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Wunder gibt´s noch...glaubt ihr das auch?

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Umfrageergebnis anzeigen: Glaubt ihr, daß es Wunder gibt?
Ja, ich bin fest überzeugt: Es gibt Wunder 13 29,55%
Naja, ganz sicher bin ich mir nicht 6 13,64%
Vielleicht...manchmal kommt es mir so vor 9 20,45%
Nein, Wunder gibt es für mich nicht. 16 36,36%
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sailor
Alt 08.03.2007, 00:45   #1
Standard Wunder gibt´s noch...glaubt ihr das auch?

Es ist so, daß man immer mal wieder von Dingen hört, die doch wirklich etwas besonderes sind, so ganz und gar nicht selbstverständlich oder gewöhnlich. Kürzlich bin ich wieder auf so etwas gestossen:

http://www.abendblatt.de/daten/2005/11/14/502814.html
das passt da auch rein:
http://www.youtube.com/watch?v=z9-qTAOKwD0

Eigentlich sind auch viele kleine Dinge gar nicht selbstverständlich und gewöhnlich.
Gelegentlich sind bei uns schon ungewöhnliche Dinge passiert:

Ein Hirsch springt direkt vor unserem Auto über die Strasse, während wir uns heftig streiten. Unser Streit ist zuende, wir beginnen darüber nachzudenken.

Ich wachte bei 160km/h auf, während ich auf dem Seitenstreifen fuhr.

Unsere Tochter atmete als Säugling erbrochenen Schleim ein, atmete nicht mehr richtig und lief blau an. Der Krankenwagen ließ auf sich warten, Sauerstoff wurde nicht verabreicht, erst nach 10km vom Notarzt u.s.w. .....doch ihr geht es ....blendend.

Unser Sohn stürzte als Säugling zwischen Wickeltisch und Heizung, es passierte....nichts.

Derselbe Sohn fiel hinter unser Sofa. Dort lagen die Stricknadeln meiner Frau. Eine steckte 5-10 cm tief im Körper, hinter der Schulter eingetreten. Der Arzt zog sie raus und passiert ist....nichts weiter. In ein paar Tagen war es verheilt.

Unsere Kinder sind schon oft die Treppe heruntergefallen: Aus 5 Metern Höhe, mal aus 1,5 Metern Höhe auf Waschbeton, aus mehreren Metern auf Fliesen, und passiert ist....eine Beule bis....nichts.

Ich hatte vor Jahren Liebeskummer (Freundin verloren) und sitze beim Angeln...da kommt ein unbekannter Mann vorbei...und fragt mich, ob ich eine Freundin hätte. Er stellt überhaupt seltsame Fragen.
Nun hatte ich den ganzen Tag nichts gefangen....und während wir da so sitzen fange ich in etwa 45 min 3 Fische. Einen Aal auf Mais bei Tageslicht....wer Angler ist, wird wissen, weshalb das ungewöhnlich ist.
Ich zeige mich überrascht, doch für ihn ist das ganz normal...
Ich habe ihn nie wieder gesehen. Nicht viel später lerne ich meine Frau kennen...

Da gibt es noch etliche mehr ähnliche Ereignisse, die ich aufzählen könnte, auch aus dem Strassenverkehr, die allesamt "ungewöhnlich" bis "seltsam" sind. Allesamt Wunder wenn man es genaunimmt. Gar nicht selbstverständlich.

Nun ja, ich glaube ja daran, daß es keinen Zufall gibt, sondern daß Glück und Unglück von Gott kommt. Ich spreche mit ihm, bitte ihn auch oft und er hat mich auch schon oft erhört. Ich bin mir auch sicher er hört mich immer, nur weiß man nie so genau wann und auch wie er darauf reagiert, er weiß am besten, was Gut ist. Ich bin ihm wahnsinnig dankbar für all das, was ihr da oben lesen könnt.

Der Mensch versucht sich ja alles wissenschaftlich zu erklären, letztlich wird sich diese Erklärung auch oft finden lassen.
Es wird vielleicht herausgefunden werden, weshalb sich nun ausgerechnet der Dachziegel löste, der ausgerechnet zu dem Zeitpunkt auf mein Auto stürzte und ich nun ausgerechnet zu dem Zeitpunkt auf dem Weg zum Flughafen war...und in der Folge nicht mit dem Flugzeug abstürzte.
(Das nur als Beispiel, das habe ich nicht selbst erlebt)

Ja, dann weiß man, weshalb er sich löste, doch er hätte sich meistens auch genausogut nicht lösen können, und warum nun zu dem Zeitpunkt?

Wie sieht´s bei Euch aus? Habt ihr Erfahrungen mit Wundern gemacht, und wie habt ihr Euch diese bisher erklärt? Vielleicht kennt ihr auch seriöse Zeitungsartikel u.s.w., die man hier reinstellen könnte. Nur zu!

Geändert von sailor (08.03.2007 um 01:14 Uhr).
 
 
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Sivar
Alt 08.03.2007, 05:48   #2
Standard

Also ich will deine ursprüngliche Frage mal mit Jein beantworten .

