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1,579 / Liter Super

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Wodar Hospur
Alt 23.06.2008, 20:34   #51
Standard

Ich denke eine etwas entspanntere Haltung zu diesem Thema tut ganz gut.
1) "Die Reichen" sitzen nicht in der Politik, die sitzen in der freien Wirtschaft

2) haben sich erfreulicherweise unsere Politiker erst die letzte Lohnerhöhung entsagt

3) ist der Spritpreis ein Ding der freien Marktwirtschaft, solange es entsprechende Firmen gibt die direkte Vorteile von solchen Preisspielen haben wird der Preis auch hochgedreht. Was aber nicht heißen soll das andere Systeme da besser sind.

Wer auf sein Auto angewiesen ist, leidet, aber die Frage ist wann wird der Leidensdruck so groß das ein entsprechender Ruck durch Deutschland geht? Solange Leute mit ihren Autos überall hinfahren, auch wenn es nicht nötig ist, finde ich diese Diskussion eher theoretisch.
 
 
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Bud
Alt 23.06.2008, 20:37   #52
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Zitat von K-Stylez Beitrag anzeigen
Außerdem habe ich heute für 1,45€ Super getankt. Muss zwar nicht überall so sein, aber teilweise ist der Preis schon etwas niedriger, als von dir angegeben.
Bei 1,45€ von niedrig reden ist lustig . Da sieht man ja wo wir angekommen sind.

Zitat von [B
Wodar Hospur[/b]]2) haben sich erfreulicherweise unsere Politiker erst die letzte Lohnerhöhung entsagt
Meinst du deren Diätenerhöhung?
 
 
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Alt 23.06.2008, 20:42   #53
Standard

Zitat von Bud Beitrag anzeigen
Bei 1,45€ von niedrig reden ist lustig . Da sieht man ja wo wir angekommen sind.
Habe ich mit irgendeinem Wort erwähnt, dass ich es billig finde?

Natürlich, im Vergleich zu früher, ist dieser Preis Wahnsinn. Aber bei angeblichen 1,57€ ist 1,45€ was Sprit betrifft um einiges billiger...
 
 
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Wodar Hospur
Alt 23.06.2008, 20:46   #54
Standard

Erinnert ihr euch wie Kippen früher ich glaub 4 DM gekostet haben, waren das noch Zeiten, oder?

@ Bud: ja ich meinte die Diätenerhöhung, aber wenn du das auf die freie Marktwirtschaft anwendest, die besten Köpfe gehen doch nicht in die Politk, bei diesen Verdienstmöglichkeiten.
Warum verdient Merkel weniger als Ackermann... als Beispiel. Das zeigt übrigens eine interessante Perversion unseres Systems auf. Aber das in einem anderen Thread.

Wir wollen doch in einer freien Marktwirtschaft leben, dann sollten wir uns nicht über solche Dinge aufregen, auch wenn ich sage das bestimmte Infrastuktur Dienste und dergleichen in staatlicher Hand bleiben sollte.

Als kleine Erweiterung:

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Geändert von Wodar Hospur (23.06.2008 um 20:58 Uhr).
 
 
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Bud
Alt 23.06.2008, 22:52   #55
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Zitat von K-Stylez Beitrag anzeigen
Habe ich mit irgendeinem Wort erwähnt, dass ich es billig finde?

Natürlich, im Vergleich zu früher, ist dieser Preis Wahnsinn. Aber bei angeblichen 1,57€ ist 1,45€ was Sprit betrifft um einiges billiger...
Ich wollte damit verdeutlichen wo wir inzwischen angekommen sind. Kein Angriff auf dich . Ich mein ja nur, hätte man mir vor 10 Jahren gesagt, das Benzin so extrem teuer wird - ich hätts ihm nicht geglaubt .

