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Wissenschaft - Männer mehr wert als Frauen!

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WildWeasel
Alt 14.07.2005, 17:28   #1
Standard Wissenschaft - Männer mehr wert als Frauen!

Ökonomie

Hat ein Menschenleben einen Geldwert?
Von Werner Mussler



06. Juni 2005 „Zum ersten Mal hat ein deutscher Ökonom den durchschnittlichen Wert eines Menschenlebens in Deutschland berechnet. Er beträgt 1,65 Millionen Euro. Ein Männerleben hat einen höheren Wert (1,72 Millionen Euro) als ein Frauenleben (1,43 Millionen Euro).”

Über eine solche Zeitungsmeldung wäre der betreffende Ökonom, Hannes Spengler von der Technischen Universität Darmstadt, kaum glücklich. Er müßte den Vorwurf fürchten, unerträglich zynisch zu sein: Wie kann man sich anmaßen, menschlichem Leben einen Wert beizumessen - und dann auch noch zwischen Mann und Frau zu differenzieren?

Nicht unendlich wertvoll

Spengler muß sich von solchen Fragen mißverstanden fühlen; die Zeitungsmeldung wäre sehr verkürzt. Spengler will kein bestehendes Leben mit einem Preisetikett versehen. Sein risikotheoretisches Konzept handelt von einem „statistischen” Leben. Es beruht auf der Beobachtung, daß jeder Bürger sein eigenes Leben nicht als unendlich viel wert erachtet, sondern es - jedenfalls implizit - einem ökonomischen Kalkül unterwirft.

Ein Beispiel: Wer Auto fährt, akzeptiert das Risiko, im Straßenverkehr umzukommen. Und er kauft nicht automatisch das Auto mit den höchsten Sicherheitsstandards, sondern jenes, das ihm am günstigsten erscheint - auch um den Preis eines etwas höheren Risikos.

Drei Millionen Euro

Wie sich der Wert eines statistischen Lebens theoretisch ermitteln läßt, erläutert Spengler an einem sehr konstruierten Modellbeispiel: In einem Fußballstadion sind 10.000 Menschen versammelt. Sie wissen, daß ein zufällig aus der Menge ausgewählter Besucher sterben muß. Sie werden gefragt, wieviel sie zahlen wollen, um dieses Risiko von der Gemeinschaft - und damit von sich selbst - abzuwenden.

Da das Sterberisiko eins zu zehntausend beträgt, ist die Zahlungsbereitschaft des einzelnen gering. Beträgt sie - ein gegriffener Wert - 300 Euro, so würden 10.000 Personen insgesamt drei Millionen Euro dafür zahlen, daß das Todesrisiko auf null sinkt und damit ein statistisches Leben gerettet wird. Dessen Wert beträgt dann drei Millionen Euro.

Kosten-Nutzen-Analyse

Was ist der Zweck solcher Zahlenspiele? Der amerikanische Ökonom Ike Brannon formuliert es drastisch: Für eine gute Politik sei es notwendig, den (statistischen) Wert eines Menschenlebens zu kennen. Er bezieht diesen Befund auf jene Regulierungsfelder, in denen es darum geht, Leben sicherer zu machen oder zu verlängern: in der Gesundheitspolitik, beim Bau bestimmter Verkehrsprojekte, im Umwelt- und Verbraucherschutz.

Für jeden Dollar, den der Staat ausgebe, müsse er dem Steuerzahler möglichst viel zurückgeben, sagt Brannon. Wenn eine Regulierung mehr koste, als sie ihr bringe, solle sie nicht in Angriff genommen werden. Die Forderung liegt der Kosten-Nutzen-Analyse zugrunde, die in Amerika für viele Regulierungsprojekte vorgeschrieben ist.

Eine „Pekuniarisierung”

Wie aber lassen sich Kosten und Nutzen ermitteln? Schon bei den Kosten ist das schwierig. Noch mehr gilt das für den Nutzen. Ein Beispiel: Wenn der Staat eine Kampagne gegen das Rauchen startet, sollte sich das in einer verminderten Zahl von Krankheits- und Todesfällen niederschlagen. Wieviel sollte dann für eine Kampagne ausgegeben werden? Das hängt von der Höhe des Wertes ab, den die Bürger ihrem Leben beimessen. Das erfordert - mit den Worten Spenglers - eine „Pekuniarisierung” des (statistischen) Wertes von körperlicher Unversehrtheit und menschlichem Leben per se.