An Zufälle glaube ich auch nicht, auch wenn ich manchmal "im Affekt" sage, was dies oder jenes doch fürn Zufall oder Glück war. Damit meine ich genaugenommen jedoch, dass es faszinierend ist, dass ausgerechnet zu nem bestimmten Zeitpunkt ein bestimmtes Ereignis passiert bzw nicht passiert ist. Deine Beispiele sind da schon garnicht so schlecht, aber es geht ja noch viel besser... kurzes Beispiel: Vor längerer Zeit ist ein Bekannter von mir aus dem Fenster seiner Wohnung hinaus schlafgewandelt, aber unglücklicherweise lag seine Wohnung im 5. Stock eines Berliner Hochhauses. Er war zwar ziemlich schwer verletzt, aber durch mehrere "zufällige" und "glückliche" Umstände ist er wohl erstens günstig gefallen und es kam zweitens wohl damals sehr schnell Hilfe, so dass er gerettet werden konnte. Man musste - so wie ich das mitbekommen habe - seine Knochen im wahrsten Sinne neu ordnen bzw ihn von Grund auf wieder zusammenflicken. Hat zwar alles sehr lange gedauert, aber heutzutage kann er ein relativ normales Leben führen und ist nur durch bestimmte Medikamente längerfristig (oder dauerhaft) eingeschränkt.

Da ich allerdings davon ausgehe, dass jeder Mensch für sein eigenes Schicksal verantwortlich ist und die Summe aller Seelen "Gott" ist und bestimmt, was passiert, würde ich auch sagen, dass diese Menschen selbst den für sie "glücklichen" Weg gewählt haben bzw sich selber gegen den Tod oder längeres Leiden entschieden haben. Aber natürlich ist das allein eine Glaubensfrage, wo man die Ursachen sieht.

Wenn ich aber Leute reden höre, dass bestimmte Dinge riesige Zufälle waren und jemand "genausogut dabei hätte sterben können", muss ich immer etwas müde lächeln, wie ignorant man sein kann, dahinter KEINEN Plan und KEINEN Sinn zu sehen. Man sollte bei solchen Dingen auch immer bedenken, dass auch Leiden viel Sinn macht und sogar Gutes mit sich bringt. Es liegt nur an jedem einzelnen, das Gute darin auch zu erkennen, wofür die Voraussetzung wiederum ist, das Gute erkennen zu wollen und allgemein Vertrauen in die Abläufe "Gottes" (Definition siehe oben) zu haben.
 
 
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sailor
Alt 08.03.2007, 13:30   #3
Standard

Da ich allerdings davon ausgehe, dass jeder Mensch für sein eigenes Schicksal verantwortlich ist...
Nun ja, das trifft in gewisser Weise zu: Unser eigenes Verhalten, unsere Entscheidung für oder gegen Gott, für oder gegen die Menschen, bestimmt, was aus uns wird.
Aber: Wir können ja nicht darüber bestimmen, ob uns nun dieser besagte Dachziegel auf den Kopf fällt, oder nicht. Eben nicht über Gesundheit und Krankheit, Leben oder Tod. Dazu können wir nur unseren Beitrag leisten oder bestimmte Verläufe provozieren.

und die Summe aller Seelen "Gott" ist
Dazu meine Sichtweise:
http://www.biblegateway.com/passage/...10;&version=54;
http://www.biblegateway.com/passage/....9;&version=54;
http://www.biblegateway.com/passage/....7;&version=54;

Wenn ich aber Leute reden höre, dass bestimmte Dinge riesige Zufälle waren und jemand "genausogut dabei hätte sterben können", muss ich immer etwas müde lächeln, wie ignorant man sein kann, dahinter KEINEN Plan und KEINEN Sinn zu sehen...
Ich rede auch manchmal so, auch mit dem eigentlich in meinen Augen unsinnigen Wort "Zufall". Allerdings nur um zu verdeutlichen: Es war eben genau so nicht, obwohl eine viel grössere Chance bestand, daß es passiert. Doch Gott hat Befehl gegeben, daß es eben nicht passiert.

Man sollte bei solchen Dingen auch immer bedenken, dass auch Leiden viel Sinn macht und sogar Gutes mit sich bringt. Es liegt nur an jedem einzelnen, das Gute darin auch zu erkennen, wofür die Voraussetzung wiederum ist, das Gute erkennen zu wollen...
Ganz genau.
http://www.biblegateway.com/passage/...14;&version=54;
http://www.biblegateway.com/passage/...10;&version=54;
http://www.biblegateway.com/passage/...-7;&version=54;

Geändert von sailor (08.03.2007 um 13:41 Uhr).
 
 
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baedr
Alt 08.03.2007, 14:06   #4
Standard