Zitat von Wodar Hospur Beitrag anzeigen
@ Bud: ja ich meinte die Diätenerhöhung, aber wenn du das auf die freie Marktwirtschaft anwendest, die besten Köpfe gehen doch nicht in die Politk, bei diesen Verdienstmöglichkeiten.
Die Diätenerhöhung kommt sowieso, auch wenns erst nach der Wahl ist. Abwarten und in 2 Jahren an meine Worte denken .
 
 
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MiKe
Alt 27.06.2008, 18:37   #57
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Mein Gott, was für ne Flachpfeife hat diese Protestaktion jetzt schon wieder ins Leben gerufen? o_O Super Argumentation... In Saudiarabien kostet Benzin 10c... Yeah, hinkt ja auch kein Stück der Vergleich. Aber ja, lasst uns die Mineralölsteuer senken und dafür ne umso höhere Einkommenssteuer, Mehrwertsteuer, blabla inkauf nehmen... Mein Gott, komm mal zurecht und lies nochmal die Argumente hier in dem Thread durch. Außerdem dachte ich, es geht hier nicht um die Steuer?
 
 
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Alt 27.06.2008, 20:14   #58
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hätte man mir vor 10 Jahren gesagt, das Benzin so extrem teuer wird - ich hätts ihm nicht geglaubt
Dann mach dich mal auf was gefasst für die nächsten 10 Jahre... Hoffentlich wird der Spaß dann so teuer, dass sich der Verkauf von Benzin und dieselbetriebenen Fahrzeugen nicht mehr lohnt. Der Ölpreis ist im Prinzip sogar zu niedrig, wenn man mal bedenkt, für was für einen Scheiß wir diesen wertvollen Rohstoff verheizen...
 
 
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Alt 27.06.2008, 20:14   #59
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Protest gegen Spritpreise: Mann fackelt seinen BMW ab - Auto - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

Und die "Aktion" hatts zumindest auf Spiegel online geschafft
 
 
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NeoVendetta
Alt 04.07.2008, 18:03   #60
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Die 1,60 € Grenze ist geknackt! Wenn die preisliche Entwicklung so weiter geht, werden wir Ende des Jahres nicht bei 2/ Liter sein, sondern eher bei 2,20 und mehr!

Super das! ;-)
 
 
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Lachsack
Alt 04.07.2008, 21:32   #61
Standard

Ganz bitter, ich muss jeden Tag insgesamt 100 km zu meiner Schule fahren und das von meinem kleinen Referendarsgehalt
 
 
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NeoVendetta
Alt 05.07.2008, 14:11   #62
Standard

Hi Lachsack, was glaubts du könnte man dagegen unternehmen?
 
 
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MiKe
Alt 05.07.2008, 14:44   #63
Standard

Man könnte, wie mehrfach erwähnt, auf Bus/Zug umsteigen
 
 
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PowerWapiti
Alt 05.07.2008, 18:15   #64
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Bus und Zug ist nicht überall angebracht. Wenn man ein Job mit Gleitzeit hat geht es ggf. noch aber wenn du z.B. morgens um 8 Uhr da sein musst und der Bus fährt morgens um 6:45 oder 7:45 Uhr los und käme um 7:20 bzw. 8:20 an.. Dann kommst du entweder immer 40 Min zu früh oder 20 Minuten zu spät.

Dasselbe dann mit der Rückfahrt. Geschäft macht vielleicht um 16 Uhr zu. Bus fährt um 15:45 oder 16:45.. 15 Min früher darfst du vielleicht nicht gehen und sonst musst du wieder 45 Minuten warten.

In der Woche sind das alles aufsummierte Stunden die man hätte sinvoller nutzen können.
 
 
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Alt 05.07.2008, 19:23   #65
Standard

Das dürfte aber noch unter zumutbar fallen. Viele Schüler haben schlimmere Überbrückungszeiten. Sicher kann man das sinnvoller nutzen, ich und andere haben uns seinerzeit auch fürchterlich über das Gewarte und die verlorene Zeit aufgeregt. Unterm Strich ist die Problematik ohnehin nicht auflösbar, man die vollständigste Abdeckung ist irgendwann nicht mehr effizient. Im Grunde sind zwei Stunden je Tag noch wenig.