Wie aber ist das empirisch möglich? Kaum jemand wird explizit sagen können und wollen, was ihm sein eigenes Leben wert ist. Es gibt mehrere Berechnungsmethoden, keine von ihnen verspricht endgültige Erkenntnis. Spenglers Ansatz beruht auf der Idee, daß ein Arbeitnehmer nur bereit ist, eine gefährlichere, also mit einem höheren Todesrisiko verbundene Tätigkeit aufzunehmen, wenn er dafür besser entlohnt wird.

Unterschiede durch Methoden

Wenn sich empirisch ermitteln ließe, wieviel im Durchschnitt ein Arbeitnehmer für ein höheres Todesrisiko am Arbeitsplatz verlangte, ließe sich auch der statistische Wert eines menschlichen Lebens berechnen. Das ist freilich wegen der Vielzahl von Einflußfaktoren auf die Lohnhöhe sehr schwierig. Entsprechend unterschiedlich fallen die Ergebnisse der Schätzungen aus. Die oben genannten, von Spengler ermittelten Werte sind eher gering; amerikanische Ökonometriker kommen für ihr Land auf das Drei- bis Vierfache.

Solche Unterschiede, die methodische Ursachen haben, werfen freilich die Frage auf, was das Konzept wert ist. Wenn der Wert eines statistischen Lebens nicht einigermaßen unstrittig ermittelt werden kann, hält sich auch seine politische Relevanz in Grenzen. Aber vielleicht bringt weitere Forschung ja neue Erkenntnis zutage.

Quelle:
http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE27...~Scontent.html


Ich wusste es doch schon immer
 
 
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Werhamster
Alt 15.07.2005, 15:37   #2
Standard

Mal abesehen davon, dass in dem Artikel nichts darüber steht wie der unterschiedliche Wert zwischen Mann und Frau zustande kommt, finde ich das ganze schon bedednklich. Die Tendenz alles in Geldwerten auszudrücken und zu messen halte ich für falsch. Ich muß an die rede des Häuptlings Seatles denken wo er auf die Frage ob das Land zu verkaufen sei antwortete: Es ist nicht zu verkaufen weil es nuns nicht gehört. Genauso wenig können wir Leben und Menschen verkaufen.

Und auch der Nutzen der aufgeführt ist sehr fragwürdig: das hieße wenn die Kosten den Wert eines Menschenlebsnas übersteigen ists ökonomisch unsinnig und wird gelassen. Auch wenn es nicht die Absicht des Ökonoms war so reduziert er damit die Menschen auf ihren "Geldwert".
 
 
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*mia
Alt 19.07.2005, 23:23   #3
Standard

Ich möchte ja nich sinnlos rumposten, doch das einzige was mir da zu dem thema einfällt, ist:

A~S~S~O~Z~I~A~L (mit 2 S? kA)

.. ich dachte schon die gessellschaft ist am geistigem verkommen...

aber son scheißdreck hab ich noch nie gehört, ein menschenleben in Geld zu messen, darauf kommt auch nur son fetter, alter, ekliger Akademiker !!

schon schlimm genug, dass manchen regirungen ihre waffen wichtiger sind, und die bevölkerung verhungert.. um nur ein beispiel von sooo vielen zu nennen...
gibt schon genug scheiße auf der welt. ich finde man muss nich noch mehr produzieren.
 
 
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mizue
Alt 20.07.2005, 00:32   #4
Standard

ist aber nötig... auf dem weg zur ultimativen gewinnmaximierung. hört man so munkeln.
 
 
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*mia
Alt 21.07.2005, 12:58   #5
Standard

Original geschrieben von mizü
ist aber nötig... auf dem weg zur ultimativen gewinnmaximierung. hört man so munkeln.
... Aber um welchen Preis????
 
 
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mizue
Alt 21.07.2005, 13:03   #6
Standard

ja, das frag ich mich auch. mir bleibt nix anderes übrig, als so zu leben, wie ichs für richtig halte und mir den rest am arsch vorbeigehen zu lassen. so unqualifiziert und naiv sich das jetzt auch anhören mag.

ps:
aSozial.
 
 
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mephisto
Alt 21.07.2005, 14:00   #7
Standard

Original geschrieben von xXmiaXx
Ich möchte ja nich sinnlos rumposten, doch das einzige was mir da zu dem thema einfällt, ist:

A~S~S~O~Z~I~A~L (mit 2 S? kA)

.. ich dachte schon die gessellschaft ist am geistigem verkommen...

aber son scheißdreck hab ich noch nie gehört, ein menschenleben in Geld zu messen, darauf kommt auch nur son fetter, alter, ekliger Akademiker !!
Asozial mit einem S!