Ja, dann weiß man, weshalb er sich löste, doch er hätte sich meistens auch genausogut nicht lösen können, und warum nun zu dem Zeitpunkt?
Ständiges Bewässern, einfrieren, auftauen, moosbewuchs, angestautes nasses Laub... irgendwann fällt der Dachziegel herunter, wann lässt sich dabei nur sehr ungenau im vorfeld bestimmen, ohne mit der Untersuchung den Zeitpunkt selbst zu beeinflussen. Es ist ja auch klar, dass nahezu alle Dachziegel, die sich lösen, auf den asphalt aufschlagen, ohne jemanden oder etwas zu treffen. Dagegen gibt es eine bestimmte Wahrscheinlichkeit, welche Vorraussagt, das in einem von X Fällen etwas vorbeigehendes, vorbeifahrendes, oder stehendes getroffen wird. Es ist sogar extrem unwahrscheinlich, dass dieser eine von X Fällen nie eintritt, weil es sehr viele Dachziegel, und sehr viele potentielle Dachziegel-"opfer" auf der welt gibt. Etwas ähnliches, (bei weitem nicht so unwahrscheinliches) ist mir passiert: Ich fuhr mit meinem Fahrrad sehr zügig unter einem sehr großen Kastanienbaum entlang, während mir eine Kastanie von weit oben (mit Wucht) auf den Unterarm fiel. Diesem Ereignis habe ich aber keine spirituelle Bedeutung zugewiesen, auch wenn es unwahrscheinlich war, dass es passiert. Auch dass man bei einem Autounfall genau mit dem Herrn Holzschmidt zusammenstößt, ist extrem unwahrscheinlich, auch wenn man mit Herrn Holzschmidt noch nie etwas zu tun hatte, und diese Person auch nicht kennt. Ich weiß, das ist alles sehr banal, aber warum glauben viele, dass zwei oder mehr Ereignisse, welche keinen direkten Zusammenhang haben, übernatürlich miteinander verknüpft sind, weil sie irgendwelche Eigenschaften besitzen, die dem Gehirn einen möglichen Zusammenhang vorgaukeln, welcher als "zeichen" oder ähnlichem gedeutet werden kann? Verschwendet eure Zeit nicht damit, Bedeutungen zu sehen, wo keine sind. Typisches Beispiel ist die Zahl 23. Warum setzt man sich hin, und rechnet wie wild an irgendwelchen Geburts und todestagen herum, nur um auf die Zahl 23 zu kommen. Ist es verwunderlich, dass das Pentagon soviel Ecken wie die Quersumme von 23 hat? Ist das hier verwunderlich:
Bildet man die Quersumme der ersten FÜNF zahlen des Logarithmus von "Dreiundzwanzig-Fünftel" erhält man die Zahl -5-
Was anderes außer "voll krass" ist diese Zahl selbst für diese Leute nicht... und logisch betrachtet ist sie nicht mal das. Es macht sich schließlich niemand die Mühe mit 16 herumzurechnen. Fast alles was einem im Leben passiert, kann einen etwas lehren, bringt einen weiter und ergibt Sinn, solange man sich kritisch und überlegt damit auseinander setzt. Man sollte nur keine Zeit mit Fantastereien verschwenden, welche bei näherer betrachtung keinen echten Bezug zur Welt haben. Wunder würde ich deshalb als "Zufall" bezeichnen. Den Zufall sehe ich ungefähr so, wie der Zufallsgenerator in einem Computerprogramm. So richtig zufällig ist nichts, aber letzten endes ändert das auch nichts an der Handhabung.

Wenn man irgendetwas als Wunder bezeichnen kann, dann meiner Meinung nach die Existenz des Universums. Alles andere ist eine logische Konsequenz daraus.

Geändert von baedr (08.03.2007 um 17:39 Uhr).
 
 
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mizue
Alt 08.03.2007, 14:28   #5
Standard

auch hier: ursache > wirkung, hinzu kommt als wichtiger faktor so etwas, wie individualität. dass einem die ein oder andere ursache (oder wirkung) nicht wirklich bewusst ist oder nicht wahrnehmbar scheint, sei hiermit auch festgestellt. aber das ist ja auch nicht wirklich schlimm, denn etwas ist, wie es ist, auch ohne, dass ich es weiß.

ich lehne für mich den begriff "wunder" in zusammenhang mit "gott" ab, weil "gott" im sinne von bibel, jesus & co für mich keine bedeutung hat. ich bin zwar getauft und in einer "gläubigen" familie aufgewachsen, aber ich habe zu gott, dem glauben & co nie eine persönliche verbindung aufgebaut... es entspricht nicht meiner wahrheit.

der christliche glauben scheint viel mit unterwürfigkeit & zwang zu tun zu haben. ich habe letzens ein paar gebete für meine oma abgetippt und beim lesen kamen bei mir so einige negative empfindungen hoch. die botschaften der gebete - frei wiedergegeben - waren: der mensch ist von grundauf sündig und schwach, salopp gesagt ein depp *g*, man "muss" etwas bestimmtes tun & sagen, um beistand und vergebung "flehen", sich unterwerfen.

"gott" ist der große lenker und du darfst sozusagen raten, was "er" mit dir vorhat. du - als mensch - scheinst "gott" nicht gleichwertig gegenüber zu stehen, obwohl du aber ein teil von ihm bist. nun könnte man natürlich sagen, dass das vollkommen klar ist... "gott" ist ja der vater und der vater ist im idealfall eben doch ein stückchen weiser, als das kind, aber auch "gott" scheint an manchen ecken und enden etwas manipulativ... und astrein finde ich das als in vielerlei hinsicht "bewusster" mensch nicht.

^--- das bitte ich als meine persönliche sichtweise zu akzeptieren. es ist, wie es ist.

weiter zum thema... es passieren manchmal scheinbar wunderliche und positive dinge. anstatt mich zu fragen, ob da nun "gott" oder xyz dahintersteckt und wie das alles so passieren konnte, freue ich mich schlichtweg darüber und fühle vielleicht sogar dankbarkeit. diese dankbarkeit schicke ich an keine bestimmte adresse, sondern an mein "umfeld". ich bin glücklich und gebe dieses glück auf verschiedenste art und weise an dinge, menschen, lebewesen, natur (nenn es meinetwegen das "universelle umfeld") weiter.

Geändert von mizue (08.03.2007 um 14:40 Uhr).
 
 
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sailor
Alt 08.03.2007, 15:45   #6
Standard

die botschaften der gebete - frei wiedergegeben - waren: der mensch ist von grundauf sündig und schwach, salopp gesagt ein depp *g*,
Genau. Aber ein Depp (oder auch "Tor" , -wird in der Bibel häufig genannt) nicht zwangsläufig.

...man "muss" etwas bestimmtes tun & sagen
Nö, sicher nicht. Gebete liest man besser nicht ab oder lernt sie auswendig. Aber es ist eine beliebte Praxis so etwas zu tun.

