Was mich am allermeißten an diesem Land stört ist neben der derzeitigen Regierung bzw. ihrer Art auf jeden Fall diese extreme Doppelmoral ! Ich meine gerade schon früher solche Sachen wie im 2 WK: Da wird Hitler offiziell für tot erklärt, Deutschland wurde bezwunden... und dann setzen sich Churchill und Roosevelt an einen Tisch mit Stalin und Trinken gemeinsam Tee ?!

Mit einem Menschen, der zu der Zeit mindestens doppeltsoviele Leute auf dem Gewissen hatte wie Hitler -was den beiden 'Demokraten' sehr wohl bekannt war- hatten sie anscheinend keine Probleme am selben Tisch zu sitzen und zu plaudern. Sorry aber sowas ist ja wohl unterste Schublade...
Genauso wie die ganze Geschichte des Landes immer schon zwiespältig war. Sie preisen ihr herrliches Land in den höchsten Töten und überspielen -bewusst oder unbewusst- ihre Vergangenheit. Immerhin haben sie ihr tolles Land gewaltsam und höchst blutig einem Volk entrissen, das schon lange vor ihnen dort war, das nichtmal auf die Idee kam, imaginäre Grenzen zu ziehen und alles darin für sich zu beanspruchen. Das bewerte ich persönlich nicht anders als einen Holocaust, bei dem geradenoch in letzter Sekunde Halt gemacht wurde und die Übriggebliebenen Indianer in gammelnde Reservate einge'sperrt' wurden, um irgendwelche guten Ausreden parat zu haben.
Ich habe nie gehört, dass sich irgendwer dafür jemals entschuldigt hat, obwohl das nach guten 2-300 Jahren vielleicht schon irgendwie machbar wäre.
Ein weiterer Umstand, der mich immens ankotzt und wieder diese Doppelmoral aufweist ist diese unendlich verlogene Gottesfürchtigkeit. Wem soll es bitte nützen, wenn man jedes Gebot, das man jeden Sonntag ('gezwungenermaßen') vorgepredigt bekommt tausendfach verletzt ? Es laufen dort z.B. so unendlich viele Leute mit einer Knarre rum bzw. zumindest besitzen sie eine... wen soll das denn sicherer machen ? Dadurch bringt man sich letztendlich nur gegenseitig um !
Und das Beste, was die Republikanische Politik dazu beizutragen hat, ist Maschinenpistolen offiziell zu erlauben, einfach genial...
Die braucht man halt einfach in einem freien Land, um sein Hab- & Gut zu beschützen, ohne gehts eben nicht ! Ja sind die eigentlich bekloppt, wer braucht denn eine Maschinenpistole zur Selbstverteidigung ? Am Besten wärs, wenn jeder gleich ne Atombombe unter seinem Rasen zur Verfügung hat, ist doch der ultimative Schutz vor allem und jedem
Was die Bürger dort angeht, gibt es denke ich ganz klare Differenzen...
Es gibt jene, denen eigentlich alles scheißegel ist, solange es nur ihnen gut geht. Dann gibt es die Leute, die durch lauter Geld und Langeweile eine selbstzerstörerische Ader entwickeln (vorallem Jugendliche) und dann gerne zu Jackass-artigen Handlungen greifen, um sich den Kick zu holen. Dann gibts noch die Vorstadtmenschen, welche brav an Gott glauben, jeden Sonntag in die Kirche gehen 'weil sich das halt gehört', unglaublich traditions- & Moralbewusst sind aber es im Praktischen dann doch nicht so genau nehmen. Da wären dann noch die recht verarmten (farbigen) Leute aus den Ghettos, für die der Umgang mit Gewalt und Tod beinahe alltäglich ist... auch geprägt durch eine ziemlich selbstzerstörerische Lebensweise aber auch hier wird teilweise und ironischerweise wieder zu Gott gebetet. Jap, dann gibt es noch die Leute, die eigentlich son Durchschnitt zwischen allem sind, also eine typische 'Hör mal wer da Hämmert' - Familie mit allen Problemchen des Alltages und ca. einer Handvoll Kindern...
Dann gibt es noch die kleineren Gruppen, wie die überaus gebildeten Leute, die dann Anwälte etc. werden und eine gute Show vor dem Richter präsentieren um eine Millionendollarklage durchzubringen, weil irgendwer seinen Pudel in der Mikrowelle trocknen wollte, was jedoch leider nicht in der Gebrauchsanweisung ausdrücklich untersagt wurde. Und natürlich gibts noch die Superreichen Leute, die eigentlich nichts tun aber trotzdem dreiviertel des gesamten Geldes bunkern und zuweilen recht ungemeinnützig investieren.

Achja und dann gibts weiße Leute mit weißen Kapuzen und andere weiße Leute ohne, die aber so ziemlich das gleiche denken, nur weniger radikal durchsetzen
Würde ich den "Durchschnittsami" in meinen Augen mit einem Wort beschreiben müssen, würde ich wohl schlicht naiv wählen.
Vorurteile sind schon was feines, oder ?
Natürlich weiß ich, dass die oberen Beschreibungen längst nicht auf alle zutreffen und ich weiß, dass längst nicht alles nur negativ ist aber für mich sticht das Negative immer ziemlich heraus, während das Positive -wie die z.B. übliche Gastfreundschaft- untergeht; aber so ists nunmal. Nichtsdesdotrotz würde ich denke ich jedem Amerikaner, dem ich begegne erstmal keines der oben genannten 'Verhaltensmuster' überstülpen, sondern ihm auf jeden Fall alle Chancen geben, sich so zu definieren, wie er wirklich ist -und darauf kommt es ja letztendlich an
Wegen der bereits genannten Dinge würde ich aber doch eher weniger gern in die USA fliegen. Vermutlich hätte ich an allem nur was auszusetzen und ich würde neben den Problemen, die mich hier in Deutschland belasten auchnoch die eines anderen Staates auf mich laden was ich als keine gute Idee erachte. Alles in Allem kein Bedarf meinerseits, aber wenns doch mal so kommen sollte bin ich gespannt, was denn nun alles inwiefern wahr ist und was alles nicht ^^
PS: Ich würde mich mal wundern, wie deine Mitschüler gegenüber solchen Vorurteilen stehen. Inwiefern stimmen sie da überein bzw. sehen sie ihr eigenes Land mit völlig anderen Augen ? Das hat mich eigentlich schon immer interessiert, denn ich kann es mir beim besten willen nicht vorstellen, dort wirklich gerne zu leben (Okay, außer auf Hawaii vielleicht

). Mich würde alles, was ich vorhin genannt habe regelrecht zerdrücken und ich würde mir buchstäblich den Arsch aufreißen, um irgendwas daran zu ändern