Öffentliche Verkehrsmittel rauben einem aber nicht zwingend sinnvolle Zeit, man kann währenddessen aktiv sein, das geht beim PKW nicht. Soll aber kein Argument sein, schließlich ist man auch viel später heim und in überfüllten Bussen kann man sich schließlich auch kaum konzentrieren...
 
 
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.kb
Alt 05.07.2008, 20:43   #66
Standard

1.59 gestern 1.53 heute..
Bin echt froh das ich inzwischen alles mitm Rad fahr
 
 
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Lachsack
Alt 06.07.2008, 21:26   #67
Standard

Zitat von MiKe Beitrag anzeigen
Man könnte, wie mehrfach erwähnt, auf Bus/Zug umsteigen
Joa, wenn ich um Seminar muss, fahre ich schon mit dem Zug, weil das nur eine Stunde dauert. Wenn ich zur Schule will, müsste ich aber erst ne Stunde Zug und dann noch 40 Minuten Bus fahren. Mit Wartezeit dazwischen und einplanen, dass ich pünktlich zur ersten Stunde da bin, heißt das, dass ich jeden Morgen 5:15 bei mir los müsste. Das ist in meinen Augen nicht machbar, wenn man bedenkt, dass ich abends nie vor 23 Uhr vom Schreibtisch wegkomme.
 
 
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NeoVendetta
Alt 07.07.2008, 15:18   #68
Standard

Zitat von MiKe Beitrag anzeigen
Man könnte, wie mehrfach erwähnt, auf Bus/Zug umsteigen

Das klingt erst einmal gut! Leider funktioniert das nicht immer und überall.
Es gibt nun mal auch Menschen die nicht in einer Stadt wohnen.
Dort gibt es keine Bushaltestellen.

Auch ist die erwähnte Problematik der Zeit eine entscheidende!

Man braucht 2 Stunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln wo man mit dem Auto vielleicht nicht einmal eine benötigt!!!


Öffentliche Verkehrsmittel sind also keine entsprechende Lösung.
 
 
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Abe
Alt 07.07.2008, 17:38   #69
Standard

Zitat von NeoVendetta Beitrag anzeigen
Öffentliche Verkehrsmittel sind also keine entsprechende Lösung.
Die öffentlichen sind noch keine Lösung. Wenn die Preise weiter steigen werden sehr viele Menschen es in Kauf nehmen die doppelte (oder mehr) Fahrtzeit unterwegs zu sein. Anfangs wird man noch jammern aber das wird schnell vorbei sein.

Die Zukunft wird auf jeden Fall noch so einige Überraschungen für uns bereit halten.
 
 
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Jason
Alt 09.07.2008, 03:42   #70
Standard

Ich pendel auch seit 1 Monat täglich mit Bus und Bahn und bin gute 1,5 Stunden unterwegs. Ich fang um 6:30 an, nehme somit den ersten Zug um 5:00 von Mönchengladbach nach Wuppertal. Ich würde auch lieber mit dem Auto fahren, wenn ich aber bedenke das ich im Monat 111 Euro für mein Ticket bezahle und damit bis nach Dortmund fahren könnte, wenn ich dazu Lust habe bin ich doch ganz glücklich das ich keinen Sprit zahlen muss.

In MG sind die Bus und Bahnverbindungen zum Glück sehr gut. Ich geh keine 10 Minuten zum Bahnhof. Theoretisch komm ich somit sogar nachts nach Düsseldorf und von da aus fährt auch jederzeit ein Zug zu einem anderen gewünschten Ziel. Aber darum gehts ja nicht wirklich hier

Ich find die Preisexplosionen trotzdem bedenklich. Durch steigende Energiekosten wird einfach alles teurer, seien es nun Lebensmittel, Sprit oder auch mein Ticket welches ab August eine neue Preisstufe "D" bekommt, die ich für Wuppertal oder weiter brauche und dafür dann 130 Euro bezahlen darf. Dankeschön!

