!!
???Kürzere Arbeitszeit = Mehr Beschäftigte???

Das kann nicht ernstgemeint sein! Wenn man sich anschaut wieviel Aufwand und Kosten für die Arbeitgeber mit dem Einstellen von Personal verbunden sind überlegt man es sich zwei mal bevor man auch nur eine zusätzliche Arbeitskraft einstellt. So einfach wie du das gerne hättest funktioniert das nunmal nicht. Ganz unabhängig davon will der Staat ja die Steuern senken, und tut das teilweise sogar, und vorallem will er die steuern zukünftig übersichtlicher machen. Das funktioniert aber nicht, wenn man auf der anderen Seite andere Subventionen und Ausgaben streicht, die dann die Menschen hart treffen. Wer freut sich über 20 Euro Steuerersparnis, wenn er stattdessen 40 Euro für Medikamente und Arztbesuche zahlt???

Wichtig ist es gute Rahmenbedingungen für Betriebe zu schaffen, und dafür zu sorgen, dass die Betriebe nichtmehr ins Ausland abwandern. Und damit meine ich nicht riesenkonzerne, die tausende Roboter einsetzen, und kaum Arbeitsplätze schaffen, sondern vorallem mittelständische Betriebe mit wenig Angestellten. Die Summe machts.
 
 
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Krashok
Alt 12.02.2004, 22:12   #4
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..lassen sich die Abzüge sogar noch leicht erhöhen bei trotzdem sinkenden Anteil am Bruttolohn weil ja mehr gearbeitet wird
das möchte ich gerne mal vorgerechnet haben, schein da in steurrecht irgendwas verpasst zu haben ...
 
 
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Gutschy
Alt 12.02.2004, 23:22   #5
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@autonomia, full ACK. Da kann man eigentlich nur noch die Scherben zu Rate ziehen

@Cinimini, natürlich sollte der Rahmen stimmen, aber im zuge der Globalisierung kann man einzig und allein nur noch auf Solidarität zählen, also auf ein WIR. Die Rahmenbedingungen kann man in Deutschland nur bedingt verbessern, gutes Leben kostet Geld, oder wir arbeiten gleich für 3,-E die Stunde, einen anderen Weg gibt es nicht und wird es nicht geben. Irgendein Kalibrieren, Justieren oder rummurksen kann höchstens alles ein wenig verzögern, im Grunde müßte man echt alles Linux like machen.<--(philosophischer Höhenflug!!!!)

@Acidrain, ok grob überschlagen läßt es sich so Rechnen, du führst für 167 Stunden im Monat 1300,-E Lohnebenkosten ab, dann kannst du bei 190 Stunden im Monat locker 1350,-E Lohnebenkosten abführen und trotzdem den Anteil am Stundenlohn senken.
...moment...*grübel*

Ok, du hast recht und ich hab unrecht, auf jeden Fall kann der Staat pro Arbeitnehmer wenn er möchte noch ein bischen mehr abgreifen, weil der Arbeitgeber die Arbeitskraft trotzdem noch um einiges billiger bekommt. So.
 
 
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Krashok
Alt 13.02.2004, 11:56   #6
Standard

Die Frage ist nur wo er mehr abgreift, dann müsste er schon die Lohsteuer erhöhen, denn wenn ich nicht mehr verdiene kann mich der Staat ohne eine Erhöhung der Lohnsteuer nicht vermehrt zur Kasse bitten. Andere Lohnnebenkosten trägt der Arbeitgeber ja zu 50% und da wird man sich hüten noch mehr Leute einzustellen, das würde die Arbeitsmarktsituation sogar verschärfen... außerdem muss man dann ab und zu so lustige Scherze wie Betriebsrat & Co einführen.. kostet auch wieder Kohle und Arbeitskraft.

Du kannst nicht einfach irgendwelche Anteile im Stundenlohn senken und die Lohnkosten konstant halten oder gar erhöhen. Das is ja so wie wenn ich mehr Steuern für 5 Liter Benzin zahlen müsste, als für 20 Liter
 
 
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Gutschy
Alt 15.02.2004, 15:11   #7
Standard

@Acidrain, erhöhe einfach den Arbeitgeberanteil einseitig und schon hat der Staat mehr in Kasse aber der Arbeitnehmer immer noch dasselbe obwohl er mehr Arbeitet aber das war ja beabsichtigt.
 
 
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Ziggy Stardust
Alt 15.02.2004, 15:15   #8
Standard

Nutzt dann doch nichts, weil der Arbeitnehmer für den Arbeitgeber damit nicht billiger wird.
Also gibt es auch nicht mehr Jobs!
 
 
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Krashok
Alt 15.02.2004, 17:17   #9
Standard

Gutschy du solltest bissl mehr über das was du schreibst nachdenken..
 
 
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Registrierter PPler
Anonymisierungsmodus aktiv!
Alt 15.02.2004, 17:25   #10
Standard

Klingt irgendwie logisch:

Krieg führen um des Frieden willen
=
Länger Arbeiten, damit mehr Leute Arbeit haben (?)
=
Fucking 4 virginity
 
 
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Ziggy Stardust
Alt 15.02.2004, 17:31   #11
Standard

Grandy: Das ist durchaus logisch. Wachstum führt bei niedriger Sparquote zu höhrerem Konsum.
Höherer Konsum bedeutet man muss mehr produzieren bzw. (dienst-)leisten. So entstehen Arbeitsplätze. So zumindest mal ganz kurz gefasst.
Auf längere Ausführung habe ich jetzt keine Lust. Sorry.
 
