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Abholzung?

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short_cut_baby
Alt 19.05.2007, 15:31   #1
Standard Abholzung?

Hey hey ihr!

Mich beschäftigt grad ein Thema... Im Zusammenhang mit der Kimaerwärmung steht ja auch die Sache mit der Abholzung der Pflanzen.
Dadurch, dass so viele abgeholzt werden, kann ja weniger CO2 "vernichtet" werden.
Aber wie viel macht denn das z.B bei einem einzigen Baum aus? oderwie viel insgesamt?

Ist hier irgendwer ein wenig schlau übr das Thema und kann mich ein bisschen belehren? Mich würds auf jeden Fall mal brennend interessieren =)
 
 
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seele
Alt 19.05.2007, 17:40   #2
Standard

Welch versteckter Wortwitz. :P

Naja kommt drauf an was du genau wissen willst, weil man über das Thema ganze Referate halten kann.

Ein einzelner Baum fällt im ganzen System kaum auf. Je mehr Bäume aber dem Menschen zum Opfer fallen, umso stärker wird natürlich der negativ-Effekt.

Zitat von wiki
Als Luft bezeichnet man das Gasgemisch der Erdatmosphäre. Luft besteht hauptsächlich aus den zwei Gasen Stickstoff (78 %) und Sauerstoff (21 %). Daneben gibt es noch die Komponenten Argon (0,9 %) und Kohlenstoffdioxid (0,04 %). Zusammensetzung der Luft

Allerdings kann man schon sagen dass die Abholzung der Wälder mit der Erderwärmung nicht so gravierend zu tun hat. Da spielen andere Dinge eine entscheidendere Rolle.
- menschliches Zutun
- natürliche Verschiebung der Erdachse (Doppelrotation)
- Beim E/M-Feld des Planeten bin ich mir nicht ganz so sicher, aber da sich das auch "bald" ändern wird, schließ ich da ein Mitwirken nicht aus.
- Aktivität auf der Sonnenoberfläche

Außerdem ist das Klima sehr träge, was heißt dass eine Reaktion auf etwas erst nach ~30 Jahre sichtbar wird.


Das ganze Thema ist sowieso kontrovers.
Bsp.
in 100Jahren leben die Menschen in Afrika selbst nach den pessimistischsten Schätzungen auf unserem Status quo oder drüber. Und die Summe die für den Kilmaschutz nun beanschlagt wird ist 3x so hoch, wie dass, was benötigt werden würde um die Probleme der heutigen Menschheit zu beseitigen (Wasser-, medizinische-, Nahrungsmittelversorgung, Infrastruktur, etc.).
[Quelle ist ein Wissenschaftler dessn Namen ich leider vergessen hab]

Warum also Unsumme für Menschen ausgeben, den es eh besser gehen wird und die Kilma-erwärmung ist nicht mehr zu stoppen, höchsten hinauszögerbar. Was aber auch Kappes ist, weil das Kilma auf der Erde noch nie konstant war sondern sich immerschon, auch ohne zutun des Menschen, verändert hat.

Zuletzt kann man auch nur sagen das die ganze Kilma-veränderung seid Jahrzehnten bekannt ist und belegte Studien auch schon seid Ewigkeiten existieren, aber das ist Politik. Aus den Augen aus dem Sinn und wenn man's nicht gesehen hat, existiert es auch nicht.

Geändert von seele (19.05.2007 um 17:52 Uhr).
 
 
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short_cut_baby
Alt 20.05.2007, 20:15   #3
Standard

Hmmm aber wie viel macht denn z.B. der CO2 verbrauch bei der Photosynthese aus?
wie viel wird denn pro jahr insgesamt abgeholzt? die abholuzn wurde ja vor paar jahren so kritisiert, hat es sich eigetnlich gebessrt?
 
 
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seele
Alt 20.05.2007, 23:39   #4
Standard

@scb
nur weil über etwas nicht mehr berichtet wird, heißt das nicht dass sich da was tut, oder auch nicht. xD

Im Punkto Abholzung denk ich aber mal, dass sich da nicht sonderlich was dran geändert hat, weiß ich aber nicht.
 
