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Ist es wirklich möglich aus Fehlern zu lernen?

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Sonic
Alt 03.11.2006, 23:16   #1
Standard Ist es wirklich möglich aus Fehlern zu lernen?

Ist es wirklich möglich aus Fehlern zu lernen?

ich habe früher mal in er Schule beim Mobbing von anderen mitgemacht, ich war kein Schläger oder so, aber ich habe eben mitgemacht, und ich schäme mich voll dafür -> obwohl ich auch zu den Leuten später ein gutes Verhältnis hatte

ich war früher echt dumm, aber das ist immer so

nur; ich kann meine Fehler nicht wieder gutmachen, weil keiner mir die Chance dazu gibt; es geht auch nicht -> es gibt noch keine Zeitmaschine

Ich höre oft; "Aus Fehlern lernen" - Das ist für mich total falsch - ein Fehler wurde gemacht, und er bleibt bestehen, die Vergangenheit ist nicht mehr einzuholen!

Oder wenn man von besten Freunden enttäuscht wird, wie soll man da aus Fehlern lernen -> nie wieder beste Freunde haben oder was?

Versteht ihr was ich meine, ich glaube der Mensch ist voll mit Fehlern, sein inneres, sein Verhalten.

Wie können immer alle verlangen dass man aus eigenen Fehlern lernt -> was denn lernen? - das Mobbing Scheiße ist - dass man kaum jemand vertrauen darf? Was ändert das schon an dem, was schon passiert ist - der Schlechte Ruf eilt dann einem eh voraus wenn man schon was falsch gemacht hat, und hat daher nicht die gleichen Chancen beim nächsten Versuch!

Wie können andere das Verlangen, was sie selber nicht mal schaffen?
 
 
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Mama Jen
Alt 03.11.2006, 23:42   #2
Standard

ich denke, es ist damit gemeint, daß man in einer zukünftig sehr ähnlichen Situation eben nicht ganz genauso wieder reagieren soll.
Daß man sich an das Ergebnis seines Handelns, daß ja damals nicht so gut ausgegangen ist, erinnern soll.
Die Menschen um einen herum wechseln zu großem Teil ja im Laufe des Lebens. Somit bekommt man sehwohl auchmal eine neue Chance, die Dinge beim nächsten Mal doch etwas überlegter und vor Allem "anders" anzugehen.
Sowas ist natürlich seltenst in kurzem Zeitabstand hintereinender zu machen, aber viele Situationen im Leben ähneln sich immer wieder und dann bekommst Du deine Chance!
Sicherlich gibt es Verhaltensmuster, die man nicht einfach ablegen kann, das macht uns Menschen unter Anderem ja auch zu Unikaten. Nur lernt man ja sein ganzes Leben lang... auch aus Fehlern.. und meistens aus denen sogar besonders, weil es einem unangenehme Gefühle beschert hat, die man nicht wiederhaben möchte!
 
 
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Registrierter PPler
Anonymisierungsmodus aktiv!
Alt 03.11.2006, 23:45   #3
Standard

öhm, du lernst ja nicht aus fehlern um die vergangenheit zu korrigieren, sondern du lernst aus fehlern um die zukunft zu ändern.

dein mobbing beispiel: du fühlst dich jetzt schlecht und weißt das mobbing nicht "richtig" war. mal ganz einfach ausgedrückt. wenn du jetzt aus deinen gefühlen und dem neuen wissen ziehst, das du weder mobbing selbst betreiben wirst, noch es irgendwie unterstützen wirst, oder vllt aktiv einschreitest wenn jmd gemobbt wird, dann hast du offensichtlich aus deinem fehler gelernt.

wenn du von anderen enttäuscht wirst, ist nicht die erste konsequenz das du keine guten freunde mehr haben sollst. die konsequenz ist vllt, sich genauer zu überlegen was man wem anvertraut, wieviel man wem vertraut und vllt prüft man auch dadurch seinen freundeskreis noch mal genau auf stabilität. dann hast du vllt direkt keinen fehler begangen, kannst aber aus erfahrungen lernen und damit indirekte fehler vermeiden.

keiner verlangt von dir aus fehlern zu lernen, das ist ne sache fürs eigene ego, für den eigenen anspruch an sich selber, sich weiter zu entwickeln, zu denken.

ich denke der spruch "aus fehlern lernt man", oder "lerne aus deinen fehlern" ist eher so ein allgemeiner hinweis. zwingen kann dich eh keiner.

und einen schlechten "ruf" muss man genau überprüfen. legt man wert auf die meinung der menschen die diesen ruf kreiiert haben? ansonsten lässt sich auch ein schlechter ruf wieder reparieren, erstens wird man älter und dadurch werden gewissen handlungen die zu diesem ruf geführt haben irgendwann an bedeutung/ relevanz verlieren. zweitens werden die leute, die dich nicht VERurteilen durchaus bemerken das du aus fehlern gelernt hast und ihre meinung über dich evt. ändern. und letztendlich zählt nicht nur was der aktuelle bekanntschaftskreis über dich denkt, sondern auch was ein zukünftiger denken könnte. also kanns nicht schaden nach neuen eigenen prinzipien zu handeln, wenn man schon mal festgestellt hat das bisherige handlungweisen nicht wirklich "gut" waren, bzw man damit nicht glücklich sein kann.

