Ich bin für mich prinzipiell der wichtigste Mensch (was nicht ausschließt, dass ich für andere sterben würde oder allgemein meine Lebenszeit für sie opfern würde).
Wirklich wichtig sind für mich ansonst eigentlich als Person nur einzelne Philosophen, einige begnadete Techniker, wenige beherzte Künstler und Menschen mit Ideen, die ihr Leben aufopfern um die Menschheit voranzubringen. Ansonsten sind mir die Personen wichtig die ich liebe, wohl aus dem einfachen und vielleicht egoistischen Grund, dass sie ein wichtiger Teil meines Lebens und somit meiner Selbst sind und ich diese nicht verlieren möchte.
Die restlichen Menschen sind als Masse nicht wichtig für mir persönlich, sie Leben und ermöglichen auch mir mit einem gewissen Lebensstandard selbiges zu fristen, so wie ich ihnen auch manchmal einen Dienst erweise aber diese Menschen haben kein Gesicht, sondern sind Zahlen. Ein dumpfer, subjektiver Querschnitt der Menschen, die ich selbst bereits gesehen oder kennengelernt habe eröffnet sich mir, wenn ich an 'die anderen da draussen' denke. Aber auch diese Menschen erfüllen einen wichtigen Zweck... ich mache mir nichts aus 'Stars' oder sonstigen Idolen aber ich benutze letztendlich auch sie dazu, meinen eigenen Standpunkt und mich selbst zu definieren und je mehr möglichst unterschiedliche Menschen ich kennenlerne, desdo präziser kenne ich meinen eigenen Standpunkt in der Welt. Wir können etwas eigentlich nur im Bezug zu etwas anderem erfassen und je mehr Bezüge wir herstellen können zu anderen, unterschiedlichen Menschen, desdo mehr werden wir wir selbst, weil wir in einen Standpunkt rutschen, der weitab aller Extreme liegt sondern nach einer gewissen Neutralität allem gegenüber strebt, die ich auch für erstrebenswert halte.