Der Faktor Zeit in öffentlichen Verkehrsmitteln lässt sich wunderbar überbrücken: Morgens die Zeitung kaufen oder einfach die Augen zumachen und ein wenig dösen bis man da ist. Könnte ich auf der Autobahn zum Beispiel nicht machen. Außerdem hab ich so endlich mal wieder Zeit zum lesen
 
 
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Dr. Wutz
Alt 09.07.2008, 22:54   #71
Standard

Zitat von fantamaus Beitrag anzeigen
Und trotzdem geht es keinem wirklich schlechter, oder? Ich mein, man überlegt sich mit den hohen Preisen öfter, ob man nun das Auto nimmt, oder eine Alternative wählt. Das ist eine durchwegs positive Entwicklung, da ebenfalls gut für das Klima.

bei allem respekt, aber Sie (stellvertretend für die anderen die dies behaupten) können nicht allen ernstes behaupten, dass die Ökologischen Aspekte des hohen Spritpreises den ökonomischen überwiegen.

Wichtig ist doch, dass die Leute genug Geld haben um sich was zu essen zu kaufen, und nicht ihr ganzes Geld ausgeben müssen um überhaupt zur Arbeit zu kommen.

Sie verstehen sicher worauf ich hinaus will.
Der durchschnittliche Arbeiter, der abhängig ist vom Auto, kann wirklich nur den Kopf schütteln wenn Leute wie Sie ankommen und sagen die Umwelt würde ja auf diese Weise geschont. Die Umwelt ist allerhöchstens zweitrangig, für den Durchschnittsmenschen gar völlig unerheblich.
Schauen Sie sich doch die Autobahnen an: Voll wie eh und je. Die Menschen werden ja nicht weniger abhängig von Autos nur weil der Spritpreis hoch ist.
Kraftstoffe müssen bezahlbar bleiben, notfalls durch Steuersenkungen. Über 80 Cent Steuern auf einen Liter Benzin sind blanker Hohn!
 
 
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Alt 09.07.2008, 23:22   #72
Standard

Zitat von Dr. Wutz Beitrag anzeigen
bei allem respekt, aber Sie (stellvertretend für die anderen die dies behaupten) können nicht allen ernstes behaupten, dass die Ökologischen Aspekte des hohen Spritpreises den ökonomischen überwiegen.
Doch, genau das behaupte ich, und der Meinung bin ich nach wie vor. Meine Familie hatte, obwohl wir nicht in der Stadt wohnen, mehrere Jahre nicht mal ein Auto und es war kein Problem. Die Bequemlichkeit in einigen wenigen Fällen überwiegte dann aber und wir haben seit 15 Jahren ein Auto. Gerade gestern hatten wir 66'000 Km. Entsprechend wird das Auto sehr selten genutzt. Und wieso?
Meine Eltern sind an den Ort gezogen, wo sie beide arbeiten. Ich und mein Bruder haben ein Jahresabonement für die Bahn (Schweiz) und bewegen uns hauptsächlich damit fort.

Es soll mir niemand damit kommen, dass er aufgrund seines Arbeitsweges hohe Spritkosten bezahlen muss.
1. Vergütet der Arbeitgeber einen grossen Teil der Transportkosten, wenn nicht sogar die ganzen, mann muss sowas nur BEANTRAGEN (aber ich versteh ja, dass der Durchschnittsmensch zu faul ist für sowas )
2. steht es jedem frei, umzuziehen, damit er an seinem Arbeitsort wohnen kann und zu Fuss zur Arbeit kann, wenn er dies denn will.

Noch vor 100 Jahren gingen die meisten zu Fuss zur Arbeit - zum Teil mehrere Stunden.

Viele von euch haben sich so abhängig vom Auto gemacht, dass sie verweichlicht sind. Es wird niemand gezwungen, Auto zu fahren.
 