ob andere aus ihren fehlern lernen kann dir wurscht sein. es kann dir auch wurscht sein ob solche leute sagen "lern aus deinen fehlern". niemand ist unfehlbar, jeder macht fehler, jeder macht einige fehler auch mehrmals.

was solls, so ist das leben.

solange man nicht aufhört sich weiterzuentwickeln....

im übrigen kanns auch nicht schaden aus fehlern von anderen zu lernen
 
 
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Roter_Drache
Alt 03.11.2006, 23:56   #4
Standard

wie schon gesagt.. lernen heißt in anderen situationen nicht so zu handeln wie es dir geschadet hat.

fasse mit der hand auf eine heiße herdplatte - und wirst du es wieder tun?
ich denke nicht - also ham wir was? richtig draus gelernt..
 
 
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Sophie1985
Alt 04.11.2006, 00:02   #5
Standard

Ich versteh was du meinst und du hast recht damit, wenn du sagst dass ein Fehler der gemacht wurde unwiederruflich bestehen bleibt. Man kann im Leben nichts rückgängig machen. Einmal Ausgesprochenes bleibt für immer ausgesprochen - genauso ist es mit dem Tun. Dieser Spruch "aus Fehlern lern man" ist meiner Meinung nach völlig irrsinnig. Menschen machen nunmal Fehler, und das einzige was man für sich selber daraus schließen kann ist entweder, die Erkenntnis, dass es falsch war oder eben gar keine Erkenntnis (wodurch sich der Mensch dann nicht weiter entwickeln kann und sein Verhalten nicht ändert)
Aber du solltest dich nicht zu lange bei den Fehlern aufhalten. Du musst lernen mit dir und deiner Vergangenheit und entsprechenden früheren Verhaltensweisen im Einklang zu leben.
Ich z. B. - ich suche nichts anderes als die Gründe, warum man glücklich leben kann (vielleicht weil ein Großteil meines bisherigen Lebens unglücklich verlaufen war) und wenn ich die Untersuchung jetzt noch weiter treibe, finde ich, dass unser Leben einfach darauf beruht, dass es zunächst die Erinnerung gibt und dann die Gegenwart und die Freiheit sich darin aufzuhalten um zu genießen. Das heißt im Vorbeigeghen einen Grund des Lebens erfasst zu haben und ihn für ein paar Sekunden festgehalten zu haben nachdem er unter einmaligen Umständen entdeckt wurde.
Und die Vergangenheit gewinnt sowieso erst durch die Gegenwart an Bedeutung. Der Moment in dem wir etwas erlebt haben wird erst wirklich wichtig für uns wenn er schon wieder vorbei ist und zur Vergangenheit zählt. Weißt du wie ich meine? Unser ganzes Denken bezieht sich auf die Erinnerung/Vergangenheit und Dinge die längst geschehen sind. Und diese Dinge gewinnen entweder zunehmend an Bedeutung für uns und greifen somit in die Gegenwart ein oder sie werden unwichtig und vergessen.

Sei lieb gegrüßt,
Sophie
 
 
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Lupus Silvanus
Alt 04.11.2006, 00:04   #6
Standard

Ich glaube du verwechselst hier zwei Dinge:

1. aus Fehlern lernen. Das heißt reflektieren was passiert ist, was es für Auswirkungen auf dich hatte. Und dann kriegst du Klarheit was du in Zukunft tun willst und was du besser vermeidest

2. die Fehle wiedergutmachen. Das geht nämlich oft nicht. Du hast geschreiben daß du zu Leuten die du früher gemobbt hast später ein gutes Verhältnis hattest. Vielleicht hast du ihnen da dann doch ne Menge gegeben so daß für sie das Mobbing früher dagegen zurückgetreten ist.
 
 
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Registrierter PPler
Anonymisierungsmodus aktiv!
Alt 04.11.2006, 09:58   #7
Standard

man darf eben nicht daran verzweifeln alte fehler nicht wieder gut machen zu können - sondern eben soweit daraus lernen sich nicht wieder mit denselben fehlern zu beladen (oder beladen zu wollen)

wenn man den fehler nie gemacht hätte - hätte man auch nicht gewusst wie es sich "anfühlt" in der sache einen fehler zu machen und wäre damit für die zukunft in der sache unerfahren und würde, früher oder später in einer ähnlichen situation den fehler dann doch genauso machen. und wer weiss ob es dann nicht viel schlimmer wäre, als wenn man manche erfahrungen/fehlerquellen schon in der jugend macht und ausräumt
 
 
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