, um beistand und vergebung "flehen", sich unterwerfen.
Wenn ich viel Mist gebaut habe, (und das hat jeder Mensch) dann wäre es sehr dumm, dazu auch noch hochmütig zu sein. Ein schwacher, unwissender und boshafter Mensch - im Vergleich zu Gott. Das passt nicht zu Hochmut und Forderungen.

du - als mensch - scheinst "gott" nicht gleichwertig gegenüber zu stehen, obwohl du aber ein teil von ihm bist.
Nein, ganz und gar nicht. Ich bin ein Geschöpf Gottes. Er aber ist der Schöpfer:

"Sie bilden sich ein, sie könnten die Rollen vertauschen! Der Ton kann doch nicht so tun, als wäre er der Töpfer! Oder kann das Werk von seinem Schöpfer sagen: »Er hat mich nicht gemacht«? Kann das Tongefäß vom Töpfer sagen: »Er versteht nichts davon«?"
Jesaja 29,16

Man eine ganz andere Frage: Du hast oben etwas zur Taufe geschrieben. Bist Du so nett mizue, und schreibst einen Beitrag in:
Säuglingstaufe, Konfirmation, Kommunion -Was haltet ihr davon?
Deine Erfahrungen und Meinungen sind da sicher interessant und würden den Thread sehr bereichern.

Geändert von sailor (09.03.2007 um 11:37 Uhr).
 
 
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mizue
Alt 08.03.2007, 16:57   #7
Standard

nein, von diesem thread fühle ich mich nicht wirklich angesprochen.

Wenn ich viel Mist gebaut habe, (und das hat jeder Mensch) dann wäre es sehr dumm, dazu auch noch hochmütig zu sein.
das mag in sich schlüssig sein, ist aber sehr einseitig und absolut. EINSICHT und verständnis haben z. b. nichts mit hochmut, auch nichts mit unterwerfung und demut zu tun.

mit deinen "bibelquotes" kommst du bei mir nicht weiter, sailor, weil ich - wie gesagt - keine "christlich" gläubige frau bin. für dich mag das ganze von wert sein, du hast es wunderbar in deinen alltag, in dein leben integriert. für mich klingen sie, wie zitate aus einem gruseligen lebensratgeber, der mir zuerst angst macht, meine persönlichkeit (oder seele oder...) ein klein wenig mit füßen tritt und mir dann die vergebung für mein sein anbietet. so hat man seine "kinder" nicht zu behandeln!

ist nicht böse gemeint, aber für mich nunmal wahrheit.

und skinni freut sich sicher auch, wenn nun wieder zum eigentlichen thema zurückgekehrt wird, das nicht unbedingt mit "gott" in verbindung gebracht werden muss.
 
 
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mukaka
Alt 08.03.2007, 17:05   #8
Standard

Ich glaube absolut nicht an wunder oder an schicksal oder so ..... klar das schicksal ist real in gewisser hinsischt aber wir selber lenken es und es ist uns nicht vorgegeben ......

wunder sind eine anreihung von zufälligen ereignissen ! ca so als wenn man durch ein tunnel rennt und immmer wieder nach 10 meter muss man sich zwischen zwei türen entscheiden (leben oder tot) ... und in dem fall halt immer die richtige nimmt
 
 
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Sivar
Alt 08.03.2007, 17:26   #9
Standard

Nun, wir wollen doch aufpassen, dass dieser Thread sich nicht zu sehr vom Thema entfernt... natürlich ist eine Wunder-Diskussion ohne Glaubensbezug im Grunde nicht möglich, aber für allgemeine Glaubensdiskussionen sollte man lieber einen anderen Thread aufmachen.

Nun werde ich meinen ersten Post etwas näher erläutern, weil ich heute morgen grade ausm Bett gefallen war und Zeitdruck hatte...

Also ich habe ja geschrieben, dass ich der Ansicht bin, jeder wäre für sein eigenes Schicksal verantwortlich. Das meine ich nicht nur im übertragenen Sinne oder über lose Ursache-Wirkung-Zusammenhänge wie zB "Wer nie lächelt, dem begegnen andere Leute auch selten freundlich", sondern ganz konkret. Ich denke zB, dass derjenige, dem ein Dachziegel auf den Kopf fällt, auch genau das WOLLTE. Natürlich nicht der isolierte Mensch mit seinem isolierten Verstand, sondern seine viel grössere (und teilweise vom Menschen losgelöste) Seele. Ich glaube, dass diese - zusammen mit allen anderen Seelen - den "Plan" gefasst hat, sich einen Dachziegel auf den Kopf fallen zu lassen. Das klingt zwar blöde, aber ich wills versuchen zu erklären...

Grob gesagt gibt es dafür aus meiner Sicht zwei Gründe: Wenn man dabei stirbt, wollte die Seele dass dieser Mensch als Teil von ihr stirbt, weil sie möglicherweise genug aus diesem Leben (=Dasein) gelernt hat und sich nun Neuem zuwenden will, oder weil sie sehr sehr unglücklich war mit diesem Leben. Ich gehe dabei immer davon aus, dass der Mensch mit seinem Verstand quasi eine materielle Manifestation eines Teils seiner höheren Seele ist, und dass dieses Leben beliebigen Zwecken dient, die man unter "Lernen" zusammenfassen könnte.
Zweite Möglichkeit: Der Mensch stirbt nicht, sondern verbringt eine Weile im Krankenhaus, hat möglicherweise Schmerzen, etc... in dem Fall wäre der logische Zusammenhang zwischen "Leiden" und "Lernen" ganz offensichtlich, nämlich wenn es die Seele für sinnvoll hält, aus der Erfahrung dieser Manifestation ihrer selbst (also des Menschen) für ihre Gesamtentwicklung zu lernen. Man kann viel Gutes darin sehen, wenn man will, zB kann man lernen, Hilfsbereitschaft anderer anzunehmen und zu schätzen, man kommt aufgrund einer Bettlägrigkeit dazu, über sich selbst und das Leben allgemein nachzudenken, man erfährt plötzlich viel (längst überfällige) Liebe von seinen "Nächsten", denen in dem Moment vielleicht erst auffällt, wie wichtig ihnen dieser Mensch eigentlich ist, und ihm von da an mehr Aufmerksamkeit schenken, etc pp...