 
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Lupus Silvanus
Alt 21.05.2007, 09:51   #5
Standard

Das ist ne gute Frage wie viel CO2 so ein Baum wegschluckt einfach nur indem er Baum ist. Ich weiß es auch nicht, vielleicht findet sich hier ein Botaniker oder keine Ahnung was für Leute das wissen könnten.

Aber wenn ich mir vorstelle: So ein Baum lebt locker 100 Jahr und mehr, bzw. wenn ich ihn abholze und nen neuen pflanze ist in ein paar Jahren auch wieder einer da. Das hat schon nen nachhaltigen Effekt wenn es Wälder gibt die stehen bleiben.
 
 
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MiKe
Alt 21.05.2007, 13:40   #6
Standard

Die Frage ist, was mit dem Holz passiert. Wenn die Bäume verrotten, geben sie auch massig CO2 an die Umgebung ab... Sollte man auch mit einkalkulieren!
 
 
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short_cut_baby
Alt 21.05.2007, 14:46   #7
Standard

sie geben CO2 ab? hmm aber wäre logisch.
gibts nich irgendwo was, wo man auch Prozentzahlen zu Abholzung usw bekommen kann? such mich schon dämlich her
 
 
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Walli-Man
Alt 21.05.2007, 15:20   #8
Standard

Zitat von seele
Allerdings kann man schon sagen dass die Abholzung der Wälder mit der Erderwärmung nicht so gravierend zu tun hat.
Die Abholzung des Regenwaldes, die ja vorallem im Amazonasgebiet in Brasilien immer mehr überhand nimmt, allerdings schon. Der Regenwald ist ja eine Art "Kühlschrank" für das Weltklima.
 
 
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Krashok
Alt 22.05.2007, 02:46   #9
Standard

also über die ganze thematik gab es in der letzten spektrum einen sehr sehr interessanten bericht (kostet euch 6,90€ oder 15 minuten am kiosk ) der zum beispiel besagt das das größte methan konzentration auf der erde über den regenwäldern zu finden ist und die ganze waldlandschaft sogar dafür sorgt das die erde nicht zufriert ..ich stell heute abend mal so im groben die wichtigsten fakten aus dem artikel hier rein
 
 
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seele
Alt 22.05.2007, 11:13   #10
Standard

naja wo wir schon bei Methan sind, die Massenrindviehhaltung blässt ja auch so einiges in die Luft, ne. Wobei mir der Ethanol dann doch lieber ist. ^^

Warum verrottendes Holz allerdings CO2 abgeben soll, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft.

@scb
paar seiten zum gucken
http://www.greenpeace.de/themen/waelder/
http://de.wikinews.org/wiki/Abholzun...walds_nimmt_zu
http://www.fsc-deutschland.de/
http://www.wwf.de/
http://www.nabu.de/m06/?gclid=CNSdju...FSAwZwodt3zE3g
 
 
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Lupus Silvanus
Alt 22.05.2007, 11:31   #11
Standard

Zitat von seele
Warum verrottendes Holz allerdings CO2 abgeben soll, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft.
Na, irgendwo muss es ja hin. Es steckt chemisch im Holz gebunden. Wenns verschürt wird kommt es in die Atmosphäre.

Und wenn es verfault wird es chemisch zersetzt, es stinkt es ja auch kräftig, also wenn vielleicht nicht alles in reines CO2 umgesetzt wird entsteht dabei doch ne ganze Menge Methan, was auch ein ordentliches Treibhausgas ist.

In diesem Zusammenhang hab ich mal was überraschendes gelesen: In einer Mülldeponie wird durch Verrotten und Verfaulen des Mülls mehr "Abgas" freigesetzt als in der Müllverbrennung, wo das Zeugs bei vernünftig hohen Temperaturen wesentlich sauberer verbrennt.
Außerdem kann man dort noch Energie gewinnen.
 