Zweitens:


das is der Herr Spenger und er scheint weder alt, noch fett!

ich finds auch nich in ordnung, dass Menschenleben zu Geldwerten reduziert werden und ich erkenne auch nicht den reellen nutzen daraus! Was bringt es dem menschen, zu wissen, was das leben seines angestellten oder gar nachbarn wert ist?

Gewinnmaximierung? wo denn?
 
 
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*mia
Alt 23.07.2005, 12:21   #8
Standard

Danke für die netten Belehrungen

Nun ja, er erscheint weder alt noch fett(doch etwas breit schooon), aber er hat den gesichtsausdruck eines wahnsinnigen und sieht extrem unsympathisch aus.
Ein Mensch ohne Seele mit viel Geld. Es ist mir egal welche Widersprechungen jetz wieder darauf folgen ,aber nur zu wenns spaß´ macht...
 
 
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mika_tuk
Alt 03.08.2005, 11:09   #9
Standard

aber dieser herr schaut sehr doof drein: so "äh? wo bin ischn jetz?"

nein, was ich sagen will: was soll diese scheisse? ein menschenleben kann man nicht mit geld aufwiegen und dann noch so nen behinderten unterschied zwischen mann und frau.. das bestätigt doch nur jene, die sowieso der meinung sind "frauen an den herd" in ihrer sichtweise, oder? ich finde das ist an den haaren herbeigezogen und einfach nur widerlich. zumal dieser artikel so geschrieben ist, dass ihn kaum einer versteht (ich hasse wirtschaftliche theorien und so nen bla).
*grml*

genau solche die meinen "mit sowas lässt sich doch beweisen, dass wir männer die besseren sind" hasse ich wie die pest! wie kann man so eingebildet sein? niemand ist mehr wert als jemand anderes, darum bin ich auch der meinung, man sollte politiker nicht immer so behandeln als wären sie unersetzlich. sicher, der einzelene mensch ist unersetzlich, aber ein politiker? das gleiche mit den stars. sicher gehen sie ein risiko ein erschossen zu werden, aber mit den ganzen sponpanadln, die sich da manche erlauben... nein nein.

ich sehe nicht ein, warum ein mann mehr wert sein soll als ne frau. eine frau kann genau die gleichen arbeiten verrichten! sie kann sich auch verteidigen wenn sie will. mich erinnert dieser artikel an die zeit vor der emanzipation und ich dachte, sowas hätten wir schon hinter uns bzw. hätte sich die lage inzwischen gebessert. aber dieser artikel meint das gegenteil. und wenn mir mal einer ins gesicht sagt, er sei mehr "wert" als ich, dann reiss ich ihm die eier ab.
ah nochwas. zu der männer-frauen-ungerechtigkeit. eine frau bei einem vorstellungsgespräch nicht zu nehmen mit dem argument "sie könne ja schwanger werden" ist so weit hergeholt. nicht jede frau will kinder, ich lehne das strikt ab.

ich verstehe überhaupt nicht, WARUM männer mehr wert sein sollen? kann mir das wer sagen?
 
 
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Tox!cfox
Alt 03.08.2005, 20:48   #10
Standard

Ich finds auch ne Sauerei zu behaupten, dass Männer mehr wert seien als Frauen! Alle wissenschaftlichen Beweise und Analogien hin oder her! So ne Scheiße kann wirklich nur dem Kapitalisten einfallen, der um jeden Preis versucht eine Optimierung seines hirn- und emotionslosen Systems herbeizuführen. Soll nich heißen, dass ich ein Kommunist bin, denn beide Systeme sind grenzwertig und bewegen sich auf einem schmalen Grat. Aber das würde zu weit vom Thema abweichen! ^^
Fakt is für mich jedenfalls das eine Frau genauso viel "wert" is (Was für ein Begriff, tz!) wie ein Mann! Da fällt mir spontan grade die Rassenideologie zwischen "Ariern" und "Untermenschen" ein... Wie bekloppt kann man sein...!
 
 
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dr.gonzo
Alt 03.08.2005, 21:08   #11
Standard

Mal nen nettes Beispiel:
Jemand überfährt ein Kleinkind. Der "Schadensersatz" für ein Kleinkind beträgt
5.000 Euro.
Mach das mal den Eltern klar.
 
 
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