 
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Abe
Alt 09.07.2008, 23:31   #73
Standard

Zuerst mal, ich werde hier das 'du' verwenden, nicht aus Respektlosigkeit sondern einfach weil es hier einfach der Standard ist.

Zitat von Dr. Wutz Beitrag anzeigen
...dass die Ökologischen Aspekte des hohen Spritpreises den ökonomischen überwiegen.
Natürlich überwiegen die Ökologischen Aspekte! Was bringt es uns denn der ganze Wohlstand wenn keine Natur mehr da ist? Was bringt der Wohlstand wenn Flüsse über die Ufer treten und unsere Häuser weggespült werden? Was bringt der Wohlstand wenn plötzlich Tornados über unsere Städte fegen?

Wichtig ist doch, dass die Leute genug Geld haben um sich was zu essen zu kaufen, und nicht ihr ganzes Geld ausgeben müssen um überhaupt zur Arbeit zu kommen.
Ich behaupte mal, dass jeder der einen Job hat, auch nicht hungern muss. Hier in Deutschland zumindest. Klar gibt es auch Leute die sich wegen der hohen Spritpreise viel nicht mehr leisen können aber verhungern wird hier niemand. Und dass es im Kapitalismus immer Verlierer gibt, steht wohl außer Frage.


Der durchschnittliche Arbeiter, der abhängig ist vom Auto, kann wirklich nur den Kopf schütteln wenn Leute wie Sie ankommen und sagen die Umwelt würde ja auf diese Weise geschont. Die Umwelt ist allerhöchstens zweitrangig, für den Durchschnittsmenschen gar völlig unerheblich.
Also ich weiß ehrlich gesagt nicht ob ich darüber lachen oder weinen soll. Umwelt höchstens zweitrangig?!? Bestes Beispiel dass dem nicht so ist, ist New York. Dort hat man mitte des 19. Jahrhunderts gemerkt dass der Mensch ohne Natur nicht leben kann. Dort hat man auf ca. 4m² den Central Park errichtet. Das war auch damals schon ein sehr wertvolles Grundstück. Und dass es diesen großen Park, der mitten in Manhatten steht, immernoch gibt zeigt wohl eindeutig dass wirtschafliche Aspekte nicht alles sind. Denn die Stadt würde beim Verkauf Milliarden gewinnen. Schau dir doch mal die Leute in der Stadt an wie viele es genießen mal 'in die Natur zu fahren'.

Auch der 'durchschnittliche Arbeiter' kann nicht in einer Welt von Smog und Beton leben. Also ich würde lieber einen großteil meines Lohnes für Benzin ausgeben als so zu leben wie in Peking, Shanghai, Dheli oder in einer anderen verschmutzen Stadt in Asien. Hättest du Lust täglich einen Mundschutz zu tragen weil man vor lauter Smog kaum noch atmen kann? Wohl kaum!

Schauen Sie sich doch die Autobahnen an: Voll wie eh und je. Die Menschen werden ja nicht weniger abhängig von Autos nur weil der Spritpreis hoch ist.
Also ich fahre noch nicht so lange Auto wie viele andere aber ich hab in letzter Zeit (in den letzten 2 Jahren) bemerkt dass die Leute auf den Autobahnen spritsparender fahren. Wenn ich damals mit meinem Auto mit 130km/h unterwegs war dann hab ich selber außer LKWs kaum ein Auto überholt und wurde laufend überholt. Wenn ich jetzt auf der Autobahn fahre merke ich, dass immer mehr Leute nicht schneller als 120-130km/h fahren. Dieses Fahrverhalten kommt nur von den hohen Kosten. Außerdem, wenn die Autobahnen noch voll sind, heißt das doch nur dass es den Leuten noch gut geht. Sonst würden sie ja zuhause bleiben oder den Zug nutzen.