 
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seele
Alt 22.05.2007, 12:55   #12
Standard

Na, irgendwo muss es ja hin. Es steckt chemisch im Holz gebunden. Wenns verschürt wird kommt es in die Atmosphäre.
naja, naja..., erstmal ist CO2 nicht in Holz gebunden, genausowenig wie in allen anderen Lebewesen dies nicht der Fall ist, sondern nur als Kohlenstoffderivat. z.B. Stärke, Cellulose, Proteine, etc.
Das durch die Verwesung u.A. CO2 entsteht war für mich schon klar, allerdings verpufft der Baum nicht einfach, sondern das CO2 wird von den kleinen Helfern verursacht.

also wenn vielleicht nicht alles in reines CO2 umgesetzt wird entsteht dabei doch ne ganze Menge Methan
Das ist mir neu, sicher ist in Holzgas z.B. Methan drin, aber das wird künstlich durch Pyrolyse erzeugt. Ich bin zwar nur ein kleiner versnobter Chemie LK'ler, aber ich denk nicht das Methan mal eben so als Zersetzungsprodukt entstehen kann. (CH4 >>> CO2 als Treibhausgas)
CH4 => da hat bissel mehr reagiert.
Anders sieht das da beim Pupsen aus, was ja unter "gesonderten" Zuständen abläuft....

So ganz weiß ich eh nicht worauf das rauslaufen soll, es hat schon einen Grund warum Biochemie auch Kohlenstoff-chemie genannt wird, im Endeffekt ist überall C drin, und wird entweder ausgeschieden oder umgewandelt. Und guck dir die Zusammensetzung der Luft doch nochmal an, da ist 0,04% CO2 drin obwohl du allein schon in deinem ganzen Leben ~300.000m³ Luft atmest und 7% O2 mit 4% CO2 austauscht.

Das mit der Mülldeponie würd ich ebenfalls nur an bestimmte Bedinungen heften, nämlich das Biomasse vorhanden sein muss. Plaste verrottet zwar auch, aber das dauert ein wenig länger.
 
 
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Reh
Alt 22.05.2007, 17:13   #13
Standard

Das Problem sind nicht die Bäume, denn die Bäume gehören zum natürlichen Kreislauf auf der Erde. Dieser Kreislauf wird "gestört", indem der Mensch Öl, Kohle und sonstiges fördert und verbrennt. Dadurch kommt relativ plötzlich eine zusätzliche riesige Menge CO2 in die Atmosphäre. Das geschieht erst seit der Industrialisierung, also seit etwa 250 Jahren. 250 Jahre sind aber für die Entwicklung der Erde so winzig kurz, dass der zusätzliche CO2 Ausstoß einen beeinflußenden Faktor darstellt.

Wer mit Bäumen und Kühen argumentiert, denkt vielleicht in die falsche Richtung, denn Bäume und Kühe gehören zum natürlichen Kreislauf und können somit keine Störgröße darstellen.
 
 
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seele
Alt 23.05.2007, 02:58   #14
Standard

Sicher gehören diese Rehe () zum natürlichen Kreislauf, aber Massentierhaltung ist nichts natürliches mehr und da eine Kuh pro Tag 150l - 250l Methan ausstößt, was 23mal effektiver ist als CO2(entspräche 3,45m³ - 5,75m³ CO2 pro Kuh), macht dass doch sicher etwas aus.

Soweit ich weiß ist am Meeresgrund auch noch gefrorenes Methangas vorhanden, was jetzt zusätzlich auch noch mit der Zeit hochkommt und den Prozess weiter antreibt. Die Kilmastudien sind ja zu dem Schluß gekommen, dass eine Kilmaerwärmung unvermeidbar ist, sondern nur die Geschwindigkeit und die Intensität beeinflußbar sind.
 
 
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Reh
Alt 23.05.2007, 17:08   #15
Standard

Aber der Methan, den die Kühe ausstoßen, wird doch aus Stoffen aus dem natürlichen Kreislauf gebildet? Demnach ist er auch Teil des natürlichen Kreislaufs.
 
 
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Extruder
Alt 23.05.2007, 17:12   #16
Standard

Zitat von Reh
Aber der Methan, den die Kühe ausstoßen, wird doch aus Stoffen aus dem natürlichen Kreislauf gebildet? Demnach ist er auch Teil des natürlichen Kreislaufs.
nach deiner argumentation gehört dann aber fast alles zum natürlichen kreislauf.
dass die kuhpopulation durch den menschen künstlich aufrechterhalten wird ist logisch und somit ein eingriff in diesen kreislauf, also nicht mehr natürlich.
 