Ich könnte also noch eher sagen, dass es keine Wunder gibt, weil jeder Mensch sich in Kooperation mit allen anderen für sein jeweiliges Wunder selbst entscheidet. Da man diese ganzen Zusammenhänge aber mit dem menschlichen Verstand bei weitem nicht überblicken kann, erscheinen sie zunächst sehr rätselhaft, und man könnte ein entsprechendes Ereignis deswegen doch wiederum als Wunder bezeichnen.

In letzterem Fall wäre mir das Wort "Wunder" aber viel zu positiv belegt. Man würde zB nur von einem Wunder sprechen, dass der Mensch nur leicht verletzt wurde, oder dass ihn der Dachziegel nur knapp verfehlt hat. Aus meiner Sicht wäre es aber ebenso ein "Wunder", wenn ihn der Dachziegel lebensgefährlich verletzt oder getötet hätte.

Streng genommen müsste ich jedoch sagen, dass es keine Wunder gibt, weil es für jedes noch so abwegige Ereignis eine plausible Erklärung und einen tieferen Sinn gibt, auch wenn man beides mit dem menschlichen Verstand kaum wirklich verstehen oder nachvollziehen kann. Es hilft allerdings ungemein, auf die Tatsache (aus meiner Sicht ist es zumindest eine Tatsache) zu vertrauen, dass alles nur zum Guten geschieht.
 
 
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Felicitas
Alt 08.03.2007, 17:37   #10
Standard

ich glaube die meisten empfinden "ihre wahrheit" als _die_ wahrheit. sailor glaubt fest an gott, mizue an ihre wahrheit, der nächste an die wahrheit der naturwissenschaften. und ich glaube schlichtweg dass in _der_ wahrheit alle diese wahrheiten vereinbar sind. alle religionen finden darin platz, alle individuellen persönlichkeiten, jeder individuelle glauben.

"wunder" sind doch eigentlich etwas sehr schönes. egal ob man sie nun statistik begründen kann, vorhersagen kann. wunder sind einfach ereignisse die etwas schönes sind. ich hinterfrag ja nun wirklich reichlich viel, aber es gibt sachen im leben die sollte man vllt einfach hinnehmen. sich darüber freuen und sie annehmen. ich muss für "wunder" keine begründung finden. nicht in gott, nicht in meinem persönlichen lebensweg, nicht in den naturwissenschaften.

was passiert wenn wir anfangen "wunder" zu hinterfragen? wir finden eine lösung und neigen dann dazu unser leben dahingehend manipulieren zu wollen dass immer wieder "wunder" passieren. wenn sailor schreibt er hat für sich verschiedene wunder erlebt und irgendwann gott als grund dahinter gefunden, dann meine ich mit "manipulieren" eben das daraus folgende beten zu gott. um erneute wunder.

und das ist eine sache mit der ich mich nicht anfreunden kann. ich möchte es weiterhin toll finden wenn mich ein dachziegel verfehlt, und nicht meine freude dadurch trüben dass ich die statistische wahrscheinlichkeit berechnen kann das sowas nochmal passiert.

und wenn man sich so ein paar "volksweisheiten" anschaut, findet man dieses "hinnehmen" immer wieder. kennt ihr von willhelm busch "will das glück nach seinem sinn, dir was gutes schenken. sage dank und nimm es hin, ohne viel bedenken."?

hinterfragen und den wunsch ursachen zu finden ist oftmals gut und nützlich, aber manchmal ist es auch einfach nur eine wohltat etwas hinzunehmen, anzunehmen, sich einfach nur zu freuen.

ob ich also an wunder glaube? ich glaube an ein natürliches gleichgewicht. und egal mit wem ich jetzt schon gesprochen habe, bzw was ich gelesen habe, alles lässt sich irgendwie in die theorie des gleichgewichtes mit einbringen. auch "gott" passt da hinein.

ich glaube an naturwissenschaften und ich glaube, dass es irgendwann für die uns heute bekannten übernatürlichen ereignisse eine naturwissenschaftliche erklärung geben wird. aber ich glaube auch, dass dadurch der "zauber" des lebens, die magie, irgendwie ein stückweit verloren gehen wird. die spannung. ka ob man gerade versteht was ich meine .

wie auch immer. ob man wunder nun als "glückliche zufälle", "vorherbestimmte glückliche ereignisse", "provozierte ereignisse" oder sonstwas bezeichnen will, ich glaube, dass jedes streben eine ursache oder begründung dafür zu finden, ein stückweit den zauber wegnimmt, der das leben spannend macht.
 