 
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Lupus Silvanus
Alt 15.02.2004, 17:45   #12
Standard

Original geschrieben von Cinimini
Das kann nicht ernstgemeint sein! Wenn man sich anschaut wieviel Aufwand und Kosten für die Arbeitgeber mit dem Einstellen von Personal verbunden sind überlegt man es sich zwei mal bevor man auch nur eine zusätzliche Arbeitskraft einstellt.
Wenn das wirklich so ist, dann haben wir ein Problem:
Ist das Einstellen von Leuten so aufwändig, dass es wirtschaftlicher ist, die Arbeitszeiten zu verlängern?
Es kann nicht sein, dass es der einzige Ausweg ist die Arbeitnehmer länger arbeiten und Überstunden machen zu lassen.

Es ist ne einfache Rechnung, die gleiche Menge Arbeit kann von weniger Leuten mit mehr Arbeitszeit oder mehr Leuten mit entsprechen weniger Zeitaufwand erledigt werden. Qualifiziertes und geschultes Personal vorausgesetzt. Wenn das momentan nicht so funktioniert, sehe ich genau hier den Punkt, an dem die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst werden müssen.

salutat silva
 
 
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cinimini
Alt 15.02.2004, 20:37   #13
Standard

Ist das Einstellen von Leuten so aufwändig, dass es wirtschaftlicher ist, die Arbeitszeiten zu verlängern?
Ja, definitiv!


Es kann nicht sein, dass es der einzige Ausweg ist die Arbeitnehmer länger arbeiten und Überstunden machen zu lassen.
momentan ist es der einzige Ausweg, weil die Gesetzlichen Rahmenbedinungen nichts anderes möglich machen. Die Arbeitnehmer haben aus Sicht der Arbeitgeber zuviele Rechte, gewinnbringende Betriebe, sind diejenigen, die Arbeitskräfte kündigen, nicht solche, die Arbeitskräfte zusätzlich einstellen.
 
 
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Ziggy Stardust
Alt 15.02.2004, 21:03   #14
Standard

Unsinn. Wenn ein weiterer Arbeitnehmer mehr Gewinn für den Betrieb macht, ist jede zusätzliche Arbeitskraft von Vorteil.
Einzig die Grenze liegt höher. Aber eine solche Grundsatzbehauptung ist schlichtweg falsch!
Gerade durch Zeitverträge und den gelockerten Kündigungsschutz sind Unternehmen heute wieder einiges flexibler. Grundsätzlich müssen die Lohnnebenkosten runter. Da stimme ich dir zu. Aber deiner obigen Aussage muss man widersprechen.
 
 
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Gutschy
Alt 16.02.2004, 22:24   #15
Standard

@Acidrain, vielleicht sollte ich dir das nochmal erklären, wenn bei steigender Arbeitszeit pro Monat der Lohn gleichbleibt sinkt der Stundensatz, sprich die Arbeit wird billiger, wenn jetzt nur der Arbeitgeberanteil an den Lohnebenkosten leicht erhöt wird, bleibt der Stundensatz trotzdem noch im Verhältniss zu vorher günstiger und der Arbeitnehmer hat netto pro Monat immernoch dasselbe zur verfügung.

@Cinimine und Daniel, im Prinzip habt ihr ja beide irgendwo recht, nur das Polen sowieso wohl immer billiger Arbeiten werden als Deutsche, und da kann auch eine minimal Bürokratie oder weniger Rechte für Arbeitnehmer etwas ändern. Und das es Maschienen egal ist wo sie Aufgestellt werden ist ja eh klar. Also hat auch ein senken des Stundenlohnes, den darum geht es ja nur, nur einen Verzögernden Effekt für den Arbeitsmarkt, es sei denn wir Arbeiten 50 Stunden die Woche bei einem Spitzenstundenlohn von 3,-Euro, dann könnte Polen allerdings dichtmachen und der Rest von Europa wahrscheinlich auch. Es geht um ein besseres Verteilen der Arbeit, nicht darum sie billiger zu machen, gegen Chinesische Strafgefangene kommst kein Deutscher an, und den Rest machen Maschienen besser. Also lasst uns nur noch 31 Stunden die Woche Arbeiten und die gewonnenen 4 bis 7 Stunden dazu nutzen bessere Menschen zu werden, die besser Arbeiten, die bessere Produkte liefern, zu höheren Wesen mutieren.... und alles wird gut
 
 
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Krashok
Alt 16.02.2004, 22:39   #16
Standard

Schön Gutschy, den Arbeitgeber kostet es trotzdem mehr.. wenn ich ein Großkonzern bin und in DLand sagen wir mal 65.000 Mitarbeiter habe, geh ich zum Herrn Eichel und sage "Hey guck ma das is aber nicht.. wenn du das durchziehst muss ich 8000 Leute entlassen" und schwups is das Thema wieder vom Tisch. So hat das die dt. Bank sehr erfolgreich vor paar Jahren mehrmals gemacht.
 
 
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Gutschy
Alt 17.02.2004, 19:41   #17
Standard

@Acidrain, warum sollte ein sinkendem Stundensatz dem Arbeitgeber mehr kosten verursachen? Weil unterm Strich wird er ja trotzdem gesenkt. Erst Stundenlohn 10,- Euro nach Erhöhung der Arbeitszeit nur 8,50 anschließend wird der Arbeitgeberanteil noch um 50 Cent erhöt. Auf diese Weise hat der Staat nochmal 50 Cent pro Stunde mehr im Säckel, der Arbeitgeber trotzdem einen Euro gespart.

Auf der anderen Seite könnte natürlich dein Argument trotzdem ziehen, klar. Aber vielleicht gibt es ja eine Zeit nach Tollkollekt und die Politiker bekriegen sich wieder und alles wird gut.
 
 
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