 
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Reh
Alt 23.05.2007, 23:25   #17
Standard

Nein. Zum natürlichen Kreislauf gehört das, was sich im Kreislauf befindet. Lebewesen befinden sich in diesem Kreislauf.
Fossile Energie befindet sich nicht mehr in diesem Kreislauf, weil sie vor keine Ahnung wie vielen Jahrtausenden oder Jahrmillionen "vergraben" und damit aus dem Kreislauf verbannt wurde. Und nun holen wir sie hervor und greifen damit in den Kreislauf ein.
 
 
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Extruder
Alt 24.05.2007, 02:03   #18
Standard

Zitat von Reh
Nein. Zum natürlichen Kreislauf gehört das, was sich im Kreislauf befindet. Lebewesen befinden sich in diesem Kreislauf.
ich sagte nicht dass die kuhzüchterei nicht zum kreislauf gehört sondern dass hier stark eingegriffen wird, die frage ist hier wie natürlich so etwas noch ist.
wo schrieb ich bitte dass es nicht teil des kreislaufs wäre?

Zitat von Reh
Fossile Energie befindet sich nicht mehr in diesem Kreislauf, weil sie vor keine Ahnung wie vielen Jahrtausenden oder Jahrmillionen "vergraben" und damit aus dem Kreislauf verbannt wurde. Und nun holen wir sie hervor und greifen damit in den Kreislauf ein.
falsch, sie gehören genauso zum kreislauf und werden früher oder später wider umgewandelt; die frage ist vor allem aber, wie man natur/natürlich definiert. kann ich dir gerne näher erläutern.

es würde die diskussion weiterbringen diese naturdiskussion auszulassen und kühe und abholzung als eingriff des menschen genauso wie fossile energien zu sehen.
 
 
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seele
Alt 24.05.2007, 02:09   #19
Standard

Dem ist nichts hinzuzufügen. Verbleibt die Frage wieviel so ein Baum nun an C umsetzt.
 
 
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Lupus Silvanus
Alt 24.05.2007, 10:53   #20
Standard

Ich kann auch innerhalb des "natürlichen Kreislaufes" Sachen übertreiben. Also, es ist total natürlich dass Kühe wachsen - äh, leben natürlich, mein ich. Aber irgendwann ist natürlich zuviel des guten.

Und, ja: fossile Energieträger sind Teil des natürlichen Kreislaufs. Vor paar Millionen Jahren gabs auf der Erde über 10 oder über 20% CO2 in der Atmosphäre. Viel zu viel für Zwei- und Vierbeiner. Aber Pflanzen haben das abgebaut bis zur heutigen Konzentration. Wenn wir jetzt Kohle, Öl und dergleichen verfeuern stellen wir langsam aber sicher wieder den CO2-Gehalt von damals her.

Das ist nun zwar ein Eingriff in einen natürlichen Prozess, aber es schließt die Entwicklung der Atmosphäre quasi wieder zu einem Kreis, weil wir wieder dahin gelangen wo die Erde einmal war.

Und: die Natur stört sich nicht an dem CO2, Bäume wachsen sogar kräftig darin, die stört eher saurer Regen.
Der einzige Schönheitsfehler ist dass wir Menschen halt nicht so viel CO2 vertragen.


Aber - mich würde auch interessieren wie viel CO2 jetzt so ein Baum wegschluckt
 
 
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Reh
Alt 24.05.2007, 12:41   #21
Standard

Ich halte es eben doch für einen großen Unterschied, ob man den Kühen oder dem Erdöl die Schuld zuschreibt.

Die in den Fossilien gespeicherte Energie war natürlich früher Teil des Kreislaufs, aber nach und nach wurde diese Energie eben aus dem Kreislauf ausgelagert und konserviert. Sie wurde dem aktiven Kreislauf entzogen. Mit diesem sehr langsamen Prozess hat sich die Erde verändert und neue Lebensformen möglich gemacht.

Kühe und Bäume sind Teil des aktuell aktiven Kreislaufs. Sie Wälzen die Energien um und ein Teil dieser Energien wird, wie schon immer, ausgelagert durch den Prozess der Fossilisierung.