 
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Schatz
Alt 08.03.2007, 20:31   #11
Standard

also ich finde es ist doch was tolles wenn man an Wunder glaubt. Ob es sie nun wirklich gibt oder nicht ist dabei nebensächlich, finde ich zumindest. Man muss eig nur einfach daran glauben und schon sieht man eben Wunder wo andere nur Glück sehn und man freut sich doch auch wenn man denkt einem ist ein Wunder passiert und will nicht, dass ander dann sagen "Du hattest doch nur Glück, spiel das doch jetzt nicht so hoch" und einem so sein "eigenes Wunder" kaputt machen.^^
 
 
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Darkness
Alt 09.03.2007, 12:52   #12
Standard

Wunder gibt es (für mich) nicht. Was es gibt, ist Schicksal.
Sein eigenes Schicksal kann man beeinflussen. Wenn dies funktioniert schein es für manche vielleicht wie ein Wunder.
 
 
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Cobain
Alt 10.03.2007, 06:00   #13
Standard

Ich schließe mich der Meinung meines Vorposters an,des weiteren würde ich sagen dass jeder Mensch irgendwann mal in seinem Leben ein Ereignis erlebt welches er als "Wunder" beschreibt, da es so unwahrscheinlich ist dass es hätte fast nicht passieren können,jedoch wenn man dann ganz trockene Nachforschungen mit Hilfe der Physik,Warscheinlichkeitsberechnungen und Statistiken etc..betreibt und nicht religiös ist,wird man feststellen dass es eben doch nicht so sehr wunderlich ist.

Unser Universum und unser Leben ist doch Wunder genug, warum müssen wir auch noch verlangen dass uns jemand beschützt, ständig begleitet und uns "Wunder" beschert, meine Meinung ist dass Wunder von Menschen erschaffen werden die unerfüllt sind und an ihre persönliche Erfüllung und Erleuchtung von alleine und auf diesem Planeten nicht rankommen,man könnte auch sagen (Ein Wunder ist das Ergebnis der zwanghaften Suche nach Erfüllung) sie hoffen auf "Wunder" und Zeichen ihrer göttlichen Gestalten, da sie im tiefsten innern ja doch gerne etwas handfestes und einen Existenzbeweis für diese hätten und sie wollen sich dann doch ganz sicher sein können nach diesem unerfüllten Leben ins ewige was auch immer zu kommen...wer Wunder sucht wird sie finden, es gibt genug Berichte und Studien über angebliche Wunder, seien sie durch Massensuggestion hervorgerufen durch Magnetfeldstörungen oder sonstwas entstanden.

Für mich sind Wunder Dinge die, die meisten Menschen nicht beachten oder damit beschäftigt sind nach göttlichen Wundern ausschau zu halten.

Meine Wunder sind..

Das Universum und dass es existiert, dass ich überhaupt existiere und dass ich mir über meine Existenz bewusst bin, dass ich ein Teil einer unglaublichen Evolution unseres Planeten bin und dass es sehr schön ist als Teil der Krone dieser Schöpfung geboren worden zu sein, Morgens aufwachen, ein klarer Sternenhimmel, ein Sonnenuntergang, ein Lagerfeuer, ein Blick über das Meer, etc....ich könnte hier ewig weiter machen, wie gesagt jeder kann Wunder finden man muss nur entscheiden wie hoch man die Messlatte dafür setzen will.

noch was zu deinen Wundern Sailor.

Zitat von sailor
Eigentlich sind auch viele kleine Dinge gar nicht selbstverständlich und gewöhnlich.

Gelegentlich sind bei uns schon ungewöhnliche Dinge passiert:
Ein Hirsch springt direkt vor unserem Auto über die Strasse, während wir uns heftig streiten. Unser Streit ist zuende, wir beginnen darüber nachzudenken.
Aha, ein Hirsch der über ne Strasse spring, ein wahres Wunder...

Zitat von Sailor
Ich wachte bei 160km/h auf, während ich auf dem Seitenstreifen fuhr.
Glück und es passiert auch nicht gerade selten dass Menschen auf der Autobahn einen Sekundenschlaf haben.

Zitat von Sailor
Unsere Tochter atmete als Säugling erbrochenen Schleim ein, atmete nicht mehr richtig und lief blau an. Der Krankenwagen ließ auf sich warten, Sauerstoff wurde nicht verabreicht, erst nach 10km vom Notarzt u.s.w. .....doch ihr geht es ....blendend.
Glück

Zitat von Sailor
Unser Sohn stürzte als Säugling zwischen Wickeltisch und Heizung, es passierte....nichts.
Glück

Zitat von Sailor
Derselbe Sohn fiel hinter unser Sofa. Dort lagen die Stricknadeln meiner Frau. Eine steckte 5-10 cm tief im Körper, hinter der Schulter eingetreten. Der Arzt zog sie raus und passiert ist....nichts weiter. In ein paar Tagen war es verheilt.
Glück

Zitat von Sailor
Unsere Kinder sind schon oft die Treppe heruntergefallen: Aus 5 Metern Höhe, mal aus 1,5 Metern Höhe auf Waschbeton, aus mehreren Metern auf Fliesen, und passiert ist....eine Beule bis....nichts.
Und nochmals...aber Hallo gehts noch ich würd mal sagen wenn Du nicht mal langsam besser auf deine Kinder aufpasst wird doch mal was passieren, immer kann man auch nicht Glück haben, fällt von dort nach dort,hinter die Couch, Stricknadel in der Schulter, fallen oft die Treppe runter,unglaublich... ich bekomm echt Hörner wenn jemand so aufmerksam mit seinen Kindern umgeht und Du nennst dich Christ.

