Wenn ich mir "was wäre wenn"-Fragen stelle, ärgere ich mich manchmal, Dinge früher nicht anders gemacht zu haben, selten freue ich mich über sowas. Quasi komme ich zum Schluss, ich wäre nicht gerade den besten Weg gegangen. Bei einer genaueren Betrachtung trifft dies aber eigentlich nur auf banale Sachen zu, wie z.B. dass ich in der Schule kein Latein gemacht habe und dies nun mühsam nachholen muss.
Auf mich persönlich bezogen bin ich aber froh, dass die ganzen "Was wäre wenn"-Sachen nicht eingetroffen sind sondern dass das Leben so ist, wie es ist: nämlich schön

.
Die "was wäre wenn"-Frage, die vielleicht am meisten mein Leben betrifft ist sicher: Was wäre wenn mir eines Tages im Jahr 2000 mein Kumpel nicht gesagt hätte, geh mal auf die und die Seite und lad die Landser-Lieder runter? Hätte er dies nicht getan, wüsste ich nicht, wie ich auf den Postplanet gekommen wäre, der mich schon ziemlich stark beeinflusst hat.
Letztlich hat es aber keinen Sinn, sich solche Fragen zu stellen. Denn vom Leben wird man nicht umsonst in verschiedenste Situationen gesteckt, die bei einer oberflächlichen Betrachtung mit einer in der Vergangenheit anderen Handlungsweise vielleicht vermieden werden können.
Vielleicht lässt sich mit einer solchen Herangehensweise aber auch leichter der Sinn der Gegenwart bzw. Vergangenheit herausfinden.