Nun kommen wir Menschen und holen die Konserven der Erde raus und ballern sie in den Kreislauf rein. Das ist nicht zu vergleichen mit dem, was die Kühe und Bäume an Gasen ausscheiden oder aufnehmen. Lebewesen sind Teil des eingependelten Kreislaufs. Wir greifen ein und verändern den Kreislauf, indem wir ausgelagerte Energie hinzufügen.

Das Problem (für uns Menschen, nicht für die Erde) ist die Plötzlichkeit des Eingriffs. Solche Einschnitte gab es schon immer, mit Sicherheit auch noch viel größere, zum Beispiel durch Meteoriteneinschläge, die in den Kreislauf eingegriffen und ihn verändert haben.

Die Kühe stellen für uns Menschen keine Gefahr dar. Sie sind Teil des eingependelten Kreislaufs, an den wir uns angepasst haben. Ein Problem bekommen wir, wenn dieser Kreislauf so schnell gestört wird, dass wir uns nicht daran anpassen können. Das könnte durch von uns nicht beeinflussbare Faktoren geschehen, beispielsweise eine Welle von gigantischen Vulkanausbrüchen. Das geschieht aber längst dadurch, dass wir Energie hervorkramen, die längst nicht mehr zu dem Kreislauf gehört, an den wir uns angepasst haben.

Von "natürlich" zu sprechen, ist in der Tat etwas verwirrend, daran sollten wir uns nicht festklammern, weil es vom Kerngedanken wegführt. Ich habe auch versucht, diesen Begriff zu ersetzen und meinen Gedankengang anders zu begründen. Hoffentlich ist klarer geworden, was ich meine.
 
 
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seele
Alt 24.05.2007, 13:39   #22
Standard

nö kein Stück, es ist klar das die Tiere aktiver Bestandteil des Systems sind und die fossielen Brennstoffe nicht direkt am System teilhaben, dennoch sind sie Teil vom System. Genauso wie Fettpolster nich einfach totes Gewebe sind.

Um das nochmal zu verdeutlichen, in einem Kreislauf herscht ein inherentes Gleichgewicht, sonst wäre ein kein Kreislauf. Das was wir Menschen mit der Hochzüchtung und der Massentierhaltung tun ist ein offensichtlicher Eingriff der das Gleichgewicht und damit auch den Kreislauf beeinflusst.
Nehmen wir z.B. einen Teich mit Algen. In der Natur nix ungewöhnliches, aber wenn diese Algen den Teich überwuchern und komplett in Beschlag nehmen (durch menschliches zu tun) geht der Lebensraum für viele andere Teichbewohner verloren. Oder aber mit Dungbelastung. Dung ist ebenfalles ein Bestandteil des Systems, trotzdem kan durhc menschliche Überdünung mehr kaputt gemacht werden, als es normal der Fall wäre.
 
 
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Sivar
Alt 24.05.2007, 14:33   #23
Standard

So, es war zwar ziemlich schwer zu finden, wieviel CO2 ein einziger Baum bindet, aber hier mein Ergebnis:

Ziemlich genau die Hälfte des Holz-Trockengewichts besteht aus Kohlenstoff, der wiederum im Laufe der Zeit durch CO2-Aufnahme gewonnen wurde. Wenn das Holz eines Baumes nun also 10 Tonnen wiegt, enthält es 5 Tonnen Kohlenstoff, wofür wiederum ungefähr 18 Tonnen CO2 aufgenommen und umgewandelt wurden.

Allerdings verbraucht ein Baum wesentlich mehr CO2 als nur im festen Holz gebunden wird. Dazu gehören zB Zweige und Blätter, die wieder abfallen, und Zucker. Derselbe Baum von eben würde pro Stunde ungefähr 2kg CO2 aufnehmen und umwandeln. Der überwiegende Überschuss, der nicht im festen Holz gebunden wird, gelangt aber durch Verrottung wieder in die Atmosphäre, so dass man den nicht zur langfristigen CO2-Bilanz zählen kann.

Ergo bleibt nur übrig, was ich anfangs sagte: Ein Baum verbraucht ganz grob gesagt knapp das Doppelte seines Eigengewichts an CO2, das als Kohlenstoff - sollte der Baum gefällt und verarbeitet werden - erst durch Verbrennung und dadurch erneute Verbindung mit O2 wieder frei wird.
 
 
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