Zitat von Sailor
Ich hatte vor Jahren Liebeskummer (Freundin verloren) und sitze beim Angeln...da kommt ein unbekannter Mann vorbei...und fragt mich, ob ich eine Freundin hätte. Er stellt überhaupt seltsame Fragen.
Nun hatte ich den ganzen Tag nichts gefangen....und während wir da so sitzen fange ich in etwa 45 min 3 Fische. Einen Aal auf Mais bei Tageslicht....wer Angler ist, wird wissen, weshalb das ungewöhnlich ist.
Ich zeige mich überrascht, doch für ihn ist das ganz normal...
Ich habe ihn nie wieder gesehen. Nicht viel später lerne ich meine Frau kennen...
Vielleicht wollt er dich anmachen und Du hast es nicht verstanden....Fische sind auch manchmal verwirrt, oder krank oder werden gejagt, aufgescheucht etc...und Ja genau wegen dem alten einsamen Mann am Wasser und den 3 Fischen hast Du deine Frau kennengelernt.
 
 
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Felicitas
Alt 10.03.2007, 10:08   #14
Standard

Zitat von Cobain
Und nochmals...aber Hallo gehts noch ich würd mal sagen wenn Du nicht mal langsam besser auf deine Kinder aufpasst wird doch mal was passieren, immer kann man auch nicht Glück haben, fällt von dort nach dort,hinter die Couch, Stricknadel in der Schulter, fallen oft die Treppe runter,unglaublich... ich bekomm echt Hörner wenn jemand so aufmerksam mit seinen Kindern umgeht und Du nennst dich Christ.
na mit sowas wär ich ganz vorsichtig. ich weiß ja nicht wie oft du deiner mutter einen schrecken eingejagt hast. sailor spricht von 5-6 ereignissen bei mehreren kindern. das ist nicht viel. du kannst KEINEM kind 24 stunden hinterherrennen, du bist immer mal unaufmerksam. es verschluckt etwas, es läuft gegen den schrank, fällt vom klettergerüst. du willst doch nicht ernsthaft sagen dass das die schuld der eltern ist. du kannst dein kind nicht in watte packen.
 
 
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Cobain
Alt 10.03.2007, 15:08   #15
Standard

Zitat von felicitas
na mit sowas wär ich ganz vorsichtig. ich weiß ja nicht wie oft du deiner mutter einen schrecken eingejagt hast. sailor spricht von 5-6 ereignissen bei mehreren kindern. das ist nicht viel. du kannst KEINEM kind 24 stunden hinterherrennen, du bist immer mal unaufmerksam. es verschluckt etwas, es läuft gegen den schrank, fällt vom klettergerüst. du willst doch nicht ernsthaft sagen dass das die schuld der eltern ist. du kannst dein kind nicht in watte packen.
Also wenn die Kinder mehrmals von der Treppe oder sonstwo herunterfallen und das auch noch so salopp beschrieben wird als wäre es nichts ungewöhnliches, dann hat das für mich nichts mehr mit in Watte packen zu tun, also wenn ich da an meinen Vater denke wenn sowas auch nur einmal passiert wäre, ich bitte dich..lässt Du dein Kind vom Wickeltisch oder hinter die Couch fallen und Du tust nichts nachdem ein Kind 1mal die Treppe runtergefallen ist ? Das würd ich doch sehr merkwürdig und nachlässig bezeichnen, denk mal die Stricknadel wäre in seinem Herzen gelandet,aber vielleicht ist das Gottvertrauen von Sailor einfach so groß dass er denkt es kann garnichts passieren und wenn doch was solls nach dem Tod kommen so fromme Menschen ja eh in den Himmel und irgendwann sind alle im ewigen Leben für immer vereint.

back to topic
 
 
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Felicitas
Alt 10.03.2007, 15:25   #16
Standard

man lässt sein kind nicht vom wickeltisch, der couch oder die treppe runter fallen. das tut es von allein. du drehst dich um um die tür abzuschließen und schon ist es passiert. du beugst dich neben die couch um das licht heller zu machen, und schwupps ist es passiert. du machst noch mal das schränkchen unterm wickeltisch auf weil du vergessen hast das puder rauszunehmen, du schaust einen augenblick nicht zum kind - schwupps es kann passiert sein.

sailor schreibt NICHT dass er seine kinder machen lässt was sie wollen weil gott sie schon beschützen wird, sondern er beschreibt tagtägliche situationen wie sie immer wieder in jedem haushalt passieren und dass er die resultate als wunder empfindet.

machst du deinen eltern vorwürfe weil sie dich nicht immer aufgefangen haben wenn du mal gestürzt bist? machst du ihnen vorwürfe weil sie nicht neben dir standen als du dich das erste mal mit dem messer geschnitten hast?

also ich bitte dich. das ist doch von nem 24jährigen nicht zu viel verlangt sich so ein bisschen in die elternrolle einzudenken.

und nein, nicht back to topic. das wird jetzt mal ausdiskutiert.
 
 
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sailor
Alt 11.03.2007, 02:35   #17
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Danke, das ist nett, felicitas.

@Cobain
Du hast -würde ich sagen- klare praktische Defizite. Aber ich stimme felicitas zu, daß das Hineindenken möglich sein könnte. Denke ich, wenn man denn will.

Ich bin in der Tat nicht unachtsam, wegen meines Gottvertrauens. Denn es gilt, daß man Gott nicht durch soetwas herausfordern soll.
http://www.biblegateway.com/passage/...-7;&version=54;
Aber, wie felicitas schon sagt, man kann Kinder nicht in Watte packen. Strenge Dein Gedächtnis an, und Du wirst Dich an das eine oder andere Ereignis erinnern, wo Deine Eltern "versagt" haben. Wenn Du selbst einmal Kinder hast, -das garantiere ich Dir- wirst Du selbst des öfteren "versagen", nach dieser Definition.
Wir haben hier im Haus insgesamt fünf Treppen (Zur Wohnung oben, zur Haustür, 2x Kellertreppe, zur Terrasse) und unsere Kinder laufen nicht an der Leine, sondern beispielsweise schneller die Treppe hinauf, als du bei 3 Kindern ausreichend reagieren könntest. Und schon ist´s passiert. Und zu den Stricknadeln: Die haben wir jetzt in einer abschließbaren Truhe, falls es Dich beruhigt. Das war meiner Frau auch eine Lehre. Aber: An alles denkst du niemals, doch für diese Fälle sorgt Gott. Bei Kindern ist das wegen der hohen Ereignisdichte im Vergleich zu Erwachsenen eben besonders auffällig.

