LOL @Bild...
Also das mit dem "sich wehren" stell ich mir auch schwer vor. Es war ja scheinbar nicht so dass man den Täter von 10m Entfernung auf sich hat zurennen sehen, sondern dass er sich durch ne Menschenmasse gedrängt und dabei von hinten auf die Leute eingestochen hat.
Kapitalismus in die Diskussion reinzubringen ist sone Sache... Kapitalismus ist ja nicht direkt die Ursache von vielem, sondern eher wie das Symptom einer Krankheit. Die Menschen sind nicht gierig weil es Kapitalismus gibt, sondern es gibt Kapitalismus weil viele Menschen gierig sind. Auf der andern Seite ist Missgunst wohl ne schlechte Eigenschaft, die sich erst durch das kapitalistische System im Form von dummer Parolen und Klassenhass zeigt, usw...
Über die wahren Motive der Tat kann man nur spekulieren, aber was ich in der Zeitung von nem Kriminalpsychologen gelesen hab, klingt schonmal nach nem guten Ansatz:
[...] ein persönlich gescheiterter Mensch. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass er aus einer liebevollen Familie kommt, ein ordentlicher Schüler ist und eine Freundin und viele Freunde hat", sagte [...].
"Amokläufter sind meist sozial relativ isolierte, unglückliche Menschen." Dies werde kompensiert durch den Wunsche, "der Mächtige zu sein" und Angst auszulösen. "Amokläufer berauschen sich an der Fantasie, Herr über Leben un dTod zu sein." Es seien Menscen, die eine mächtige Wut bekommen angesichts eines Mangels an Anerkennung. Menschen, die die Schuld bei anderen suchen dafür, dass vieles misslungen ist.
"Es ist keine neue Dimension", [...]. "Es kommt immer wieder vor, dass hoch frustrierte Menschen solche Racheorgien vollführen, manchmal nicht unbedingt an denen, die das Ganze ausgelöst haben." [...] Alkohol könne für ein solches Verbrechen höchstens enthemmend wirken, jedoch nicht der Auslöser sein. [...]
Dann kommt nochwas über Desensibilisierung und Gewaltvorbilder in Medien. Die Frage ist aber nicht nur, was "das System aus einem macht", sondern wie man mit seiner Rolle umgeht. Deswegen sind mir ständig frustrierte Leute, die nur meckern und rumtönen können, anstatt an sich und ihrem Umfeld zu arbeiten, auch ein Dorn im Auge... das sind genau die Leute, die die Schuld immer bei anderen sehen (Familie, Gesellschaft, Staat, etc) und nie anfangen, mal Eigenverantwortung für ihr Leben zu übernehmen.