Kraftstoffe müssen bezahlbar bleiben, notfalls durch Steuersenkungen. Über 80 Cent Steuern auf einen Liter Benzin sind blanker Hohn!
Ok, am besten gar keine Steuern mehr für Autofahrer. Straßen werden in Zukunft einfach nicht mehr erneuert. Oder wovon soll denn der Staat das Ganze Geld auftreiben? Genau jetzt hat der Bund 1.510.012.785.884 € Schulden! Soll man das Geld bei den Arbeitslosen einsparen? Bei der Bildung? Oder einfach andere Steuern erhöhen?
 
 
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Dr. Wutz
Alt 09.07.2008, 23:34   #74
Standard

an "fantamaus":

Sie verkennen die Situation. Der erste Fehler liegt schon darin, dass Sie von sich auf die Allgemeinheit schließen. Was ist beispielsweise mit Familien in denen meinetwegen die Frau 50km östlich und der Mann 50km westlich arbeitet. Wo sollen die hinziehen?

zu 1) Es erstattet wohl kaum jeder Arbeitgeber die Anfahrtskosten. Und wenn er das tut, ist wohl kaum ein Mensch zu faul sich mehr Geld zu sichern.
zu 2) siehe erster Abschnitt

Noch vor 100 Jahren gingen die meisten zu Fuss zur Arbeit - zum Teil mehrere Stunden.
Dann gehen Sie bitte mit leuchtendem Beispiel voran! Ich möchte mir das nur nochmal verdeutlichen: Sie wollen dass die Leute 2 Stunden zur arbeit laufen, dann 8 Stunden und mehr arbeiten, dann 2 Stunden noch zurück laufen? Wie soll das in der Realität bitte umgesetzt werden?

Und erwähnen Sie bitte nicht die öffentlichen Verkehrsmittel: Die sind schlichtweg unzumutbar, insbesondere ausserhalb größerer Städte.

Unsere gesamte Gesellschaft basiert auf individueller Mobilität, sie ist notwendig und geboten. Daher muss diese Mobilität bezahlbar sein!


zu "abe":

Natürlich überwiegen die Ökologischen Aspekte! Was bringt es uns denn der ganze Wohlstand wenn keine Natur mehr da ist?
Selbst wenn wir der gängigen Ansicht der KLimakatastrophe folgen, kommen wir nicht zu dem Ergebnis, dass ein paar Autos weniger die Umwelt retten. Natürlich ist die Natur eine feine Sache, aber bestes Beispiel ist doch der von Ihnen genannte Central Park: Den wirds auch in 200 Jahren noch geben, selbst wenn die angebliche Umweltverschmutzung so weitergeht wie bisher. Und weiter als 200-400 Jahre vermag ich nun wirklich nicht zu denken.

Ok, am besten gar keine Steuern mehr für Autofahrer. Straßen werden in Zukunft einfach nicht mehr Ok, am besten gar keine Steuern mehr für Autofahrer. Straßen werden in Zukunft einfach nicht mehr erneuert.
Natürlich müsste diese Steuer irgendwo refinanziert werden, aber darum ging es ja wohl auch nicht. Eine Dreifachbesteuerung ist einfach nicht zumutbar. Schauen Sie sich doch die Situation an: Ökosteuer (die eigentlich gar keine ist sondern nur so heisst, denn eigentlich werden mit ihr die Löcher in der Rentenkasse gestopft), dann die Mineralölsteuer und auf alles wird nochmal die USt. aufgeschlagen.
So eine unsinnige Besteuerung gibts wohl nirgendwo anders.
 
 
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MiKe
Alt 09.07.2008, 23:38   #75
Standard

zu 1) Es erstattet wohl kaum jeder Arbeitgeber die Anfahrtskosten. Und wenn er das tut, ist wohl kaum ein Mensch zu faul sich mehr Geld zu sichern.
Ähm, Entfernungspauschale? Bald evtl. sogar ab dem ersten km?

Und erwähnen Sie bitte nicht die öffentlichen Verkehrsmittel: Die sind schlichtweg unzumutbar, insbesondere ausserhalb größerer Städte.
Naja, dann fährt man halt mit dem Auto in die nächstgrößere Stadt und nutzt die Park-and-Ride-Angebote!
 
 
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