@ legolas:
ein kind das in völliger abwesenheit von disziplin erzogen wird, wird auch als erwachsener keine disziplin aufzeigen können!
Eben. Und ohne disziplinierte Erwachsene hätte es weder Auschwitz geben können, noch den Zweiten Weltkrieg oder sonst irgendeinen Krieg, an dem mehr als 100 Leute auf einmal beteiligt gewesen wären.
Also da müssten schon sehr sehr viele Leute ihren Nachbarn erschlagen, damit all die Millionen Toten, die in der Geschichte durch das ganze Hierarchie-Denken der Menschen draufgegangen sind, dadurch relativiert werden könnten.
der mensch ist ein egoist, alles was er tut ist egoistisch! niemals gönnt der mensch etwas einem anderen.
Ok, ich sehe schon, du sprichst aus Erfahrung.
Aber was für eine Erfahrung ist das denn?
Doch nur die Erfahrung mit Menschen, die seit Tausenden von Jahren regelrecht zum Konkurrenzdenken herangezüchtet worden sind.
Die Welt ist schlecht, also muss man demn Kindern Disziplin und Ellbogendenken beibringen, um es auf diese Zustände vorzubereiten... und schon gibt es einen disziplinierten Egoisten mehr auf der Welt.
Das Spiel wird doch schon seit so langer Zeit gespielt. Das haben schon die alten Ägypter gespielt. Sie sind trotzdem untergegangen... und genau so wird auch deine geliebte Demokratie untergehen, wenn sie als optimaler Zustand betrachtet wird, an dem nichts mehr geändert zu werden braucht.
Ich denke, sie sollte eher ein Sprungbrett sein... eine Chance, jetzt, wo die Gesellschaft sich schon vom Feudalismus und Frauen-Diskriminierung verabschiedet hat, auch noch die restlichen Überbleibsel aus dunkleren Zeiten aus den Köpfen der Leute herauszubekommen.
Und ein solches Überbleibsel ist eben auch das von dir hier zum besten gegebene Ordnungs- und Hierarchie-Denken.
@ German Psycho:
Die Idee der Anarchie scheitert - genau wie die des kommunismus - an der realität, bzw am wesen des Menschen an sich.
Und da sich das kurz- oder mittelfristig nicht ändern wird, sind diese Ideen nicht durchsetzbar und somit irrelevant.
Langfristiges Denken ist also irrelevant?
Natürlich wird es nicht von heute auf morgen gehen, die Menschen von ihrer jahrtausendelang gehegten und gepflegten Mentalität wegzubringen.
Aber man kann dafür sorgen, dass sich schrittweise etwas ändert. Man könnte Gesetze und Vorschriften schrittweise abbauen, von Generation zu Generation, und so den Menschen immer ein bisschen mehr Verantwortung für ihr eigenes Leben zurückgeben.
Wenn ich mich momentan umschaue, sehe ich allerdings weltweit eher das Gegenteil geschehen. Immer mehr Verordnungen, neue Gesetze, neue weltumspannende Bündnisse, in denen ein paar Einzelpersonen über das Schicksal von Millionen bestimmen...
das ist der völlig falsche Weg, der die Menschen nur noch dümmer und unselbständiger machen wird.
Ich sage ja nicht, dass man von heute auf morgen Anarchie einführen soll.
Aber es ist ein schönes Ideal, auf das man hinarbeiten sollte, wenn man denn möchte, dass sich irgendwann mal wirklich grundsätzlich etwas ändert auf der Welt.
Wenn ich Leute mit anarcho-Aufnähern sehe könnt ich btw das kotzen kriegen, das is doch alles zur Modeidee verkommen.
Also ich trage keinen Anarcho-Aufnäher. Ist nämlich ein böses Vorurteil, dass man Anarchisten sofort ansieht, was für eine Gesinnung sie haben.
Und, ob es dich überrascht oder nicht... es hören nicht mal alle Anarchisten Punk oder "Ton Steine Scherben".
Ja, es gibt sogar Menschen, die von ihrem Denken her Anarchisten sind, ohne sich jemals mit diesem Begriff auseinandergesetzt zu haben.
Ich persönlich bin auch dafür, dass die Anarchie aus dieser linken Schmuddelecke rauskommt und die Leute sehen, dass die Idee der Anarchie eben weitaus mehr ist, als das Bild, dass sich so der mediengeschädigte Durchschnittsmensch beim Hören dieses Wortes macht.
Wir reden hier von der höchsten Stufe der Zivilisation, nicht von irgendeiner Modeerscheinung... also etwas mehr Respekt, wenn ich bitten darf!