Geändert von sailor (11.03.2007 um 02:45 Uhr).
 
 
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UnitedLove
Alt 29.05.2007, 22:23   #18
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deine beispiele klingen eher nach glück und nicht nach einem "wunder"..

außer dem artikel vom abendblatt..
 
 
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Ripper08
Alt 02.06.2007, 15:36   #19
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No comment...


Zitat von Cobain
nach diesem unerfüllten Leben ins ewige was auch immer zu kommen...
In deinem Fall wohl ins Nirvana.




ONtopic:

Ich würde noch gern zur der Definitionsproblematik des "Wunders" sagen, dass es aus meiner Sicht nicht möglich ist, dieses Thema ohne das jeweils dahinterstehende Weltbild zu betrachten (was ja weiter oben jemand vorgeschlagen hatte).

Ich würde behaupten die Begriffe "Glück" und "Wunder" sind in diesem Fall ein und dasselbe, nur eben jeweils von einer anderen Weltsicht aus betrachtet.

Genauer:
Ein naturwissenschaftlich-"nichtgläubiger" Mensch würde von einem Zufall sprechen, der letztendlich in Glück oder Unglück resultiert. Dieser Zufall ist in seinen Augen i.d.R. nicht beeinflussbar und auch nicht hinterfragbar, sondern eben hinzunehmen.

Ein "gläubiger" Mensch benutzt für den obrigen Begriff "Glück" das Synonym Wunder, was für ihn jedoch impliziert, dass dieses Wunder das Resultat aus bestimmtem Handeln seinerseits oder dem Handeln einer "höheren Macht" ist. Demnach ist für diese Person ein Wunder durch bestimmte Handlungen "provozierbar" (das versuchen ja fast allen Kulturen mithilfe von Glücksbringern und sonstigen Fetischen oder kleinen Bräuchen).


Persönliche Erfahrungen:
Ich persönlich war lange Zeit in diesem Sinne ein "Gläubiger", da ich in meinem Leben eine ganze Reihe von Dingen erlebt hatte, die wirklich die pure Anhäufung geradezu unverschämt "glücklicher Zufälle" waren.

Ein paar Beispiele:
Als ich rund ein Jahr alt war, wurde mir in der damaligen Sowjetunion ein Tumor entfernt und ich war an dem Tag das einzige von rund neun Kindern, das diesen Einriff überlebt hat. Der Tumor wurde nur zufällig enteckt, da meine Mutter eine art Vorahnung hatte und die Ärzte einfach so lange belagert hat, bis sie mich gründlich geröngt hatten.

Zur selben Zeit hatte ich durch verschiedenste Antibiotika eine schwere Magenkrankheit, da die mir verabreichten Arztneien diverse Magenbakterien mit vernichtet hatten. Nun mussten diese ominösen Bakterien regelmäßig in großem Umfang beschafft werden und sie waren natürlich -wie alles in jenem Land- pure Mangelware, die durch ein ganzes Netzwerk von Tauschhandeln und Beziehungen über ein ganzes Jahr hinweg herangeschafft werden mussten.


Kennt man auch noch die diversen Einzelheiten, wirkt die ganze Geschichte noch viel unglaublicher, aber das würde den Rahmen jetzt vollends sprengen...



Heute ist es so, dass ich mich weit weniger mit der Frage beschäftige, ob dies nur eine Anannanderreihung von geradezu pervers glücklichen Zufällen war oder tatsächlich das, was man als "Wunder" bezeichnen könnte.

Ich habe lange Zeit nach dem gesucht, was man als die "Wahrheit" bezeichnen könnte, die Wahrheit hinter den Dingen, die Antworten auf universelle Fragen: "Woher kommen wir, wohin gehen wir, was kommt nach dem Tod, etc.".

Dabei ist mir gerade in letzter Zeit immer mehr aufgefallen, wie wenig mir die Antworten in letzter Konsequenz eigentlich nützen würden, da ich mein Leben so leben will wie ich will.
Verständlicher ausgedrückt würde ich meinen Lebensstil nicht ändern wollen, wenn ich z.B. rausfinden würde, dass unsere Existenz tatsächlich kein tieferes Mysterium hat und mit unserem Tod alles endet.
Ebenso würde ich mein Leben nicht anders leben wollen, wenn ich beispielsweise zu der Überzeugung gelangen würde, dass wir mehrere Leben dank Inkarnation zur Verfügung haben. Sollte ich denn dann nicht trotzdem jedes einzelne so leben, als wäre es mein letztes?

Lange Rede, kurzer Sinn: Es ist nicht das Wichtigste auf der Welt, herauszufinden ob Wunder existieren oder ob es sich dabei um pure Zufälle handelt. Die Energie, die man in solche Überlegungen steckt (bzw. sogar verschwändet),könnte man wesentlich besser nutzen, indem man in die Hände spuckt und damit anfängt sein Leben objektiv 'gut' zu gestalten.

Und damit fang ich dann auch gleich mal wieder an.
Bye.
 
 
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