ich denke, dass unser gesellschaftssystem nur die logische konsequenz aus dem gezogen hat, was die systeme vorher falsch gemacht haben. nur weil man den leuten die möglichkeit lässt, ihren protest zu äußern, ändert sich noch lange nix. oftmals kann man eine opposition, ob nun parlamentarisch oder nicht parlamentarisch, politisch oder im sozialen alltag, am besten dadurch "entmachten", dass man ihr freiheiten gibt.
lasst die leute protestieren - die medien werden darüber berichten, ein oder zwei wochen lang vielleicht...und dann gerät das thema in vergessenheit. so wie alles. wie bse, wie afghanistan (obwohl, neulich war ja mal wieder irgendwas) und alle die anderen sachen. und was passiert? im grunde nichts. zumindest nichts, das wirklich etwas bewegen würde.
naja. protest wird auch oft kommerzialisiert bei uns, zur massenbewegung hochstilisiert und dadurch seines sinnes beraubt. ich sag nur che guevara t-shirts, "keine macht den drogen"-aufkleber oder anarcho-pins.
dazu kommt die masse an ersatzberuhigungsmitteln, die uns suggerieren sollen, dass wir im grunde doch auch keinen grund haben, gegen irgendwas oppositionell eingestellt zu sein. (da noch einmal vielen dank an helmut kohl!!!!!!)
ich behaupte, in unserer gesellschaft findet in sehr vielen punkten eine unterbewusste beeinflussung und auch eine gleichschaltung statt, wenn auch subtiler als zu adolfs zeiten - unser system verlangt zu seiner funktionalität auch ein geringeres maß an gleichschaltung und kann subtiler agieren als der faschismus. liegt vielleicht daran, dass "geld scheffeln" ein subtileres motiv oder ziel ist als "die endlösung der judenfrage".

wie schnell ein volk aber auch in demokratien gleichgeschaltet werden kann, wenns um die wurst geht, sehen wir in amerika. obwohl sich so viel als bullshit herausgestellt hat, gehen nur die wenigsten amerikaner davon aus, dass der "krieg gegen den terrorismus" als solches falsch sei. irakkrieg, ja...da kann man geteilter meinung sein. aber terrorismus? klare sache!
ich weiß nicht, ob kinder, die in einer gesellschaft, die so viele falsche ideale und vorbilder präsentiert und schon kleinstkinder zu konsumenten deklassiert, in der kinder entgegen dem öffentlichen reden auch von seiten der politik immer weiter zu "humankapital" werden, um in der internationalen humankapitalstudie, manche sagen auch pisastudie, besser abzuschneiden, es noch möglich gemacht wird, diesem system zu entkommen und nicht auch ein zombie zu werden...
kA, is spät...gute nacht...^^