Original geschrieben von Cumulus Woher willst Du denn überhaupt wissen, dass wir nicht die Realität wahrnehmen?
Ich bleibe dabei: Das einzige, was ohne Beobachter nicht existiert, ist die Beobachtung. (Logischerweise). Das hat aber keine Auswirkung auf das zu beobachtende. Das existiert natürlich auch weiterhin.
Ich weiß doch was die Realität ist -ich habe sie doch beobachtet und ausgemessen. So einfach ist das.
Nun sagen wir es mal so, ich neige dazu zu zweifeln ob, das *was* wir wahrnehmen, sich um die Realität handelt.
Zum Thema Messen und Realität mal folgendes: Wenn du dich in der Quantenphysik etwas auskennst, dann weißt du vlt. was das
Komplementaritätsprinzip ist.
Wenn ein Quantenobjekt durch einen Doppelspalt geht (ohne Messung am Spalt), dann ist objektiv unbestimmt, durch welchen Spalt das Quantenobjekt geht. Man erhält ein Interferenzmuster.
Wenn du nun eine Messung am Spalt durchführst, dann erhält man kein Interferenzmuster sondern die Summe der Einzelspaltverteilungen, d.h. man kann auf einmal schließen durch welchen Spalt das Quantenobjekt ging.
Die Beobachtung eines Interferenzmusters und *Welcher-Spalt-Information* schließen sich aus, welche ist nun die *Realität*?
Oder wenn du in den Sternenhimmel schaust und einen Stern wahrnimmst, dann kann man durch das Licht ermitteln wie weit der Stern von uns entfernt ist. (indem man sich die Erde und den Stern auf eine Linie vorstellt) Was nun wenn das Licht vorher durch ein Schwarzes Loch gebeugt wurde?
Zum Thema Beobachtung: Du kannst aber über das zu beobachtende dann keine Aussage mehr machen. Bzw. wenn du dich der *Realität* nicht sicher sein kannst, wie kannst du dann eine Existenzaussage über irgendetwas in dieser letzten *Realität* machen?
mfg. Janshi