Also ich denke auch dass es da so einiges gibt was wir uns garnicht so recht vorstellen können...
Alleine so "klitzekleine" Tatsachen wie z.B., dass es in Deutschland nur 2 Waschmittelhersteller gibt, und die beiden haben den deutschen Markt sogar noch unter sich aufgeteilt, damit beide weniger Arbeit haben...
Klingt auf den ersten Blick etwas lächerlich doch ich erklär mal in nem hohen Bogen worauf ich hinaus will.
Da fällt mir grad was ein... ich such das mal eben raus.. *kram* so, da isses ja:
N Kumpel von mir macht son Zine, da hat mal was passendes dazu dringestanden:
ich zitiere im folgenden aus dem Exposé-Zine # 1, erschienen im Dezember 98, mit grosser Wahrscheinlichkeit noch erhältlich unter
www.exposezine.de <g>
Buchkritik zu "Harpal Brar - Imperialism: Decadent, Parasitic, Moribund Capitalism"
Zur Person:
Harpal Brar wurde in Indien geboren, lebt aber seit 1962 in Grossbritannien. Er ist im Zentralkommittee der Socialist Labour Party of Britain und Herausgeber der Zeitschrift Lalkar
Zur Sprache:
Imperialism gibt es im Moment nur in englischer Sprache, die aber einfach gehalten ist. Mit normalem Schulenglisch sollte jeder in der Lage sein, das Buch zu verstehen. Das Anti-Imperialistische Forum Deutschland (AIF) arbeitet im Moment an einer Übersetzung, was aber wohl noch dauern wird.
Zum Inhalt:
Brar analysiert den Kapitalismus anhand bürgerlicher, "offizieller" Zahlen, aus z.B. dem Economist, der Financial Times oder dem Weltbankreport. Die einzelnen Kapitel behandeln die unterschiedlichen Schwerpunkte und die typischen Merkmale des kapitalistischen Systems.
Brar beginnt mit der "Concentration of Production and Monopolies" und deckt den Leser / die Leserin mit einer Fülle von zahlen ein, die jedes Statistikerherz höher schlagen lässt.
Dass nur einige wenige Leute in dieser Welt das Sagen und die meisten Reichtümer haben, wussten wohl die meisten, aber dass es so wenige sind? Das Bild wird vervollständigt durch "das Kapital", "Banks" und "Export of Capital", deren Titel wohl für sich sprechen dürften.
Auch hier gibt es jede Menge Zahlen, aber der Autor versteht es hier gut, den Bezug deutlich zu machen und die Besitzverhältnisse klarzustellen.
Wozu dieser Monokapitalismus letzendlich führen (und bisher auch schon geführt hat), nämlich zum Krieg, wird spätestens dann klar, wenn Brar die "Division of the world among imperialist countries" untersucht.
Das dem Kapitalismus immanente Streben nach immer höheren Profiten, neuen Absatzmärkten, Rohstoffquellen etc. zwingt einzelne Länder zwangsläufig in kriegerische Akten, wenn sie expandieren wollen und die Welt schon aufgeteilt ist.
Wir erinnern uns an den 1. Weltkrieg.
Zum Abschluss wird noch mit bürgerlichem Kapitalismuskritkern abgerechnet und der britische Imperialismus und die britische ArbeiterInnen-Bewegung besonders betrachtet.
Sehr aktuell und konkret wird dann noch einmal der Anhang won einige Artikel aus LALKAR u.a. das GATT-Abkommen und die zunehmende Armut und Obdachlosigkeit, den Aufstieg des Faschismus und die Arbeitslosigkeit in Grossbritannien behandeln. ...
So... jetzt kommt endlich das worauf ich hinaus wollte...
... Ein zweiter Anhang heisst schlicht "Bank Data".
Dahinter steht eine Auflistung der Direktoren der grössten englischen Banken und wo diese netten Männer sonst noch ihre Finger drin haben und wo sie sonst noch sitzen.
Beispielsweise Lloyds Bank, nämlich u.A. bei UNILEVER (Persil, Omo, Pepsodent, Signal, Ponds, Vaseline, Calvin Klein, Lipton, Brut, Timotei und Lux sind nur einige der Marken, die alle UNILEVER gehören) oder TESCO.
Schön zu wissen, dass die Welt ca. 100 Personen gehört und diese mehr oder weniger allmächtig sind.
Um so wichtiger wird dieses Buch, welches die Besitzverhältnisse zumindest teilweise (v.A. auf England bezogen) entdeckt.
Auch die Kennstnis dieser Zahlen ist mit Sicherheit nicht schädlich und liefert mit die besten Gründe gegen [ZENSIERT VOM GOAH]
Wenn also stimmt was dadrin steht sieht die Sache also so aus, dass die ganzen grossen Firmen die wir so kennen alle nochmal zu grossen Firmen gehören, die am Ende in höchstens noch 4-5 Firmen enden.
Schick, oder nicht?
Das würde auch unter anderem die Tatsache erklären, warum es Deutschland diese netten Tante-Emma Läden, die es in jedem kleinen Dorf gab in dem Sinn garnicht mehr gibt - is jetzt alles "Edeka" oder "Ihre Kette" oder sowas...
Genauso wie es keine unabhängige Bäckerei mehr gibt...
Entweder Tchibo oder Eduscho...
------------------
<FONT face="Verdana">Goah</FONT f>
GoahGoah hört keine Goa-Musik.
<FONT face="Verdana">AIM:</FONT f> GoahGoah
<FONT face="Verdana">IRC:</FONT f> irc.euirc.net #snitch