Du meinst nen Gottesdienst? Naja, also kommt drauf an, ob evangelisch oder katholisch. Ich kann dir nur meine erfahrungen eines evangelischen Gottesdienstes in Württemberg schildern:
- in die Kirche gehn, zwischen die Reihen und dann kann man kurz Beten (also Hände falten) und sich dann setzen
- kurz vor oder nach 10h (sofern der Gottesdienst um 10h anfängt) beginnen die Glocken zu läuten, etwa 5 bis 10min
- nach dem Läuten beginnt das Orgelvorspiel, welches vllt. 1 bis 3min geht
- dann kommt eine optionale Begrüßung, in der dann das Lied meist auch angesagt. Gibt es keine Begrüßung, so fängt der Organist gleich mit der Intonation des ersten Liedes (Eingangslied) an. Die Lieder und Strophen stehen an Tafeln, die in der Kirche an verschiedenen Plätzen hängen
- danach folgt das Votum (z.B. "Wir feiern den Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes") gefolgt von dem gesungenen einfachen Amen (die Orgel begleitet meistens, aber nicht immer)
- es folgt die Psalm-Lesung, idR. im Wechsel Pfarrer - Gemeinde, das sagt der Pfarrer aber. Der Psalm steht ebenfalls auf der o.g. Tafel und ist im Gesangbuch zu finden
- nach dem Psalmende singt die Gemeinde, von der Orgel begleitet, das "Ehr sei dem Vater".
- dann gibt's die Schriftlesung, bei der aus der Bibel die Wochenschrift vorgelesen wird - meistens vom Kirchengemeinderat o.ä.!
- nächstes Lied, genannt "Lied vor der Predigt"
- jetzt kommt der umfassendste Teil des Gottesdienstes, nämlich die Predigt, die von einem "Amen" des Pfarrers abgeschlossen wird
- es folgt das Predigtlied
- nun kommen noch Fürbitte und Vaterunser, danach das Schlusslied
- jetzt gibt es das Friedenslied ("Wir bitten Gott um den Segen mit dem Lied..."), meistens "Verleih uns Frieden gnädiglich"
- zum Schluss noch Abkündigungen (Terminänderungen, Spendenhinweise, etc.) und der Segen (z.b. "Der Herr segne euch und behüte euch. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf euch und schenke euch Frieden"), dann das 3fache Amen, ebenfalls gesungen und von der Orgel begleitet.
- das letzte Nennenswerte ist das Orgelnachspiel. In manchen Kirchen laufen die Leute dabei raus, in manchen bleiben sie sitzen und hören zu (der Pfarrer sagt dann meistens "Wir setzen uns für das Nachspiel"). Beim hinausgehn wird üblicherweise etwas in die Spendenbüchse geworfen
...und das war's
//edit: ok, dann hab ich wohl zu lang geschrieben
Viele (v.a. große) Kirchen haben tagsüber offen. Geh einfach rein und guck dich um, du musst auch nicht beten oder sowas. Als sei es ein Museum!